Naira - ich stelle mich vor

  • Bei uns in der Firma ist während der Arbeitszeit Alkohol komplett verboten.

    Alternativ kannst Du auch etwas zum Essen anbieten. Entweder bestellen, selbst etwas backen oder Fingerfood selbst zubereiten. Belegte Brötchen oder etwas Ähnliches.

    Z.B. einen Blechkuchen und Kaffee, Tee oder auch Selters dazu anbieten.

    Vielleicht warten einige auch nur darauf, dass es mal etwas anderes gibt.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Es gibt im Moment auf Märkten richtig frischen Apfelsaft, den man sich im Kanister abfüllen kann. Dazu passt Zwiebelkuchen (selbstgemacht oder gekauft). Das wirkt nicht ‚knittelich‘ und passt zur Jahreszeit. Wenn man den Zwiebelkuchen schon schneidet lässt er sich auch gut im Bus mitnehmen…

  • Obst, käse, ein besonderes brot., selbstgemachte limonade. Wenn bei uns jemand geburtstag hat, gibts oft auch kuchen. Ich finde es auch mittlerweile daneben, alkohol anzubieten. Die wahrscheinlichkeit, ďaß trockene alkoholiker in der runde sind, ist doch immer da.

  • Ich glaube Snacktipps kannst du selbst googeln Naira? Das Kernproblem ist ein ganz anderes. Nämlich, dass du dir komisch dabei vorkommst, ohne Alkohol dort aufzukreuzen. Dabei sollte das etwas total Normales sein, das weder Diskussionsbedarf, noch Rechtfertigung nach sich zieht.

  • Vielen Dank für eure Ideen!

    Ich werde wahrscheinlich eher Kuchen mitbringen. Kann man ja auch beim Bäcker bestellen. Und diesen dann in der Kaffeepause anbieten anstatt nach Meetingsende, wenn ohnehin alle nach Hause wollen. Ich werde meine Chefs mal fragen, ob das auch in Ordnung ist.

    Es wäre schön, wenn solche Sachen ohne Alkhol normaler wären als mit. Ist aber leider nicht überall so…

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Ich finde es ungewöhnlich und erstaunlich, wie hoch scheinbar der Stellenwert von Alkohol bei einem Geschäfts-Meeting bei deiner Firma ist. Ich frage mich, ob das wirklich so ist oder vielleicht nur von dir als verpflichtend wahrgenommen wird. Ich würde halt einfach etwas alkoholfreies mitbringen. Vielleicht sind manche Teilnehmer dankbar. Es trinken doch sowieso meist nicht alle Alkohol mit, oder?

  • Ich bevorzuge einfach die wertneutralen Bezeichnungen wie Alkoholkranke oder Alkoholabhängige

    aber ich will auch nicht als geizig rüberkommen

    Es geht mir einfach nur darum, was man bei so einem Anlass statt Alkohol zu trinken anbieten kann ohne sich lächerlich zu machen.

    Es wird Zeit das Du aus Deinem Vermeidungsmodus rauskommst. Die Krankheit ist da. Irgendwann ist die Kraft aufgebraucht wenn Du nicht aufhörst das " Kranksein" zu vermeiden. Es ist nicht wie früher und wird es auch nicht mehr sein.

    Das allerschlimmste was Du Dir vorstellen kannst, ist scheinbar die Tatsache, das jemand merkt das Du keinen Alkohol mehr trinken kannst / darfst / willst ?

    Was interessiert es Dich eigentlich so extrem was andere von Dir denken könnten? Lebst Du für den guten Eindruck?

    Was Du da für einen inneren Kampf führst mag ich mir garnicht vorstellen.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Ich finde es ungewöhnlich und erstaunlich, wie hoch scheinbar der Stellenwert von Alkohol bei einem Geschäfts-Meeting bei deiner Firma ist. Ich frage mich, ob das wirklich so ist oder vielleicht nur von dir als verpflichtend wahrgenommen wird. Ich würde halt einfach etwas alkoholfreies mitbringen. Vielleicht sind manche Teilnehmer dankbar. Es trinken doch sowieso meist nicht alle Alkohol mit, oder?

    Wie gesagt, ich werde Kuchen mitbringen. Ist schon bestellt. Ja, in meiner Firma hat der Alkohol einen hohen Stellenwert. Ich hab mich schon vor meiner Nüchternheit unbeliebt gemacht, weil es an einem Firmentag nicht wie sonst mittags Wein zum Essen gab...

    Was interessiert es Dich eigentlich so extrem was andere von Dir denken könnten? Lebst Du für den guten Eindruck?

    Leider wuchs ich so auf, dass nur das wichtig ist, was andere über mich oder meine Eltern denken, und ich hab das Denken noch nicht ganz aus meinem Hirn bekommen können. Bin aber dran!

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Ich habe mehrmals einen Text angefangen und wieder abgebrochen. Ich habe heute etwas erlebt, was mich verunsichert und triggert. Was es genau ist, kann ich hier im offenen Bereich nicht schreiben. Ich weiss gerade nicht mehr, was ich tun und denken soll.

    Eigentlich habe ich heute 3 Monate Nüchternheit. Aber ich glaube nicht, dass ich mich darüber freuen sollte. Eher sollte ich Angst haben, auch bei diesem Thema alles falsch zu machen und es deswegen nicht zu schaffen, lebenslang nüchtern zu bleiben. Das habe ich doch richtig verstanden, oder?

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Alles Gute zu drei nüchternen Monaten. 💐

    Ich habe mich mächtig über jeden Tag gefreut. Und auch heute bin ich immer wieder froh. Auch wenn es Normalität geworden ist. Aber es ist eine gute Normalität. Es hat sich so viel verändert. Weil ich mich verändert habe.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Paar Worte zu meinen Weg

    Ich bin alkoholabhängig, und es spielt keine Rolle, wie ich aufgewachsen bin, was andere denken oder wie sie mich sehen, wenn ich ihren Erwartungen nicht gerecht werde.

    Wenn ich Zweifel hatte, holte ich die Grundbausteine heraus, las sie durch und handelte danach. Wenn ich nicht mehr wusste, wie ich es schaffen sollte, dann lag es nicht an meiner Sucht, sondern an meiner Einstellung zur Sucht.

    Wenn Nüchternheit deine oberste Priorität ist und du dir der Tatsache bewusst bist, dass jeder Rückfall tödlich sein könnte, dann gibt es zumindest einen Grund zur Freude: und zwar das Wissen, dass du die Mittel hast, um nicht in diese Falle zu geraten und dich auch in schwierigen emotionalen Situationen maximal schützen kannst.

    Also, wo denkst du, machst du alles falsch?

    Ein Tag hat 24 Stunden, und diese Zeit kann ich nutzen, um nüchtern zu bleiben, bis der nächste Tag anbricht. Es ist natürlich möglich, dass du dich bereits gedanklich mit einem Rückfall auseinandersetzt und dich mitten darin befindest. Dann wird es schwierig.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Wenn Nüchternheit deine oberste Priorität ist und du dir der Tatsache bewusst bist, dass jeder Rückfall tödlich sein könnte

    Das verstehe ich nicht ganz. Ich kann doch nicht 24/7 nur an die Nüchternheit denken. Ich habe auch noch andere Sachen im Leben. Ich möchte, dass es mir gut geht. Und dazu gehört ganz klar, dass ich nüchtern bleibe. Aber das ist nicht das einzige, was mich im Leben beschäftigt.

    Ein Tag hat 24 Stunden, und diese Zeit kann ich nutzen, um nüchtern zu bleiben, bis der nächste Tag anbricht. Es ist natürlich möglich, dass du dich bereits gedanklich mit einem Rückfall auseinandersetzt und dich mitten darin befindest.

    Komme ich automatisch in einen Rückfall, wenn ich mich nicht 24/7 mit diesem Thema auseinander setze? Und wie kommst du darauf, dass ich mich schon mitten in einem Rückfall befinde? Die einzigen, die mir ständig mit der Drohung von Rückfällen Angst machen, sind doch die Leute hier im Forum. Sonst käme ich gar nicht auf die Idee, mich ständig damit zu beschäftigen. Ich würde mich nicht mal ständig mit dem Thema Alkohol beschäftigen, wenn das hier nicht so eine Art Regel wäre, dass man sich ständig damit beschäftigen muss. Dann würde ich einfach was anderes trinken und an was anderes denken.

    Alles Gute zu drei nüchternen Monaten.

    Danke Alex :)

    Also, wo denkst du, machst du alles falsch?

    Eben, aus den oben genannten Gründen. Ich kann die Erwartungen hier nicht erfüllen. Das macht mir Angst.

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Das verstehe ich nicht ganz. Ich kann doch nicht 24/7 nur an die Nüchternheit denken. Ich habe auch noch andere Sachen im Leben.

    Es ist einfach so, dass du suchtkrank bist und es in dein Leben einbauen musst. Wenn ich mir ein Bein gebrochen habe, muss ich vorsichtig sein. Wenn ich eine Allergie habe, handle ich entsprechend, und ich denke nicht den ganzen Tag darüber nach. Sucht is zwar komplexer aber es ist machbar.

    Die einzigen, die mir ständig mit der Drohung von Rückfällen Angst machen, sind doch die Leute hier im Forum

    Wenn du das so liest, hast du das Forum nicht verstanden. "Menschen, wie du sie nennst, nehmen sich Zeit, um wertvolle Tipps zu geben und Stolpersteine aufzuzeigen, weil du am Anfang stehst.

    Und wie kommst du darauf, dass ich mich schon mitten in einem Rückfall befinde?

    Das habe ich nicht geschrieben. Bitte lies es dir noch einmal durch. "Dass es möglich ist, bedeutet nicht, dass du dich darin befindest."

    Ich kann die Erwartungen hier nicht erfüllen. Das macht mir Angst.

    Welche Erwartungen? Wir haben keine Erwartungen. Du hast dich hier angemeldet, um Hilfe zu bekommen. Was du daraus machst, liegt bei dir.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Eigentlich habe ich heute 3 Monate Nüchternheit. Aber ich glaube nicht, dass ich mich darüber freuen sollte. Eher sollte ich Angst haben, auch bei diesem Thema alles falsch zu machen und es deswegen nicht zu schaffen, lebenslang nüchtern zu bleiben. Das habe ich doch richtig verstanden, oder?

    Herzlichen Glückwunsch zu 3 nüchternen Monaten . 💐

    Warum schreibst du, dass du eigentlich heute 3 Monate Nüchternheit hast?
    Und warum glaubst du nicht, dass du dich darüber freuen solltest?

    Solltest du Angst haben, auch bei diesem Thema alles falsch zu machen oder hast du Angst, bei diesem Thema alles falsch zu machen?
    Wo kommen deine Zweifel her, nicht lebenslang nüchtern bleiben zu können?

    Die einzigen, die mir ständig mit der Drohung von Rückfällen Angst machen, sind doch die Leute hier im Forum. Sonst käme ich gar nicht auf die Idee, mich ständig damit zu beschäftigen. Ich würde mich nicht mal ständig mit dem Thema Alkohol beschäftigen, wenn das hier nicht so eine Art Regel wäre, dass man sich ständig damit beschäftigen muss. Dann würde ich einfach was anderes trinken und an was anderes denken.

    Ist das so?
    Fühlst du dich hier bedroht? Wer macht dir Angst? Was macht dir Angst?

    Du hast dich in einem Alkoholikerforum angemeldet.
    Ich habe mich auch in einem Alkoholikerforum angemeldet. Genau deshalb, weil ich mich mit meiner Sucht beschäftigen möchte. Genau deshalb, weil ich immer Alkoholiker bleiben werde und das im Alltag schnell nach hinten rutschen kann. Das will ich unbedingt vermeiden. Deshalb bin ich hier und deshalb schreibe und lese ich hier regelmäßig. Regelmäßig ist da schon recht oft. Ich schreibe meine Gedanken zum Thema Alkohol, Sucht, Nüchternsein …. auf und ich bekomme Antworten. Und je mehr ich schreibe, desto mehr Antworten bekomme ich.
    Ein Austausch zum Thema Sucht, zum Thema Nüchternwerden und -bleiben und auch zum Rückfall kann so entstehen und der ist wichtig für meinen nüchternen Weg. Ich profitiere von den Erfahrungen der Anderen. Als Drohung empfinde ich da nichts.
    Das ist der Sinn einer Selbsthilfegruppe ….dieses Alkoholikerforums. Und genau deshalb bin ich hier.
    Wenn ich mich nicht mit meiner Sucht beschäftigen möchte, denn natürlich passiert auch in meinem Leben mehr als 24 zu denken, dass ich Alkoholiker bin, schaue ich in ein Malforum oder ein Kochforum oder in einem Haustierforum….

    Ich habe hier schon viele Leute wieder gehen sehen, die nicht (mehr) die Notwendigkeit gesehen haben, sich mit ihrer Sucht zu beschäftigen. Weil sie ja noch so viel mehr als ein 24-Stunden-Alkoholiker sind. Sie wurden leichtsinnig ….und rückfällig. Ich möchte nicht leichtsinnig werden. Ich habe meine Nüchternheit zur obersten Priorität in meinem Leben gemacht, weil ich nur nüchtern so leben kann wie ich das gerne möchte. Und darauf passe ich auch gut auf.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich habe meine Gründe, warum ich das Gefühl habe, gestellte Erwartungen nicht zu erfüllen und deswegen nicht in Ordnung zu sein. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben.

    Je weiter ich heute hier schreibe, desto mieser fühle ich mich.

    Warum schreibst du, dass du eigentlich heute 3 Monate Nüchternheit hast?
    Und warum glaubst du nicht, dass du dich darüber freuen solltest?

    Weil ich lebenslang Alkoholikerin sein werde und daran 3 Monate Nüchternheit nichts ändern.

    Wo kommen deine Zweifel her, nicht lebenslang nüchtern bleiben zu können?

    Von hier. Genau deswegen:

    Ich habe hier schon viele Leute wieder gehen sehen, die nicht (mehr) die Notwendigkeit gesehen haben, sich mit ihrer Sucht zu beschäftigen. Weil sie ja noch so viel mehr als ein 24-Stunden-Alkoholiker sind. Sie wurden leichtsinnig ….und rückfällig. Ich möchte nicht leichtsinnig werden. Ich habe meine Nüchternheit zur obersten Priorität in meinem Leben gemacht, weil ich nur nüchtern so leben kann wie ich das gerne möchte. Und darauf passe ich auch gut auf.

    Ich muss hier jeden Tag schreiben, ich muss mir ständig vorsagen, dass ich Alkoholikerin bin und bleiben werde, ich darf nichts anderes nebenher wichtig finden, ich tue nicht genug, ich bin leichtsinnig...

    Ich höre für heute hier auf. Vielleicht ist das schon wieder falsch. Aber ich drehe jetzt dann bald durch, wenn ich noch weiter runtergezogen werde (nicht absichtlich von euch, aber mich macht das hier heute echt fertig). Ich fühle mich wirklich schon sehr schlecht. Und mit allem, was ich schreibe, wird es noch schlimmer. Es reicht für heute. Ich muss morgen trotzdem arbeiten und kann nicht einfach zuhause bleiben, nur weil ich so nicht schlafen können werde... Ihr werdet das vermutlich nicht verstehen, aber das müsst ihr auch nicht. Ich bin einfach so doof, dass ich nicht zu verstehen bin.

    Gute Nacht.

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Ich muss hier jeden Tag schreiben, ich muss mir ständig vorsagen, dass ich Alkoholikerin bin und bleiben werde, ich darf nichts anderes nebenher wichtig finden, ich tue nicht genug, ich bin leichtsinnig...

    Liebe Naira,

    Ich kann Deine Gefühle so gut verstehen! Ich bin auch noch nicht lange hier und auch nicht viel länger als Du nüchtern und ja ich mache auch noch ganz schön viele Dinge, die nicht günstig sind für jemanden der für immer nüchtern bleiben möchte.

    Wenn mich andere hier auf meine ungünstigen Verhaltensweisen aufmerksam machen, fühle ich immer zuerst einen Stich und denke ‚Au Mann was soll ich denn jetzt noch alles tun‘ oder ich denke beim Lesen ‚ich will doch nicht mein ganzes Leben im büßerhemdchen rumlaufen und ‚Alkoholikerin‘ ist meine einzige Eigenschaft‘

    ABER hier schreiben Menschen, die geschafft haben, was Du und ich liebe Naira leider noch nicht geschafft haben: Viele Jahre trocken bleiben, trotzdem ein erfülltes Leben leben und immer im Hinterkopf behalten, dass man sich vor Rückfällen schützen muss.

    Ich vermute die Langzeitnüchternen hier haben alle viele andere Charaktereigenschaften als das Label ‚Alkoholiker‘- letzteres vereint uns aber und deshalb sind wir hier.

    Ganz ehrlich fällt es auch mir schwer, die manchmal etwas strengen Ratschläge oder Hinweise der Erfahreneren hier gleich anzunehmen. Aber sind wir beide nicht genau deshalb hier?
    Lass uns das gemeinsam versuchen, ok?

    Und jetzt Schlaf gut.

    Deine Anna

  • Weil ich lebenslang Alkoholikerin sein werde und daran 3 Monate Nüchternheit nichts ändern.

    Hmmm. 🤔

    Natürlich bleibst du lebenslang Alkoholikerin. Da gibt es kein zurück. Das ist so.
    Aber 3 nüchterne Monate sind so ein toller Anfang für den Rest deines Lebens.

    Ich muss hier jeden Tag schreiben, ich muss mir ständig vorsagen, dass ich Alkoholikerin bin und bleiben werde, ich darf nichts anderes nebenher wichtig finden, ich tue nicht genug, ich bin leichtsinnig...

    Du musst gar nix.

    Natürlich darfst du neben deiner Sucht auch anderes wichtig finden. Ich habe durch das Nüchternsein erst wieder erfahren, dass so vieles wichtig für mich ist. Vorher war ja nur der Alkohol wichtig. So viel Wichtiges und Schönes kommt nüchtern wieder zum Vorschein.

    Dun schreibst, du tust nicht genug. Ich frage mal andersrum: Was tust du für dich und dein nüchternes Leben?
    Inwiefern denkst du, dass du leichtsinnig bist?

    Ich empfinde dich hier nicht als leichtsinnig.

    Ich fühle mich wirklich schon sehr schlecht. Und mit allem, was ich schreibe, wird es noch schlimmer. Es reicht für heute.

    Ich wünsche dir, dass es dir morgen wieder besser geht.
    Und ich wünsche dir, dass du dich morgen über 3 Monate und 1 Tag Nüchternsein freuen kannst.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Neira.

    Ich habe den Eindruck, dass Du Dich so extrem in der Opferrolle befindest, dass es völlig egal ist, was Dir geschrieben wird, Du fasst es negativ auf, der Sender der Nachricht hat quasi schon verloren, bevor er anfängt zu schreiben.

    Ich erinnere mich jeden Tag daran, dass ich abstinent lebe und habe noch nach vielen Jahren viel Freude daran, weil es schön ist!

    Und glaub mir, ich habe genügend Dinge, die mir wichtig sind. Familie, Arbeit, Freunde, Haus, Garten… trotzdem läuft das Wissen um meine Sucht immer mit. Wenn nicht bewusst, dann unbewusst und das ist auch gut so und wie gesagt sehr positiv!

    Schlaf am besten ne Nacht drüber und vielleicht kannst Du morgen mit einer anderen Sicht auf die Beiträge schauen.

    Gute Nacht


    Cadda

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