Hartmut, ich bin nicht leichtsinnig und denke ich bin der überflieger oder so, ich denke schon viel nach darüber was ich tue oder wohin ich gehe
R/no - "lauf R/no lauf"
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Woher willst du das wissen? Im Dezember ist mein bester Freund mit 49 Jahren gestorben, 12 Tage später der nächste bekannte, ein Vater vom Freund meines Sohnes, auch mit 49, im Januar ein Vorgesetzter den ich echt mochte....und das ist nicht alles. Außerdem wäre für mich auch die Trennung der Familie ein Schicksalsschlag, aber wie gesagt ich komm damit inzwischen gut klar.
Ich habe dich erst seit Januar hier verfolgt, als du das Glas weggestellt hast. Ab da gilt die neue Zeitrechnung "Trocken werden"und davon bin ich zunächst ausgegangen. Seit diesem Zeitpunkt habe ich nichts von Schicksalsschlägen gelesen oder überlesen.
Ich möchte ja nicht den Eindruck erwecken das ich denke ich hab es geschafft und bin sicher, mich lässt Alkohol zur Zeit auf jedenfall, absolut kalt und das ist doch gut so, oder nicht? Ihr werdet ja sehen wie es mir ergehen wird.
Das ist mir egal, welchen Eindruck du hier erweckst. Ich betrachte die Sache rational: Was sind Gefahren, was sind keine, und ob du nüchtern, trocken bleibst oder sonst etwas das ist mir relativ gleichgültig.
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Hallo, ich muss nochmal was loswerden. Ich bin die letzten letzten 7-8 Jahre überhaupt nicht mehr in Kneipen oder Clubs gegangen, weil mich viele Menschen nerven und ich meistens über das Ziel hinaus geschossen bin, Entnüchterrungszelle, Blessuren jeder Art, das ganze Programm halt. Da ich ein bisschen misanthropisch eingestellt bin hatte ich absolut kein Verlangen in Gesellschaft zu trinken, ich denke deshalb fällt es mir leichter mit Situationen wie im Supermarkt, Freizeitpark oder Restaurantbesuchen umzugehen. Ehrlich gesagt macht mir der Anblick von Alkohol oder trinkende Menschen absolut nichts aus, deshalb gehe ich aber trotzdem nicht in Biergärten oder Kneipen, wieso sollte ich das jetzt auch tun?...mir könnte nur ein Schicksalsschlag gefährlich werden oder ähnliches aber selbst davor habe ich keine Angst mehr. Ich bin wachsam und achte auf mich, sowas wie mit dem Tiramisu passiert mir nicht nochmal. Das soll jetzt aber nicht so klingen als stünde ich über den Dingen und alles fällt mir leicht, nein so ist das nicht, ich kann nur verdammt gut damit umgehen und brauche auch keine Vorbilder, bei Lebenskuenstler ist es halt so das er mir unbekannterweise super sympathisch ist, ich bin ihm vom Wesen her sehr ähnlich deshalb hab ich ihn erwähnt.
Meine emotionaler Ausnahmezustand ist zum Glück vorbei und ich habe mich wieder einigermaßen gefangen. Bei mir gibt es kein Gefühl das mir etwas fehlt wenn ich Menschen trinken sehe, ich lag gestern Abend wieder in meiner Hängematte und unten haben mein Vermieter und seine Sauffreunde wieder ordentlich getrunken, bis zum Kontrollverlust, es ging um Geld (Millionen 🙄) seine Frau und um seine Mieter, das hat mich zuerst amüsiert und ich fand es auch gut das ich so auf dem laufenden gehalten werde😬 aber nach einer Stunde war es nur noch peinlich und ich hab schon überlegt ob ich mal mit ihm rede bzgl. Alkohol und seinen "Freunden" aber ich denke das kann ich nicht, da bin noch zu unerfahren und sollte mich eher auf mich konzentrieren.
LG R/no
hallo r/no, ich habe gerade deinen texte gelesen, ohne dich näher zu "kennen" oder deinen faden verfolgt zu haben und hatte den eindruck, da schreibt jemand, der schon seit jahren trocken ist. als ich dann weiterlas und verstand, deine nüchternheit ist noch relativ frisch, verspürte ich eine leichte irritation und dachte, bitte pass gut auf dich auf. lg lila
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Meine euphorisch Stimmung ist nur der absoluten Verbesserung meiner körperlichen Probleme geschuldet und nicht wegen meinem Umgang mit der Krankheit, ich bin immer noch sehr wachsam und werde es bleiben, ich kann, zur Zeit jedenfalls, gut mit der Sucht umgehen und habe momentan keinerlei Probleme mit Suchtdruck.
Bewahre Dir diese Euphorie noch etwas, aber bleibe vorsichtig!
Du scheinst Dich selbst etwas zu überschätzen:
Ich hab auch keine Panik Attacken wenn ich durch den Weingang gehe oder brauche Begleitung im Supermarkt, jeder ist halt anderst
Noch heute meide ich die Alkoholregale oder gehe zügig mit dem Blick auf die andere Seite dort vorbei.
aber ich sehe der Sache ganz entspannt entgegen, wenn ich so weitermache wie bisher ist das eine leichte Übung für mich.
Eine leichte Übung ist es, solange Du noch keinen Suchtdruck verspürt hast. In den seltensten Fällen geht es so locker easy ab und der Ernstfall ist schneller da, wie Du schauen kannst.
Ich schließe mich lilamond an, pass gut auf Dich auf und werde nicht überheblich!
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Eine leichte Übung ist es, solange Du noch keinen Suchtdruck verspürt hast. In den seltensten Fällen geht es so locker easy ab und der Ernstfall ist schneller da, wie Du schauen kannst.
Seit ich vor 5 Monaten mit meiner Abstinenz begann,hatte/habe ich keine Probleme nüchternen zu sein.Etwas zu euphorisch, weil ich dachte,ist doch alles kein Problem.Ich bin mittlerweile geläutert. Danke Forum
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Das ist auch nicht ungewöhnlich, deshalb die Warnungen hier, ohne deshab die Freude an der Abstinenz vermiesen zu wollen.
Es geht um die richtige Mischung aus Zuversicht und Vorsicht...
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Ich komme mal zu dir.
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Ich denke grundsätzlich nicht für andere, da dies sonst mein eigenes Denken wäre.
Zitat- Hallo Hartmut, ich weiß auch nicht aber irgendwie ist das nicht in Ordnung, du kommst mir gerade vor als suchst du jedes Haar in der Suppe, was ist daran falsch "ich denke " zu schreiben? Mir wurde ja auch geholfen und das versuche ich halt weiter zu geben, außerdem tut es mir ja selber gut mit anderen in Kontakt zu kommen, ich hab nicht viele soziale Kontakte
Kannst du mir bitte erklären, warum du jetzt angepisst bist, wenn ich über mich geschrieben habe und du es als Angriff auf dich interpretierst?
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Kannst du mir bitte erklären, warum du jetzt angepisst bist,
Ich bin doch nicht angepisst...du meintest doch mich mit ich denke? Wenn dem nicht so ist hab ichs wieder falsch verstanden, ich dachte du kritisiert mich
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Ich bin doch nicht angepisst...du meintest doch mich mit ich denke
Wenn ich schreibe: "Ich denke nicht für andere, da es sonst mein Denken wäre", frage ich mich ernsthaft, wie man darauf kommen könnte, dass ich in diesem Fall dich kritisiere oder mich auf dich beziehe.
ZitatMir wurde ja auch geholfen und das versuche ich halt weiter zu geben,
Es ist ja auch gut, wenn es eigene Erfahrungen sind. Gut gemeinte Ratschläge, die Risiken beinhalten, sind da wenig hilfreich. Tipp: Nicht in jeden Satz irgendetwas hineininterpretieren, einfach das so lesen, wie es steht.
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Tipp: Nicht in jeden Satz irgendetwas hineininterpretieren, einfach das so lesen, wie es steht.
Ich nehme es mir zu Herzen, sind wahrscheinlich noch die rudimente aus der nassen Zeit, ich wahr immer in Verteidigungsstellung, bzw. fühle mich schnell angegriffen.
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ich wahr immer in Verteidigungsstellung, bzw. fühle mich schnell angegriffen.
Das geht mir hier auch noch oft so, aber besonders am Anfang hier im Forum war das extrem. Besonders, wenn jemand, was schreibt, was mich innerlich sofort pikst, auch wenn mich Derjenige vielleicht gar nicht direkt gemeint hat.
Mittlerweile bin ich dafür richtig dankbar. Ich versuche immer daraus etwas für mich mitzunehmen, also wenn ich merke, dass mich was pikst. Was mich nicht betrifft, lasse ich einfach liegen. Sich zu rechtfertigen bringt eh nichts, das zieht einen nur noch tiefer in den Sumpf.
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Wie geht es Dir denn gerade, R/no? Schreib gern ein bisschen von Dir ...
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Wie geht es Dir denn gerade, R/no? Schreib gern ein bisschen von Dir ..
Hallo, mir geht es im großen und ganzen gut, meine Probleme mit den Beinen sind jetzt lokalisiert, es sind die Bandscheiben und Hüftbeuger. Gestern war ich bei einem anderen Physiotherapeuten und der hat mir gezeigt an was das liegt, ich glaube er kann Menschen mit seinem Daumen töten 🤣, es war sehr schmerzhaft...
Beziehungsmäsig ist alles ruhig aber wie gesagt es ist so eine Art Burgfrieden, ich gehe halt sehr besonnen damit um, ich glaube auf lange Sicht wird das nichts mehr. Ich will und kann nicht mehr mit angetrunkenen diskutieren. Tja und meine Abstinenz ist gerade ein selbstläufer, ich habe und hatte noch keinen Suchtdruck so wie es hier einigen anderen geht, bin aber natürlich weiterhin vorsichtig und denke nicht das ich was besonderes wäre oder die Sache jetzt vorbei ist, ala meine Probleme mit den Beinen sind keine Neuropathie sondern kommen von den Bandscheiben und nicht vom Alkohol also kann ich jetzt wieder ein Gläschen trinken.Meine gesundheitlichen Probleme haben mir da glaube ich den Rücken frei gehalten, ich bin soviel mit meiner Gesundheit und meinem Leben beschäftigt das der Alkohol da gar nicht ansetzen kann, ist aber nur meine Theorie.
Auf jedenfall ist mir meine Abstinenz sehr sehr wichtig, sie steht an erster Stelle und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen je wieder zu trinken.
Von einigen Zeitgenossen bin ich aber schwer enttäuscht, der Mann der Freundin meiner Frau meldet sich gar nicht mehr, antwortet nicht auf textnachrichten und wenn ich ihn dann mal sehe bekommt er sein Maul nicht auf, irgendwie komisch das man mit einem trockenen Menschen nicht mehr so gut kann, am Muttertag ware wir beim Italiener und ich hab richtig gemerkt das es für meine Frau komisch war ihren Wein allein zu trinken, naja so isses halt.
LG
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Mir macht das echt sorgen, ich hatte noch kein Erlebnis dieser Art und hab jetzt ein bisschen Bammel das es bei mir vielleicht massiv bzw. gebündelt auftritt, wenn es mal kommt
Jeder Mensch verarbeitet seine Vergangenheit anders!
Und vielleicht kannst Du Dich an Deine Träume gar nicht erinnern. An die meisten Träume erinnere ich mich auf jeden Fall kaum.
Bisher hatte ich nur 2 oder 3 Alkoholträume, die waren zwar intensiv, aber schnell ad acta gelegt.
Träume sind nur Träume. Die Realität ist wichtig.
Nicht jeder träumt so lebhaft.
Und Dir ist Deine Abstinenz wichtig, wie Du gerade geschrieben hast.
Vergleiche Dich nicht, wer vergleicht, verliert!
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Ich nehme es mir zu Herzen, sind wahrscheinlich noch die rudimente aus der nassen Zeit, ich wahr immer in Verteidigungsstellung, bzw. fühle mich schnell angegriffen.
moin r/no
das hast du völlig richtig erkannt. es ist das nasse denken das uns am anfang alles als angriff auf unser person sehen sieht. das geht im grunde allen so. das gehört zum krankheitsbild. wichtig ist zu verstehen das es eben kein angriff ist sondern in der regel ein hinweis auf fehlverhalten. es ist nicht einfach das zu lernen, aber nun mal notwendig, denn nur so kann man sich ja letztendlich korregieren. und dafür bist du ja hier. hat ja niemand etwas davon einen anderen hier runter zu machen. wir sitzen alle im gleichen boot imd es geht um hilfe. und genau da wo du dich angegriffen fühlst, genau da solltest du genau hinschauen, warum trifft das so? da gibt es auf deiner seite dann eine fallgrube die du zubuddeln solltest.
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das hast du völlig richtig erkannt. es ist das nasse denken das uns
Moin Doro, schon lange nichts mehr von dir gehört...Ja ich fühle mich schnell angegriffen, das hat auch etwas mit meiner Jugend zu tun, ich musste mich schon immer verteidigen, aber es wird immer besser und seit dem Beginn meiner Abstinenz hab ich einen riesen Sprung gemacht, ich bin ruhiger geworden und denke mehr nach
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ich fühle mich schnell angegriffen, das hat auch etwas mit meiner Jugend zu tun, ich musste mich schon immer verteidigen, aber es wird immer besser und seit dem Beginn meiner
Moin R/no.Da seh ich Parallelen zwischen dir und mir.Ich fühlte mich bei meinem Start hier im Forum auch angegriffen und geh dann schnell in den Angriffsmodus über.Ich denke, das es relativ schnell ging,um zu verstehen, das es die Erfahrungen der Langzeittrockenen sind,die vermittelt werden und ich das nicht persönlich nehmen muss.Erstmal nachdenken🤔 .Es stimmt ja, was die "Altgedienten"hier schreiben.Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Nicht jeder Weg in die lebenslange Abstinenz ist der gleiche.Allerdings sind die erfolgreichen Wege dann doch nicht so verschieden.Mich stören manchmal Missverständnisse,aber die kommen überall mal vor. Die andere Sache ist die Anfangseuphorie.Hab ich aber bei vielen Anfängern hier bemerkt.Ich hab auch nach 5 Monaten kein Problem nüchternen zu leben.Das könnte allerdings zu der Meinung führen, ist doch alles ganz easy. Mittlerweile weiß ich, das das ein Trugschluss ist.Ich muss sogar besonders aufpassen,weil es mir so leicht fällt.Ich wünsch dir weiterhin einen guten Austausch. Gruß Bono
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ist.Ich muss sogar besonders aufpassen,weil es mir so leicht fällt
Hallo Bono, da haben wir ja was gemeinsam. Es ist echt verblüffend wie ich damit umgehe, ich hab keinen Suchtdruck, denke quasi nie an Alkohol, trinken Menschen triggern mich nicht....ich glaube auch das da noch eine Überraschung auf uns wartet, davor hab ich Respekt aber auch das werde ich schaffen.
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Hallo Bono, da haben wir ja was gemeinsam. Es ist echt verblüffend wie ich damit umgehe, ich hab keinen Suchtdruck, denke quasi nie an Alkohol, trinken Menschen triggern mich nicht..
Nicht jeder Alkoholiker, der trocken wird, hat mit Suchtdruck zu kämpfen. Daher sei froh, dass dir das erspart bleibt.
ich glaube auch das da noch eine Überraschung auf uns wartet, davor hab ich Respekt aber auch das werde ich schaffen.
Respekt ist wichtig, aber das "Herbeirufen" von etwas Schlimmerem ist nicht notwendig, da du weißt, wie du reagieren kannst, falls so etwas passieren sollte.
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Nicht jeder Alkoholiker, der trocken wird, hat mit Suchtdruck zu kämpfen. Daher sei froh, dass dir das erspart bleibt.
Hallo Hartmut, ich bin ja froh das es mir bis jetzt erspart geblieben ist, ich hoffe nur das es bei mir nicht massiv auftritt, bin aber glaube ich ganz gut vorbereitet
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