NIKA. - Ich will und kann aufhören zu trinken!

  • Wie schnell die Zeit vergeht...

    Heute möchte ich ein kleines Update hinterlassen: Ich lebe weiterhin ein alkoholfreies Leben – und es ist nicht mehr im Geringsten mit meinem früheren Dasein vergleichbar.

    Es hat sich unglaublich viel verändert, vor allem ich selbst.

    Mein Umfeld, meine Wahrnehmung und meine gesamte Einstellung zum Leben sind heute ganz andere. Vor allem aber hat sich meine Sicht auf mich selbst gewandelt: Ich bin es wert, das Schöne in der Welt bewusst zu erleben – klar, wach und mit vollem Bewusstsein. Und auch die herausfordernden Momente sehe ich heute als Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln, meine Grenzen zu erkennen und an ihnen zu wachsen.

    Vor etwa 3,5 Jahren habe ich beschlossen, mich nicht länger von meiner Alkoholsucht kontrollieren zu lassen. Besonders am Anfang war dieser Weg alles andere als leicht – aber er war es wert. Jeder einzelne Tag beweist mir, dass es sich gelohnt hat.

    Derzeit stehe ich wieder vor einer Veränderung, früher war dies mit Angst besetzt, jetzt freue ich mich darauf.

  • Linde66 13. Dezember 2025 um 21:45

    Hat das Thema geschlossen.
  • Schlimme Zeiten sind hinter mir, wieder einmal....

    Ich war ca. 3 Jahre lang nüchtern, dann habe ich so viele falsche Entscheidungen getroffen, und die schlimmste, ich sauf mir die Welt wieder schön...

    Das Gegenteil tritt ein...ich bin für mich gesehen, wieder am Abgrund.

    Der Auslöser, alles was ein Alkoholiker vermeiden sollte.

    Ich fing einen neuen Job an, der ist so schrecklich, das Umfeld schlimm, ich wollte es aber jeden beweisen, so quasi ich schaffe dass. Die Arbeitszeiten ein Grauen, im internen habe ich es noch schön geschrieben und es gab viele warnungen von anderen deswegen. Ich habe/wollte es nicht wahrhaben.

    Mein Vater zog bei mir ein und er verlangte immer seine Nachmittagsbiere und ich trank mit.

    Mein geliebter Sohn zog aus...das tut mir heute noch sehr weh.

    Ich habe dann im Vollrausch schlimme Sachen gemacht. Telefoniert, getextet...Mit vorgesetzten, mit Klienten...ich schäme mich so derartig...

    Letzte Woche mein Zusammenbruch, scheinbar hat mich jemand aufgenommen als ich wieder mal vollbesoffen telefoniert habe. Ich weiß gar nicht wie ich das erklären soll, ohne mein Gesicht ganz zu verlieren.

    Ich hab dann alle Handys ausgemacht und mich 5 Tage lang weggeschossen.

    Heute ist erst wieder Tag zwei, gestern mit dem Arzt telefoniert, der hat mir was für die ersten Tage verschrieben und ich kann ihn jederzeit anrufen, wenns mir schlecht geht.

    Und ich bin krankgeschrieben, am Dienstag habe ich einen Termin dort.

    Mein Entschluss zu kündigen steht.

    Ich bin planlos, habe Angst, aber ich mache jetzt einen Schritt nach dem anderen.

    LG Nika

  • Liebe Nika,

    die Aufarbeitung kommt später, jetzt hast Du zum Glück Deinen persönlichen Ausschalter gefunden und fängst noch einmal von vorn an.

    Schritt für Schritt kannst auch Du Dich aus Deinem Schlamassel befreien - und mit der neugestarteten Abstinenz legst Du den Grundstein dafür.

    Dafür meinen Respekt - und alle guten Wünsche! 🍀🍀🍀

  • Hallo Nika,

    willkommen zurück.

    Sehr gut, dass Du wieder den abstinenten Weg gehen willst! Eine starke Entscheidung von Dir es auch gleich mit Deinem Arzt abzuklären!

    Du weisst, wie Du früher abstinent gelebt hast, daran kannst Du anknüpfen. Und zwar immer einen Schritt nach dem anderen, d.h. jeden Tag das Glas stehen lassen.

    Auch dass Du jetzt eine Entscheidung auf Deine Arbeitsstelle getroffen hast, finde ich gut. Du weisst, was Du nicht mehr willst und das ist eine Menge.

    Du schaffst das! Ich werde Dich gleich wieder freischalten und Deinen Text zu Deinem vorhandenen Thread im offenen Bereich verschieben.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Elly 23. Mai 2026 um 11:56

    Hat das Thema geöffnet.
  • Willkommen zurück, Nika!

    Hier geht es jetzt für Dich weiter.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Nika ,

    an Anfang meine Trockene Leben, war ich schäme mich , dieses Gefühl war so stark und mächtig . Ich habe Film Riss nach viel Alkohol, und bin ich wach im Krankenhaus geschlossene Abteilung . Und dann haben mir erzählt was habe ich gemacht , ich wollte mich verkriechen ihm dunkle Mäuse Loch für immer.

    Aber das Krankenhaus und schreiben hier im Forum und Suchtberatung und Montag Gruppe ....haben mir sehr geholfen Tag für Tag trocken Leben .

    Darum schreibt hier viel , und jede Tag ohne Alkohol wird besser.

    LG Iwona

  • Danke!

    Ich mache mir sehr viele Gedanken, wie es wieder dazukam.

    Ich stehe tatsächlich wieder am selben Punkt wie damals, nur zusätzlich mit dem Gefühl, eine totale Versagerin zu sein.

    Im Juni als ich dort anfing zu arbeiten, habe ich nach drei Tagen gesagt, ich kündige, das halte ich nicht aus, ich hab aber auf Freunde gehört, alle waren so stolz auf mich, und mich hats kaputt gemacht.

    Ich überlege tatsächlich ob dieses Verhalten von mir im Suff deshalb so schlimm war, dass ich es schaffe dort aufzuhören...und mir die Realität eingestehe, dass ich so ein Arbeitsmodell nicht mehr ertragen will und muss. Sollte diese Aufnahme von mir wo auftauchen, werde ich eine Anzeige machen, ist doch verboten, oder? Ich schäme mich aber fürchterlich. Ich habe vorhin einige Themen über diese Scham gelesen und dass hilft mir ungemein.

    Die letzten Tage habe ich so viel gesoffen, das ich dieses Gefühl loswerden, für den Moment gings, am nächsten Tag wars noch schlimmer, dieses Gefühl. Auch gegenüber meinen Kollegen und Vorgesetzten, am Liebsten würde ich weglaufen, aber ich habe mich gestern mit meiner direkten Vorgesetzten vernetzt, und haben einen Termin in 2 Wochen, bis dahin bleibe ich krank. Zugeben werde ich nichts, ich habe an dem Tag nur 3 Stunden geschlafen, weil die Dienste so schlimm sind. Nachtdienst, zusätzlich noch meine Medikamente...

    Die Betroffene Familie hat dass übrigens bei einer Exkollegin auch schon gemacht, sie haben überall behauptet, dass sie trinkt. Es sollte mir egal sein, wer jetzt über mich lästert, ist es aber NOCH nicht.

    Tja, aber um das geht's ja eigentlich nicht, das Problem ist meine Krankheit. Es ist erst Tag 2, das Kopfkarusell, wird noch öfter kommen, das kenne ich ja, aber auch das Gefühl, wenn es wieder ruhiger wird im Kopf.

    Meinen Vater habe ich übrigens wieder nach Hause zu ihm geschickt.

  • Willkommen zurück! Hut ab, dass du wieder zu uns gefunden hast.

    Ich mache mir sehr viele Gedanken, wie es wieder dazukam.

    Mal aus meiner Sicht , nach gut zwanzig Jahren hier im Forum und unzähligen Rückfallgeschichten, die ich gelesen und begleitet habe.

    Der Versuch, die „Gründe“ für einen Rückfall endgültig aufzulösen, führt in die Irre. Es wird im Leben immer irgendetwas geben, das die Sucht dankbar als Steigbügel benutzt sei es Stress, Überforderung, falsches Umfeld, Gruppendynamik, Einsamkeit, ein mieser Tag. Die Gründe sind austauschbar.

    Das ist schlicht die Funktionsweise der Krankheit. Die sucht sich keinen Grund sie nimmt jeden.

    Was aber funktioniert, und das sehe ich seit zwei Jahrzehnten immer wieder. Du warst drei Jahre trocken. Das ist kein Zufall, das ist ein funktionierender Weg. Und genau an den knüpfst du jetzt wieder an. Aber unterschätze nicht, wie dankbar die Sucht jede Abweichung annimmt.

    Die Scham gehört dazu. Die hat jeder, der im Vollsuff Dinge getan hat, die er nüchtern nie tun würde. Das ist kein Charakterurteil, das ist ein Symptom der Krankheit.

    Du kannst nicht ändern, was passiert ist. Du kannst nur zeigen, was du jetzt tust. Selbsthass bringt auch niemanden raus. Abstinenz und klare Schritte schon.

    Und noch etwa.: Ich habe in all den Jahren keinen einzigen erlebt, der durch „Gründe auflösen“ wieder trocken geworden ist. Aber ich habe viele gesehen, die durch Konsequenz wieder auf die Beine kamen.

    Dass du es kannst, hast du drei Jahre lang bewiesen.

    Alles Gute dazu.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Nika, ich kenne das auch mit diesen unmöglichen Arbeitszeiten. Ich habe das 7 Jahre durchgehalten,mit 3 bis 4 Stunden Schlaf. Ich habe nur noch funktioniert. Zu nichts mehr Lust gehabt. In dieser Zeit war ich auch trocken. Aber später kamen dann die Rückfälle, wünsche dir dir ganz viel Kraft, schau nach vorne und nicht nach hinten.

    VG Sabine

  • Hallo Nika

    Gut das du wieder hier bist. Deine aktuelle Lage ist mir wohlbekannt, die Gefühle auch und die Scham.ebenso das Gefühl des Versagens.

    Ein Vorschlag von mir.Da du eh krankgeschrieben bist,könntest du auch ins Krankenhaus gehen zur Entgiftung.

    Das hat mehrere Vorteile. Ärztliche Kontrolle, sich um nichts kümmern müssen, Frühstück ans Bett, volle Versorgung und kein Stress. Zeit zum sortieren.

    Ich selbst hatte viele Rückfälle, Entgiftungen.

    Du weißt wo du wieder hin willst, das ist ein riesen Vorteil.

    Ich drücke dir alle Daumen

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Vielen Dank von euch allen! Was ihr alle schreibt gibt mir Halt, gerade jetzt, wieder am Anfang. Hab heute mit den Aufräumarbeiten angefangen, Bier wegbringen, Reste auskippen, alles ein Deja vue. Mehr Kraft habe ich noch nicht.

    Und ja ich habe Entzugserscheinungen, heiß, kalt abwechselnd, mehr nicht wahrscheinlich dank der verordneten Medikamente...vor der Nacht graut es mir, aber auch das kenne ich, und ich weiß, daß es wieder besser wird, denn auch das kenne ich.

    Hartmut stimmt ich brauch das nicht, Gründe zu finden, die es immer bei mir als Alkoholikerin geben wird. Ich lasse das jetzt. Auch deine Worte über meine letzten drei Jahre, haben mir einfach nur gut getan.

    Bolle Ich habe darüber nachgedacht, diesmal einen stationären Entzug zu machen, ich werde beim Arzttermin ansprechen. Lange werde ich nicht im Krankenstand sein können, die Firma ist das was Alkohol betrifft rigoros, die werden mich kündigen, aber ehrlich gesagt ist mir das egal, ich will das sowieso nicht mehr.

    Ely oder dorothea ich glaube ihr habt mir damals gesagt, überleg dir das gut, ob du dort arbeiten willst. Ich hätte auf euch, auf eure Erfahrungen hören sollen, auch was für meinen neugepackten Notfallkoffer.

    LG

  • Hi Nika,

    Reste wegkippen ist nicht schlau, der Geruch kann dich triggern. Kann dir jemand beim Entsorgen helfen, damit du nicht in direkten Kontakt mit den Flaschen kommen musst?

    Grüße,

    Hera

  • Hallo Nika,

    sollte es Dir wider Erwarten doch noch schlechter gehen, dann rufe die 112 oder ist ein Krankenhaus in der Nähe?

    Pass auf Dich auf!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo NIKA.
    Herzlich Willkommen zurück und meinen ganz großen Respekt, dass du den Mut hattest, hier von deinem Rückfall zu erzählen und jetzt endgültig nüchtern leben zu wollen.

    Dass du das kannst, zeigen deine 3 nüchternen Jahre. Da hast du viel gelernt und darauf kannst du jetzt aufbauen.

    Scham ist wohl so ein Ding, was den meisten hier gerade ganz am Anfang ganz viel zu schaffen gemacht hat. Mir auch.
    Das Vergangene geht aber nicht mehr zu ändern, es heute und morgen und in der Zukunft besser machen ist aber möglich.
    Sei gut zu dir, sei milde zu dir. Schau nach vorne.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

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