Fruechtetee - Nochmal den Mut haben....

  • Ich bin nicht nur sehr dankbar, dass ich nüchtern bin, ich pflege meine Abstinenz. Dafür ist es für mich wichtig, dass ich mein Leben wieder genießen kann, aber es ist mir genau so wichtig, da nichts als selbstverständlich zu sehen. Mein Leben ist so, wie es jetzt ist, nur möglich, weil ich keinen Alkohol trinke.

    Das ist doch ein schöner Weg,der auch wieder vor mir liegen kann.

    Meine Ist- Lebenssituation ist zZt noch ein bisschen verzwirbelt. Aber ich sehe tatsächlich einen Lichtstreifen am Horizont,das mein Leben sich sehr bald Stück für Stück positiv ändern wird. Und Abstinenz unterstützt ungemein.

  • Meine Ist- Lebenssituation ist zZt noch ein bisschen verzwirbelt. Aber ich sehe tatsächlich einen Lichtstreifen am Horizont,das mein Leben sich sehr bald Stück für Stück positiv ändern wird. Und Abstinenz unterstützt ungemein.

    Lebenssituationen werden immer mal wieder ein bisschen oder auch mal so richtig verwirbelt sein, höchstwahrscheinlich sogar auch mal so richtig beschi….. Völlig unabhängig davon, ob ich nüchtern bin oder nicht.

    Dein Leben wird sich nicht Stück für Stück positiv ändern. Dein Leben ändert sich Stück für Stück positiv.
    Schau hin.
    Und die Abstinenz unterstützt da auch nix, sie macht das erst möglich.

    Meine Abstinenz ist das absolut allerwichtigste für mich. Weil mein Leben nur nüchtern möglich sein kann. Mit Alkohol war mein Leben nur noch ein verlogenes Dahinvegetieren. Und genau das würde es mit Alkohol wieder sein. Das ist Sucht.

    Das Leben ist auch ohne Alkohol nicht jeden Tag die rosarote Wolke, auf der es den ganzen Tag die Lieblingssüßspeisen gibt (die dann natürlich auch weder krank noch dick machen).
    Nur nüchtern kann ich mein Leben kontrollieren.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Stern,ich verstehe auf jeden Fall was du meinst.

    Leider ist es so,dass meine Situation sich evtl nicht soooo positiv ändert ,wie ich mir das wünsche. Kann und möchte nicht hier in diesem Bereich darüber berichten.

    Aber mein höchstes Gut...Gesundheit....ist nur durch Abstinenz möglich. Und dafür reicht es aus,dass erste Glas stehen zu lassen. Das ist zZt noch mein Mantra 😉LG

  • Gestern kamen zwei Einladungen für große Feste hier im Dorf hereingeflattert.

    Mir wurde klar,welche Feier-Situation dort sein wird

    Ich habe mit meinem Mann gesprochen und ganz klar gesagt ,dass ich nicht mitfeiern werde.

    Gute und richtige Entscheiung. An Veranstaltungen, bei denen heftig getrunken wird und der Alk letztlich im Vordergrund steht, nehme ich nicht teil. Das ist der falsche Ort für mich. Und zwar nicht, weil ich mich für gefährdet halte, sondern weil ich den Anblick und den Lärm einer Sauferei im Kopf einfach nicht mehr aushalte. Dafür ist mir meine Zeit eindeutig zu schade. So was tue ich mir nicht mehr an.

    Zum Glück habe ich eine Frau, die keine "Feiernudel" ist und so was auch nicht mag.

    Wenn Deinem Mann nach Mitfeiern sein sollte, kann er ja alleine gehen.

  • Danke für eure Antworten.

    Bei unseren Dorfveranstaltungen steht die Trinkerei nicht im Vordergrund. Das ist sicher das miteinander sein,aber es fliessen Unmengen an Alkohol . Und das von Anfang an. Da kann ich für mich nicht entspannt sagen " ich gehe mal für 1-2 Stunden hin".

    Ich weiß,dass das nicht funktioniert. Eigentlich wie alles hier im Ort.

    Also kompletter Rückzug und Neuorientierung,da keine tiefen Freundschaften hier vor Ort bestehen.

    Das mimimi wird ein bisschen leiser und die Kopfakrobatik, um Teil dieser "Gemeinschaft" zu bleiben ,kommt auf den Boden zurück.

    Es geht nicht,nicht hier in diesem Ort und nicht wenn ich ein abstinentes Leben führen möchte. Ein zaghaftes...basta....! LG

  • Ich weiß,dass das nicht funktioniert. Eigentlich wie alles hier im Ort.

    Damit stehst du doch schon mal nicht mehr vor einer Entscheidung.

    Also kompletter Rückzug und Neuorientierung,da keine tiefen Freundschaften hier vor Ort bestehen.

    Dass du in dem Dorf gar nicht so richtig angekommen bist, macht es doch noch mal leichter.

    Ich wohne schon fast 30 Jahre in meiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Es ziehen Leute aus, es ziehen Leute ein ….ich habe den ältesten Mietvertrag.
    Hier finden regelmäßig Hoffeste statt. Auch, um ‚die Neuen’ in die Hausgemeinschaft zu integrieren. Ich war noch bei keinem einzigen Hoffest oder Hofflohmarkt.
    Wir grüßen uns höflich und nehmen uns gegenseitig die Pakete an. Manche Leute kann ich ehrlich gesagt nur über die Pakete dem jeweiligen Namen am Klingelschild zuordnen.
    Mehr brauche ich hier nicht. Die anderen auch nicht.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Fruechtetee , ich habe mein leben auch weitgehend managen können .Kinder hin und her bringen ,Geburtstage, Termine ,Arbeiten...aber meine 🔋 Akkus waren leer . Ich habe mit hin und wieder trotz versucht etwas zu leisten, sonst hätte ich dass Geld wohl in Alkohol umgewandelt und in kippen , da ich automatisch mehr Zigaretten geraucht hab wenn ich trank . Ausserdem habe ich dann viel gegessen ab einem Pegel.... manchmal landete es dann wieder im Klo. Ich kaufe mir hin und wieder lieber etwas gutes Obst, ein paar Blümchen oder geh mit den Kindern was essen ,dass habe ich vernachlässigt. Ich lege mich an freien Tagen hin wenn ich mag und versuche mir etwas Ruhe zu gönnen die mein Körper hin u wieder braucht. Ich gehe nicht ins Dorf und meide die Veranstaltungen gerade. Die Menschen würden mich nicht verstehen und wer mich vermisst kommt her . Trotzdem melde ich mich bei denen wo ich weiß es dreht sich nicht in 1.linie drum sich zu betrinken wenn man sich trifft . Kontakte braucht man, aber die richtigen. Wenn ich im Moment zu veranstaltungen oder Festen ginge ,würde ich wieder ständig konfrontiert damit ,dass es ohne Alkohol vielleicht nicht auszuhalten ist weil der Gedanke Spaß ohne Alkohol immer ein Punkt ist der für mich einer der schwierigen ist . Alkohol war vieles für mich Entspannung, Frei sein von Gedanken , Vergessen, Belohnen . Aber ..... spätestens am nächsten Morgen war immer dieses Bauchkrummeln ,Müdigkeit, Magenschmerz ,Rhytmusstörungen ,Bluthochdruck ,Depri .... Man hat mehr Zeit und die geht langsamer rum ohne Alkohol, aber ich genieße es wenn ich am nächsten morgen fit bin. Meine Familie sich freut wenn ich strahlender aussehen tue und Sorry für den Kilometerlangen Text ....Tipps habe ich noch nicht viele ausser Ruhe ,auf sich hören ,dass tun was gut ist und sich für den Kopf richtig anfühlt. Jeder Tag ohne ist ein guter gewonnener . Meine Therapie hilft mir auch ,indem ich raus lasse was mich belastet das der Druck nicht mehr so stark aufkommt . Es ist wie zu lernen ohne Schwimmflügel zu schwimmen

  • Hallo Stern,

    manche "neue " Realität schmeckt nicht gleich. Und ich merke in solchen Gedanken meinerseits ganz viel zögern,wohl auch um nicht aufzufallen und es allen recht zu machen. Das hier nicht mein super Schauspieltalent gefragt ist,sondern mein Überlebenswille. Also...reseat.

    Fand das in der Großstadt wesentlich einfacher. Nicht so "auf dem Präsentierteller leben". Aber das wird zumindest in den nächsten Jahre noch meine Wohnsituation bleiben......LG

  • Hallo Tiffy,danke für deine geteilten Gedanken.

    Ich versuche gerade konkrete Tages /Wochenstrukturen aufzubauen um mit mir selber(und Mann) gut leben zu können. Nicht mehr so abhängig sein von anderen.

    Ich habe hier(ausser meinem Mann) niemanden mehr,wenn ich jetzt alles ausfallen lasse(weil Alkohol hier immer auf den Tisch kommt).

    Du beschreibst gute Kleinigkeiten,die du dir gönnst und "nimmst".

    Und was das alles kostet.......ich habe früher auch geraucht und die Zigaretten schmeckten nochmal besser mit einem Glas Bier/Wein in der Hand. Jepp und ziemlich regelmässige Fressanfälle kenne ich auch. Alles garnicht gut. Und das Erwachen am nächsten Morgen schon garnicht.

    Mein Schlaf ist besser geworden und das Erwachen dadurch auch.Keine Katerstimmung mehr.......

    Wir machen weiter,Tag für Tag,kleinschrittig aber in die richtige Richtung gehend. Was hälst du davon? LG

  • manche "neue " Realität schmeckt nicht gleich. Und ich merke in solchen Gedanken meinerseits ganz viel zögern,wohl auch um nicht aufzufallen und es allen recht zu machen. Das hier nicht mein super Schauspieltalent gefragt ist,sondern mein Überlebenswille. Also...reseat.

    Fand das in der Großstadt wesentlich einfacher. Nicht so "auf dem Präsentierteller leben". Aber das wird zumindest in den nächsten Jahre noch meine Wohnsituation bleiben......LG

    Ich finde grundsätzlich ‚Neues‘ erstmal überhaupt nicht so super. Ich bin schon auch ein Gewohnheitstier. Mir schafft das auch inneres Vertrauen.
    Und doch, nüchtern ist ja nun mal erstmal alles anders. Und das ist doch super.

    Nicht auffallen wollte ich zu Saufzeiten, und ehrlich gesagt, will ich das heute noch immer nicht. Ich denke auch nicht, dass sich da noch so ganz grundlegend was dran ändert. Das bin eben ich.
    Aber es allen Recht machen zu wollen, habe ich abgelegt. Das habe ich gar nicht mehr.
    Warum denkst du, dass das für dich überlebenswichtig ist?

    Für mich ist überlebenswichtig, dass es mir gut geht. Und wenn ich mich zu Dingen zwingen muss, nur, damit andere zufrieden sind, ich das aber gar nicht machen will, geht es mir doch nicht gut.

    In der Stadt ist das vielleicht einfacher, nicht so auf dem Präsentierteller zu sein. Aber dennoch gibt es ja auch in der Stadt ein ‚Drumherum‘. Die Lästermäuler sind doch überall.
    Es ist unmöglich, seinem gesamten Umfeld zu gefallen oder es jedem Recht zu machen. Und das ist doch auch völlig Wurscht. Es gibt doch immer auch genügend, denen gefällt, wie ich bin. Und je mehr ich mir gefalle, desto offener werde ich auch da draußen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Stern....Überlebenswille.

    Ich versuchs mal so...ich habe seit 40 Jahren Depressionen. Das war mir von "aussen" nicht ansehbar,weil da ganz klar mein Schauspieltalent geholfen hat,diese für mich irgendwann mal nötige Fassade aufrecht zu erhalten. Großes Erstaunen als nichts mehr ging und ich lange in die Klinik musste.

    Gleiches wäre jetzt beim Alkohol. Da ich nicht unangenehm durch mein Trinkverhalten aufgefallen bin.

    Mein Überlebenswille sagt mir,dass ich gesund älter werden möchte,obwohl ich weiß,dass ich diese Alkoholmaskerade noch weiter aufrecht hätte halten können.

    Nun habe ich aufgehört zu trinken und habe mich damit in den Fokus gestellt.

    Für mich ist überlebenswichtig, dass es mir gut geht. Und wenn ich mich zu Dingen zwingen muss, nur, damit andere zufrieden sind, ich das aber gar nicht machen will, geht es mir doch nicht gut.

    Genau das ist es,was ich lernen möchte. Danke dafür! LG

  • Gleiches wäre jetzt beim Alkohol. Da ich nicht unangenehm durch mein Trinkverhalten aufgefallen bin.

    Ich war auch nie unangenehm aufgefallen.
    Es wusste in meinem Umfeld noch nicht mal jemand, dass ich überhaupt Alkohol trinke. Es hat mich (außer mal in meiner allerfrühesten Jugend) nie jemand mit einem Glas Alkohol gesehen. Dass ich saufen könnte, ahnte niemand.
    Ich habe alle angelogen. Ich habe in zwei Welten gelebt.

    Von dieser einen Welt, in der ich von Selbstzweifeln und Selbstverachtung zerfressen war, besoffen im Bett lag und nicht hochkam wusste nur ich.
    Sobald ich woanders war, habe ich die Maske aufgesetzt. Ich hatte das so perfektioniert, dass das ganz automatisch perfekt passte. Solange ich nicht gesoffen hatte. Nach dem ersten Schluck Alkohol, ganz alleine zu Hause, war ich wieder ich. Ich habe dieses ‚Ich‘ so gehasst.

    Es war ein schmerzhafter Weg, bis ich mich so annehmen konnte, wie ich bin. Mit vielen Tränen.
    Aber es war klar, dass ich nie wieder eine Maske aufsetzen will. Dazu war es notwendig, ehrlich zu mir sein und zu lernen, mich anzunehmen. Ich habe dafür sehr viel hier gelernt.

    Ich mag längst nicht alles an mir. Aber das ist in Ordnung.
    Ich muss auch gar nicht überall meine Lebensgeschichte erzählen. Für einige ist auch ,nichts sagen‘ schon eine Lüge. Ich finde aber, dass es Dinge in meinem Leben gibt, und da gehören meine Krankheiten auf jeden Fall dazu, die gehen schlichtweg niemanden etwas an. Es ändert ja nichts an der Krankheit, wenn möglichst viele davon wissen.
    Wichtig ist doch nur, wie ich mit meinen Krankheiten umgehe und dass ich mit mir mit Reinen bin.
    Mein Leben - meine Verantwortung.

    Ich wünsche dir, dass du einen guten Weg findest, mit deinen Krankheiten zu leben.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hey Stern,wir zwei kennen uns, scheint mir ;). Für mich trifft vieles von dem was du schreibst genau zu.

    Ich finde mittlerweile auch,dass meine "Krankheiten" Leute die mir nicht verbunden sind ,nichts angehen. Nachdem ich wegen meiner Depression lange im Krankenhaus war,war nichts mehr wie vorher. Vielleicht konnten sie nicht damit umgehen. Mag sein,aber mit mir kann man reden,vor allem wenn jemand Interesse an mir hat. Vielleicht hats daran gehappert...deshalb geht sie meine Alkoholsucht garnichts an.

    Und mich schützt es auch nicht,wenn ich es offen sage. Ich bin nicht mehr dabei,dass ist für lange Zeit erstmal der beste Schutz.

    Wichtig ist doch nur, wie ich mit meinen Krankheiten umgehe und dass ich mit mir mit Reinen bin.
    Mein Leben - meine Verantwortung.

    Genau so empfinde ich das auch und das ist mein Ziel,Schritt für Schritt.

    Danke dafür und lieber Gruß

  • Oh je,sitze gestern nach längerer Zeit mal wieder im Kino und freute mich über die neue Zeitrechnung (der Film fing erst um 20.45 an und ich war noch wach und nüchtern),als im Film eine Szene gespielt wurde,die mich alarmierte. Schöne entspannte Situation die mit einem (natürlich nur einem ;)) Glas Wein untermalt wurde.

    In einer der Reihen klapperten auf einmal Flaschen. Sofort! reagierte alles in mir.

    Panik,Entsetzen und große Traurigkeit . Ich habe diese Szene jahrelang in meinen Gedanken konserviert. Dieses fast elegante Einschenken eines Glases Wein um mich dann entspannt einem guten Buch,einem interessanten Gespräch,einem Malprojekt zu widmen. Aber das ist nicht meine Realität in den letzten Jahren gewesen. Nach dem ersten Glas ging es ums zweite,selten entspannt und wenig kreativ. Aber diese Filmszene hat genau DAS eingefangen und ich spürte Bedauern,dass das für mich nicht möglich ist. EIN Glas zu trinken,ganz entspannt, dabei intressante Gespräche zu führen oder ein bisschen kreativ rumwuseln.

    Da bin ich bildlich mit meiner eignen Gedanken-Wunsch-Welt konfrontiert worden. Jetzt ist es mir klarer,welcher Knopf da bei mir gedrückt wurde und welche nicht realistische Sehnsucht ich da gefüttert habe.

    Bin raus an die frische Luft.......

  • Aber diese Filmszene hat genau DAS eingefangen und ich spürte Bedauern,dass das für mich nicht möglich ist.

    Guten Morgen Fruechtetee,

    Du hast mich gerade mit Deinem Beitrag abgeholt, mit dieser Gedanken- Wunschwelt, aber ich bedauere es nicht mehr, ich trauere dem nicht mehr nach.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • EIN Glas zu trinken,ganz entspannt, dabei intressante Gespräche zu führen oder ein bisschen kreativ rumwuseln.

    Danke für deinen Beitrag. Das war auch mein Wunschdenke, das es nochmal klappen könnte. Aber Nein! Nie wieder wird das so sein. Es funktioniert auch prima mit einem Glas Tee (oder was auch immer). Das hat bei mir nur gedauert bis es in meinem Hirn angekommen ist. Die Gespräche sind viel interessanter und entspannter als mit Alkohol. Kreatives rumwuseln sowieso.

  • aus meiner erfahrung mit anderen trockenen alkis, die nach so langer "trockenzeit" rückfällig geworden sind stand nicht druck, stress oder sonstwas im fokus. sondern die annahme das nach 10-15 oder 20 jahren keine gefahr mehr besteht, wenn man sich mal ein kleines schlückchen gönnt :idea: ja mein gott, was soll schon passieren?

    Danke für diesen Satz.

    Der Unterschied zwischen "nicht dürfen" und "nicht brauchen" ist gefühlt groß.


    Gedanken von nicht wollen - nicht dürfen - nicht brauchen hatte ich anfangs auch. Ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich hilfreich waren


    Mit dem ,nicht können‘ hatte ich mehr Klarheit im Kopf, das war greifbar für mich. Und jedem ‚abwägen und vergleichen’ wurde die Grundlage genommen.

    Aber diese Filmszene hat genau DAS eingefangen und ich spürte Bedauern,dass das für mich nicht möglich ist. EIN Glas zu trinken,ganz entspannt, dabei intressante Gespräche zu führen oder ein bisschen kreativ rumwuseln.

    Da bin ich bildlich mit meiner eignen Gedanken-Wunsch-Welt konfrontiert worden. Jetzt ist es mir klarer,welcher Knopf da bei mir gedrückt wurde und welche nicht realistische Sehnsucht ich da gefüttert habe.



    Was machst du jetzt dieser Erkenntnis?

    Es wird ja auch künftig genau diese Filmszenen geben. Alkohol kann immer irgendwo rumstehen, er kann auch immer irgendwo getrunken werden….

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Filme und Werbung schaffen oft Fantasiewelten und bedienen (in vieler Hinsicht konsumfördernde) Sehnsüchte, die mit der Realität nicht viel zu tun haben.

    Da hift es nur, die alten Denkmuster durch neue zu überschreiben und sich immer wieder an den den bekannten Leitsatz "Glaub nicht alles, was du denkst" zu erinnern.

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