Rene72 - Mein Weg in die Freiheit – nüchtern leben, ehrlich bleiben

  • und ich kann für mich feststellen, wer diesen Weg mit mir gehen will und meine Entscheidung vorbehaltlos unterstützt.

    Hi Rene,

    ich habe mich meinem Umfeld privat und wo notwendig auch anderweitig geöffnet. Und habe, wenn nur positive Rückmeldung bekommen. Es gibt jetzt einige Menschen, bei denen ich das Gefühl habe, dass Sie jetzt trocken nicht wissen, wie Sie mit umgehen sollen. Aber ehrlich gesagt, das ginge mir auch so. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Zu dem unterstützen. Ich bin für meine Abstinenz ganz alleine verantwortlich. Für Unterstützung bin ich hier, bei der Suchtberatung und meiner Ärztin. Soll heißen, wenn mich mein Umfeld unterstützen will, ist, dass schön, aber ich bin nicht darauf angewiesen.

    Eine Frage hätte ich an Dich warst Du inzwischen bei einer Ärztin?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Rene,

    ich habe mich meinem Umfeld privat und wo notwendig auch anderweitig geöffnet. Und habe, wenn nur positive Rückmeldung bekommen. Es gibt jetzt einige Menschen, bei denen ich das Gefühl habe, dass Sie jetzt trocken nicht wissen, wie Sie mit umgehen sollen. Aber ehrlich gesagt, das ginge mir auch so. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Zu dem unterstützen. Ich bin für meine Abstinenz ganz alleine verantwortlich. Für Unterstützung bin ich hier, bei der Suchtberatung und meiner Ärztin. Soll heißen, wenn mich mein Umfeld unterstützen will, ist, dass schön, aber ich bin nicht darauf angewiesen.

    Eine Frage hätte ich an Dich warst Du inzwischen bei einer Ärztin?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Kazik, zunächst danke für Deine netten Zeilen. Es tut immer wieder gut, Erfahrungen von anderen Betroffenen zu sammeln.

    Nein, bei der Ärztin war ich noch nicht.

    Liebe Grüße René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Hey René, es geht wahrscheinlich allen so, bei mir ist nicht anders...ein "guter" Freund wohnt 200m von mir entfernt seit meiner Abstinenz hab ich ihn 2x gesehen sonst 2x die Woche, davor haben unsere Kinder zusammen gespielt, seine Frau ist mit meiner Frau befreundet usw.

    Es ist auch nichts vorgefallen mit ihm, ich bin nicht ausfällig geworden oder ähnliches, es ist nur so das ich nicht mehr trinke das ist sein Problem und ich glaube meiner Frau macht das auch Probleme. Zwar bin ich der selbe Mensch geblieben, sogar noch lustiger, aber für viele ist man anscheinen langweilig wenn man nicht trinkt und über flache Witze lacht.

    Aber zwei meiner besten Freunde und ich hab nicht viele, stehen absolut hinter mir, bei den beiden war mir das aber schon klar.

    Sei froh das die Masken fallen und du endlich erkennst wer in schlechten Zeiten zu Dir hält, das ist Gold wert, ich vermisse absolut nichts aus meiner nassen Zeit und dahin zurück möchte ich auch nicht mehr, auch wenn es auf eine Scheidung heraus läuft, ich lass mich da nicht mehr rein ziehen. Meine Frau und ich sind seit Tagen wieder im Clinch, es war furchtbar und ich war mal wieder ganz unten was meine Stimmung betraf aber es gab nicht mal einen Hauch von Suchtdruck, früher wäre ich zur Tanke gefahren, hätte Bier gekauft und ab in den Garten...Ich fühl mich einfach gut und das Problem mit meiner Frau wird sich sicher auch bald klären.

    Grüße R/no

  • aber für viele ist man anscheinen langweilig wenn man nicht trinkt und über flache Witze lacht.

    So wie ich das inzwischen schon oft mitbekommen habe, hinterfragen sich die Leute in meiner Nähe. Und was sie dann sehen, gefällt ihnen nicht unbedingt. Das wollen sie nicht sehen.

    Sie fühlen sich nicht wohl. Weil sie sich "schäbig" vorkommen, wenn sie trinken.

    Was ich schon ungefragt, an Rechtfertigungen zu hören bekommen habe. Also hat es nichts mit meiner, oder Deiner Art zu tun. Sondern mit ihnen selbst.

    Ich wurde von einer Person mehrmals am Abend aufgefordert, doch jetzt endlich für uns beide ein Bier zu holen. Da wusste sie noch nichts von meiner Abstinenz und es war ihr dennoch unangenehm.

    Stellt es Euch doch einfach mal andersherum vor. Du trinkst und Dir sitzt jemand gegenüber, der gar nichts trinkt. Mit so Leuten wollte ich auch nichts zu tun haben. Weil ich mir doof vorkam. (Außerdem konnte ich nicht verstehen, wie die das bloß aushalten. Das war mir nicht geheuer.)

    Du bist auf dem Weg zum Leben 2.0. Das ist eben mit dem alten Leben, unter Umständen nicht mehr ganz kompatibel. ;)

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Das berührt mich zum Glück überhaupt nicht mehr, ich war aber auch nie so richtig ein Gesellschaftstrinker, auf einem Volksfest war ich zum letzten Mal vor 37 Jahren 🤪, Kneipe oder Party seit gut 8-10 Jahren nicht mehr, nur noch zweimal mit dem "Freund" und dann nie wieder, wahrscheinlich kommt mir meine leicht misantrophische Ader bei der Abstinenz zu gute, mir fehlt keine Kneipe, Party oder sonstiges. Ich bin bereit und bin gespannt ob ich meinen Weg alleine gehen muss oder mit Familie, nur ich werde weiter 🏃‍♂️ 😎

    Ah meinen Beinen geht es jeden Tag besser, gestern hatte ich sogar Muskelkater. Der Physiotherapeut ist Gold wert. Vermutlich kann ich bald mal wieder richtig laufen/wandern.

  • Also ich finde es absolut super hier mit Euch so schreiben zu können. Klar, stimmt. Ich kam mir auch komisch vor, wenn eine Person am Tisch nichts getrunken hat. Es ist absolut wahr: Man hinterfragt sich selbst!

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Ich habe mich immer beobachtet gefühlt wenn einer in der Runde nicht mit trank. Als würden alle sich ihre intimsten Geheimnisse erzählen und einer hört nur mit.

    Sich mit jemandem so richtig zu besaufen war auch eine Art Vertrauensbeweis. Schau her ich hab es gar nicht im Griff da brauchst du dich auch nicht zusammenzureißen.

    Die Würdelosigkeit die ich durchaus empfand wenn ich mal wieder besoffen unangenehm war, überdeckte ich mit blöden Witzen. So wird ein Moment, der einen eigentlich zum nachdenken bewegen sollte, zur Anekdote auf der nächsten Party.
    Ein Bänderriss im Suff? Witzig. Das Schädel Hirn Trauma nach einem Sturz vom Barhocker hab ich aber verschwiegen und mir einen Fahrradunfall ausgedacht. Irgendwo haben die Lacher Grenzen.

    In Teilen meines Bekanntenkreises gibt es kaum eine Geschichte, die nichts mit Alkohol zu tun hat. Eine Ansammlung an Saufgeschichten. Ich habe mich schon lange entfernt. Die Geschichten langweilen mich oder machen mich sogar traurig. Als ob es nix anderes zu erzählen gäbe!

    Gott sei Dank hab ich andere Freunde, bei denen Alkohol keine so große Rolle spielt.

  • Ich habe mich immer beobachtet gefühlt wenn einer in der Runde nicht mit trank. Als würden alle sich ihre intimsten Geheimnisse erzählen und einer hört nur mit.

    Sich mit jemandem so richtig zu besaufen war auch eine Art Vertrauensbeweis. Schau her ich hab es gar nicht im Griff da brauchst du dich auch nicht zusammenzureißen.

    Die Würdelosigkeit die ich durchaus empfand wenn ich mal wieder besoffen unangenehm war, überdeckte ich mit blöden Witzen. So wird ein Moment, der einen eigentlich zum nachdenken bewegen sollte, zur Anekdote auf der nächsten Party.
    Ein Bänderriss im Suff? Witzig. Das Schädel Hirn Trauma nach einem Sturz vom Barhocker hab ich aber verschwiegen und mir einen Fahrradunfall ausgedacht. Irgendwo haben die Lacher Grenzen.

    In Teilen meines Bekanntenkreises gibt es kaum eine Geschichte, die nichts mit Alkohol zu tun hat. Eine Ansammlung an Saufgeschichten. Ich habe mich schon lange entfernt. Die Geschichten langweilen mich oder machen mich sogar traurig. Als ob es nix anderes zu erzählen gäbe!

    Gott sei Dank hab ich andere Freunde, bei denen Alkohol keine so große Rolle spielt.

    Das Entfernen von alten Situationen, Orten, Gewohnheiten ist ganz bestimmt ein Teil der Abstinenz. Irgendwie wird das bestimmt so ziemlich jeden hier betreffen. Vieles ordnet und findet sich neu?

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Vieles ordnet und findet sich neu?

    Absolut! Schau wie viel Zeit man mit trinken verbracht hat. Und wie lange man am Wochenende nach exzessen augeknockt war. All diese Zeit wird frei.
    Das ist erst mal fast erschreckend. Und plötzlich kann man wieder Dinge tun die früher liegen geblieben sind.

    Für mich war es immer wichtig wo und mit wem ich am Freitag Abend raus gehe. Spätestens Mittwoch musste das geklärt sein. Am Anfang dachte ich, ich mach genauso weiter, trinke halt nix.

    Ok saufkneipen ohne Alkohol ergeben einfach keinen Sinn- war mir auch ohne Forum klar. Aber mit den selben Leuten abhängen und sich immer noch die alten saufgeschichten erzählen und mit alkoholfrei prosten während alle anderen immer besoffener werden war dumm.
    So hätte ich nach einiger Zeit wieder angefangen- aus lauter Frust.
    Also neu. Freitag Abend um 22 Uhr im Bett, dafür früh raus und bewegen. Wie lange ist bitte ein Wochenende???

    Inzwischen treffe ich mich oft mit Leuten. Nicht in Kneipen sondern zu Theater, Konzerten, zu Hause. Meistens trinken die anderen auch Nix, denn es sind Leute, die nur noch selten trinken. In meiner Jugend hab ich mit denen getrunken und nicht gemerkt, dass es bei ihnen über die Jahre immer weniger wurde und bei mir immer mehr.
    Gut dass sie trotzdem geblieben sind- das war bestimmt nicht immer einfach.

    Das wird ein spannender Weg!

  • Absolut! Schau wie viel Zeit man mit trinken verbracht hat. Und wie lange man am Wochenende nach exzessen augeknockt war. All diese Zeit wird frei.
    Das ist erst mal fast erschreckend. Und plötzlich kann man wieder Dinge tun die früher liegen geblieben sind.

    Für mich war es immer wichtig wo und mit wem ich am Freitag Abend raus gehe. Spätestens Mittwoch musste das geklärt sein. Am Anfang dachte ich, ich mach genauso weiter, trinke halt nix.

    Ok saufkneipen ohne Alkohol ergeben einfach keinen Sinn- war mir auch ohne Forum klar. Aber mit den selben Leuten abhängen und sich immer noch die alten saufgeschichten erzählen und mit alkoholfrei prosten während alle anderen immer besoffener werden war dumm.
    So hätte ich nach einiger Zeit wieder angefangen- aus lauter Frust.
    Also neu. Freitag Abend um 22 Uhr im Bett, dafür früh raus und bewegen. Wie lange ist bitte ein Wochenende???

    Inzwischen treffe ich mich oft mit Leuten. Nicht in Kneipen sondern zu Theater, Konzerten, zu Hause. Meistens trinken die anderen auch Nix, denn es sind Leute, die nur noch selten trinken. In meiner Jugend hab ich mit denen getrunken und nicht gemerkt, dass es bei ihnen über die Jahre immer weniger wurde und bei mir immer mehr.
    Gut dass sie trotzdem geblieben sind- das war bestimmt nicht immer einfach.

    Das wird ein spannender Weg!

    Ich bin da auch echt mal gespannt.

    Jedenfalls habe ich herausgefunden, dass 2 Beutel Pfefferminztee mit 3 Beuteln Himbeer-Lemon-Tee besser schmecken, als Spanischer Orangentee mit Pfefferminztee.🙈

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Heute ist ein super Tag. Ich habe 4 Wochen ohne Alkohol erleben dürfen. Mir geht's sensationell gut, ich bin glücklich und ja, selbstverständlich WACHSAM!!:thumbup:

    Ich hoffe Ihr habt alle Sonne im Herzen und genießt das Pfingstwochenende. Allen, denen es nicht so gut geht, wünsche ich Kraft und bald glücklichere Tage.

    Liebe Grüße René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Meinen Glückwunsch zu 4 Wochen Abstinenz!:)

    Immer schön weiter so! :thumbup:

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Glückwunsch zu 4 Wochen, René.

    Aus Wochen werden Monate, dann Jahre und ein ganzes Leben ohne Alkohol. Immer dran bleiben, das ist meine Devise.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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