Liebe Alyfee,
mein herzliches Beileid zum Tode deiner Schwester.
lg Morgenrot
Liebe Alyfee,
mein herzliches Beileid zum Tode deiner Schwester.
lg Morgenrot
Auch von mir, mein herzliches Beileid.
Liebe Alyfee, die Alkoholsucht ist eine Familienkrankheit, die ihren Ursprung meist schon im Kindesalter hat. Es liegt in Deiner Hand, dieses Gefüge zu durchbrechen. Du siehst in Deiner unmittelbaren Umgebung, dass die Alkoholkrankheit eine tödliche Krankheit ist. Jedes Glas würde Dich genau dort auch hinführen. Ich wünsche Dir viel Kraft. Bleib auf Deinem Weg.
Mein Beileid zu Deinem Verlust, Alyfee!
Liebe Alyfee,
auch ich möchte Dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Du wirst das schaffen mit der Beerdigung. So etwas ist immer schwer. Aber Alkohol macht es auf keinen Fall leichter! Ich wünsche Dir viel Kraft.
LG
Bibi
Liebe Alyfee,
mein aufrichtiges Beileid und ich schicke Dir ganz viel Kraft ![]()
Liebe alyfee,
Mein Beileid.
Lg Bingo
Hallo Alyfee ,
mein Beileid zum Tod Deiner Schwester.
Nachdem ich noch einmal in Deinem TB zurück gelesen habe, lasse ich Dir mal einen Gedanken da. Ich an Deiner Stelle würde jetzt besonders gut auf mich aufpassen. In Eurer gemeinsamen Geschichte aber auch der Familiengeschichte geht es viel um aktive Alkoholsucht. Etwas was Du als jetzt abstinente Alkoholikerin überhaupt nicht gebrauchen kannst. Überhaupt nicht, weil es für Dich ein großes Risiko ist, wenn Du mit aktiven Trinkern Kontakt hast. Deshalb würde ich mir an Deiner Stelle sehr genau überlegen, inwieweit ich in direkten Kontakt mit Deiner Familie trete. Auch wenn sich das jetzt vielleicht wie Deine Pflicht anfühlen mag.
Mein Beileid, pass auf dich auf.
Alyfee Herzliches Beileid 💐
Halte weiter an deiner Abstinenz fest, ganz egal was auf dich zukommt. Die Abstinenz ist das Beste und Alk hilft bei gar nix. Ich wünsche dir viel Kraft.
Der Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst war gut. Die Frau war mir von Anfang an total sympatisch, sie hat ne ganz tolle, lockere und gleichzeitig unglaublich empathische Art.
Jetzt hat sich die Familie gemeldet. Ob ich zur Beerdigung komme. Ich weiß es noch nicht. Ich will mich nicht anmelden müssen. Eigentlich möchte ich mich einfach reinschleichen, mich in die letzte Reihe setzen und einfach in Ruhe Abschied nehmen. Ohne beobachtet und bewertet zu werden. Ich höre schon die Vorwürfe.
Ich weiß gar nicht genau, was das gerade für Gefühle in mir sind. Ich habe nur eine sehr kleine Vergangenheit mit meiner großen Schwester gehabt. Weil ich eben aus der zweiten Ehe meines Vaters bin und 25 Jahre Altersunterschied zwischen uns liegen. Wir sind also nie zusammen aufgewachsen. Eigentlich ist da immer nur der Wunsch gewesen, eine Familie haben zu wollen, die mich lieb hat. Aber irgendwie geht das in meiner Familie nicht mit einfach nur lieb haben. Um lieb gehabt zu werden, muss man immer irgendwas tun. Irgendwelche Erwartungen erfüllen. Die aber immer nur stillschweigend vorausgesetzt werden, nie wirklich ausgesprochen. Eigentlich kann man nur verlieren.
Ich trauere gar nicht um meine Schwester. Ich trauere um die Schwester, die ich gern gehabt hätte. Um eine Familie, die ich nie hatte, die ich mir aber immer gewünscht habe. Und immer noch wünsche. Obwohl ich weiß, dass sie das niemals sein können. Der Wunsch danach, der bleibt immer. Und in solchen Momenten, da bricht das Kartenhaus aus Akzeptanz dann doch wieder ein.
Alkohol ist und war nicht der Grund, warum meine Familie so dysfunktional war und ist. Aber er ist der Brandbeschleuniger, er hält das ganze System am Leben. Die Nahrung sozusagen.
Ich möchte von meiner Schwester Abschied nehmen und zur Beerdigung gehen. Ich möchte das für mich. Was ich nicht will, ich will nicht wieder der Sündenbock sein. Ich will nicht wieder irgendwelche Erwartungen erfüllen müssen, die mir aber immer niemand sagt. Ich will mich nicht rechtfertigen, warum ich mich nicht gemeldet habe, vorbeigefahren bin, mich nicht mehr bemüht habe. Ich will nur in Ruhe Abschied nehmen.
Zum Kaffeetrinken danach werde ich auf gar keinen Fall gehen. Allein der Gedanke daran löst Panik in mir aus. Ich gehöre eh nicht dazu. Und der Kaffee ist ein Euphemismus fürs Saufen. Wenn man jetzt keinen Grund hat, wann denn dann? Den Satz höre ich schon und der wird genauso fallen. Dann das Selbstmitleid, wie schlimm doch alles ist. So will ich nicht trauern.
Und wisst ihr, wer mir heute wirklich Trost gespendet hat? Ehrlichen, herzlichen, erstgemeinten Trost? Mein autistisches Kind.
Von denen immer alle behaupten, er hätte keine Empathie und keine Gefühle. Er stand heute beim Mittagessenkochen neben mir. Ziemlich lange, ohne etwas zu sagen. Und ich frage ihn, wartest du auf das Essen? Und er sagt, Nein, ich warte darauf, dass du eine Pause machst, damit ich dich in den Arm nehmen kann, weil ich glaube, das brauchst du heute, weil du bestimmt traurig bist. Und dann hat er mich in den Arm genommen. Obwohl er Körperkontakt eigentlich nicht gern mag.
So geht Familie.
Und für uns bleibe ich trocken.
Ich will nicht wieder irgendwelche Erwartungen erfüllen müssen, die mir aber immer niemand sagt. Ich will mich nicht rechtfertigen, warum ich mich nicht gemeldet habe, vorbeigefahren bin, mich nicht mehr bemüht habe.
Wer sagt dass Du das musst? Deine Gedanken? DU bist nicht Deine Gedanken.
Ich muss mich heute vor niemandem mehr rechtfertigen. Das habe ich in meiner nassen Zeit zu oft getan.
Ich will nur in Ruhe Abschied nehmen.
Das darfst Du.
Nein, ich warte darauf, dass du eine Pause machst, damit ich dich in den Arm nehmen kann, weil ich glaube, das brauchst du heute, weil du bestimmt traurig bist. Und dann hat er mich in den Arm genommen.
Das hat mich sehr berührt 💕
Wer sagt dass Du das musst? Deine Gedanken? DU bist nicht Deine Gedanken.
Ich muss mich heute vor niemandem mehr rechtfertigen. Das habe ich in meiner nassen Zeit zu oft getan.
Ich weiß, ich MUSS das nicht. Aber diese Muster habe ich mein Leben lang bedient. Sie haben sich über viele Jahrzehnte in mein Hirn eingebrannt und funktionieren so automatisch, dass es nur sehr schwer ist, sie nicht zu bedienen. Ich schaffe das mittlerweile im Alltag besser, weil ich sehr achtsam mit mir bin, die Situation auf der Beerdigung ist aber kein Alltag.
Die Beerdigung wird für mich einfach auch deswegen sehr herausfordernd, weil ich nun mal Traumaüberlebende bin. Mit Kptbs und diversen anderen Traumafolgestörungen. Im Alltag läuft das, in Extremsituationen läuft das schnell mal aus dem Ruder. Und dann ist da nichts mehr mit Achtsamkeit, dann dreht das System ab. Das hat nicht direkt mit dem Alkohol zu tun und bräuchte wohl ein eigenes Forum, um die Dynamik dahinter zu erklären. Ich muss irgendwie planen, wie ich das organisiere. Am besten wäre es, wenn meine Freundin mich begleiten könnte. Sie kennt das "Traumagedöns" Ich brauche mein Sicherheitsnetz. Zu viele Trigger auf einmal und emotional bin ich angeschlagen. Die nächsten Tage also schauen was ich brauche, versuchen zu organisieren und im Notfall Reißleine und nicht hingehen.
So...Netzwerke sind aktiviert. Merkwürdig, wie schnell das geht, wenn ich nicht immer um den heißen Brei herumrede und hoffe, mein Umfeld wird schon merken, was ich gerade brauche. Klar formuliert, oh, ja klar, kein Thema, wird erledigt. Meine Güte, hab ich es mir all die Jahre schwer gemacht.
Was ist jetzt wichtig für mich, damit ich nicht wieder in alte Muster rutsche?
Tagesstruktur. Alltag. Ich darf jetzt nicht im Bett liegen bleiben und mir die Selbstmitleidsdecke über den Kopf ziehen. Auch wenn ich gestern den Drang dazu hatte, all meine Termine abzusagen. Zum Glück habe ich in der letzten Zeit gelernt, nicht immer sofort meinem ersten Impuls zu folgen, sondern wirklich eine Nacht darüber zu schlafen.
Heute sehe ich es anders. Meine Termine bleiben. Morgen werde ich mein Vorstellungstermin für ein Ehrenamt trotzdem wahrnehmen. Der steht seit Wochen, der bleibt. Punkt. Am Wochenende werde ich trotzdem ins Kabarett gehen. Die Karte ist gekauft, seit Wochen.
Mein Leben geht weiter.
Liebe Alyfee,
Ich möchte Dir auch mein Mitgefühl aussprechen.
Deinen Plan, die Tagesstruktur aufrecht zu erhalten, finde ich gut. Ich habe das Gefühl, dass Du Dich gut kennst.
Ich wünsche Dir viel Kraft!
Toffifee
Danke Toffifee,
ja, ich kenne mich gut. Die schlechten Seiten besser als die Guten. Die schlechten Seiten haben nämlich so viele Jahre lang Mitleid bekommen und sind dadurch so aufgebläht worden, dass ich die guten Seiten irgendwie vergessen habe. Aber die waren ja auch da, haben das all die Jahre mitgetragen und dafür gesorgt, dass nicht alles den Bach runter geht.
Jetzt verdienen sie endlich mal die Wertschätzung, die ihnen gebührt. Und die Aufmerksamkeit, die ich so viele Jahre immer nur den schlechten Seiten in mir gegeben habe. Der Fokus muss sich ändern. Das geht nur, wenn ich dabei bleibe.
Es wird niemand an meine Tür klopfen und sagen...komm ich helfe dir jetzt, dein Leben zu leben. Das kann nur von mir selbst kommen. Ich kann mir nur selbst helfen. Ich kann mir dabei Unterstützung holen (habe ich) aber die Unterstützung klopft ja auch nicht einfach an.
Ich hab so viele Jahre in meinem Elend gesessen und wirklich geglaubt, oder gehofft, irgendjemand muss das doch sehen und mich da rausholen, wieso hilft mir denn niemand? Aber so funktioniert das einfach nicht. Und bescheuerterweise WEIß bzw. WUSSTE ich das vom Verstand her. Und konnte es trotzdem nicht umsetzen.
Es musste wirklich erst dieser ganz radikale Umbruch in mir stattfinden. Diese radikale Ehrlichkeit mir selbst gegenüber, dass das Leid, was mir aktuell das Leben so schwer macht, nicht von außen kommt, sondern dass ich dieses Leid ständig reproduziere.
Meine Vergangenheit ist eben meine Vergangenheit. Sie ist vorbei. Sie hat mich zwar geprägt, aber ob sie heute noch Macht über mich hat, bestimme ich selbst. Dass man Gedanken bewusst steuern kann, habe ich erst wirklich im letzten Jahr kennengelernt. Dass ich Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert bin auch. Mit Alkohol ging das nicht. Der hat eben genau das Gegenteil gemacht. Gedankenkreisen...Abwärtsspirale, Selbstmitleid, Selbsthass, Handlungsunfähigkeit. Diese Muster konnte ich wirklich erst durchbrechen, indem ich aufgehört habe zu trinken.
Der Tod meiner Schwester hat gestern wieder an alten Traumagedanken gezogen. Und ich lass mich nicht mehr ziehen. Ich weiß, dass sind alte Gefühle von Verlassensein, von Zurückweisung, vom Gefühl, nicht gewollt oder geliebt zu sein. Alte Gefühle. Die gehören in die Vergangenheit, zu den traumatisierten Anteilen. Mit meinem heutigen Ich hat das nichts zu tun. Das muss ich trennen, damit ich damit umgehen kann. Und nur, wenn ich das erkenne, können auch die ganzen Skills und Hilfsmittel wirklich greifen. Was braucht denn ein Kind, was einsam und traurig ist? Eine heiße Schokolade, ein Lieblingskuscheltier und jemand, der es in den Arm nimmt. Also gibts heute heiße Schokolade, ne Kuscheldecke, eine Folge Benjamin Blümchen auf die Ohren und ab in die Hängematte. Klingt albern? Hilft aber. Früher habe ich das albern gefunden, mich geschämt und stattdessen Alkohol in mich reingeschüttet. Weil ich ja Erwachsen bin. Die Gefühle aber sind nicht die eines Erwachsenen, es sind die des verletzten Kindes. Und das braucht sicher keinen Alkohol.
Seit ich das so praktiziere, werde ich langsam wieder gesund.
Hallo Alyfee ,
ich habe auch eine kPTBS und verstehe vieles was Du schreibst sehr gut. Was Du deswegen schon in Therapie? Musst aber nicht beantworten, wenn Du nicht magst.
Mir ist noch eine Sache eingefallen. Du könntest doch ein paar Tage nach der Beerdigung allein oder mit einer Freund*in ans Grab gehen und ganz in Ruhe für Dich Abschied nehmen. Dann hättest Du die ganzen Konfrontationen und weniger Trigger. Ist vielleicht eine Idee für Dich?
Hallo Kazik,
tut mir Leid zu lesen, dass du auch betroffen bist.
Ich mache seit 20 Jahren Therapie. Werde wohl auch nie ohne sein. Es sei denn, die Krankenkasse zahlt irgendwann nicht mehr, aber selbst dann werden mich Selbsthilfegruppen wohl immer begleiten. Ein Platz, an dem man sich nicht ständig erklären muss oder angeglotzt wird, wie ein Alien, mal seine Maske fallen lassen kann, das ist mir einfach sehr wichtig, auch um im Alltag einfach funktionieren zu können. Wo alle meine Anteile mal sein dürfen, ohne dass man für total Bekloppt gehalten wird.
Das mit den paar Tagen später hatte ich auch überlegt. Das wäre auch ne Möglichkeit, wenn ich das Gefühl bekommen sollte, es geht nicht anders. Allerdings, ich kann nicht genau beschreiben wieso, ist die Beerdigung an sich wichtig, damit ich wirklich begreifen kann, dass das wirklich passiert ist. Die Urne sehen, die Erde in das Grab kippen. Vielleicht ist mir das deswegen so wichtig, weil durch mein Trauma meine Erinnerungen oft verschwommen sind. Es ist für mich wichtig, dabei zu sein, um das später wirklich verarbeiten zu können und nicht wieder an meiner Erinnerung zweifle. Schwer zu beschreiben, aber vielleicht verstehst du ungefähr, was ich meine.
Wie es dann mit dem Rest meiner Familie weitergeht...wird sich zeigen. Innerlich bereite ich mich auf Ablösung vor.
Allerdings, ich kann nicht genau beschreiben wieso, ist die Beerdigung an sich wichtig, damit ich wirklich begreifen kann, dass das wirklich passiert ist. Die Urne sehen, die Erde in das Grab kippen. Vielleicht ist mir das deswegen so wichtig, weil durch mein Trauma meine Erinnerungen oft verschwommen sind. Es ist für mich wichtig, dabei zu sein, um das später wirklich verarbeiten zu können und nicht wieder an meiner Erinnerung zweifle. Schwer zu beschreiben, aber vielleicht verstehst du ungefähr, was ich meine.
Der Abschied braucht diesen Prozess bzw. ich würde genauso empfinden und ich kann Dich sehr gut verstehen. Es ist symbolisch der letzte gemeinsame Weg. Und wenn ich die vielen Beiträge hier lese, wird mir eine Sache immer sehr bewusst: Hier sind Menschen, die fühlen, die leben und die auch sehr viel Kraft aufwenden, um für sich selbst und für andere in ihrem Umfeld stark zu sein ![]()
Ok, vielleicht gehe ich dann doch nicht auf die Beerdigung.
Der Mann meiner verstorbenen Schwester hat Karten verschickt, um zur Trauerfeier zu laden. Meiner kleinen Schwester, die nicht in Deutschland lebt und deswegen auch nicht zur Beerdigung kommen kann, hat er die Trauerrede mit eingefügt.
Unter "Familiengeschichte" tauchen dann die Geschwister auf. 4 Geschwister. Wir sind aber 6. Meine Kleine und ich tauchen gar nicht auf, er hat uns einfach aus der Familie gestrichen.
Dass wir immer außen vor waren, war ja klar. Das wussten wir. Mit der Kleinen Schwester konnte man bei Familienfeiern wenigstens noch etwas angeben, schließlich hat sie "was aus sich gemacht" Aber selbst das war wohl nicht genug, um sie tatsächlich als Geschwisterteil anzusehen.
Die komplette Rede ist so, wie ich meine Familie erlebe...Mein Haus, mein Boot, meine Rolex. Blöd nur, dass sie das Haus verloren haben, ein Boot nie besessen und die Rolex eine gefälschte aus Asien ist. Keine Liebenden Worte, ich bin so schockiert. Ich wusste das ja, aber ich dachte, naja INNERHALB ihrer Familie wären sie einfach liebevoller und es liegt nur an mir, dass sie so kalt und abwesend sind. Aber scheinbar ist das ist Wesen. Es ist übrehaupt kein Wunder, dass wir nie zusammengefunden haben, wir leben in zwei völlig unterschiedlichen Universen. Wir sprechen zwei völlig unterschiedliche Sprachen.
Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich mir das geben will. Vielleicht ist es jetzt einfach Zeit, wirklich abzuschließen mit der Vergangenheit. Auch den Wunsch, nach einer "heilen" Familie endlich aufzugeben, denn das war nie so und wird nie so sein.
Ich weiß wirklich nicht, warum das so verdammt schwer ist. Die Vergangenheit und auch die Gegenwart zeigt ja nun, dass ich mir damit nur selbst Schmerzen zufüge. Und dass es keinen Sinn macht. Vielleicht der Gedanke, dann wirklich allein zu sein. Aber ich bin es ja jetzt auch schon, nur mein Kopf hat noch nicht losgelassen.
Im Moment habe ich wenig mit Craving zu tun. Ich hab zwar im Kopf immer wieder das Bild, wie ich besoffen am Esstisch hocke, das schreckt mich allerdings eher ab und ekelt mich an, als dass es für mich Motivation wäre, es in die Tat umzusetzen. Stattdessen nehme ich lieber ein warmes Bad, gehe spazieren oder tanze mit Musik auf den Ohren durch die Wohnung.
Ich hatte die Tage überlegt, was ich der Familie Gutes tun kann. Vielleicht noch ein paar Fotos raussuchen oder etwas besonderes für die Beerdigung machen. Ich werde nichts davon tun. Sollte ich wirklich hingehen, stelle ich mich in die letzte Reihe und werde nicht nur von meiner Schwester Abschied nehmen, sondern symbolisch von der ganzen Familie.
Ich bin es so leid.
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