• Hallo zusammen,

    Ich bin 44 Jahre, Rentnerin, seit gut 7 Jahren trocken. Damals eine sehr kurze aber heftige Phase mit Alkoholmissbrauch und Tabletten inkl Suizidversuch aufgrund Lebenskrise (schwere chronische Krankheit).

    Die damalige Beziehung ging daran kaputt. Seit 4 Jahren lebe ich mit meinem neuen Lebenspartner zusammen. Leider gibt es da zuletzt immer wieder Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich Alkohol.

  • Hallo Chrissi44 ,

    ja hier bist du richtig. Trinkt dein Partner, vielleicht auch vor dir?

    Wie geht es dir dabei?

    Eventuell bist du da auch in einer Co Abhängigkeit, deswegen frage ich nach.

    Über mich - Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. – Mahatma Gandhi

  • Ja, mein Partner trinkt auch vor mir, das ist aber auch o.k. für mich. Was nicht o.k. ist, dass er immer wieder mein Alkoholproblem runter spielt. Ich bin da eben ganz konsequent. Möchte auch kein Essen, wo Alkohol drin ist. Das sage ich auch ganz deutlich.

    Für heute hatten wir versehentlich Muscheln in Cognac gekauft. Ich wollte sie eben nicht essen, wir hatten genug anderes. Aber er hat dann immer wieder gemeint, ich solle doch mal probieren. Es wäre doch nicht viel Cognac da drin....hat mir die Bissen dann sogar vor den Mund gehalten.

    Vorher hatte er auch schon ein Bier getrunken. Da wird er dann auch manchmal komisch.

    Mir wurde das dann alles etwas zu viel 😪

  • Hallo Chrissi,

    herzlich Willkommen bei uns. Super, dass Du trocken bist und auch richtig, dass Du konsequent sein möchtest und auch bist, was das Essen angeht. Das was Dein Partner da macht ist nicht richtig und es ist gut, dass Du da bei deiner Meinung bleibst. Ich kann verstehen, dass Dir das zu viel wird.

    Möchtest Du Dich hier regelmäßig austauschen? Dann bewirb Dich doch einmal kurz für den offenen Bereich, damit wir Dich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

  • Muss ja nicht sofort sein :)

    Der Austausch wird Dir bestimmt grundsätzlich gut tun. Und mach Dich weiterhin gerade was die Wichtigkeit angeht, komplett auf Alkohol zu verzichten, auch in Form von Essen. Du bist völlig im Recht.

    Gute Nacht erstmal :)

  • Liebe Chrissi,

    hui, dein Partner scheint selbst ein ziemliches Alkoholproblem zu haben und sucht eine Trinkpartnerin! Er spielt alles runter um dich zum Mitmachen zu bringen. Dann fällt nämlich sein eigener Ver- oder Missbrauch nicht so auf. Sowas machen viele Alkoholiker, mein Exmann hat das auch so gemacht. Ich war aber keine Alkoholikerin, habe mich aber die ersten Ehejahre schon "verführen" lassen und oft viel mehr getrunken als ich wollte. Damals habe ich mir (noch) nichts dabei gedacht...

    Das, was er da macht grenzt an Körperverletzung. Kein Witz! Im Grunde solltest du schon aufpassen, dass er dir nichts unterschmuggelt. Hört sich gemein an aber wer weiß...

    Den Link für die Freischaltung hat Cadda dir geschickt. Ein Austausch kann dir sehr helfen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Chrissi,

    ich habe Dich freigeschaltet und direkt in den offenen Bereich verschoben und den Betreff um "Chrissi44" ergänzt, damit Du leichter zu finden bist. Ich gehe davon aus, dass das ok ist, ansonsten melde Dich bitte noch einmal dazu.

    Wie geht es Dir denn inzwischen?

    LG Cadda

  • Ja alles o.k.

    Danke fürs Freischalten.

    Mir gehts soweit ganz gut, zumindest was den Alkohol angeht. Sonst leider einige gesundheitliche Baustellen.

    Und die Konfrontation mit der Sucht meiner Tante. (s. meinen letzten Beitrag).

    LG Chrissi

  • Hallo zusammen,

    Ich bin jetzt fast 12 Jahre trocken. Die letzte Zeit war Alkohol eigentlich kein Thema.

    Gestern war ich beim Zahnarzt, er hat mir etwas am Zahnfleisch desinfiziert. Ich hätte gar nicht darüber nachgedacht, bis er zu seiner Assistentin gesagt hat, sie solle den Alkohol bringen. (Ich meine eigentlich, ich hätte in der Anamnese den Alkohol angegeben, bewusst verschwiegen habe ich es jedenfalls nicht)

    Habe ehrlich gesagt nicht wirklich geschaltet, sonst hätte ich vermutlich etwas gesagt.

    Ich habe schon kurz darüber nachgedacht, es aber eher abgehakt.

    Die erschrockene Reaktion anderer Alkoholiker hat mich allerding jetzt ziemlich verunsichert. Quasi als wäre jetzt etwas ganz Schlimmes passiert.

    Ich bin eigentlich sehr konsequent, kontrolliere in Lebensmitteln immer, ob kein Alkohol drin ist, auch bei Medikamenten. Benutze auch keine alkoholhaltige Mundspülung. Ich habe aber bei Desinfektionsmittel beim Zahnarzt oder auch bei anderen Desinfektionsmitteln nicht den Eindruck , das es mich triggert. (es gibt ja auch einige, die auch keine alkoholhaltigen Desinfektionsmittel verwenden). Vermutlich muss da jeder selbst seinen Weg finden?! Wie seht ihr das?

  • hallo Chrissi,

    Willkommen zurück.
    Ich habe deinen neuen Beitrag zu deinem alten Thema hinzugefügt, weil es sonst leicht unübersichtlich wird.
    Du kannst jetzt hier einfach weiterschreiben.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Willkommen zurück, Chrissi!

    Jetzt liegt die Behandlung hinter Dir, hattest Du danach Suchtdruck?

    Beim nächsten Zahnarztbesuch würde ich das Thema nochmal ansprechen, damit das nicht noch einmal passiert.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Mich triggert so was nicht. Ob der Zahndoc etwas mit einer alkoholischen Lösung tupft, ist mir schnuppe, da ich das Zeug nicht trinke. Wer sich unsicher ist, mag vorsichtiger sein.

    Ich lasse den Trinkalkohol weg. Das reicht mir.

  • Warum möchtest Du beim Zahnarzt (ohne Not, denn es gäbe ja Alternativen ohne Alk) Kompromisse eingehen, die Du sonst nicht eingehst, Chrissi?

    Weil Du keine "Umstände" machen möchtest? Bei Narkosen müsste er Deine Sucht ja auch berücksichtigen.

    Selbst wenn es Dir in dem Fall nichts ausgemacht hat, besteht doch die Gefahr, dadurch leichtsinnig zu werden und dem Suchthirn (das ja auch nach 12 Jahren nur schläft, nicht weg ist) ein Einfallstor zu bieten - in Kombination mit Deinem alles andere als alkfreien Haushalt ist das kein geringes Risiko.

    Du warst lange nicht aktiv hier. Hast Du denn hier noch mitgelesen? Falls nicht, wäre das jetzt vielleicht eine Idee?

    Einmal editiert, zuletzt von Rennschnecke (6. März 2026 um 22:57)

  • Danke für Eure Antworten.

    Das Thema beschäftigt mich jetzt eigentlich nur wegen der Reaktion anderer Betroffener, dass es so gefährlich ist. 🤷‍♂️.

    Ich hätte mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken gemacht, nur als der Zahnarzt das Wort Alkohol gesagt hat, sind bei mir die Alarmglocken angegangen. Ich werde es aber bei meinem nächsten Zahnarzt Besuch nochmal ansprechen. Wie gesagt, ich meine eigentlich, ich hätte es in der Anamnese angegeben.

    Warum ich schon längere Zeit nicht geschrieben habe: Ich hatte die letzten Jahre so viel andere Themen, die mir auf der Seele gebrannt haben (schwerer Unfall meines Lebenspartners, bei mir selbst gesundheitliche Probleme....neu aufgetretene Colitis Ulcerosa, evtl. OP nötig, immer wieder Verdacht auf Rezidiv meiner Meningitis, Hydrocephalus,....etc.). Wenn ich dann mal Ruhe hatte, wollte ich einfach nur in Garten, Natur, mit meinem Hund abschalten.

    Dazu auch immer wieder psychisch sehr angeschlagen, bin auch aktuell in Psychotherapie und in psychiatrischer Behandlung.

  • Hmh, in meinem Mund hat Alk nichts mehr zu suchen, auch nicht zur Wunddesinfektion.

    Kann mir auch nicht vorstellen, dass ich das in zehn Jahren anders sehe, aber fragt dann gern nach.

    Ich hab auch schon Putzmittel aussortiert, die penetrant nach Alk stanken.

    Chrissi44 Du musst ja hier nicht schreiben, aber Du darfst, auch einfach nur still mitlesen.

    Hauptsache, Du findest für Dich die Unterstützung, die Du brauchst, egal, wo. Garten und Haustier sind für mich z. B. auch große Kraftquellen.

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