KaDett - Nüchternheit als Lebenseinstellung

  • Ich habe sogar am ganzen Körper wie Nadelstiche. Wie so nen Flash. Herzrasen und innerlich zittern. Ich versuche mich auf Job zu konzentrieren aber das geht auch nicht besonders gut.

    Würde es helfen Dich direkt krank ab zu melden? Musst ja nicht sagen was los ist. Dir ist übel.

    Und dann zum Arzt oder direkt oder nach Hause in Deinen safe space? Supermarkt o.ä. nicht. Ist ja klar.

    Stay strong!

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

    ------------------------------

    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Aber wir im Forum.

    Ich habe gar nichts dabei.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Irgendwas läuft grad schief bei mir. Bin im Job und denke an den Film , nicht wirklich an den Film, sondern an die Szenen wo Wein getrunken wurde.

    Ach KaDett, so gieng es mir vor einer Woche und es gibt immer mal wieder solche Szenen im TV. Ich kann nur von mir sprechen, dass ich da einfach wegschauen muss. Vieeel Wasser trinken, hat bei mir geholfen. Du schaffst das... :thumbup:

  • Ich habe sogar am ganzen Körper wie Nadelstiche. Wie so nen Flash. Herzrasen und innerlich zittern.

    Hast Du Hunger? Und vielleicht hilft auf die Schnelle auch etwas Süßes.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Scheint wieder besser zu sein. Was für eine Bank. Bin richtig geknickt, traurig und ko. Dieses für immer und Nie wieder haben mich regelrecht überrollt. Jetzt ist meine ganze Motivation im Keller. Wieder von vorne anfangen, kapitulieren statt kämpfen, weiß nicht. Ich will keine Alkoholiker sein. Ich hab richtig die Schnau.. voll. Das hat mich richtig zurückgeworfen. Abstinenz ist zu schwer für mich.

    Im Job funktioniert der Notfallkoffer nur begrenzt. Außer Wasser in Ingwer Tee hatte ich nichts gegenzusteuern. Ich werde direkt zuhause meine Tasche aufrüsten.

    Ich bin froh wenn es heute Abend ist und ich im Bett bin und die Decke über den Kopf ziehen kann. Dieser ganze Mist nervt massiv und kostet meine ganze Energie. Sorry ich bin grad zickig ohne Ende. Ich hasse es Alkoholikerin zu sein. Abstinenz bringt mich an meine Grenze und drüber hinaus.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Wenn Du so ein "Ding" überstanden hast, ist das wie ein ordentliches Workout. Da bin ich auch erstmal platt.

    Hatte dann auch Bedenken, dass das jetzt dauernd kommt. Aber seit dem war Ruhe.

    Hast Du gut gemacht. :thumbup:

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hey Kadett,

    ich habe einen Hahaha Smiley gemacht, nicht weil ich über Dich lache, sondern erleichtert lache das Du wieder safe bis.

    Alles andere findet sich wenn, ganz runtergekommen bist.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

    ------------------------------

    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo KaDett

    Ein heisses Bad mit Lavendelöl und Milch hilft mir an solchen sche... Tagen auch... Danach ein Entspannungstee.... Habe auch immer Lavendelöl bei mir, ein paar Tropfen aufs Nastuch und daran immer mal wieder schnuppern...

  • Ich hab richtig die Schnau.. voll. Das hat mich richtig zurückgeworfen. Abstinenz ist zu schwer für mich.

    Gib nicht auf, bei mir sind es erst 20 Tage bei Die ja schon einige Monate. Ich kann dir leider keinen Ratschlag geben dafür bin ich zu unerfahren aber gehe am besten heim sag dir geht es nicht gut... hat Kazik ja auch geschrieben. Kopf hoch und schreib hier im Forum wenn du zuhause bist das hilft auf jedenfall.

  • Bin jetzt tatsächlich daheim wegen Zahnweh und jetzt auf dem Sofa. Irgendwie ist das ganze mehr als seltsam. Hatte richtig Herzrasen. Das kann doch nicht von so einem Film von gestern Abend kommen. Die paar Gläser Wein haben mich zwar beschäftigt, aber die Reaktion ist doch viel zu groß.

    Habe eine neue Tee Sorte, vielleicht bin ich ja allergisch gegen Inhaltsstoffe oder so. Jedenfalls bin ich richtig platt jetzt. Habe alles mögliche essbare reingestopft. Kiwi, Schokolade, Wasser, Pfeffer, Salz und Gummibärchen. Komme mir vor wie Falschgeld. Ich habe doch schon öfter Weingläser sogar in real gesehen während der ganzen Abstinenz. Das hat mich noch nie so aus der Bahn geworfen.

    Danke euch allen erstmal. Muss das mal in Ruhe analysieren und den neuen Tee unter die Lupe nehmen. Das war wirklich ein Brett und ich kann noch nicht damit umgehen was da passiert ist.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • den neuen Tee unter die Lupe nehmen

    Was ist das für ein Tee, hast Du geschaut? Das wäre möglich, dass der Tee Dich so aufgeputscht hat.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hi Kadett,

    nun atme mal erst mal ruhig durch.

    Sind denn die Symptome jetzt weg? Oder besser?

    Wenn Dich irgendwas wirklich beunruhigt oder ernsthaft krank anfühlt. Geh zum Arzt.

    Ich hatte bis 2005 eine Angsterkrankung. Und für mich klingen Deine Symptome alle nach einem Angstanfall oder Panikattacke. Jedenfalls hatte ich diese Symptome auch, wenn auch nicht alle zugleich. Wichtig ist in einem solchen Fall zunächst das Du merkst und fühlst das die Angst jetzt auch wieder weniger wird oder ganz weggeht. Denn das merkt sich Dein Unterbewusstsein.Akut hilft auch wenn Du in eine Tüte atmest. Damit atmest Kohlendioxid zurück, denn meistens atmen Menschen zu schnell und steigern die Sauerstoffaufnahme. Was Sinn machen würde wenn Du einem echten wilden Tiger gegenüber stehen würdest. Stehst Du aber ziemlich sicher nicht. Oder? Nein!

    Alles versuch erstmal die Systeme zur Ruhe kommen zu lassen. Den Du bist ja wie Du schreibst erschöpft.

    Liebe Grüße

    Kazik

    p.s.: Falls Du in ein paar Tagen noch Fragen zu Angst. Kannst Du ja schreiben, vielleicht habe ich ja noch was bei zu steuern.;)

    Liebe Grüße Kazik

    ------------------------------

    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kazik (20. Januar 2025 um 16:12)

  • Das war ein fetter Gruß vom Suchtgedächtnis. Da müssen fast alle Neulinge mal durch. Mir schrieb damals ein erfahrener User, dass jede Triggerabwahr mich für die Zukunft stärker macht. Recht hatte er.


    Du hast jetzt selbst erfahren, dass so ein Druck nicht ewig dauert und Du ihn aushalten kannst, auch wenn es Dir schwer fiel. Um diese konkrete Erfahrung bist Du jetzt reicher.


    Mir hat immer geholfen, mich abzulenken und raus in die Natur zu gehen oder das Rad zu schnappen und ordentlich zu kurbeln. Dazu darauf achten, genügend zu essen und zu trinken und zwar viel Wasser. Ist der Magen erst mal gründlich gewässert, verlangte er nicht nach weiterer Flüssigkeit in alkoholischer Form.

  • Ich bin auf dem Sofa, habe inzwischen eine Dose Vanilleeis gegessen. Mein Kopf fühlt sich matschig an, als wäre ich betrunken. Wegen dem Tee habe ich noch nicht geschaut, den habe ich auf der Arbeit stehen. Was mich so dermaßen aus den Latschen geworfen hat weiß ich nicht. Aber mit „Für immer“ und „Nie wieder“ hat es schon zu tun. Das klingt so riesig. Habe wieder angefangen mit dem ‚Glas nur heute stehen zu lassen‘. Nur heute ist nicht so groß. Mir ist heute morgen alles durch den Kopf geschossen wie eine Lawine. Für immer Alkoholiker, nie wieder…. Jedenfalls war alles negativ und wie eine nicht zu bewältigende Bank. Kazik kann echt sein, dass ich Angst vor dieser Größe bekommen habe. NIE wieder….beinhaltet Fasching, Urlaube, Feste, Geburtstagsfeiern usw. FÜR IMMER Alkoholiker hört sich so endgültig, so trostlos an, ohne Chance dem entkommen zu können. Meine ganze Trockenheitsarbeit hatte ich heut morgen auf einen Schlag vergessen. Habe mich schon sicherer gefühlt und habe nichts vom Notfallkoffer in meiner Arbeitstasche mehr dabei. Weder Traubenzucker, noch Pfefferkörner, keine Brote, oder Schokolade. OK Wasserflaschen gibt’s in der Firma soviel man möchte. Aber heute war ich aufgeschmissen. Muß den Notfallkoffer unbedingt auch jobtauglich einrichten.

    „Nie wieder“ und „Für immer“ waren heute zu übermächtig. Die Größe hat mich erschlagen. Muss mich erst wieder mental aufbauen.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Nimm Druck raus.

    Du musst nicht heute entscheiden, ob Du in 10 Jahren wieder trinken willst. Das kannst Du Dir dann überlegen, wenn Du so weit bist.

    (und ich verrate Dir, da es einfacher wird, nichts zu trinken, wird Dir die Entscheidung dann leichter fallen)

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Der Notfallkoffer besteht ja nicht nur aus Sachen, die Du in die Hand nehmen und einpacken kannst, KaDett. Hast Du Dir den von Hartmut für Dich verlinkten Notfallkoffer noch mal durchgelesen?

    Das Wichtigste hast Du übrigens immer dabei: deinen Kopf.

    Im Radio habe ich heute einen Spruch eines Fitnesstrainers gehört, der sich auch auf die Abstinenz übertragen lässt:

    Was wäre, wenn Du einfach weitermachen würdest?

  • Denke ich auch Lebenskünstler. Alles braucht seine Zeit. Hab ja auch mehr als 20 Jahre getrunken, da kann ich nicht erwarten, dass das Thema in ein paar Monaten durch ist. Jetzt ist wieder Geduld angesagt, dazu auch eine Portion Demut und eine gute Prise Gelassenheit.

    Langsam normalisiere ich mich wieder. Da werde ich mir Zeit nehmen und aufarbeiten. Hauptsache ist, dass ich nicht rückfällig geworden bin. Bin nach wie vor nüchtern. Habe auch was gelernt, nämlich, dass mein Notfallkoffer nicht Job geeignet ist. da ging weder Fahrrad fahren noch Liegestützen. Im Gegenteil ich musste mich Kollegen gegenüber so verhalten als wäre nichts. In der Firma weiß niemand was von meiner Abstinenz, also habe ich versucht mir nichts anmerken zu lassen. Bin mal auf Toilette geflüchtet, aber sonst gab es dort keine großen Möglichkeiten was zu tun.

    Bin nun aber wieder innerlich ruhig. Werde mir noch überlegen ob ich morgen wieder zum Job gehe. Warte da bis morgen früh mal ab.

    Ich habe mit so etwas nicht gerechnet, hoffe, dass es mich stärkt das überstanden zu haben. Jetzt setze ich auf Zeit.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!