Sowas habe ich bisher nicht erlebt.
Derartige Erlebnisse zeigen aber, wie wichtig es ist, sich zu hinterfragen, ob gerade nasses oder trockenes Denken meinen Kopf beherrscht.
Nasses Denken hört sich auch passender als Suchthirn oder Suchtstimme an, aber Suchthirn und -stimme war gerade zu Beginn der Abstinenz (für mich) plastischer, besser vorstellbar.
Kyra - Mein Weg
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Herzlichen Glückwunsch zu 10 nüchternen Monaten 💐
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Ich lasse sie auch nicht vorbeiziehen, zumal es mir schwerfällt, mir vorzustellen, wie das funktionieren soll, ohne dass ich in der Zeit der Wanderung meiner Alkohol-Gedanken vor meinem geistigen Inneren dem Alkohol doch Raum gebe.
„Vorbeiziehen“ ist da vielleicht doch etwas unglücklich in diesem Zusammenhang. Ich versuche, solche „Suchtgedanken“ weder zu bekämpfen noch sie bewusst wegzuschieben. Denn erstens kann ich diesen Kampf ohnehin nicht gewinnen und zweitens kommen sie, wenn ich sie verdränge, irgendwann (vielleicht sogar völlig unerwartet) wieder zurück.
Ich richte meine innere Aufmerksamkeit schlicht von ihnen weg, wie einen Scheinwerfer, den ich in eine andere Richtung schwenke.
Ohne Licht kein Schatten.
Den Gedanken gebe ich schlichtweg keine Aufmerksamkeit und damit auch keinen Raum. Sie ziehen deshalb vielleicht auch nicht wirklich „an mir vorbei“, sondern sie berühren mich einfach nicht weiter.
Meine Therapeutin sagte zu mir, dass ich etwas mindestens 100 mal umsetzen müsse, bevor es sich überhaupt als neue Gewohnheit im Gehirn etablieren kann.
Setze ich gerade bei meiner regelmäßigen Sporteinheit um, „nur“ noch 80 Einheiten, dann läuft es von selbst 💪😬
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Liebe Kyra, von mir auch herzlichen Glückwunsch zu 10 Monaten.
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Ich möchte mich bei euch allen herzlich für eure Glückwünsche bedanken.
Auch freue ich mich sehr, dass euch mein Beitrag gut gefallen hat. Ich habe ihn für mich geschrieben, um mir komprimiert meinen Weg und meine Strategie vor Augen zu führen.
Und ich habe ihn hier im blauen Bereich eingestellt, um Ankommenden Mut zu machen, um ihnen zu zeigen, dass Abstinenz machbar ist.
Wichtig ist dabei vor allem, sich von Verzichtsgedanken lösen zu können und immer achtsam zu bleiben.Ich richte meine innere Aufmerksamkeit schlicht von ihnen weg, wie einen Scheinwerfer, den ich in eine andere Richtung schwenke.
Hallo KW,
jetzt kann ich mir besser vorstellen, was du mit dem „Vorbeiziehen“ gemeint hast.
Ich finde es gut, dass hier wirklich mehrere Wege nach Rom führen dürfen 😊.
Für mich ist das Stopp sagen kein Kampf, sondern ein Bewusstwerden meiner aufkommenden Suchtgedanken, denen ich keinen Raum geben möchte.Es ist schön, dass für jeden von uns sein Weg, mit Suchtgedanken umzugehen, um die Abstinenz zu sichern, funktioniert und sich als richtig anfühlt.
Liebe Grüße Kyra
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