shania_44 - Mein Sohn ist alkoholkrank :-(

  • Hallo,

    ich bin nun auch bei euch. Ich bin Mutter zweier Söhne. Mein Jüngerer, 20 Jahre, ist schwer suchtkrank. Seit Sep 24 gehen wir alle durch die Hölle. Mein Sohn hat ein paar Wochen exzessiv Alkohol getrunken (hochprozentig!) (davor nur am Wochenende) und ist nun schwer suchtkrank. Seine psychischen Krankheiten sind schlimm (Depression, Angststörung, Soziophobie, Impulsstörung, usw....). Er war auf Entwöhnung, in einer stationären Einrichtung für Psychotherapie und nun ist er seit 6 Wochen auf Langzeittherapie. Bei Ausgängen oder zwischen den stationären Aufenthalten kam es aufgrund Alk, Medikamente und Cannabis mehrmals zu schrecklichen Auseinandersetzungen mit seinem Bruder. Wenn sich mein Älterer nicht gewehrt hätte, wäre er wohl ein Leben lang behindert oder sogar tot;(! Mein suchtkrankes Kind ging immer wieder auf seinen Bruder los, war nicht Herr seiner Sinne;(. Es ist schon soviel passiert, dass sich das in 15 Monaten normal gar nicht ausgehen würde. Führerschein ist auch weg (zum Glück). Nun will er die Langzeittherapie abbrechen. Dort ist es ihm viel zu langweilig. Er hat noch immer nicht das schwere Ausmaß seiner Suchtkrankheit erkannt!!! Nun versucht er, wieder zur stationären Psychotherapie zu kommen - dort hat es ihm VIEL besser gefallen (zur Info: bis jetzt kam es bald nach jedem stationären Aufenthalt wieder zum Rückfall/zur Eskalation).

    Ich war und bin immer für ihn da, ich schäme mich nicht für ihn, da er krank ist und das nicht peinlich ist. Aber ich werde nun wieder enttäuscht, da er mir beweist, dass es bei ihm noch immer nicht "klick" gemacht hat. Selbstmordgedanken hat er oft und spricht diese auch aus.

    Medikamente hat er schon viele durch....ich glaube, dass nach wie vor nicht die Richtigen gefunden wurden.


    Ich habe so schreckliche Angst um ihn!;(;(;(


    Deshalb bin ich hier. Mein Leben dreht sich nur noch um ihn. Ich arbeite, funktioniere und habe schon unzählige Tage erlebt, wo ich selber nicht mehr konnte;(

    Es gab schon einen ausgeschlagenen Zahn, ein verwüstetes Haus, eine gebrochene Nase. Wenn er nüchtern ist, ist er der liebenswerteste, junge Mann, den ich kenne


    Bitte helft mir irgendwie;(


    LG,

    Shania

  • guten morgen Shania,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Das klingt nach keinerlei Krankheitseinsicht und es tut mir sehr leid für dich.
    Leider kannst du deinem Sohn nicht helfen.

    Ich war und bin immer für ihn da, ich schäme mich nicht für ihn, da er krank ist und das nicht peinlich ist. Aber ich werde nun wieder enttäuscht, da er mir beweist, dass es bei ihm noch immer nicht "klick" gemacht hat. Selbstmordgedanken hat er oft und spricht diese auch aus.

    Das ist im "Normalfall" gut, wenn Eltern hinter ihren Kindern stehen. Leider bilden da Alkoholismus, oder auch andere Suchterkrankungen die Ausnahme. Mit Unterstützung erreichst du das Gegenteil, denn er weiß ja, dass du ihm hilfst. Seine anderen psychischen Erkrankungen reagieren ja auch auf den Alkohol. Alkohol ist ein Nervengift.
    Er sollte bei Krankheitseinsicht eher eine Langzeittherapie machen, eine Psychotherapie wird ihm momentan nichts bringen, da er von Alkohol und Cannabis benebelt ist.
    Sollte dein Sohn mit Selbstmord drohen, kannst du Rettungsdienst und /oder Polizei rufen.

    Wenn du dich hier weiter austauschen möchtest klicke bitte unten auf den Link,. wir schalten dich dann für den Austausch frei.
    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Es wird hier im Austausch um dich gehen, und was du tun kannst, damit es dir besser geht. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit und alle leiden darunter.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Danke für die Antwort. Er ist jetzt seit 11 Wochen clean (weil er immer im sicheren Umfeld war -Psychiatrie wochenlang und jetzt die Langzeittherapie).

    Er war heute in der Psychiatrie. Weil es ihm wieder sooo schlecht gegangen ist. Wurde aber nach einem Arztgespräch wieder zur Langzeittherapie geschickt. Es scheint so, als würden auch seine Medikamente nicht helfen;( Seine Verzweiflung und Selbstmordgedanken....immer wieder kommt das und die Abstände werden kürzer. Wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen bzw. wie wir mit ihm reden sollen. Er tut uns allen schrecklich leid;(

  • Hallo shania,

    für den Austausch in unserer Selbsthilfegruppe klicke bitte den link an, den Morgenrot dir in ihrem Beitrag gegeben hat. Du erkennst ihn an der blauen Schrift und kannst einfach draufklicken.

    Lieber Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Linde66 12. Dezember 2025 um 23:39

    Hat den Titel des Themas von „Mein Sohn ist alkoholkrank :-(“ zu „shania_44 - Mein Sohn ist alkoholkrank :-(“ geändert.
  • Hallo shania,

    auch von mir herzlich Willkommen in der Gruppe.

    Du bist fürs Forum freigeschaltet und dein Thema ist im Angehörigenbereich. Der Erfahrungsaustausch kann jetzt losgehen. Ich wünsche dir von Herzen, daß du einen Weg durch diese schwierige Zeit findest.

    Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte die erste Zeit nicht im Vorstellungsbereich bei den Neuen mit den orangeroten Namen.

    Wenn du Fragen hast, einfach stellen.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo ihr Lieben!


    Ich habe schon einmal geschrieben, vl.könnt ihr euch erinnern. Mein Sohn, 20, ist suchtkrank.

    Er hat schon eine Entwöhnung, eine stationäre Psychotherapie und 3 Aufenthalte in der Psychiatrie hinter sich...

    Nun befindet er sich seit Ende Okt 25 auf einer Langzeittherapie des Vereins - edit - . Leider gefällt es ihm dort überhaupt nicht. Er hatte bei bisherigen Einrichtungen nie Probleme. Nun voll. Er hat Heimweh, weint oft, ist schwerst depressiv. Es ist die Hölle. Auf die Therapien kann er sich nicht einlassen, selbst, wenn er es wollen würde. Er ist nur körperlich anwesend und freut sich nach jedem Tag, dass dieser wieder vorbei ist.;( Es ist ihm viel zu langweilig, es kommt ihm wie verschwendete Zeit bzw. als Strafe vor, nicht als Chance.

    Selbstmordgedanken sind an der Tagesordnung. Er tut mir schrecklich leid, er ruft mich oft an, will heim. Wir können ihn aber noch nicht wieder daheim aufnehmen (weder mein Ex, noch meine Eltern oder ich), weil es etliche furchtbare Eskalationen im Rausch gegeben hat und wir einfach nur mehr Angst haben.

    Leider macht eine Langzeittherapie keinen Sinn, da er sich nicht darauf einlassen kann. In den bisherigen Einrichtungen, wo er stationiert war, gab es nie solche psychischen Abstürze.

    Da wir dieses Leid nicht mehr ertragen können, haben wir ihm gesagt, er soll sich informieren, ob er doch nochmals zur stationären Psychotherapie kann. Dort hat es ihm sehr gut gefallen.


    Wie hättet ihr gehandelt? Ich halte es nicht mehr aus!;( Er sagt Sachen wie:"Mama, glaubst du echt, dass ich wieder mal aus dieser Scheiße rauskomm? Ich nicht"

    "Ich hab Angst vor mir selber....seh mich schon am Straßenrand liegen"

    Usw;(;(;(;(


    Ich bitte um eure Meinungen dazu.


    Danke!

  • Hallo,

    ich bin die Mutter eines 21-jährigen jungen, suchtkranken Mannes. Vor einigen Monaten habe ich hier geschrieben, aber leider keine Antwort bekommen - obwohl ich zutiefst verzweifelt war. Ich hoffe sehr, dass es diesmal anders ist.


    Wir sind alle 1,5 Jahre durch die Hölle gegangen. Mein Sohn ist alkoholabhängig, war schon in mehreren Einrichtungen und 4x zwecks Entzug in der Psychiatrie. Alles haben wir durch: sämtliche Eskalationen im Rausch (mit Hammer auf seinen Bruder losgegangen, Haus auseinander genommen, zum Glück misslungener Selbsmordversuch, Führerschein weg usw..). Nun ist er seit 10 Wochen trocken. Haben wir geglaubt. Vor 2 Tagen hat er meinem Ex-Mann und mir erzählt, dass er im Keller (Haus von seinem Vater) die versperrte Tür aufgebrochen und 6 Bier entwendet hat. Diese 6 Bier hat er in den letzten 2-3 Wochen konsumiert. Denn das "kontrollierte Trinken" wird diesmal funktionieren meint er. Ich bin sprachlos. Wie oft hab ich das schon gehört? Ich verstehe seinen Frust, muss ich dazu sagen. Ich verstehe, dass es ihn ankotzt, dass er nicht mehr normal leben und trinken kann wie gesunde Menschen. Er ist jung! Rundherum wird nur getrunken!|| Aber der Preis ist viel zu hoch! Wie soll man ihm das endlich begreiflich machen????

    Wie oft muss es noch eskalieren? Es WIRD früher oder später eskalieren! Es hat immer mit was "Leichterem" begonnen und endete doch wieder mit Schnaps, Vodka usw....

    Mein Ex war mit ihm beim letzten Psychiater-Besuch. Dieser Arzt sagte doch tatsächlich, dass er wahrscheinlich ein normales Leben mit kontrolliertem Trinken haben kann, wenn er mindestens 1,5 Jahre abstinent ist. Das kann ja alles nicht wahr sein, ich dachte, ich bin im falschen Film, als mir mein Ex davon erzählt hat! ÜBERALL liest man, dass man nicht mehr kontrolliert trinken kann, sobald man einmal suchtkrank ist!


    Ich weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Ich liebe ihn über alles und lebe immer in Angst. Jetzt war ein paar Wochen Pause und es geht wieder von vorne los. Mein Ex ist ZU optimistisch, meint, wir sollen nicht den Teufel an die Wand malen, er trinkt jetzt eh 8 Wochen wieder nichts (hat unser Sohn zu ihm gesagt). Ich kanns nicht mehr glauben. Zu viel ist passiert.


    Wie soll ich damit umgehen?


    Leider ist meine Suchtberaterin längere Zeit im Krankenstand, weil sie einen Unfall hatte.


    LG

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Shania!

    Deine Themen habe ich zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt. Schreibe bitte hier bei Dir im Thread weiter und eröffne für Dich keine weiteren Themen.

    Leider ist es so, dass es nur der Alkoholiker in der Hand hat, abstinent zu bleiben. Es ist schwer für Angehörige, weil sie keinerlei Einfluss haben. Da helfen weder Taten noch Worte.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken und scheinbar will Dein Sohn das nicht sehen.

    Wie sieht es bei ihm beruflich aus, hat er da Pläne? Wohnt er noch bei Euch zu Hause?

    Abstand würde Dir bestimmt gut tun. Habt Ihr Euch deswegen schon mal Gedanken gemacht?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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