Ich denke der Unterschied bei nassen Alkoholikern, speziell meinem Mann ist: die spirale dreht sich immer wieder im Gegenteil: es passieren viele Dinge, die verletzen, und er wird sicher im Nachgang in irgendeiner Form ein schlechtes Gewissen haben oder?
Was bringt es dir, zu wissen, ob er ein schlechtes Gewissen hat? Das macht eine Situation, die sich ständig wiederholt, nicht besser. Schuldgefühle sind keine Handlung, sie ändern nichts.
Wenn das Leid groß ist, zählt Handeln , nicht das Grübeln darüber, was einer im Besoffenzustand oder danach angeblich denkt. Oder?
Er sagte, eher zynisch: „Ja klar, was bin ich denn sonst?!“ Und das war es dann auch wieder. Komischerweise fühlte ich hauptsächlich ein Gefühl: Entwaffnung.
Ich nannte es mein inneres Alibi: „Ich bin Alkoholiker, ich muss eben trinken.“ Damit war erst einmal Ruhe. Später kam der nächste Schritt: „Ich suche mir Hilfe. Ich schaffe es nicht allein, kannst du mir helfen?“ Der Wille wird betont, doch in Wirklichkeit passiert nichts.
Aber das weißt du ja schon![]()
Konsequenzen bzw Verhaltensänderungen sind natürlich keine Feststellbar. Im Gegenteil.
Er wird weitersaufen, solange er selbst nichts ändert oder zugrunde geht. Und du bist in diesem Moment nur Mitläufer im Suchtsystem. Und ohne eigene Handlung bleibst du Teil des Kreislaufs.