simsala - Aufnahme

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe, Simsala!


    Mein Beileid zu Deinem/Euren Verlust.


    Für den Austausch fülle kurz den Bewerbungslink aus und

    dann schalten wir Dich für den Austausch frei.


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Hallo simsala,


    auch von mir Herzlich Willkommen und mein Mitgefühl für euren Verlust.

    Das ist sehr traurig. :cry:


    Melde dich bald wieder. Hier ist so gut wie immer jemand online.


    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Die Beerdigung ist morgen und ich Erträge es kaum. Wie soll ich meinem 4 jährigen Sohn auf diesem Weg begleiten. Auch meine 9jahrige Tochter ist wie verändert.sie spricht kaum und weint gar nicht. Reden will sie nicht. Zudem hat er uns einen riesigen Scherbenhaufen an Schulden hinterlassen um die ich mich auch dringend kümmern muss. Warum konnte ich ihn nicht retten?

  • Elly

    Hat den Titel des Themas von „Aufnahme“ zu „simsala - Aufnahme“ geändert.
  • Hallo simsala!


    Du bist jetzt freigeschaltet für den offenen Bereich.


    Hier geht es jetzt für Dich weiter.


    Einen hilfreichen Austausch wünsche ich Dir!

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Dein Verzweiflung verstehe ich gut. Wenn man nicht süchtig ist, kann man diese selbstzerstörerische Abhängigkeit schwer verstehen. Aber es ist nicht deine Aufgabe gewesen, ihn zu retten! Wenn du ein bisschen zur Ruhe gekommen bist, wäre es aus meiner Sicht gut, die Frage einmal umzudrehen: Warum konntest du Dich (und deine Kinder) nicht retten? Warum hast du sein Wohl vor Dein eigenes gestellt? Warum hast Du ein Leben ausgehalten, das sicher ganz anders war als Du es Dir für Dich und deine Kinder ersehnt hast? Ich wünsche

    Dir viel Kraft, um diese schwere Zeit durchzustehen und einen hilfreichen Austausch hier.

  • Hallo simsala!


    Hast Du jemanden in Deinem nahen Umfeld, der die Kleinen eine Weile beaufsichtigen kann?


    Jemand, der für Dich da ist und Dir hilft, diese schwere Last zu tragen?


    Vielleicht solltest Du überlegen, ob Du die Kinder nicht mit zur Beisetzung nimmst. Sie sind noch so klein.


    Du kannst als Angehörige nichts gegen die Alkoholsucht tun. Nur der Abhängige kann selbst etwas

    gegen die Sucht tun. Leider hat er es nicht geschafft oder wollte es nicht schaffen.


    Ich wünsche Dir viel Kraft für morgen und die nächste Zeit.

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Hallo Simsala,


    auch von mir mein herzliches Beileid. Deine Geschichte klingt wirklich furchtbar traurig. Ich habe auch zwei kleine Kinder und kann nur erahnen, was du gerade durchmachen musst, bzw. was ihr schon durchgemacht habt. Ich kenne dich und deine Familie natürlich nicht, aber ich wünsche euch für die Zukunft vor allen Dingen Ruhe und Friedlichkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr euch alle drei danach sehr sehnt.

  • Die Kinder nicht zur Beerdigung mitnehmen, kann ich dir nicht einfach so raten.


    Hast du Familie/ Freunde, die dich und die Kinder unterstützen können?

    Sprich mit dem Kindergarten, die kennen sich auch mit Trauerfällen in Familien aus und können dich und den Kleinen beraten und unterstützen.


    Sprich mit den Kindern. Erkläre ihnen, wie so eine Beerdigung abläuft.

    Erkläre besonders dem Kleinen, dass vielleicht auch viel geweint wird. Dass das aber normal und auch gut ist und nicht beängstigend.

    Frage sie dann, ob sie mitgehen möchten oder nicht. Er ist ihr Vater gewesen. Sie sollten das Recht haben, selbst zu entscheiden. Neun Jahre ist auf gar keinen Fall zu klein, bei dem Vierjährigen bin ich nicht sicher, da würde ich auf den Rat des Kindergartens und seine eigene Meinung hören.

    Sie können dem Papa einen Brief schreiben oder ein Bild malen und ins Grab legen.


    Versuche den Scherbenhaufen noch ein paar Tage gedanklich wegzuschieben. Das hat ganz bestimmt noch Zeit.

    Jetzt musst du dir Zeit nehmen zum Trauern. Und du musst für die Kinder da sein.

    Für den Rest ist immer noch Zeit.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!

  • Ich Frage mich halt ständig ob er überlebt hätte wenn ich nicht ausgezogen wäre. Aber es war unerträglich für uns. Und anfangs hatte ich ihm auch gesagt wenn er einen Entzug macht können wir darüber reden dass wir zurückkommen. Ich mein wenn auch das nicht gezogen hat was hätte da noch helfen können. Sicher hätte er noch länger gelebt aber das ändert wäre irgendwann auch gekommen. Nur hätte ihn dann vielleicht unsere Tochter tot aufgefunden. Ich hab ihn zwangseinweisen lassen am Ende. Er fiel im Delirium ins Koma. Bekam eine Lungenentzündung und dann noch Corona. Es war grauenhaft. Die letzten 4 Monate davor besuchte ich ihn jeden Tag. Er hat 4 Monate das Haus nicht mehr verlassen nicht geduscht nur noch getrunken. Er war Inkontinenz und in der Klinik würde auch Verdacht auf Korsakow geäußert. Zu den kognitiven Tests kam man dann nicht mehr. Es ist schwierig mit so einer Mischung aus Trauer Wut und Verzweiflung auf eine Beerdigung zu gehen. Warum hab ich nicht schon vor Jahren begriffen dass er Alkoholiker war? Ich fand immer wieder Flaschen. Eingeliefert wurde er mit 4,6 Promille. Das schafft man nicht in 2 Jahren. Er muss jahrzehntelang getrunken haben und ich hab es ausgeblendet. Das werde ich nie verstehen.

  • Das klingt wirklich alles furchtbar schrecklich. Es tut mir unglaublich leid für die Kinder und dich.

    Nach allem, was ich hier gelesen habe, hast du aber auf jeden Fall richtig gehandelt! Du hättest ihm nicht helfen können, das hätte er nur selbst gekonnt.

    Du hast auf jeden Fall richtig gehandelt für dich und die Kinder! Du hast sie vor etwas schrecklichem und traumatischem bewahrt. Sowas sollte sich kein Kind miterleben und sich ansehen müssen, deswegen war es völlig richtig zu gehen!

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