Hallo Angler,
ich lese bei dir mit und freu mich mit über deinen Start in ein trockenes Leben. Ich schreibe nicht so viel im Offenen, aber manchmal schon, wenn mich was anspricht. Zum Beispiel das:
Und das tolle: ich hab das entschieden, ich Steuer es. Ich kann es so machen. Total einfach eigentlich, oder?
Ja! Das finde ich auch so toll. Diese Freiheit. Selbstbestimmtheit. Ich genieße das auch nach Jahren der Abstinenz noch regelmäßig ganz bewusst.
Und hierzu hab ich auch noch was (hast du geschrieben im Zusammenhang mit dem Gang durch den Supermarkt als möglichem Risikofaktor):
Unterm Strich ist das ja eine Kopfsachen bzw. Einstellung.
Bei mir war es das nicht. Ich bin suchtkrank. Für mich ist Trockenwerden und -bleiben mehr als eine Einstellungssache. Auch, aber nicht nur. Stichwort Risikominimierung.
Das ist eben die Veränderung, die durch die Sucht kommt: Ich kann mich nicht mehr „einfach“ darauf verlassen, was mein Kopf mir sagt, weil da eben auch meine Sucht sitzt. Das ist für mich die Herausforderung, dauerhaft. Zu akzeptieren, dass die Sucht aus meinem Kopf nicht mehr verschwindet. Zum Glück kann ich inzwischen gut, sogar sehr gut damit leben. Auch, weil ich Risiken minimiere.
Dir weiterhin einen guten und hilfreichen Austausch hier.
Grüße, Thalia