Gisa - Meine Vorstellung

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Puh, ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll.

    Ich habe vor zwei Stunden Eure Seite entdeckt, die ganze Zeit gelesen und musste mich dann unbedingt anmelden.

    Es hat gut getan aber ich bin jetzt ziemlich aufgewühlt.

    Ich hoffe, dass dies als Vorstellung erst einmal bestand hat.

    Mein Mann lässt mir im Augenblick keine Ruhe.

    Ich melde mich gerne später noch einmal, ist das OK?

    Vielen Dank

  • Hallo Gisa,

    herzlich Willkommen hier. :)

    Das Gute bei uns ist, daß wir 24 Stunden "geöffnet" haben.

    Von daher: Melde dich einfach später, wenn du Ruhe hast.

    Schau, daß niemand deine Log-In Daten oder dein Paßwort sieht.


    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Linde, danke für deine Nachricht, mit der Anmeldung hat es also geklappt.

    Ich bin nicht die große Computerexpertin :( .

    Ich bin froh hier meine Gedanken und Sorgen preisgeben zu können. Wenn man schon drei Mal die gemeinsame Wohnung verlassen hat im Laufe der letzten Jahre (zwei Mal für jeweils eine Woche, ein Mal für drei Wochen) dann mag man die Freundinnen und meinen Sohn (der seine eigenen Probleme hat) nicht schon wieder mit den immer wieder auftretenden Problemen überschütten, zumal ich jedes Mal vor einer Rückkehr gewarnt wurde.

    Meine letzte Abwesenheit war letztes Jahr im April, es gab bereits Corona Einschränkungen, ich konnte nicht ins Hotel, wollte keine Freunde damit belasten und bin dann drei Wochen bei meinem Sohn untergekommen.

    Die vorausgegangene Auseinandersetzung mit meinem Mann war so extrem, dass sich die Nachbarn eingeschaltet haben. Dank des Nachbarn konnte ich dann "entwischen", die Nachbarin hatte in der Zwischenzeit die Polizei angerufen.

    Die Polizei war vor Ort und mein Mann hat ihnen seine eigene Version des Vorfalls erzählt:

    Aus gesundheitlichen Gründen erhält mein Mann Cortison wodurch die Haut sehr dünn wird. Bei jedem leichten Stoß reist die Haut und blutet, was ja im betrunkenen Zustand dann auch häufiger vorkommt. Der Polizei gegenüber hat er dann behauptet ich hätte ihn tätlich angegriffen und ihm diese Wunden zugefügt.

    Nach drei Wochen, auch nach erfolgloser Wohnungssuche, bin ich dann aufgrund von Versprechungen wieder schwach geworden und in die gemeinsame Wohnung zurückgekehrt. Mein Mann war danach eine Woche zum Entzug, hatte anschließend ca. fünf telefonische Therapiegespräche

    (we. Corona) und danach ein Jahr keinen Alkohol getrunken, das war's. Die alkoholfreie Zeit ist vorbei und all das was ihr ja auch mitgemacht habt fängt wieder an. Ich bin im Rentenalter, was man früher vielleicht noch mal wegstecken konnte das klappt nicht mehr und es übersteigt dann die eigenen Kräfte.


    Ich freue mich auf weiteren Kontakt

    und danke für's Zuhören.

  • Liebe Gisa,


    herzlich willkommen und mein uneingeschränktes Mitgefühl!


    Bestimmt hast du große Hoffnung geschöpft, als dein Mann den Entzug gemacht hat und eine Weile trocken war. Wie war es denn in dieser Zeit zwischen euch? Hätte das auf Ewig so weiter gehen können, warst du glücklich mit ihm? Oder warst du nur froh, weil es nicht mehr so schlimm war wie vorher?


    Letztes Jahr war unter Corona Bedingungen die Wohnungssuche viel schwerer als sonst. Inzwischen könnte das auch ganz anderes aussehen.


    Ich kann mir gut vorstellen, wie mutlos du dich im Moment fühlst. Deine Hoffnungen wurden enttäuscht und das kostet erst einmal so viel Kraft und Energie. Es ist völlig verständlich, das du dich mutlos fühlst und zu schwach zum Handeln.


    Aber weißt du was… ich glaube ganz fest daran, das wir Frauen mit den Jahren einen immer stärkeren Kern entwickeln. Guck dir nur mal an wie viel du in dieser Ehe bereits ertragen hast, wieviel Kraft dich das gekostet haben muss. Diese Kraft ist in dir und du bist völlig frei, sie in Zukunft anderes ein zu setzten als bisher.


    Für dich und eine glückliche Zukunft!


    Deine Freunde und dein Sohn sind genervt, weil du bisher immer zurück gegangen bist. Aber wenn du ihnen sagst, dass du dieses Mal endgültig weg möchtest und sie um ihre Hilfe bittest. Selbst wenn sich nur einer findet, der dir helfen möchte, bist du nicht mehr so alleine 😊


    Geh mal auf die Suche hier in den Geschichten, ich hab das nicht statistisch untersucht, aber ich bin ziemlich sicher, die wenigsten waren schon mit Anfang 20 bereit sich aus ihrem unglücklichen Leben zu befreien. Es gibt so inspirierende und Mut machende Geschichten hier und die ein oder andere, die es wirklich geschafft hat, wird sich bestimmt noch zu Wort melden.


    Oder schreib dir von der Seele, was da alles so eingebrannt ist, auch das kann schon kleine Wunder bewirken.


    Verlier nicht den Mut und das Vertrauen in dich selbst, er hat kein Recht darauf dir das mit seiner Sauferei Weg zu nehmen!


    Ganz herzliche Grüße,

    Lea (erwachsenes Kind aus einer Suchtfamilie)

  • Liebe Lea,


    vielen Dank für deine Zeilen <3


    Wir sind in der alkoholfreien Zeit sehr gut miteinander ausgekommen. Das macht eine endgültige Entscheidung auch so schwierig.

    Aber der Gedanke, dass ein Rückfall, verbunden mit all den Aggressionen und Anschuldigungen, jederzeit und immer wieder möglich ist macht mich schon depressiv.

    Die falschen Aussagen gegenüber der Polizei ,in denen er mich eines tätlichen Angriffs beschuldigt hat ,lassen in mir die Sorge hochkommen, dass er im Falle einer Trennung mir nur Steine in den Weg legen wird.

    Eine Entscheidung muss fallen, wann auch immer ...

    Einige tragische Ereignisse in der Familie meines Mannes (meine zweite Ehe) lassen meinen Gedankengängen auch keine Ruhe:

    der Großvater meines Mannes war depressiv und hat sich das Leben genommen

    ein Cousin meines Mannes verbringt sein Leben in der Psychatrie (Schizophrenie), er ist mit der Axt auf seine Eltern losgegangen

    eine Cousine ist von einer Brücke gesprungen, sie war drogenabhängig

    der Sohn meines Mannes ist ebenfalls drogenabhängig


    genetische Disposition???

  • Liebe Gisa,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen im Forum - hier bist du richtig!

    "Genetische Disposition" drückt in einem Fachbegriff eigentlich das aus, was du in deinen letzten Sätzen über einige Familienmitgleider deines Mannes geschrieben hast. Meine Mutter hätte wohl eher gesagt: "In der Familie neigen alle zu Schwermut!" oder so ähnlich.
    Aber diese tragischen Ereignisse, wie du schreibst, sind ja nicht deine Ereignisse. Dein "Ereignis" findet jetzt statt, in diesen Stunden und Monaten mit deinem Mann und genau das ist es, was dir so zu schaffen macht. "Angst", "Falsche Aussagen" sollten eigentlich keine Stolpersteine auf dem Weg zu deiner Lebensänderung sein, sondern dein Sprungbrett!

    Ich kann verstehen, wenn dir das Wort "Entscheidung" schwer fällt und du darin etwas negatives oder endgültiges siehst und genau diese Empfindungen dich bremsen, das Richtige zu tun. Vielleicht hilft es, das Wort "Entscheidung" positiv zu besetzen: nimm´es besser als Beginn deines neuen Lebens! An diesem Punkt stehst du nämlich gerade. Schau nach vorn, Gisa. Achte auf dich und mach, was dir gut tut! Ich bin ganz sicher: wenn du dich um dich kümmerst, bist du auf dem richtigen Weg!

    Viel Glück und alles Gute wünscht dir


    Peter

  • Liebe Gisa!


    Dein Bericht hat mich sehr angesprochen und ich finde mich in Teilen wieder. Ich war auch sehr viele Jahre mit einem Alkoholiker zusammen. Obwohl er mir immer wieder hoch und heilig versprochen hatte mit dem Trinken aufzuhören wurde es im Laufe der Jahre immer schlimmer. Ich habe es viel zu lange bei ihm ausgehalten weil zwischendurch immer bessere Zeiten waren in denen er wenig bzw. gar nicht getrunken hat. Ich hatte zum Schluss Depressionen und Ängste und mir ging es miserabel.


    Irgendwann war es genug und ich habe ihn verlassen da war ich bereits Mitte 50. Es war das Beste was ich in den letzten 10 Jahren gemacht habe, ich konnte endlich in Ruhe und Frieden leben. Ich habe es geschafft mir ein neues Leben aufzubauen und mich gleichzeitig von ihm zu distanzieren. Mit ihm ging es weiter bergab, er ist letzlich an seiner Sucht gestorben.


    Was ich damit aber sagen wollte es ist nie zu spät sein Leben nochmal neu anzufangen. Es muss ja nicht sofort sein aber du könntest dich in Ruhe nach einer Wohnung umschauen, bestimmt findest du auf Dauer etwas. Du kannst nur gewinnen wenn du nach vorne blickst und etwas für dich tust ohne Rücksicht auf ihn zu nehmen. Wer weiß ob er überhaupt noch mal die Kurve kriegt es ist im Grunde nur verschwendete Lebenszeit neben so einem Partner.


    Ich drücke dir ganz fest beide Daumen!


    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Liebe Speranza!


    Vielen Dank für deine Nachricht!


    Ich würde gerne zu meinem Beitrag etwas ergänzen und hätte dann noch eine Frage.


    Nachdem ich die Wohnung im letzten Jahr verlassen hatte war der Nachbar noch bei meinem Mann.

    Ich rief die Nachbarin an um zu erfahren ob mit ihrem Mann alles in Ordnung ist. Die Polizei war

    inzwischen bei ihr eingetroffen, mit ihr habe ich dann gesprochen. Die Polizistin fragte mich ob

    ich irgendwo unterkommen könnte, sie hätte aber die Möglichkeit meinem Mann für zwei Wochen

    den Zutritt zur gemeinsamen Wohnung zu verbieten. Ich habe das abgelehnt, wie blöd von mir.

    Später habe ich mir geschworen du verlässt in solchen Situationen die Wohnung nicht mehr.


    Aber was kann ich dann tun? Kann ich die Polizei rufen auch wenn mein Mann mich nicht tätlich angreift?

    Was passiert nach den zwei Wochen Wohnungsverweis?

    Wir wohnen in einer Eigentumswohnung die uns Beiden gehört.


    Liebe Grüße

    Gisa

  • Hallo Gisa!


    Später habe ich mir geschworen du verlässt in solchen Situationen die Wohnung nicht mehr.

    Recht hast du soll er doch 2 Wochen ausgesperrt sein, vielleicht ist ihm das eine Lehre. Meiner Meinung nach kann man auch die Polizei rufen wenn jemand verbal aggressiv ist und alles mögliche androht. Was nach 2 Wochen Wohnungsverweis passiert kann ich dir leider auch nicht sagen.


    Am Besten würdest du einen Anwalt konsultieren um solche Fragen zu klären auch die Eigentumsverhältnisse müßten ja besprochen werden. Bei mir war es so daß wir ein Haus hatten und mich mein Mann mehr oder weniger ausbezahlt hat damit ich mir etwas Neues kaufen konnte. Das haben wir aber nur mündlich besprochen und er hat sich daran gehalten. Ich war aber auch immer berufstätig und damit nicht auf ihn angewiesen.


    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo, ich hatte mich vor ca. 2 Jahren in diesem Forum vorgestellt.

    Mein Mann ist alkoholabhängig und damals ist die Situation dermaßen eskaliert,

    dass die Nachbarn die Polizei anriefen. Es war am 1.4.2020 und Corona erschwerte

    alles noch zusätzlich. Bei meiner damaligen Vorstellung hatte ich bereits alles dargelegt.

    Vielleicht ist die Vorstellung noch einsehbar, ich habe nicht nachgeschaut und muss

    zugeben ich bin zur Zeit ziemlich "durch den Wind".

    2020 hatte sich mein Mann aufgrund meiner Forderung in den Entzug begeben. Der Entzug währte

    nicht lange und aufgrund von Corona fanden kaum Therapien statt. Er konnte anschließend

    noch drei telefonische Therapiegespräche von zu Hause führen. Er hat ein Jahr lang keinen

    Alkohol getrunken, danach steigerte es sich wieder und am letzten Montag ist es wieder

    eskaliert, die Nachbarn riefen wieder die Polizei an.

    Dieses Mal habe nicht ich die Wohnung verlassen. Ich habe den Rat des Polizisten angenommen

    und meinen Mann für 10 Tage der Wohnung verweisen lassen.

    Das Problem besteht seit ca. 6 Jahren und ich weiß, dass ich eine endgültige Entscheidung treffen

    muss. Erschwerend für mich kommt hinzu, dass sich mein Sohn mit psychischen Problemen in

    einer Klinik befindet. Er hat auch Gedanken sein Leben beenden zu wollen da zu seinen psychischen

    Problemen noch eine Haut- Biopsie gemacht wurde . Ein Muttermal , unter einem Tattoo erschwert

    zu erkennen, wurde entfernt und er muss 12 Tage auf das Ergebnis warten. Für ihn steht fest, dass

    sein Leben bald zu Ende gehen wird. Aufgrund der psychischen Situation kommt man mit Argumenten

    nicht mehr zu ihm durch.

    Mein Mann fragte mich ob er nach den 10 Tagen wieder zurückkommen kann, er möchte mir in der

    Situation mit meinem Sohn beistehen und würde keinen Alkohol mehr trinken. Beistand könnte ich

    wirklich gebrauchen und ich fürchte ich könnte wieder einknicken (bisher schon 3 Mal) .

    Ich würde mich freuen von euch zuhören.

  • Hallo Gisa,


    willkommen zurück bei uns im Forum.


    Deine Beiträge habe ich zusammengefasst, damit es übersichtlicher ist.

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • hallo Gisa,


    herzlich willkommen zurück.


    er möchte mir in der

    Situation mit meinem Sohn beistehen und würde keinen Alkohol mehr trinken.

    und im Himmel ist Jahrmarkt. Die Versprechen und Absichtserklärungen eines nassen Alkoholikers sind nichts wert, sie werden nicht eingehalten.

    Er wird dir kein Beistand sein, eher eine zusätzliche Belastung.

    Sollte dein Sohn eine schwerwiegende Erkrankung haben, bekommst du Hilfe durch die örtlichen Krankenhäuser, die auch bei Bedarf einen Kontakt zum Psychologen herstellen.




    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Liebe Gisa,


    deine Erzählungen machen mich sehr betroffen und ich finde es schlimm, dass du kein sicheres zuhause hast.

    Dieses Mal habe nicht ich die Wohnung verlassen.

    Was, wenn du bei einer nächsten Runde die Wohnung mit dem Rettungsdienst verlässt? Weil er dich im Suff grün und blau schlägt...oder was ist der Grund, dass die Polizei vorbei kommt? Es ist nicht normal, dass man zuhause um sein Leben fürchten muss.


    Ich würde ihn auf keinen Fall zurück lassen. Er kann ja gerne für dich und euren Sohn da sein wenn er nüchtern ist. Aber einen sicheren Rückzugsort würde ich nicht aufgeben.


    Bei Alkoholikern, die einen Rückfall hatten, würde man jetzt fragen: Was willst du diesmal anders machen?


    Hast du auf dich geschaut? Gut auf dich geachtet?


    LG,

    Anni

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Hallo Gisa,


    bisher hast Du nur im Vorstellungsbereich geschrieben.


    Möchtest Du Dich im offenen Bereich mit den anderen austauschen?


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de


    Einfach nur anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.


    Wir verschieben dann Dein Thema in den entsprechenden Bereich.

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Aurora

    Hat den Titel des Themas von „Meine Vorstellung“ zu „Gisa - Meine Vorstellung“ geändert.
  • Liebe Gisa,


    deine Bewerbung ist angekommen und ich habe dich freigeschaltet. Hier kannst du dich nun weiter austauschen.


    Liebe Grüße

    Aurora

    "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist "gestern", der andere "morgen". Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist."

    (Dalai Lama)

  • Herzlichen Dank für Eure Antworten!


    Das Ergebnis der Biopsie liegt noch nicht vor, der 10tägige Wohnungsverweis besteht bis zum 29.7. und ich habe

    bisher keine Entscheidung getroffen ..........

  • Hallo Gisa,


    ich befürchte, es wird so weitergehen, wie bisher. Es ist als Co.Abhängige ja schon schwer, eine Trennung vom gewalttätigen Alkoholiker-Partner durchzuziehen, wenn die Entscheidung getroffen ist.

    Aber an dem Punkt bist Du ja sogar nach zwei erforderlichen Polizeieinsätzen noch nicht einmal angekommen.


    Dass es Deinem Sohn psychisch schlecht geht, wird sicherlich auch zusätzlich damit zu tun haben, dass er diesem Familiendrama immer und immer wieder ausgesetzt wird.


    Ich hoffe für Dich, dass Du irgendwann an einen Punkt gelangst, aus diesem schrecklichen Teufelskreis auszubrechen, bevor noch schlimmeres passiert.


    Ob Du jung oder bereits in Rente bist, schwierig ist so eine Situation immer. Es gibt jedoch keinen einzigen Grund (auch nicht die Krankheit des Sohnes) in einer Beziehung zu bleiben, in der es körperliche oder psychische Gewalt gibt.


    Bitte versuche Dir vor Ort auch Hilfe zu holen. Ich wünsch Dir, dass Du das schaffst.

    LG Cadda

  • Liebe Cadda,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Am Morgen nach dem Polizeieinsatz wurde ich sofort vom Opferschutz

    und der Frauenberatung angerufen. Die Frauenberatung habe ich bereits

    aufgesucht. Das Gespräch hat mir bezüglich der Entscheidungshilfe nicht

    weitergeholfen mir wurde aber gesagt, dass nach der 10 tägigen Wohnungs-

    verweisung eine weitere Verlängerung erfolgen kann. Darüberhinausgehende

    Verlängerungen (bis zu einem halben Jahr) müssten dann bei dem Amtsgericht

    beantragt werden.

    LG Gisa

  • bezüglich der Entscheidungshilfe

    Was brauchst du denn noch als Entscheidungshilfe?


    Vielleicht hilft es dir zu wissen, dass du nicht nur dich, sondern auch ihn in der Suchtdynamik hälst, sofern es für ihn gar keinen Grund gibt etwas zu ändern. Warum soll er etwas ändern, wenn du nichts änderst.


    Die Berater können dir nicht die Entscheidung abnehmen. Die Verantwortung für dein Leben trägst du allein.

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • dass du nicht nur dich, sondern auch ihn in der Suchtdynamik hälst

    Darüber habe ich auch nachgedacht. Das Verhältnis meines Mannes zu meinem Sohn ist nicht gut.

    Unabhängig von dem Ergebnis der Biopsie wird mein Sohn auf meinen Beistand angewiesen sein.

    Er leidet unter Depressionen und Panikattacken, begonnen während des Studiums, danach immer wieder in gewissen Abständen aufgetreten. Manchmal frage ich mich, wie weit sollte mein Beistand gehen (ich bin immer sehr schnell mit jeglicher Hilfe dabei) oder ist es wichtig, dass er auch gewisse Dinge allein lösen muss?

    Das stört meinen Mann sehr, er hat für die Situation meines Sohnes kein Verständnis. Eine Äußerung im Suff

    zu mir und meinem Sohn: verpisst euch ihr Durchgeknallten


    Deshalb befürchte ich, dass mein Mann, trotz aller Versprechen des Beistandes und der Versprechungen nicht zu trinken, das nicht durchhalten wird.


    LG Gisa

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