Das ist richtig. Und die Frage ist, wenn mein Mann, (und ich kenne ja seine Vergangenheit und die Art und Weise wie er agiert) obwohl er mich über alles liebt und sein Kind noch viel mehr als mich, sich trotzdem entscheidet uns ziehen zu lassen, kann er dann überhaupt glücklich sein? Er sorgt ja nicht mal für sich selbst gut. Vielleicht kann er das mit einer anderen Frau eine Weile sein, glücklich, zumindest nach außen, aber mit mir hat er es auch nicht geschafft und das obwohl er mich außerordentlich liebt. Das weiß ich.
SummerSun - Trennung als einziger Ausweg
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Bei ihm steht doch der Alkohol an erster Stelle. Danach kommt lange nichts.
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Und wie könnt ihr damit leben, wenn ihr euch vorstellt, dass euer Partner wieder in einer neuen tollen glücklichen Beziehung ist? Das zerfrisst mich.
Ich hatte einmal dieselben Gedanken oder Befürchtungen. Und dann kam der Tag an dem ich meinen Ex in "unserem" Restaurant gesehen habe in Begleitung, ob das mittlerweile die neue Partnerin ist weiß ich nicht. Aber mir hat es innerlich den Boden unter den Füßen weggezogen obwohl ich bis dahin dachte es wäre mir egal. Dann hat meine Mutter mich gefragt ob ich jetzt lieber an Ihrer Stelle sitzen würde und ich sagte nach überlegen Nein. Nicht mit dem Mensch,der er heute ist. Ich habe darüber nachgedacht was ich wegen ihm durchmachen musste und wie ich mich in der Beziehung gefühlt habe. Also habe ich mir draußen die Tränen weggewischt und habe nochmal kurz durchs Fenster geschaut und ihm sogar angesehen dass er nicht nüchtern ist. Also nein, es hatte sich nichts geändert und auch jetzt durch unser Kind bekomme ich immer wieder mit dass er sich nicht geändert hat. Sie ändern sich nicht einfach so. Nach Außen wirkt es oft so aber das ist die Fassade.
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Und wahrscheinlich machen es die neuen Frauen eine Zeit mit. Außer sie sind selbst betroffen von Alkoholismus. Dann ergänzt es sich ganz gut.
Es ist trotzdem schmerzhaft, wenn jemand nicht den gleichen Sinn für Familie hat. Für mein Kind tut es mir 100x mehr leid. Es hat es anders verdient.
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Hallo SummerSun,
es bringt nichts, wenn du mit deinen Gedanken irgendwo in der Zukunft bist. Das sind ja nur Hirngespinste, wer weiß schon was kommt.
Und vielleicht denkst du nicht an eine neue Feau an seiner Seite sondern einen neuen Mann an deiner... Es ist besser deine eigene Zukunft zu planen als seine. Auf deinen Weg hast du Einfluss, auf seinen nicht.
Liebe Grüße Aurora
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Hallo SummerSun,
es bringt nichts, wenn du mit deinen Gedanken irgendwo in der Zukunft bist. Das sind ja nur Hirngespinste, wer weiß schon was kommt.
Und vielleicht denkst du nicht an eine neue Feau an seiner Seite sondern einen neuen Mann an deiner... Es ist besser deine eigene Zukunft zu planen als seine. Auf deinen Weg hast du Einfluss, auf seinen nicht.
Liebe Grüße Aurora
Einen neuen Mann an meiner Seite kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen. Ich trauere immer noch zu sehr um die gescheiterte Beziehung und sein Nicht-Wollen der Veränderung.
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Uns gibt es 20 Jahre, wir sind m. W. das größte Alkoholikerforum. Und m. W. hat es noch nie bei einem Alkoholiker geklappt mit dem "kontrollierten Trinken", zumindest habe ich hier nie davon gelesen.
Von der "goldenen Nase" mal abgesehen. Kontrolliert Trinken ist meines Erachtens etwas für Masochisten. Ich habe das mindestens 20 Jahre lang, immer wieder versucht. Weil die Alternative, nichts mehr zu trinken, für mich natürlich gar nicht infrage kam.
Wenn ich z.B. nur drei oder vier Bier abends trinken wollte, fing der Stress schon beim ersten an. Wie lange muss ich jetzt an diesem trinken? Und "oje, jetzt sind es nur noch drei". Vielleicht mit Wasser strecken? Ich merke nichts und es schmeckt nicht. Und "oje, nur noch zwei und der Abend ist noch so lang". Dann waren sie doch viel zu schnell getrunken. Und dann hing ich da. Die Suchtstimme, die ganze Zeit "Eins noch. Wenigstens eins. Komm noch eins. Das wäre immer noch weniger als sonst. Eiiiiins..."
Wenn ich diesen Abend mit tatsächlich nur vier Bier überstanden hatte, war ich am nächsten Morgen total stolz auf mich. Auch wenn die Nacht nicht so toll war. Noch ein Abend und ich war für mich der Held und definitiv kein Alkoholiker. Am dritten Abend hatte ich keine "Kraft" mehr und "musste" es laufen lassen.
Trotz allem ging das sehr, sehr viele Jahre so. Darauf brauchst Du nicht zu warten. Er will reduzieren? Ich wollte das auch. Es war eine Quälerei.
Ich habe noch keinen "Willens-Monster"-Alkoholiker getroffen, der das durchhalten kann.
Zum Thema, ob er eine andere findet und wie das dann vielleicht läuft. Meine Frage dazu. Möchtest Du mit ihm zusammen bleiben, damit er womöglich keine Andere kennenlernt? Das wäre keine Lösung.
Übrigens vermute ich, dass er so kalt wirkt, weil er innerlich am Kämpfen ist. Ich war zu diesen Zeiten auch immer, sehr "ernst".
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Lieber Alex_aufdemweg ,
vielen lieben Dank für deine Sichtweise, die Sichtweise eines Betroffenen. Ich kann mir das als Nicht-Alkoholiker gar nicht vorstellen.
Wenn er einen alkoholfreien Tag hatte, hat er immer gesagt, dass er den Alkohol gar nicht so vermisst hat. Warum dann aber am nächsten Tag weitertrinken?
Du hast Recht. Eine Freundin hat mich gefragt, ob es mir lieber wäre, er würde mir flehend hinterherrennen? Nein, denn wenn er keine Veränderungsbereitschaft zeigt, dann muss ich diesen Weg gehen. Und flehen würde es nur schwerer machen, auch wenn ich das Gefühl habe viel schwerer geht es gar nicht.
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Ich habe gerade einen richtig tollen Moment. Mein Mann kam völlig betrunken nach Hause. An den Beleidigungen habe ich gemerkt, dass er wohl doch ziemlich verletzt ist. Er hat versucht mich klein Zureden und anzugreifen. Und "Alkoholiker" ist wohl jetzt ein Schimpfwort.
Es ist ein guter Moment. Ich fühle mich entschlossen, dass sich etwas ändern muss. Alle meine bisher gegangenen Schritte sind richtig für mein Kind und mich.
Und er wird abstürzen, sobald wir weg sind. Und er wird selbst dafür verantwortlich sein, sich wieder aufzurichten.
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Und wie könnt ihr damit leben, wenn ihr euch vorstellt, dass euer Partner wieder in einer neuen tollen glücklichen Beziehung ist? Das zerfrisst mich.
So lang er trinkt, ist das aus meiner Sicht nicht möglich. Und wenn er aufhört und glücklich ist, wäre das doch schön. Ich zumindest würde mich freuen, wenn mein Ex-Freund die Kurve bekommen würde. Ich wünsch ihm wirklich nur das Beste. Klar ist es traurig, dass wir es nicht zusammen geschafft haben - aber viel schlimmer finde ich den Gedanken, dass er die Kurve nicht kriegt (und so sieht es leider aus) und sich kaputt säuft.
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Ich glaube an dem.Punkt bin ich leider noch nicht.
Ich merke heute, nachdem ich den gestrigen Abend ein wenig habe sacken lassen und die halbe Nacht wach war, dass ich gestern Angst hatte. Nicht, dass er jemals gewalttätig geworden ist, aber die Worte waren so gemein, so hart, dass ich Angst hatte ins Bett zu gehen und meine Augen zu schließen. Ich habe mich in meinem eigenen Zuhause nicht sicher gefühlt. Das nagt an mir.
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Mein Mann kam völlig betrunken nach Hause.
Es sieht nichts, aber auch gar nichts danach aus, dass er überhaupt ansatzweise darüber nachdenkt, aufzuhören.
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Er hat mir heute erzählt, dass er etwas ändern will, und dass es sein kann, dass ich dann später bereue, dass ich ihn verlassen habe. Er will aber nicht komplett aufhören. Er braucht auch so keine psychologische Hilfe und er setzt jetzt Dinge um, wie auf seine Gesundheit zu achten. So seine Aussage. Und ich habe gesagt, dass mir das nicht reicht. Warum er nicht auf Alkohol verzichten kann, konnte er mir nicht erklären. Ich fühle mich manipuliert, und natürlich schafft er Hoffnung. Heute ist er ja wieder lieb. Gestern war das noch anders. Ich habe ihm heute gesagt, dass ich Angst vor ihm hatte. Das hat er zunächst nicht ernst genommen, später ist er dann darauf eingegangen.
Ich finde es alles ganz schwierig und ständig wanke ich hin und her.
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Na klar erzählt er dir sowas, um dich bei der Stange zu halten.
Warum sollte er denn aus seiner Sicht aufhören zu trinken? Er hat doch gar kein Problem aus seiner Sicht. Für ihn läuft es super, okay, du meckerst zwar hin und wieder etwas rum, aber er kriegt dich ja immer wieder auf Spur.
Mir hat es sehr geholfen, hier im Forum bei den Angehörigen die Geschichten zu lesen, die sich leider häufig ähneln.
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Ich habe mich in meinem eigenen Zuhause nicht sicher gefühlt.
Nicht gut. Er ist unberechenbar. Natürlich macht das angst. Das kenne ich auch von mir. Bei mir hat das zu einer dauerhaften anspannung geführt, sobald ich in den eigenen räumen war. Und genau das sollte ein zuhause ja nicht sein, ein ort wo du dich unsicher oder sogar bedroht fühlst.
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Er hat mir heute erzählt, dass er etwas ändern will, und dass es sein kann, dass ich dann später bereue, dass ich ihn verlassen habe. Er will aber nicht komplett aufhören. Er braucht auch so keine psychologische Hilfe und er setzt jetzt Dinge um, wie auf seine Gesundheit zu achten
Fast zu 100% die Worte meines Ex-Partners. Ausgesprochen hat er es zwar nicht, dass ich es später bereue, aber das musste er auch nicht, denn diese Angst bekam ich immer selber, wenn er glaubhaft versicherte, was er grade alles ändere.
Ich glaube auch dass das in den Momenten aufrichtig so gemeint war! Aber es ist eine Scheiß Krankheit und funktioniert so nicht.
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Er hat mir heute erzählt, dass er etwas ändern will, und dass es sein kann, dass ich dann später bereue,
Ich finde es alles ganz schwierig und ständig wanke ich hin und her.
Wirklich?! Er sagt, doch auch ganz deutlich, dass er nicht aufhören will. Wieso solltest du da später was bereuen? Warum nicht er? Er will dich verunsichern - lass das nicht mit dir machen.
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Puh. Es ist so schwer. Ich glaube, dass es für ihn schwer ist, ich glaube, dass er jetzt auch etwas ändern will, aber die Monate, Jahre zuvor, bevor ich mich getrennt habe, hat jegliches Reden nicht geholfen. Ich wünsche ihm sehr, dass er etwas verändert, vor allem auch für sein Kind, aber jetzt muss ich erstmal diesen Weg gehen. Und ja, nach dem sehr langen und reflektierten Gespräch mit meinem Mann fällt mir das gerade wieder richtig schwer.
Er meinte Außenstehende hätten ihm gesagt, dass sie den Forderungskatalog von mir auch nicht mitgemacht hätten. Ich habe ihm gesagt, dass das ja OK ist. Ich bin stolz auf mich, weil ich auf meine Bedürfnisse gehört habe. Und so lange keine Einsicht da ist, wirkt der Forderungskatalog ja auch nicht wohlwollend, sondern bedrohlich.
Ich bin so traurig. Er erzählt so viel, auch dass man mit dem Kind viel mehr machen müsste, malt Bilder von langen gemeinsamen Spaziergängen etc. Das macht es nicht einfacher.
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Wirklich?! Er sagt, doch auch ganz deutlich, dass er nicht aufhören will. Wieso solltest du da später was bereuen? Warum nicht er? Er will dich verunsichern - lass das nicht mit dir machen.
Weil er ja jetzt einen Weg geht. Den des kontrollierten Trinkens. Den Weg der Selbstbestimmung. Er will jetzt Sport machen und seine Gesundheit angehen. Und ich konnte ihm nicht noch ein paar Monate Zeit geben.
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Und ich konnte ihm nicht noch ein paar Monate Zeit geben.
er geht einen Weg, der für einen Alkoholiker nicht gangbar ist, den des kontrollierten Trinkens. Damit streut er dir Sand in die Augen und manipuliert dich nebenbei ohne Ende.
lg Morgenrot
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