Für mich ist das noch immer ein „großes“ Ding, dass es mir die erste Hälfte des Tages gut geht. 🤗
Einen schönen Tag Dir.
Alex warum geht’s dir nur die erste Hälfte des Tages gut?
Für mich ist das noch immer ein „großes“ Ding, dass es mir die erste Hälfte des Tages gut geht. 🤗
Einen schönen Tag Dir.
Alex warum geht’s dir nur die erste Hälfte des Tages gut?
jetzt sind es 16 monate ohne ...... . und es waren gute monate, manchmal anstrengend, oft befriedigend und immer richtig.
Herzlichen Glückwunsch auch von mir. Ich habe die Hälfte der Zeit. Habe mal bisschen bei dir rein gelesen.
Hallo Paul,
das leben neu erobern. das heißt: ich versuche immer mehr bereiche trocken zu besetzen. gestern habe ich zum ersten mal wieder fußball in kleiner runde geschaut. weil ich das eben gerne mache. es hat problemlos funktioniert, auch wenn die anderen bier und wein getrunken haben. solche
Was genau ist dabei Dein Ziel? Ich frage, da es für mich so ein bisschen danach klingt, dass Du im Prinzip das Leben von früher wieder leben möchtest, nur eben ohne Alkohol. Ist das so?
Manche Dinge, die ich früher gerne gemacht habe, mache ich auch heute, nach über 12 trockenen Jahren, immer noch nicht (und habe nicht vor, das zu ändern). Einfach deshalb, weil dabei zu viel Alkohol im Umfeld im Spiel ist. Das passt für mich nicht mehr zu meinem trockenen Leben. Und es wäre mir auch zu riskant, selbst wenn ich mich als stabil trocken bezeichne.
Das ging mir nur beim Lesen Deiner Fußball-Schilderung durch den Kopf, da Fußball ja schon mit ziemlich viel Alkohol verbunden ist.
Viele Grüße
Sue
Was genau ist dabei Dein Ziel? Ich frage, da es für mich so ein bisschen danach klingt, dass Du im Prinzip das Leben von früher wieder leben möchtest, nur eben ohne Alkohol. Ist das so?
So hatte ich tatsächlich auch gedacht. Bis ich hier her ins Forum kam. Da wurde mir dies Illusion ganz schnell genommen und der Kopf zurechtgerückt. Ich bin nun so wie du auch überzeugt, dass ich manche Dinge nicht mehr so machen kann bzw. will.
insgesamt merke ich gerade wieder, dass die sucht immer da ist und bleiben wird und jede phase und jede veränderung eine neue chance , aber auch neue herausforderungen und gefahren birgt.
Hallo Paul, herzlichen Glückwunsch zu Deinen 16 Monaten. Für mich hast Du es mit Deiner Aussage auf den Punkt gebracht. Da sehe ich mich auch.
Weiterhin viel Erfolg!
Liebe Grüße Rina
Ich frage, da es für mich so ein bisschen danach klingt, dass Du im Prinzip das Leben von früher wieder leben möchtest, nur eben ohne Alkohol. Ist das so?
sue05 nein, das ist nicht so. es gibt nur bestimmte bereiche, die ich ganz gerne mache. in der ersten zeit bin ich nicht mit anderen skifahren gegangen, weil ich das après ski gesaufe vermeiden wollte. jetzt gehe ich wieder skifahren, aber nur mit menschen, die danach nicht in die kneipe rennen müssen. ich schaue gerne fußball, aber nicht mehr in der alkohol-und-rauchgeschwängerten fußballkneipe, sondern mit freunden, die sich nicht dabei besaufen.
manche situationen, die ich im ersten jahr aus vorsicht gemieden habe, die aber nichts mit trinken zu tun haben, verusche ich mir zurück"zuerobern". ich bin z.b. nicht ins theater gegangen, weil ich mich nicht der pause mit dem üblichen sektchen aussetzen wollte. jetzt ist die freude über die aufführung stärker und die pause nicht mehr bedrohlich.
aber danke für deinen hinweis.
jetzt ist die freude über die aufführung stärker und die pause nicht mehr bedrohlich
👍
heute sind es exakt 500 tage ohne alkohol.
ich finde, das ist eine schöne zahl. und sie ist voller leben: 500 morgen ohne kater aufgewacht. 500 nächte, in denen ich wusste, wie ich ins bett kam. 500 tage ohne filmriss, kopfweh, schuldgefühle und depressionen. 500 kleine und große siege.
aber auch 500 tage wachsam sein. 500 möglichkeiten des schwachwerdens. 500 tage und nächte, die auch anders laufen hätten können.
sind sie aber nicht. es waren 500 gute tage.
500 tage, die mir mein selbstbewusstsein und mein selbstwertgefühl, meine familie, meine freunde und meine zuversicht zurückgebracht haben.
und das beste ist: i c h habe das gemacht. klar mit hilfe von euch, von freunden, von ärzten, aber die hätten alle nichts bewirken können, wenn nicht i c h es umgesetzt hätte. ich habe aufgehört zu trinken und ich denke mir seit 500 tagen, das war die beste entscheidung seit eben diesen 500 tagen.
und dann habe ich mich auch gleich wieder aufgeregt. warum? les ich doch in der zeitung einen kommentar zum dry january und der kommentator hat sich beschwert, dass die abstinenten ihre abstinenz so stolz vor sich hertragen würden. zum leben gehöre doch auch genuss und -das war gemeint- dazu gehöre doch wohl auch guter wein. deshalb sollten die trockenen doch leise sein und nicht so angeben.
da haben wir es wieder, diese verdammte seligsprechung des alkohols als genußmittel und kulturgut! nichts davon ist wahr, wir hier wissen das am besten. es ist einfach ein brutales und tödliches gift! mich ärgert, dass sich das partout nicht herumsprechen will.
euch allen einen schönen abend. ich feiere ihn mit meinem neuen lieblingstee.
Herzlichen Glückwunsch zu 500 Tagen Freiheit.
und dann habe ich mich auch gleich wieder aufgeregt. warum? les ich doch in der zeitung einen kommentar zum dry january und der kommentator hat sich beschwert, dass die abstinenten ihre abstinenz so stolz vor sich hertragen würden. zum leben gehöre doch auch genuss und -das war gemeint- dazu gehöre doch wohl auch guter wein. deshalb sollten die trockenen doch leise sein und nicht so angeben.
Ich finde ja, dass sich das Aufregen da ja gar nicht lohnt.
Und ich finde auch, dass die Trockenen lauter werden und noch mehr angeben dürfen. Weil sie nämlich etwas ganz großes leisten.
Herzlichen Glückwunsch zu
🏅5️⃣0️⃣0️⃣ 🏅Tagen Freiheit.
mich ärgert, dass sich das partout nicht herumsprechen will.
Mich auch. Die Alkoholindustrie tut alles dafür, dass das so bleibt. Aber ich nehme Bewegung wahr. Leider viel zu langsam.
hallo Paul,
herzlichen Glückwunsch zu 500 Tagen in Freiheit. Ich wünsche dir, dass du noch ganz viele solcher Tage erleben kannst-
lg Morgenrot
Dieser Zeitungsmensch musste wohl irgendwie irgendwelche Zeilen zusammenschustern, um sein Blatt vollzukriegen. ![]()
Niemand hindert irgendjemanden daran, am Genussmittel Alkohol fest- und/oder dieses hochzuhalten.
Wer einen Kalendermonat als Anlass zur Abstinenz nimmt - warum nicht? Da enthalte ich mich jeder Bewertung.
Hinzu kommt, dass ich als Alkoholiker in dieser Sache eh nicht maßgebend für die Gesellschaft sein kann.
Ich bin der pathologische Fall.
Hallo Paul, danke für den schönen Text, zum Thema Genussmittel: lass mal die Genießer ihr "Genussmittel” genießen….. Leben finde ich viel schöner ![]()
es waren 500 gute tage.
500 tage, die mir mein selbstbewusstsein und mein selbstwertgefühl, meine familie, meine freunde und meine zuversicht zurückgebracht haben.
Das liest sich total toll, Paul! ![]()
Meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss vor 500 Tagen.
Auf dass noch viele, viele weitere gute Tage folgen werden!
Irgendwie doof heute!
Ein wirklich schöner Tag, Sonne, Vorfrühling, draußen sein, alles sitzt vor den Cafes. Und ich bin sauer, weil das schöne Wetter mein Suchtgedächtnis aufweckt: „Weisst du noch, wie schön bei einem Campari in der Sonne zu sitzen? Dieses leichte Angeheitertsein? Wie wär’s? Könntest ja mal wieder!“
Ja, ich erinnere mich an das Gefühl. Ich erinnere mich aber auch daran, dass es danach immer weiter ging und das nachmittägliche dicke-far-niente in der Regel mit einem nächtlichen Granatenrausch geendet hat und einem depressiven Kater am nächsten Morgen oder erst Tage später.
Deshalb, bescheuertes Suchtgedächtnis, kannst du mir den Buckel runterrutschen!
Genau, und neue Gewohnheiten etablieren, Cafe heist ja nicht umsonst so ..
Ein wirklich schöner Tag, Sonne, Vorfrühling, draußen sein, alles sitzt vor den Cafes. Und ich bin sauer, weil das schöne Wetter mein Suchtgedächtnis aufweckt: „Weisst du noch, wie schön bei einem Campari in der Sonne zu sitzen? Dieses leichte Angeheitertsein?
Letztes Jahr als ich erst kurz abstinent war, habe ich es gemieden in der Stadt draußen irgendwo zu sitzen und was zu trinken. Hatte da meine Erinnerungen an ein Glas Wein zu stark im Kopf.
Habe stattdessen lieber lange Spaziergänge mit Hund gemacht und diese erfrischenden Tees die man mit kaltem Wasser macht ausprobiert. Letztes Jahr konnte ich nicht am Rhein sitzen und ein Spezi vor mit stehen habe. Ich habe dann neidisch auf die Weingläser anderer Leute geschaut und hatte nur Verzichtsgedanken. Einmal hatte ich davon abends zuhause auch fiesen Suchtdruck.
Dieses Jahr geht’s in die zweite Runde, mal sehen ob ich besser zurecht komme.
Deshalb, bescheuertes Suchtgedächtnis, kannst du mir den Buckel runterrutschen!
Hallo Paul,
Genau! Eigentlich weiss ich, dass das Suchtgedächtnis mich nie mehr verlässt. Es meldet sich nur noch sehr selten, aber wenn es sich meldet, bin ich immer wieder überrascht.
Wenn ich mich dann hinterfrage, sind es meistens Situationen, bei denen der neue Pfad noch nicht richtig fest getrampelt ist. Situationen, die noch nicht so oft vorkamen.
Die alte Verknüpfung hängt noch an ein paar Fäden. Bei machen Situationen werde ich es wohl nie ganz wegbekommen, aber es ist dann nur noch eine unwillkommene Erinnerung.
Viele Grüsse
Nayouk
heute sind es 1 1/2 jahre oder 18 monate, dass ich den alkohol hinter mir gelassen habe.
genauer gesagt, ich hatte die letzte flasche geöffnet, kurz gezögert und den wein dann in den ausguss geschüttet. seither ist alkohol passé.
das gin g aber nicht von einem tag auf den anderen. im august war ich mit meiner familie im urlaub. und da hatte ich mir zum ersten male so richtig eingestanden, dass ich ein massives problem habe. es fing damit an, dass ich vor der ulrlaubsfahrt panik bekommen habe. eine ganz nacht im auto, die hälfte davon muss ich fahren. wie soll das gehen ohne alkohol? dann: im urlaub bekommen ja alle mit, wieviel ich trinke, wir sind ja immer zusammen. zu hause geht's ja mit heimlich saufen, flaschen verstecken, etc. ihr kennt das ja.
aber im urlaub? ich bin dann dazu übergegangen, große kanister wein zu kaufen (5 liter), damit keine flaschen plötzlich leer oder verschwunden sind. ich habe sogar den wein im kanister mit wasser verdünnt, so dass die weggesoffene menge nicht so auffällt. in der bar habe ich morgens heimlich café correto, als espresso mit einem schuss grappa bestellt, manchmal auch zwei. aber natürlich sind ja ehepartner nicht blöd und schon bald gab es ärger wegen meines konsums und zustands. da wir alkoholiker aber alkoholiker sind, hätte mich das sicher nicht abgehlaten weiter zu saufen.
was mir schließlich die augen geöffnet hat, war mein kinder zu sehen. durch den weinnebel hindurch kam die erkenntnis, dass ich sie groß weeden sehen will und dass sie ein recht auf einen vater haben.
und der blick in den spiegel, als ich mich wieder einmal vom pool zur verstekten flasche weggeschlichen hatte. wie unwürdig, beschämend und widerlich, den typen da im spiegel zu sehen. ich beschloss, jetzt reichts.
aber es hat dann noch einen monat gedauert, bis ich schließlich den mut fand, aufzuhören. in diesem monat habe ich zwar weitergetrunken, habe aber angefangen podcasts zum thema alkoholiker und alkoholfreies leben zu hören, bücher gelesen und viel nachgedacht. und am 22. september 2023 war es dann soweit.
und seither bin ich nüchtern. und ich bin glücklich darüber.
das schönste ist, dass ich seit mehreren monaten nicht mehr das gefühl habe, ich lebe "unnormal", also dass mir was fehlt, sondern, dass ich mich als kompletter empfinde. ohne alkohol zu leben, ist kein verzicht mehr, den ich mir erkämpfen muss, ohne alkohol zu leben ist das bessere leben, ist in vielerlei hinsicht ein neues leben. ich bin klarer geworden in meinen entscheidungen, empathischer, gelassener und zuversichtlicher (trotz dieser schrecklichen zeiten).
mit den versuchungen des suchtgedächtnisses habe ich weitgehend gelernt, umzugehen. kritischen situationen geh ich aus dem weg, mein umfeld hat meine abstinenz mittlerweile akzeptiert, reagiert nicht mehr verwundert oder agressiv und das verhältnis zu meiner familie ist wieder herzlich.
p.s. jeden morgen, wenn ich aus dem haus gehe, sehe, was mit mir passiert wäre, wenn ich nicht zu trinken aufgehört hätte: in einem café bei mir ums eck sitzt jeden tag eine frau, sie hat schon morgens ein erstes pils vor sich. im lauf der monate und jahre ist sie immer aufgedunsener geworden, manchmal schimpft sie vor sich hin, einmal ist sie vom stuhl gefallen. und ich wundere mich jeden tag aufs neue, dass sie noch da ist und immer noch einen neuen tag mit pils beginnen kann. eines tages saß sie vor einer tasse kaffe und als ich an ihr vorbei lief, sagt ich zu ihr: "bleiben Sie beim kafee, ich hab's auch getan." sie hat mich langsam angesehen und nur gesagt: "nein."
hallo Paul,
herzlichen Glückwunsch zu 18 Monaten Trockenheit. Du klingst zufrieden, und ich wünsche dir sehr, dass es so bleibt, und du zufrieden trocken bleibst.
lg Morgenrot
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