Steevie - Hallo, nun konnte ich nicht anders…

  • Ich habe Angst davor, wie es weitergeht…

    Ich behaupte mal: Weitersaufen gleich ALLES wird schlimmer. Abstinent werden, bleiben ALLES wird besser

    immer steht der Alkohol da wo man zwangsläufig langläuft; wer kommt auf sowas!?)

    Die Industrie die Geld verdienen will. Selbst mit Süchtigen die irgendwann krank werden und sterben. Was tut der Staat? Diesbezüglich nichts siehe an der Kasse etc. Gibt ja haufenweise Steuereinnahmen

    Meinem Partner mache ich auch immer wieder (wenn es darauf ankommt) klar, dass ich keinen Alkohol trinken will

    Ich könnte das nicht hier Zuhause jmd. der trinkt. Es ist so schon extrem wenn ich nur Alkohol draussen irgendwo sehe. Nene

    Mein Partner meinte dann , dass wir einen weißen Rum kaufen für Mojito.

    Siehst du dich als Alkoholiker? Wenn ja, bist du so nah am Alk. Entweder dein Partner triggert dich die ganze Zeit, was dann extrem schwer ist oder dir zu liebe garnicht, damit es sehr viel leichter wird. Ich müsste z.b. in deiner Situation ausziehen oder meine Frau weil das Dauertriggert oder sie lässt es Zuhause. Mein Zuhause ist 100 Prozent Alkfrei.

    ich sagte ihm nochmal: Ich will keinen Alkohol , ich kann es nicht, nicht damit umgehen und dass ich dann auch nicht mehr aufhören kann.

    Du müsstest ihm sagen ich bin trockene Alkoholikerin. Es macht mich kaputt. Ich will und darf nicht. Du bist in einem Alkoholiker Forum oder nicht?

    Wie Twizzler bereits geschrieben hat, kann ich mir auch vorstellen, dass der Versuch, deine Grenzen zu überschreiten, der Versuch deines Partners ist, sich nicht damit konfrontieren zu müssen, dass er ein Problem hat.

    Anscheinend ist ihm das so wichtig das er selber ohne Mühe nicht mal 30 Tage ohne Alkohol schafft?!

    Heute trinke ich nicht

  • Anscheinend ist ihm das so wichtig das er selber ohne Mühe nicht mal 30 Tage ohne Alkohol schafft?!

    Also ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstehe, aber wenn der Partner ebenfalls ein Alkoholproblem hat und das aber für sich noch nicht erkannt hat, glaube ich schon, dass man unterbewusst viele teilweise auch absurde Dinge tut, um sich gegen solch eine Erkenntnis zu wehren. Das soll um Himmels Willen keine Rechtfertigung sein - das ist ein absolut zerstörerisches Verhalten. Nur ein Ansatz, das Verhalten möglicherweise zu ergründen.

  • Wobei ich noch ergänzen möchte, dass es natürlich nicht darum gehen soll, den Fokus darauf zu richten, warum er das tut, sondern wie man einen Weg findet, für sich darauf zu reagieren und sich vor den entsprechenden möglichen Folgen für sich selbst zu schützen.

  • Dein "Ich möchte keinen Alkohol trinken" wird anscheinend als Diät abgetan.

    Und "Weil es mir nicht gut tut" ist auch nicht das gleiche wie "ich bin Alkoholiker'in".

    Den gut tut Alkohol niemandem. Er löst bei jedem Lebewesen die Zellwände auf.

    Du bist Alkoholikerin und möchtest trocken werden.
    Und als dein Partner, dem es wichtig sein sollte wie es dir geht, sollte dich dabei unterstützen. Das kannst du ihm auch durchaus sagen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Hallo Steevie, hier erst mal das, was ich Dir neulich zu Deinem Neustart schicken wollte und doch nicht mehr abgeschickt habe:

    "Gut, dass Du wieder hergefunden hast, Steevie - das schaffen nicht viele, da kannst Du schon mal froh und auch stolz sein.

    Ich habe den Eindruck, dass Dir noch nicht ganz klar ist, was Sucht wirklich bedeutet, wie sie funktioniert - und wie Abstinenz folglich funktionieren kann.

    Mit persönlicher Schuld oder Schwäche hat das nichts zu tun - Sucht ist eine schwere und lebenslange psychische Erkrankung.

    Hier kannst Du Unterstützung finden, um die Sucht dauerhaft zu stoppen - nicht zu heilen. Angst brauchst Du davor nicht zu haben. Nur Sucht und Werbung reden uns ein, dass das Leben erst mit Alk lebenswert ist. Großer Quatsch - wie Du hier in zahlreichen Lebensgeschichten nachlesen kannst.

    Eine wichtige Erfahrungsregel hier lautet: Nur nicht trinken reicht nicht.

    Hadt Du eine Idee, was damit gemeint sein könnte und wie Du das für Dich anwenden kannst?"

    Soweit zu Deinem Neustart. Glückwunsch noch mal.

    Zum aktuellen Thema: Ist es nicht Dein Hauptproblem, dass Deinen klaren Wunsch, selbst ab sofort nichts mehr zu trinken, auch nach dem xten Gespräch einfach ignoriert? Ist das - unabhängig von Alk - Deine Vorstellung von Partnerschaft?

    Ich finde auch, dass man seinem Partner schon sagen (können) sollte, dass man Alkoholiker ist. Wem, wenn nicht ihm?

    Wird aber in Deinem Fall vermutlich nichts nutzen, höchstens zu Diskussionen und Verharmlosungen führen: "Quatsch, Du doch nicht, funktionierst doch, so schlimm wie bei xy ist es doch noch lange nicht" - damit er eben selbst ungestört weitermachen kann.

    Das ist wirklich ein sehr großes Risiko für Dich.

    Könntest Du Dir - erst mal vorübergehend, z. B. Durch Aufenthalt in einer Ferienwohnung - eine räumliche Trennung vorstellen, um Deine Abstinenz zu festigen?

    Man muss als Paar doch nicht unbedingt zusammenwohnen, wenn man in bestimmten Dingen sehr unterschiedlich unterwegs ist.

  • Denkst du denn er ist süchtig?

    Puh, das kann ich sowas von gar nicht einschätzen. Dafür weiß ich zu wenig über ihn und ich bin ja selbst noch recht frisch in der ganzen Materie. Ich kann nur sagen, dass ich solches Verhalten bei meinem Mann beobachtet habe und dass ich das für einen möglichen Erklärungsansatz halte. Aber für die Einschätzung, inwieweit das hier wahrscheinlich ist, fehlen mir Einblick, Fachwissen und Erfahrung.

  • So, gestern habe ich nochmal gesagt, wie ernst es mir ist keinen Alkohol mehr zu trinken.
    Mein Partner hat verstanden. Er akzeptiert meine Entscheidung und bewundert es. Dazu will er auch mitziehen. Es steht ja schon länger im Raum. Nachdem ich meinen Alkoholkonsum reduziert habe, habe ich ihn ja schon öfter darauf angesprochen, was aber meistens immer in Diskussionen und Streit endete. Diesmal war es anders.

    Mein Partner und ich haben uns sehr lange unterhalten, ich habe diesmal wirklich ausführlich über mich und mein Problem gesprochen. Dass ich süchtig bin, keine Kontrolle mehr übers Trinken habe und die auch niemehr erlangen werde. (Mich als Alkoholikerin bezeichnet, habe ich jedoch nicht, wollte nicht dass das Wort ihn abschreckt…)
    Wir haben auch darüber gesprochen, wie es dazu kam dass es so ausgeartet ist.
    Er hat gesagt, wie sehr er es bedauert nicht früher schon sich damit auseinandergesetzt zuhaben. Er wollte sich nicht die Zeit nehmen, da er ja weiterfunktionieren musste/wollte, etc.

    Es sagte auch, dass er nicht mehr kann und er das jetzt unbedingt verändern will/muss. Und er weiß, dass es schon längst überfällig ist. Wegen der Gesundheit, dem Schlaf, der Haut , dem Wohlbefinden und wegen/für mich auch…aber vorallem die Gesundheit.
    Ich glaube ihm auch…aber irgendwie kann ich mich nicht so richtig darüber freuen. Ich will mir keine Hoffnungen machen, die sich vielleicht doch nicht erfüllen. Ich muss einfach sehen , dass er es auch ernst meint.
    Meine Abstinenz steht für mich definitiv trotzdem im Vordergrund! Das wäre aber natürlich ein Bonus, wenn mein Partner auch zurück zu seiner persönlichen Freiheit von Alkohol kommt!

    Heute hat er zumindestens 4 Bier innerhalb von 10h getrunken, anstatt 8 Bier in 6h…
    Hhmm …abwarten…

    Was meint ihr dazu??

  • Es sagte auch, dass er nicht mehr kann und er das jetzt unbedingt verändern will/muss.

    Heute hat er zumindestens 4 Bier innerhalb von 10h getrunken, anstatt 8 Bier in 6h…
    Hhmm …abwarten…

    Wenn er tatsächlich auch Alkoholiker ist, dann kann er nicht kontrolliert trinken.

    Es zeigt ja auch, dass er nach dem Gespräch wieder Alkohol getrunken hat. Da ist dann die Menge unerheblich. Er trinkt und hört nicht auf, wie er es sich vorgenommen hat.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Konzentrier dich nur auf dich Wenn er mitzieht schön wenn nicht darf dich das nicht runterziehn. Ich weiß das ist einfacher als gesagt aber ich weiß wovon ich spreche. Ich bin jetzt 11,5 Monate trocken und sehr glücklich. Ich bin ein anderer Mensch und hab mein Leben komplett geändert und das ohne Rücksicht auf meinen Mann welcher nasser Alkoholiker ist. Ich liebe ihn sehr und er ist stolz auf mich aber es tut schon weh zuzuschaun wie er sich wohl oder übel zu Tode säuft.

    Spielchen wie lass uns zusammen aufhören würde ich gar nicht mitmachen, denn was ist wenn einer rückfällig wird. Dann ist der Pakt gebrochen und der andere sehr gefährdet. Oder man unterstellt sich gegenseitig dauernd etwas und kontrolliert.

    Nein, Kraft und Energie gehören nur mir. Das ist mein Weg, meine Abstinenz, meine Freiheit.

    LG Lebensmut

  • Heute hat er zumindestens 4 Bier innerhalb von 10h getrunken, anstatt 8 Bier in 6h…

    Wenn er das macht um zu reduzieren, dann ist das kontrolliertes Trinken. Wenn er Alkoholiker ist, wird das nach aller Wahrscheinlichkeit nicht lange anhalten und er könnte sogar anfangen heimlich zu trinken um sich keine Blöße vor dir zu geben.
    Du wirst sehen was passiert, aber anstatt darauf zu warten und zu hoffen schau auf deine Abstinenz, sie ist Prio 1 für dich, mit oder ohne ihn. Kümmere dich um dich und die Stabilisierung deiner Abstinenz.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Es zeigt ja auch, dass er nach dem Gespräch wieder Alkohol getrunken hat. Da ist dann die Menge unerheblich. Er trinkt und hört nicht auf, wie er es sich vorgenommen hat.

    Er ist ganz klar Alkoholiker! Das weiß ich. Das weiß er.
    Aber muss nach der Einsicht sofortige Abstinenz sein, sonst klappt es nicht? Ich habe auch erstmal die Trinkmenge reduziert, sonst wäre es doch ein kalter Entzug! (?)

    Spielchen wie lass uns zusammen aufhören würde ich gar nicht mitmachen, denn was ist wenn einer rückfällig wird. Dann ist der Pakt gebrochen und der andere sehr gefährdet. Oder man unterstellt sich gegenseitig dauernd etwas und kontrolliert.

    Das denke ich mir eben auch… :/
    Ich bleibe aufjeden Fall bei mir, auf mich konzentrieren( sowie die letzten Wochen, das hat für mich gut geklappt!)
    Wenn er nur den Gedanken hat wegen mir, dann wird es für ihn nicht so einfach(ist es ja sowieso schon nicht!)und ich denke die jahrelange Routine nur mit Alkohol den Tag zu bestehen, kann nicht so schnell weggehen…
    Deshalb kann ich mich glaub ich auch nicht so freuen darüber.

    Ich bin ein anderer Mensch und hab mein Leben komplett geändert und das ohne Rücksicht auf meinen Mann welcher nasser Alkoholiker ist.

    wie hast du dein Leben komplett geändert, währen dein Mann noch weiterhin trinkt?

    Liebe Grüße an dich Lebensmut74

    Sollte ich denn garnichts zu seinem Versuch kommentieren? Oder sollte ich ihm zumindest Tipps geben, die vielleicht für ihn funktionieren könnten?

  • Sollte ich denn garnichts zu seinem Versuch kommentieren?

    Du kommentierst alleine dadurch, dass du deinen abstinenten Weg gehst. Er nimmt das ja wahr und wird sich seine Gedanken machen, aber der entscheidende Schritt muss von ihm selbst kommen. Pass auf, dass du nicht in die Co-Rolle kommst.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Mein Leben bestand früher daraus, dass ich von der Arbeit heimkam und mein Mann und ich den ganzen Abend getrunken haben. Ein wirklich soziales Leben außerhalb der Arbeit hat zum Schluss kaum stattgefunden.

    Ich hab aufgehört zu trinken und die Ernährung umgestellt und damit mittlerweile 35 Kilo abgenommen, mich mehr bewegt. Mich bei der VHS in viele Kurse eingetragen und mache worauf ich Lust habe. Mein Mann ist weiterhin zuhause und trinkt, er weiß dass ich mich in meiner neuen Freiheit nicht bremsen lasse.

    Gleichzeitig hab ich eine SHG vor Ort aufgesucht und das Forum hier gefunden. Beides hilft mir unglaublich gut.

    Ganz selten mal wenn er gesundheitlich jammert sage ich, du weißt was zu tun ist damit es dir besser geht. Aber das war es dann auch. Tipps brauch und will kein Alkoholiker, der noch nicht aufhören will oder kann.

  • Aber muss nach der Einsicht sofortige Abstinenz sein, sonst klappt es nicht? Ich habe auch erstmal die Trinkmenge reduziert, sonst wäre es doch ein kalter Entzug! (?)

    Die Trinkmenge reduzieren zu wollen, ist kontrolliertes Trinken. Das hat bei mir und vielen anderen nie funktioniert.

    Einen kalten Entzug sollte man tatsächlich nicht machen, sondern mit einem Arzt sprechen und sich bei der Entgiftung unterstützen lassen. Alles andere ist lebensgefährlich.

    Dein Partner ist noch nicht so weit, wird es vielleicht nie sein. Es gibt viele Alkoholiker, die sich zu Tode saufen. Hier im Forum sind die trockenen Alkoholiker geballt, aber in der Realität ist es anders. Die wenigsten schaffen den Ausstieg aus der Sucht.

    Achte auf Dich und tausche Dich weiterhin hier aus. Das ist das Beste, was Du tun kannst, Steevie!

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich selbst merke ja auch das ein Wunsch oder Versuch des ‚reduzierens‘ nicht geht! Selbst wenn Trinkpausen bei mir auch schon mal länger gehen, jedes Mal wenn ich doch wieder getrunken habe, und wenn es nur ein Glas oder ein Schnaps war etc. , löst es bei mir was aus. Deshalb: Nur noch völlige Abstinenz für mich.

    Und ja, mein Partner ist glaube ich auch, selbst wenn er es ernst meint und sich es wünscht , noch nicht soweit.
    Er äußerte auch den Wunsch, dass er wenn er vom täglichen Trinken wegkommt, trotzdem irgendwann am Abend oder zu anlässen mal was trinken will. Dann halt nur ein Bier…
    Naja, wenn ich es schreibe merke ich es schon selber…

  • Mein Mann kann sich, trotz gesundheitlicher Beschwerden ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen. Das gilt es für mich zu respektieren so wie er meine Abstinenz respektieren muss. Würden gegenseitig Vorhaltungen gemacht oder Druck ausgeübt und ständig Alkohol thematisiert dann wäre das das Ende der Beziehung.

  • Ich möchte aber auch betonen und ich denke das kann man hier im Forum nicht oft genug sagen, dass meine Konstellation nicht abstinenzfördernd ist. Wenn du merkst, dass ein nicht alkoholfreies Zuhause und ein alkoholtrinkender Partner deine Abstinenz gefährdet, musst du für dich eine sicher schwere aber notwendige Entscheidung für dein Überleben treffen. Deine Abstinenz muss das Wichtigste sein. Es ist dein Leben um das es hier geht. Ich will auf keinen Fall als Beispiel dienen, dass es klappt. Nicht umsonst, ist die Regel ein alkoholfreies Zuhause zu schaffen absolut wichtig.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!