Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Liebe Petra,


    Im Moment gehe ich diesen Weg entlang, und bin dir vielleicht einen klitzekleinen Schritt voraus.


    Ja es tut weh, ja die Ohnmacht ist fies,und ja die Gedanken kreisen. Aber es wird besser, von Minute zu Minute, Stunde zu Stunde, Tag zu Tag.


    Wenn du magst, dann bereite dich gedanklich auf deine neue Realität fern jedem Alkohol vor, trau deiner Wahrnehmung, trau deiner Herzensstimme damit dein Weg sanfter verläuft.


    Bei mir war der Aufprall heftiger, ich war regelrecht Blind vor Liebe :wink:


    Viel Glück

  • Dann wäre es für uns aber gut zu wissen, was deine Erwartungen an das Forum sind? Denn fast jeder in diesem Forum wird dir sagen, dass man mit einem nassen Alkoholiker nicht glücklich werden kann.


    Liebe Grüße,

    Kttnlos

    Danke für die Frage! Ich erwarte mir einen Austausch. Vor allem wenn es mir mal schlecht geht. Damit ich mein Kinder entlaste. Denn die sind die einzigen mit denen ich noch darüber rede. Und wenn ich dann bereit bin zu gehen erhoffe ich mir etwas Zuspruch und Ermutigung. Evtl. sogar gute Ratschläge.


    Ich habe einen Plan, den habe ich auch mit meinem Mann besprochen. Und der beinhaltet die Trennung erst in ca. 1 1/2 Jahren. Auch wenn jetzt die meisten die Hände übern Kopf zusammen schlagen und sie sich denken, die geht eh nicht. Ja mag sein. Aber emotional entferne ich mich täglich ein Stück mehr von meinem Mann. Das dauert und auf diesem Weg nimm ich mir die Auszeit um Kraft zu sammeln.


    Sollte das nicht erwünscht sein darf man mir das ruhig sagen. Ich bin im Forum erst neu und forste mich so langsam durch. Ist das Forum auch für Menschen die den Absprung nicht oder noch nicht schaffen? Wie aktiv ist das Forum? Das alles versuche ich gerade herauszufinden. Dazu kommt dann auch noch die emotionale Seite. Viele Tränen fließen beim lesen und beim schreiben. In den letzten Monaten habe ich es zu Seite geschoben um mich zu schützen. Ich weiß nicht ob das jemand verstehen kann?

  • Ich meine, dass du - wie der nasse Partner - nichts tust, um die Situation zu verbessern … ihr macht beide weiter in dieser destruktiven Struktur … und wenn keiner von euch beiden aktiv wird, bleibt er nass und du unglücklich in deiner Situation als Partnerin eines nassen Alkoholikers …du machst das Gleiche wie er … Ich könnte das besser verstehen, wenn Du noch Hoffnung hättest, dass sich alles zum Guten wenden kann … aber so … du klaust dir selbst Lebenszeit …

  • Ich meine, dass du - wie der nasse Partner - nichts tust, um die Situation zu verbessern … ihr macht beide weiter in dieser destruktiven Struktur … und wenn keiner von euch beiden aktiv wird, bleibt er nass und du unglücklich in deiner Situation als Partnerin eines nassen Alkoholikers …du machst das Gleiche wie er … Ich könnte das besser verstehen, wenn Du noch Hoffnung hättest, dass sich alles zum Guten wenden kann … aber so … du klaust dir selbst Lebenszeit …

    Hoffnung ist immer noch da. Ich denke genau das ist das Problem. Aber du hast so recht mit deiner Aussage und ich weiß das. Es wird sich nie ändern wenn ich mich nicht bewege. Obwohl alles so klar sichtbar ist ist es trotzdem so schwer.


    Gerade machte ich meinen Abendspaziergang durchs Dorf. Nachbarn sitzen gemeinsam in der lauen Nacht und lachen. Das macht mich unendlich traurig und bringt mich zum weinen. Als die Kinder noch zu Hause wohnten spürte ich diese Leere selten.

  • Ich verstehe, dass Du traurig bist. Um so wichtiger ist es, dass du den Fokus auf das lenkst, was Du beeinflussen kannst. Also Dein eigenes Handeln. Was brauchst du, um wieder glücklich und voller Energie zu sein? Wie möchtest Du leben?

  • Genau das ist die Frage die ich mir im Moment immer öfter stelle. Es ist verrückt, früher war immer Hoffnung da und somit konnte ich die guten Zeiten genießen. Jetzt wo immer weniger Hoffnung vorhanden ist, wird es schwierig. Es ist Ruhe eingekehrt aber auch alles monoton. Wenn ich den Schmerz zulasse ist alles so trostlos. Aber ich möchte nichts mehr verdrängen. Es ist im Moment alles so schwer und traurig. Aber besser als den Frust zu verdrängen und in mit Essen zu kompensieren.

  • Guten Morgen Petra,


    mir ging es in Beziehungen oft so, dass ich sie erst beendet habe wenn ich mich emotional komplett verabschiedet hatte. Anstatt schon früher ehrlich zu mir selbst und dem Partner gegenüber zu sein. In einer Beziehung mit einem Alkoholiker entsteht oftmals eine so komische Dynamik, dass der Ausstieg extrem schwer fällt. "Mein Alkoholiker" ist auch nicht so schlimm im Vergleich. Und doch war ich in einer Beziehung in der viele meiner Bedürfnisse komplett ignoriert wurden. Von mir selbst. Ich habe lange auf ein Zeichen gewartet, irgend ein Ausraster oder so. Damit ich eine Rechtfertigung habe zu gehen. Aber braucht es die? Ich bin gegangen bevor es schlimmer wurde (die Situation ist doch schon schlimm genug) und ich kann dir eins sagen: ich habe so viel Selbstwert und Selbstliebe damit gewonnen, dass es mir in der krass schweren Zeit doch genug Leichtigkeit und Zuversicht gibt, dass da ein tolles Leben auf mich wartet. Da muss auch kein neuer Partner sein. Die Freiheit mir selbst zu genügen, das macht mich erst unabhängig.


    Eines der häufigsten Themen an denen alle hier knabbern: hätte ich nur schon eher...


    Du weißt jetzt schon, dass du es beenden willst und schiebst es auf. Damit beraubst du dir deine wertvolle Lebenszeit.


    Als ich mich hier Anfang des Jahres angemeldet habe, hätte ich nie damit gerechnet, dass ich doch so schnell ins Handeln komme. Du schaffst das auch!


    LG, Anni

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Ich habe einen Plan, den habe ich auch mit meinem Mann besprochen. Und der beinhaltet die Trennung erst in ca. 1 1/2 Jahren.

    Kannst du uns etwas mehr von diesem Plan erzählen, oder geht das zu sehr ins Detail? Das ist jetzt tatsächlich auch ein bisschen persönliches Interesse. Trennung nach Plan mit eingeweihtem Partner - das hab ich bisher noch nie gehört!


    Wenn dir Tabula Rasa machen zu extrem ist, könntest du zum Beispiel auch kleinere Schritte machen. Viel im Forum lesen von den Erfahrungen anderer, Suchtberatung aufsuchen, die machen auch Beratung für Angehörige und vor allem: zum Beispiel neue Hobbies ausprobieren um dich sozial nochmal neu aufzustellen. Vielleicht macht der Absprung nicht mehr ganz so viel Angst?


    Liebe Grüße,

    Kttnlos

  • Hallo Anekan,

    erst einmal vielen lieben Dank zu deinem Beitrag. Ich glaube ich weiß dass ich gehen werde/will. Kannst du das verstehen? Als ich vor ein paar Tagen all die Zeilen verfasst habe war ich mir ziemlich sicher dass ich einen Schlussstrich ziehen werde. Dann kommt wieder eine gute Phase und ich Zweifel wieder sehr an meinem Vorhaben oder meinen Plänen. Im Moment werde ich mich nicht Trennen das ist das einige was ich weiß. Bin ich dann falsch hier im Forum?

  • Hallo Petra,


    bei Alkoholikern und Angehörigen dauert es oft eine Weile, bis man sich zur Veränderung der Situation

    im Leben durchringt.


    Ich sage immer, alles zu seiner Zeit. Aber mit alkoholisierten Menschen, z.B. mag ich nicht schreiben.

    Überspitzt kann man das auch auf Angehörige übertragen. Das ist nicht böse gemeint. Aber Du hast

    Dich entschieden, dass alles erstmal gut ist bei Dir.


    Und in den Forenregeln kannst Du nachlesen:


    Häufig gestellte Fragen - Alkoholiker Forum

    Unter Grundbedingungen verstehen wir

    • die erkennbare Absicht zum sachlichen Austausch zum Thema Alkoholsucht
    • der erkennbare Wunsch nach einer dauerhaften Abstinenz vom Suchtstoff bzw.
    • den Willen der bzw. des Angehörigen, der Abhängigkeitsfalle zum Alkoholiker zu entkommen
    • bei Alkoholikern eine abgeschlossene körperliche Entgiftung

    Natürlich kannst Du weiterhin hier schreiben, aber damit veränderst Du ja nicht wirklich etwas

    in Deinem Leben.


    Du bearbeitest aber innerlich dann noch immer Deine Unzufriedenheit und kannst keine Ruhe finden.


    Es geht um Dich, das Forum so zu nutzen, dass es Dir besser geht.


    Und geht es Dir besser mit Deiner Entscheidung Dich nicht zu trennen?

    LG Elly


    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hi Kttnlos,

    Trennung nach Plan so etwas hast du noch nie gehört...🙃 öfter mal was neues oder? Spaß bei Seite...ich lese viel im Forum, sogar sehr viel. Neue Hobbies und Bekanntschaft finden, fällt mir nicht so schwer. Das Problem ist, all diese Dinge würde ich gern mit meinem Mann erleben. Kann das jemand verstehen???


    Gerne kann ich etwas ins Detail gehen wie die Pläne aussehen. Aber im offenen Bereich wirklich, nur etwas.


    Mein Plan ist, im Grunde kann man es auch ein erneutes Ultimatum nennen. Dazu muss ich betonen, dass ich bis jetzt in all den Jahren nur ein Ultimatum gestellt habe und dieses wurde dann auch vollzogen. Da trennten wir uns Räumlich. Also zurück zum Plan: ich habe mir eine berufliche Auszeit von einem Jahr gegönnt, dies alles habe ich mit meinem Mann besprochen. Ich brauche Zeit für mich und meine Selbstfindung, genau so habe ich es meinem Mann erklärt. Anschließend möchte ich mich beruflich umorientieren und auf neuen Füßen stellen. Dieser Prozess dauert ca. eineinhalb Jahr. Und wenn er bis dahin immer noch nichts in Richtung Trockner Quartaltrinker verändert hat, werde ich die Wege zur Trennung einleiten. Näheres kann ich hier im offenen Bereich nicht erklären. Und da ich mir nicht vorstellen kann dass sich mein Mann von alleine (ich werde diesbezüglich mich nicht mehr darum bemühen da ich verstanden habe dass ich ihm nicht helfen kann und dass es aus der intrinsischen Motivation heraus geschehen muss... ich suche auch nicht mehr nach leeren oder vollen Bierflaschen. Denn ich bin mir mittlerweile desen bewusst dass ich ganz genau weiß wann und wie viel mein Mann getrunken hat und auch er weiß mittlerweile das ich das weiß) in die Richting bewegen wird... Jedoch ging er schon einige Schritte aber nie bis zum Ende.... Wenn es so weit ist bin ich um jede erdenkliche Unterstützung dankbar und werde diese auch benötigen um zu gehen.

  • Freitag 23:45: Aber was ist wenn ich alleine bleibe? Was ist wenn ich dann noch trauriger bin?

    Als ich diese Sätze von dir gelesen habe ist mir der Song - Bird of Sorrow - von Glen Hansard durch den Kopf und vielleicht gibt er dir in dieser dunklen Zeit etwas Licht und Richtung - ich würde mir es wünschen.


    Bird of Sorrow - Vogel der Trauer


    Die Liebe wird dich wiederfinden, sei besser bereit dafür.

    Du bist viel zu lange in der Dunkelheit gekniet

    Du hast auf den Funken gewartet, aber er kommt nicht

    Also rufe ich dir zu, bitte steh vom Boden auf

    Ein gutes Herz wird dich wiederfinden

    Ein gutes Herz wird dich wiederfinden, sei nur bereit dafür.


    Zu einem Vogel des Schmerzes gekettet

    Eine Stimme, die in einer Höhle begraben ist

    Du gibst dich der Selbsttäuschung hin

    dein gekrümmtes Niederwerfen würde nicht weggehen

    Du hast mehr vergeudet als du leihen konntest

    Du hast deine Freude auf alle kommenden Tage verwettet

    Für die Hoffnung auf irgendeine Rückkehr

    Während alles um dich herum brennt


    Komm, wir müssen raus, raus aus diesem Durcheinander, das wir gemacht haben

    Und immer noch haben wir Angst vor all unseren Gesprächen.

    Werden wir das also dem Zufall überlassen, wie wir es mit allem machen?

    Die Liebe wir uns wiederfinden

    Die Liebe wird uns wiederfinden, dann sollten wir bereit sein ...

  • Im Moment werde ich mich nicht Trennen das ist das einige was ich weiß. Bin ich dann falsch hier im Forum?

    Nö. Würde ich mal spontan sagen. Den Wunsch etwas zu verändern bedeutet ja nicht zwangsläufig die Trennung. Solang es dir gut geht und du gut auf dich achtest, dann passt es doch 😊

    Das Problem ist, all diese Dinge würde ich gern mit meinem Mann erleben. Kann das jemand verstehen???

    Ja, natürlich! Ich unterstelle mal pauschal, dass sich das alle Angehörigen wünschen. Also ich kann dich definitiv verstehen. Auch diese Ambivalenzen, vor allem bei einem Quartalstrinker...es gibt sie ja, die guten Phasen. Und man fragt sich, warum es denn nicht so bleiben kann. Mich hat diese Unsicherheit und die dauernde Hab-Acht Stellung zermürbt und mit den zwei kleinen Kindern war der Zustand bei mir einfach nicht mehr tragbar.


    Du gehst deinen Weg in deinem Tempo!

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • ich kann das auch verstehen. Mein Lebensgefährte trinkt zurzeit viel, viel weniger denn je und kümmert sich mehr denn je um unseren Sohn. Der wiederum hat aber auch grade eine sehr betreuungsintensive Phase (er hat eine Behinderung) . Laut meiner Suchtberaterin kann es kaum sein, bei der Menge und den vielen Jahren des Alkoholmisbrauchs, dass kontrolliertes Trinken auf Dauer funktioniert. Aber in dieser Phase zu sagen: jetzt reicht's passt für mich auch nicht - er gibt sich richtig Mühe, was in seinem Leben zu ändern. Trotzdem zermürbt auch mich diese völlige Ungewissheit bzw das Wissen, dass dies vielleicht / wahrscheinlich nur eine Zeitverzögerung ist...

    Ich lese trotzdem im Forum mit, es hält mich "wachsam".

    Lg

    Api

  • Hallo Petra,

    du kannst einfach hier in deinem Thema weiterschreiben oder bei anderen Usern antworten. Wie du möchtest.


    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Als ich diese Sätze von dir gelesen habe ist mir der Song - Bird of Sorrow - von Glen Hansard durch den Kopf und vielleicht gibt er dir in dieser dunklen Zeit etwas Licht und Richtung - ich würde mir es wünschen.

    Hallo Stee 55,

    ich habe mir ganz bewusst Zeit für das Lied und den Songtext genommen. Danke für die Mühe. Die Liebe wird mich finden.......aber ich muss dafür bereit sein.....viel Wahres in diesen Song.


    Seit drei Tagen stehe ich wieder mal auf der hellen Seite. Nicht immer mach ich das von der Trinkerei oder NICHtrinkerei meines Mannes abhängig. ABER sicherlich zu oft. Ich habe mir den Song in meine Playlist gesendet um ihn in dann nochmals mit schlechter Stimmung anzuhören.


    Ich schätze es sehr, dass man mich auf meinem Weg begleitet. Auch wenn ich noch nicht bereit bin zu gehen.

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