05062015 - Ich weiß nicht weiter

  • Das ging ja flott, Du bist jetzt freigeschaltet. :whistling: Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Willkommen hier. Habe gerade nur kurz Zeit. Aber das hier hat mich gleich angesprungen.

    Das problem ist wenn ich Unternehmungen gemacht habe mit meinem Mann oder Familie habe ich immer getrunken 🙁. Eigentlich würde ich mich am Wochenende gerne einen dieser Orte stellen um zu sehen wie es ist und um mir zu beweisen das ich es schaffe und mit neuen Gewohnheiten brechen kann . Was haltet ihr davon?

    Nichts, halte ich davon.

    Habe jetzt nicht geschaut, ob du die Grundbausteine schon bekommen hast.
    Bei Alkoholikern gibt es keine Konfrontationtherapie. Risikovermeidung, besonders im ersten Jahr.
    Danach kannst du auch erst einigermaßen einschätzen, was dir gefährlich wird und was nicht.

    Ps. Wenn die Leber noch nicht nachhaltig geschädigt ist, erneuert sie sich in einem Jahr vollständig. Das war für mich tatsächlich ebenfalls ein Ansporn. Nach einem Jahr ein vollständig neues Organ im Körper zu haben.
    Inzwischen arbeite ich jetzt an der vierten Leber. 😅

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Guten Morgen 05,

    Herzlich willkommen hier im Forum.
    Das war gut, dass du schnell zu deinem Arzt gegangen bist.
    Schau dich in Ruhe um. Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Hast du dir die Grundbausteine durchgelesen?
    Dort findest du Antworten auf deine Fragen. Falls nicht, frage.

    VG Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo und herzlich willkommen.
    Irgendjemand schieb mal „Tun muss man Tun“. Wer auch immer das gewesen sein mag.
    Du hast den ersten Schritt gemacht. Gut so, ich würde jetzt weiter immer weiter gehen - Schritt für Schritt.

    Eigentlich würde ich mich am Wochenende gerne einen dieser Orte stellen um zu sehen wie es ist und um mir zu beweisen das ich es schaffe und mit neuen Gewohnheiten brechen kann . Was haltet ihr davon ?
    Wie seit ihr denn die erste Zeit umgegangen damit ?

    Warum muss es denn „einer dieser Orte“ sein ?
    Den kannst Du irgendwann immer noch besuchen oder es ergibt sich von allein.
    „neue Gewohnheiten“ können doch auch neue Orte sein.
    Wenn Du Dich ein wenig hier umherliest wirst Du oft die Empfehlung finden das es anfangs besser ist das Risiko zu minimieren.
    Verstehst Du was ich damit meine ?

    Ich wünsche Dir viel Kraft dabei - es lohnt sich. Das wirst Du merken.

  • Keine Ahnung warum .. vielleicht will ich mir beweisen das ich es kann . Das Problem ist ich bin seit meiner Jungend mit meinem Mann zusammen ich trinke seitdem immer wenn wir was unternehmen . Und wenn es „nur „ das Glas Wein nach dem shoppen in der Stadt ist . Außer in meinen 2 Schwangerschaften habe ich nicht getrunken . Jetzt weiß ich nicht was ich mit ihm machen soll ohne das es ein Trigger Punkt für mich ist . Ich möchte mit ihm was unternehmen . Nur jetzt frage ich mich was ? Also wo ich nicht dran denke das ich sonst dabei getrunken habe .
    traurig wenn ich drüber nachdenke


    Oder ob es am besten ist dann direkt an einen Ort zu gehen ( Sauna , Restaurants.. wo wir die letzte Zeit öfters waren wenn wir was unternommen haben zusammen )

  • Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum 05062015!

    Ich würde dir aktuell auf keinen Fall raten, dich mit Situationen, Orten oder Dingen zu konfrontieren, die du mit Alkohol in Verbindung bringst.

    Wie Alex_aufdemweg schon geschrieben hat: Für Alkoholiker gibt es keine Konfrontationstherapie. Das ist wirklich wichtig! Da gibt es nichts zu gewinnen oder zu besiegen. Die Sucht ist ein Teil von dir und wird dich dein Leben lang begleiten. Schließe deinen Frieden mit ihr, akzeptiere sie, lasse sie los - wie auch immer du das für dich nennen möchtest.

    Wenn du dich jetzt solchen Situationen aussetzt, gehst du ein unnötiges Risiko ein. Die Sucht ist immer stärker, da gibt es nichts zu gewinnen. Selbst wenn es anfangs gut gehen sollte, hinterlässt es Spuren. Du wirst mutiger und denkst, dass du noch mehr ausprobieren kannst… Und schneller als du denkst, wird sich deine Suchtstimme melden und versuchen dich einzulullen...

    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir nur raten: Such dir neue Beschäftigungen, Ablenkungen, Aufgaben. Gib dir Zeit, um dich an dein neues, abstinentes Leben zu gewöhnen.

    Und lies hier im Forum, hier wartet ein riesen Erfahrungsschatz auf dich. Du musst das Rad nicht neu erfinden.

    Das Wichtigste ist jetzt deine Nüchternheit – alles andere wird sich mit der Zeit ergeben. Hab Vertrauen, es wird sich lohnen!

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Nun bist du zunächst für dich selbst verantwortlich und nicht für deinen Mann. Denn alles steht und fällt mit deiner Nüchternheit.

    Dazu gehört, ein alkoholfreies Leben aufzubauen, denn das, was du bisher gemacht hast, ging ja nicht gut. Sonst wärst du nicht hier. Also als erstes ein alkoholfreies Umfeld schaffen. Kein Alkohol zu Hause, im ersten Jahr keine Feste feiern, wo vordergründig gesoffen wird und Saufkumpanen meiden und diese Zeit nutzen, sich anders zu orientieren.

    Wenn du jahrelang alles mit Alkohol verbunden hast, ist es sicherlich auch erstmal schwer, sich neu zu orientieren.

    Ein Schritt nach dem anderen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, 05.

    Die Grundbausteine sind ein erster Anlaufpunkt, der für Dich viele Tipps enthält. Ebenso wie der Notfallkoffer:

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Das Problem ist ich bin seit meiner Jungend mit meinem Mann zusammen ich trinke seitdem immer wenn wir was unternehmen .

    Wieso, Du kannst doch etwas trinken. D.h. einen Kaffee, einen Cappuccino oder ein Glas frisch gepressten Orangensaft, etc.

    Es kommt immer auf die Herangehensweise und das Denken an.

    Bei mir war zum Schluss der Alkohol mit nichts Positivem mehr besetzt. Einmal angefangen, gab es kein Halten mehr und den nächsten Tag ging es mir schlecht, und so setzte sich das Tag für Tag, Jahr für Jahr weiter fort.

    Am Anfang meiner Abstinenz dachte ich immer nur Tag für Tag. Heute trinke ich nichts. Das ist eine Aufgabe, die erstmal großen Druck herausnimmt. Immer den einen Tag nach dem anderen das erste Glas Alkohol stehen lassen.

    Am Anfang habe ich meinen Mann klar darum gebeten, in meiner Gegenwart keinen Alkohol mehr zu trinken. Ich kann es zudem immer sofort riechen und ich mag es auch heute nicht wirklich, wenn er in meiner Gegenwart Alkohol trinkt. Dazu muss ich allerdings schreiben, dass er mittlerweile so gut wie keinen Alkohol mehr trinkt, weil er sagt, dass er ihm gar nicht bekommt.

    Der Austausch mit anderen, trockenen Alkoholikern ist sehr wertvoll und gerade am Anfang eine wichtige Unterstützung, wenn alles noch nicht so gefestigt ist.

    Und wenn Du Fragen hast, immer fragen. Du wirst gelesen und es findet sich immer jemand, der Dir zeitnah antwortet.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Weiß dein Mann Bescheid, dass du Alkoholikerin bist, beim Arzt warst, gerade entgiftest und dir eine stabile Abstinenz aufbauen möchtest?

    Es ist wichtig, dass deine engsten Familie darüber informiert ist. Nur so kannst du ein alkoholfreies Zuhause mit deren Unterstützung durchsetzen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • moin nr.5 herzlich willkommen

    was konkret möchtest du dir da beweisen? und was ist wenn du dann am montag oder dienstag saufdruck hast und zur flasche greifst? was dann?

    um trocken zu werden: alles aus den augen und dem sinn was mit dem eigenen suchtverhalten zu tun hat. radikal. es wird schwer genug auch ohne die ganzen trigger. paar tage hält jeder mal eben durch, das ist ne trinkpause und kein entzug. der kommt erst noch.

    es gibt viel zu lernen: wo sind die stolpersteine, was triggert, wo ist überall alk drin, wie gehe ich mit extemsituationen um. da gibt es eine menge auf was man schauen muß, nur nicht trinken reicht bei weitem nicht aus um trocken zu bleiben. man muß auch sein leben trocken legen. dabei werden wir dir gerne helfen.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Herzlich willkommen auch von mir!

    Wenn du mit deinem Mann schon so lange zusammen bist und ihr offen gesprochen habt, ist doch bestimmt mal ganz schön die Gewohnheiten zu brechen und mal was ganz anderes zu machen. Das muss ja nicht gleich Bauchtanz oder Fallschirmspringen sein. Aber bouldern oder einfach wandern oder Kino/theater. Hauptsache es ist bei dir nicht mit Alkohol verknüpft.

    Ich wünsch euch neue Erlebnisse und einen guten Start in die Abstinenz!

  • Auch von mir ein herzliches Willkommen in der SHG hier. Ich wünsche dir gutes Gelingen auf deinem neuen nüchternen Weg. Schön, dass du den Anfang gemacht hast. 🍀

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

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