Abstinenzler - Für mich gibt es nur einen Weg- Die Abstinenz

  • den gefühlten Verzicht und das „Schönreden“ gegenüber diesen verd….. Gift zu thematisieren.

    Also ICH verzichte nicht. Ganz im Gegenteil. Es ist der größte Gewinn und das beste was mir passieren kann- die Abstinenz. Ich bin Saufroh, ICH will nicht saufen. Alkohol ist für MICH das schlimmste was mir passieren kann.

    Es ist die Sucht, die Suchtstimme, das Saufhirn die innerhalb von einer Stunde etc. alles vergessen lässt und ruckzuck immer wieder den Alkohol als tolle Lösung anbietet- ja für 2 Stunden mit SCHWEREN Konsequenzen

    Ich meine das so, dass ich immer noch im Kampfmodus wäre, wenn ich mich dem "Bösen" ständig "stellen" müsste

    Davor habe ich IMMER nachgegeben diesen verdammten Saufdruck zu stillen. Ist der leichteste Weg in dem Moment.

    Aber ich muss nicht mehr dagegen kämpfen. Dann wär das wie eine Gewitterwolke, die mich ständig verfolgt.

    Ich muss gegenhalten ansonsten habe ich verloren. Leicht war es nicht. Ob es jetzt Kampf oder Kapitulation benannt wird spielt bei mir keine Rolle. Der Ablauf ist nämlich der gleiche:

    Die Sucht bietet Alkohol an, oder verlangt oder schreit danach. Ich sage NEIN, NEIN, NEIN, mit den 1000 Argumenten. Oder sage direkt Ruhe. Je nachdem wie stark es ist.

    Entweder ich schaffe es und es geht super weiter die nächsten Wochen.

    Oder ich schaffe es nicht und ALLES ist komplett kaputt.

    Seit Donnerstag z.b. ist alles wieder normal, entspannt, schön, ruhig.

    Fühlt sich an als wäre es wie so eine Art Angriff von Eindringlingen, Bakterien, Viren, Krankheitserregern, Monstern die sich Alkohol nennen.

    Und mein Immunsystem hat es abgewehrt.

    Heute trinke ich nicht

  • Fühlt sich an als wäre es wie so eine Art Angriff von Eindringlingen, Bakterien, Viren, Krankheitserregern, Monstern die sich Alkohol nennen.

    Und mein Immunsystem hat es abgewehrt.

    Moin Absti,

    Du warst/bist ja wirklich krank. Du hattest eine böse Erkältung und Magen. Das waren wohl Krankheitserreger, aber keine Monster die sich Alkohol nennen. Dein Suchthirn hat Dir Alkohol angeboten da es Dir schlecht ging.

    Dein Immunsystem hat den Suchtdruck mit Sicherheit nicht abgewehrt. Wenn das so wäre, hätte niemand Suchtdruck und das Problem wäre gelöst. Ich habe den Eindruck das immer wenn Du kränklich bist oder der Haussegen schief steht, sich das Suchthirn bei Dir meldet.

    Weiterhin alles Gute +

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Trocken seit 11.07.2025

  • Es ist die Sucht, die Suchtstimme, das Saufhirn die innerhalb von einer Stunde etc. alles vergessen lässt und ruckzuck immer wieder den Alkohol als tolle Lösung anbietet

    Ich hab es so gemeint, dass die „Saufstimme“ diesen Verzicht anzeigt.

    Aber kann schon sein, dass es da einen Unterschied gibt. Ich kann mich jedenfalls noch gut an das ein oder andere Mal erinnern, wo mein Hirn meinte, dass es schade ist, dass ich an der ein oder anderen Sache nie wieder teilnehmen werde, weil da eben nur gesoffen wird.

    Mir fallen da spontan Junggesellenabschiede von Freunden, Kirmes-Besuche, „Rumziehen“ zum Vatertag, Party-Abende auf der Reeperbahn, runde Geburtstage bis zum Schluss etc. ein.

    Das kommt für mich alles nicht mehr infrage, weil ich solche Sachen nüchtern noch nie ertragen habe und auch nicht mehr ertragen will. Und dieses „ertragen will“ macht für mich den Unterschied und gehörte für mich zum Prozess dazu und ist mit der Zeit erst gereift.

    Unter Alk war alles komplett vernebelt, gedämpft und erschien in einem anderen Licht. Es war irgendwie aucg eine Flucht aus der Realität.

    Jetzt möchte ich allerdings diese Realität, und zwar ungefiltert. Und ich bin dankbar, dass ich das jetzt kann.

    Was ich noch sagen wollte, es macht in meiner Denke für den eigenen Prozess (nicht falsch verstehen, die Grundbausteine sind die gleichen) auch einen Unterschied, wie hoch der Leidensdruck am Ende war. An der Stelle möchte ich jetzt nicht vergleichen oder meinen Leidensdruck runterreden (das wäre für mich auch der erste Schritt zur Verharmlosung). Aber genau das wird mir beim Lesen der einzelnen Biografien hier immer wieder deutlich bewusst.

    Aber ich will an der Stelle auch nicht verallgemeinern, ich kann ja eh nur aus meinen Erfahrungen und meinem Erleben berichten, genauso wie ich auch nur für mich hier bin..

    LG KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Und dieses „ertragen will“ macht für mich den Unterschied

    DAS ist es.

    Ich habe mich schon öfters gefragt, wieso bei Dir immer wieder der Suchtdruck anklopft.

    Für Dich wäre es kein "ertragen". Du willst trinken und nass feiern. Machst es aber wegen den anschließenden Konsequenzen nicht.

    Das ist das Einfallstor für die Suchtstimme. Sie/Du weiß, dass du es willst.

    Wenn ich gar nicht feiern will, oder "einen sitzen" haben, gibt es keine Angriffsstelle für die Stimme. Deswegen habe ich seit Jahren Ruhe. Bis auf ein paar nervige Trigger abgesehen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Für Dich wäre es kein "ertragen". Du willst trinken und nass feiern. Machst es aber wegen den anschließenden Konsequenzen nicht.

    Das ist das Einfallstor für die Suchtstimme. Sie/Du weiß, dass du es willst.

    Darüber werde ich jetzt auf alle Fälle mal nachdenken.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Das waren wohl Krankheitserreger, aber keine Monster die sich Alkohol nennen.

    Ich schrieb es fühlt sich so an. Ich weiß das es keine Monster waren ^^

    Ich habe den Eindruck das immer wenn Du kränklich bist oder der Haussegen schief steht, sich das Suchthirn bei Dir meldet.

    Ja, wenn es mir schlecht geht wohl immer?! Jetzt wieder gesund und alles ruhig. Negative Zustände beseitigen- 25 Jahre mit Alkohol

    Du willst trinken und nass feiern. Machst es aber wegen den anschließenden Konsequenzen nicht.

    Ich will es nicht. Sonst hätte ich es jetzt nach 7 Monaten wieder getan. Um dann wieder Monate aufzuhören. Nein, ich will nicht. Ich hatte nur Saufgedanken, nicht mal Suchtdruck. Feiern ist das nicht, kurz berauschen. Wegballern, da es kein Ende gibt.

    Nein danke. Bleibe auf meinem Weg. Kommt doch eh immer nur Scheiße bei rum: Polizei, Dachen verlieren etc.

    Saufen gibt es nur mit den Konsequenzen- von daher Nein, ich will nicht.

    Saufen ohne Konsequenzen- gibt es bei mir nicht. Von daher ist es auch kein Thema

    Das ist das Einfallstor für die Suchtstimme. Sie/Du weiß, dass du es willst.

    Die Suchtstimme weiß das ich es nicht will. Deswegen habe ich es nicht gemacht. Gegengehalten und Situation verlassen.

    Würden wir es beide wollen wäre ich wieder dabei.

    Deswegen habe ich seit Jahren Ruhe. Bis auf ein paar nervige Trigger abgesehen.

    Ich habe 99,95 Prozent der Zeit auch Ruhe. Mittlerweile. Bis auf ein paar nervige Situationen und Trigger.

    Heute trinke ich nicht

  • kurz berauschen. Wegballern, da es kein Ende gibt.

    Das willst Du.

    Kommt doch eh immer nur Scheiße bei rum: Polizei, Dachen verlieren etc.

    Das sind Deine Gründe, wieso Du es nicht machst.

    Ich versuche es noch ein letztes mal zu erklären, wie ich es meine.

    Es gibt "Ich will nicht" von der Vernunftstimme mehr. Weil es mir schlecht danach geht. Weil es nicht gut ist.

    Wenn es die anschließenden Begleiterscheinungen nicht gäbe, wärst Du gleich wieder dabei.

    Dann gibt es "Ich will nicht" ohne Zwang und nötige Willenskraft. Weil ich es auch gar nicht möchte.

    Wenn ich jetzt trinken könnte, ohne einen Kater zu bekommen und es mir am nächsten Tag gut gehen würde. Dann würde ich dennoch nichts trinken. Weil ich nicht mehr will.

    Und zwar genau dieses Gefühl des "wegballerns". Das möchte ich nicht mehr haben.

    Verstehst Du den Unterschied? Besser bekomme ich es jetzt nicht mehr erklärt.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Jetzt habe ich kurz wieder an dieses Gedankenspiel mit der Pille gedacht, über das hier schon öfter mal geschrieben wurde.

    Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Pille geben würde, die die Alkoholsucht „heilt“?

    a) ja

    b) nein

    c) die Pille ist mir egal


    Geht es mir darum, wieder trinken zu können, wenn die Suchtgefahr weg wäre? Oder habe ich für mich inzwischen unabhängig von der Sucht entschieden, dass ich Alkohol überhaupt nicht mehr in meinem Leben haben möchte?

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Nein, fast alle hätten niemals aufgehört

    Da hast du recht. Bei mir lag es auch daran. Das ist der Start in die Abstinenz. Und hier beginnt auch dieses erste Jahr.

    mich inzwischen

    Genau, und dann kommt der nächste Schritt. Und deswegen schreibe ich dir ja. Weil ich für dich hoffe, dass du den auch bald machst.

    Dann hört der Kampf auf und Alkohol als Lösung wird vom Suchthirn nicht mehr angeboten. Zumindest sehr, sehr selten.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Pille geben würde, die die Alkoholsucht „heilt“?

    Da es diese Pille nicht gibt, ist hätte, wäre könnte für mich egal. Bestimmt a, aber wem nützt das? Am besten b.

    Ich will ja schon lange nicht mehr Saufen. Aber die Sucht ist noch da. Hatte ein paar Depri Tage und habe kein Nikotin mehr was mich wohl Dopamintechnisch etwas bei Laune hielt. Jetzt ist es wieder besser. Habe nochmal überlegt. Ich will das jetzt gewonnene nicht verlieren. Ich will nicht zurück zum Alkohol. Es löst meine Depri Laune nur kurz, danach 100x schlimmer. Muss sich erst mal umstellen. Bin wieder zurück auf meinem Weg.

    Meinem Körper und Geist fehlt die viele Sonne!! Mein Körper muss sich umstellen. Weniger Serotonin, weniger Endorphine. mehr Melatonin. Macht Sinn- Herbstblues.

    Weiter gehts. im Herbst ist es nochmal anders


    Dann hört der Kampf auf und Alkohol als Lösung wird vom Suchthirn nicht mehr angeboten. Zumindest sehr, sehr selten.

    Es ist schon VIEL VIEL besser geworden- verglichen mit den ersten 3 Monaten

    Heute trinke ich nicht

  • Da es diese Pille nicht gibt, ist hätte, wäre könnte für mich egal. Bestimmt a, aber wem nützt das?

    Deshalb steht da ja auch einleitend „Gedankenspiel“.

    An der Antwort erkenne ich, wie es um meine Abstinenz bestellt ist - bin ich wirklich trocken?

    Antwort a) würde mir zeigen, dass ich mit dem Saufen nur aus Gründen der Notwendigkeit (Gesundheit oder regelmäßiger Stress bei Totalabstürzen etc.) abgeschlossen habe. Aber sofort wieder Saufen würde, wenn ich keine Konsequenzen mehr befürchten müsste..

    Von daher sehe ich es genauso, wie Alex_aufdemweg es geschrieben hat:

    Wenn es die anschließenden Begleiterscheinungen nicht gäbe, wärst Du gleich wieder dabei.

    Wer a) wählt, will saufen, er will nur die Konsequenzen nicht…

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

    Einmal editiert, zuletzt von Kurswechsel (17. September 2026 um 06:00)

  • Hi zusammen,



    Antwort a) würde mir zeigen, dass ich mit dem Saufen nur aus Gründen der Notwendigkeit (Gesundheit oder regelmäßiger Stress bei Totalabstürzen etc.) abgeschlossen habe. Aber sofort wieder Saufen würde, wenn ich keine Konsequenzen mehr befürchten müsste..

    Von daher sehe ich es genauso, wie Alex_aufdemweg es geschrieben hat:

    Wer a) wählt, will saufen, er will nur die Konsequenzen nicht…

    ich finde es ehrlich gesagt erstmal nicht so wichtig, warum jemand mit dem Saufen aufhört.

    Ich hab mich damals bei dem Gedankenspiel mit der Pille auch für a) entschieden, weil der Entschluss, mit dem Saufen Schluss zu machen, erstmal zu 100% aus diesen negativen Konsequenzen entstanden ist.

    Ich wollte keine Aufenthalte mehr in Ausnüchterungszellen und Krankenhäusern, ich wollte nicht mehr verdreckt im Gebüsch oder Straßengraben aufwachen und ich wollte mich nicht mehr vollkotzen und/oder einpissen.

    Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die Vermeidung dieser Konsequenzen wäre nicht weiterhin mein Hauptantrieb, abstinent zu leben. Vielleicht nicht mehr zu 100%, aber trotzdem zu sicher noch 80%.

    Klar, mehr Zeit für Fitness, Lesen, Radfahren, saubere Wohnung, mehr Geld, alles ganz toll, aber das hätte mich nie so weit gebracht wie der Wunsch, diese negativen Begleiterscheinungen zu vermeiden.

    Die restliche Gedanken- und Gefühlswelt kann sich im Laufe der Zeit ja immer noch neu sortieren, um nicht nur die negative Abgrenzung zum Alkohol zu haben, sondern die positiven Aspekte stärker hervorzuheben. Vielleicht werden dann, mit meinem Zutun natürlich, aus den 80% bald nur noch 60% usw.

    Zusammenfassend: Ich finde es erstmal zweitrangig, warum jemand den Entschluss fasst, abstinent oder trocken werden zu wollen. Hauptsache, es gelingt demjenigen oder derjenigen überhaupt erstmal, einen Fuß in die Tür zu bekommen.

    Und ich finde das klasse, wie offen Abstinenzler sich hier mitteilt. Kein Beschönigen, kein Drumherum, sagen was das Saufhirn ihm zuflüstert und dass ihn manchmal sogar leere Bierflaschen in der Öffentlichkeit triggern. Dafür kann er m.M.n. nix, aber sein Umgang damit und die schonungslose Offenheit können auch ein Beispiel sein, wie es geht.

    Für manche ist der Weg von Anfang an gut geteert, für manche extrem holprig und für wieder andere irgendwas dazwischen. Auf dem Weg bleiben ist daher erstmal die Hauptsache, wie ich finde.

    VG Soapstar

  • ich finde es ehrlich gesagt erstmal nicht so wichtig, warum jemand mit dem Saufen aufhört.

    Da gebe ich dir recht, das „nicht mehr Saufen“ zählt.

    Und ich finde das klasse, wie offen Abstinenzler sich hier mitteilt. Kein Beschönigen, kein Drumherum

    Das finde ich auch!

    Aber meiner Erfahrung nach (und bei all dem was ich hier gelesen habe) macht es im Laufe der Zeit schon einen Unterschied für meinen Weg, ob ich eigentlich noch saufen möchte und nur wegen der Konsequenzen nicht mehr trinke oder ob ich wirklich trocken bin, also keinen Alkohol mehr trinken möchte.

    Ich denke da an das Bild, mit der Faust in der Tasche nüchtern zu bleiben …

    Sicher steht es für den Anfang an erster Stelle, den Fuß in die Tür zu bekommen, was anderes habe ich doch auch gar nicht behauptet . Es ging mir darum auch ein zufriedenes abstinentes Leben zu führen..

    An der Stelle weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht, ob ich das in irgendeiner Art und Weise beeinflussen kann oder ob sich das mit der Zeit von alleine ergibt.

    Und ehrlicherweise würde ich an manchen Tagen auch zu a) greifen, aber an vielen anderen auch nicht, das schwankt bei mir. Ich habe das nicht geschrieben, um Abstinenzler irgendwie bloßzustellen, sondern weil es mich selbst beschäftigt, ich bin nämlich in erster Linie wegen mir hier.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Hi Kurswechsel,

    Ich habe das nicht geschrieben, um Abstinenzler irgendwie bloßzustellen

    das hab ich auch nie vermutet ;)

    Und natürlich hast du recht, dass ein dauerhaft zufriedenes, trockenes Leben sich aus dem Gedanken heraus "alle dürfen, nur ich nicht" weitaus schwieriger (eher unmöglich) gestaltet als aus "ich möchte gar nicht".

    Aber hier kommt für mich wieder der "Fuß in der Tür" ins Spiel. Das ist erstmal das Wichtigste, weil man wahrscheinlich im seltensten Fall alles auf einmal haben kann.

    Ich bin jetzt knapp über 15 Monate abstinent, hochgerechnet auf 25 Jahre missbräuchliches bis abhängiges Trinken sind das gerade mal 5% der Zeit, die ich mit Saufen verbracht habe. Da kann einfach noch nicht alles restlos positiv verändert sein, vielleicht wird es das auch gar nie.

    Wie ich von Hartmut gelernt habe: Zunächst einmal ist da einfach nur "trocken" bzw das Glas weggestellt, sonst noch gar nix. Der Rest muss sich nach und nach verändern, natürlich kann man sich hier nicht nur zurücklehnen und warten, sondern darf auch aktiv werden. Aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut und wir sind hier ja nicht bei einem Sprint, sondern bei einem Marathon. Jetzt vermische ich schon Römer und Griechen, darum mach ich hier mal einen Punkt.

    VG Soapstar

  • Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die Vermeidung dieser Konsequenzen wäre nicht weiterhin mein Hauptantrieb, abstinent zu leben.

    Hi Soapstar,

    zu Beginn meiner Forumszeit habe ich bei dir die 3 K's als Konsequenz der Alkoholsucht gelesen, die sich mir so eingeprägt haben:

    Knast, Klapse, Kiste.

    Danke für diese überschaubare Einheit :) Die wollte ich einfach noch mal hierlassen, weil sie sich ohne lange Grübelei im Hirn festsetzen kann, und vielleicht hilft das ja auch dir, Absti.

    Im übrigen stimme ich dir zu, dass die Gründe für die Abstinenz zunächst zweitrangig sind. Aber im Lauf der Zeit halte ich es für wichitg, dass das trockene Leben auf einer solideren Basis steht. Ich würde keine Pille nehmen. Alles ist besser ohne Alk, nicht nur die ausbleibenden katastrophalen Folgen.

    Liebe Grüße

    Mattie

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