AnnaBlume - Annas Geschichte


  • Ich meide solche Situationen oder ich bin so vorbereitet, dass ich jederzeit aus der Situation rauskommen kann.
    Das Aushalten kann gefährlich werden.
    Wenn es so geschehen ist, achte ich auch besonders danach auf mich.

    Alles Gute.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Wichtig ist hier, dass das eine wiederkehrende unfassbar belastende Situation ist, die ich nur bedingt vermeiden kann.

    Eine immer wiederkehrende unfassbare belastende Situation. Da solltest Du überprüfen, wie Du diese Situation im Vorfeld abwenden kannst.

    Oder wie Du diese Situation besser händeln lernst, Anna.

    Wen kannst Du da mit "ins Boot" holen, damit Du dieser Situation anders begegnen kannst?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Wen kannst Du da mit "ins Boot" holen, damit Du dieser Situation anders begegnen kannst?

    Ich habe schon alle Hilfesysteme ausgeschöpft. Ich habe heute etwas Zeit zum ausruhen. Habe was schönes gekocht und schaue harmlose Filme. Es wird wieder kommen und ich werde mich da nicht raus nehmen können (nicht ganz). Ich kann es nicht näher schildern. Jedenfalls bin ich erschöpft und psychisch fertig aber einigermaßen stabil. Ich bin zu Hause- jetzt lohnt sich das alkoholfreie Umfeld. Tee tut gut!

  • Jedenfalls bin ich erschöpft und psychisch fertig aber einigermaßen stabil. Ich bin zu Hause- jetzt lohnt sich das alkoholfreie Umfeld. Tee tut gut!

    Das alkoholfreie Umfeld lohnt sich nicht nur jetzt …. Es bildet die Grundlage, um wenigstens einen sicheren Ort zu haben.

    Manchmal hilft nur die Gedanken in eine andere Richtung lenken. Mit Filmen, einem Buch oder ein bisschen im Internet schnorcheln.
    Gerade am Anfang meines nüchternen Lebens habe ich ganz viel im Internet ‚recherchiert‘. Und ich habe hier ganz viel gelesen. Das hat mir so Mut gemacht, dass ich ganz oft gedacht habe: Die haben das alle geschafft. Ich schaffe das auch. Manchmal bin ich auch schnell ins Bett gegangen ….Fernseher an, IPad an ….nur nicht mehr rausgehen.

    Es ist ja nicht so, dass das Nüchternwerden in einer Woche passiert oder in einem Monat.
    Die Gedanken überschlagen sich da schon mal.

    Das wichtigste aber in jeder Sekunde des Tages ist: Ich bleibe nüchtern. Egal, was passiert. Alkohol steht nicht zur Diskussion. Vielleicht helfen dir solche Sätze ja auch.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • So. Krank aufgewacht. Das ist oft so nach Stress. Aber das verschafft mir Ruhe- werde heute den Tag im Bett verbringen, lesen usw.

    Die Sorge wabert im Hinterkopf, aber hält sich in Grenzen. Außer Grippesymptomen alles ok. Werde viel schlafen…

  • Gute Besserung, Anna! 🍀

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Anna,


    auch von mir noch ein sehr verspätetes herzlich Willkommen hier im Forum. Ich lese bei dir immer mit, bin selber Alkoholikerin und seit einigen Jahren trocken.

    Heute schreib ich dir, weil mir zu deiner aktuellen (gestrigen) belastenden Situation etwas eingefallen ist, was mir beim Trockenwerden ganz elementar geholfen hat. Wirklich umzusetzen, dass alles andere außer der Trockenheit auf den Prüfstand kommt, und auch Dinge, die ich bisher als unumstößlich gesehen habe, geändert werden müssen, wenn ich sie als so belastend erlebe, dass sie meine Trockenheit gefährden. Da sind manche Gewissheiten ins Wanken gekommen und das hat Angst gemacht aber auch ganz schön viel Freiheit ermöglicht.


    Ich wünsche dir jetzt erstmal gute Besserung und gute Erholung und freue mich, dass du hier schreibst.

    Viele Grüße

    Thalia

  • Corona geht ganz heftig um, hast für einen Test zu Hause?

    Test habe ich gleich gemacht- negativ!

    und auch Dinge, die ich bisher als unumstößlich gesehen habe

    Da sagst Du was. Ich bin genau da mit therapeutischer Hilfe dran. Abgrenzung ist ein ganz großes Thema bei mir. Da übe ich noch, der Weg ist aber noch weit.

    Mir hilft auch, dass ich hier bei vielen anderen - nicht nur bei den Angehörigen, aber bei denen ganz besonders - lese, das Abgrenzung sehr häufig ein zentrales Thema ist. Oft lese ich und denke von außen ‚dann mach das doch nicht mehr mit.‘ Aber natürlich ist das schwer wenn man drin steckt. Wenn man sich selbst darüber definiert besonders belastbar/tolerant/ fürsorglich zu sein, gerät man ganz schnell in die Überlastung bis hin zu Verstrickung in ungute Konstellationen.

    Ich glaube fast alle hier müssen und/oder mussten lernen, wie NEIN wirklich geht. Nicht nur zum Alkohol sondern auch ganz allgemein.

    Da bin ich wirklich noch nicht gut drin. Auch Ausreden sind ja kein echtes Nein… ein echtes und klares ‚ Ich will das nicht‘ hat oft auch gar nicht so dramatische Konsequenzen wie gedacht. Im Kopf weiß ich das sehr wohl- ins Handeln tröpfelt das nur langsam ein….

  • Abgrenzung nach außen bedeutet Nähe zu einem selbst.

    Nimm dich wichtig. :)

    Erst mal gute Besserung. Ich habe gerade zwei Wochen heftige Erkältung hinter mir. Ich war wirklich außer Gefecht gesetzt. Bei mir war der Coronatest auch negativ.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Anna,


    ja, das ist natürlich das Thema ganz oft, ist und war es auch bei mir.

    lernen, wie NEIN wirklich geht.

    Aber bei meinem Tiefpunkt hat sich das an dieser einen Stelle gewandelt: Das „Ja“ zur Abstinenz, das „Ja“ zur Erkenntnis, Alkoholikerin geworden zu sein, also schlicht und doch so tiefgreifend die berühmte Akzeptanz … hat manches Nein, das vorher unmöglich schien, dann möglich, sogar zwingend gemacht.

    Das meine ich auch heute, wenn ich schreibe (und denke, und fühle), trocken zu sein hat bei mir die oberste Priorität, dem muss sich alles unterordnen, denn wenn nicht, ordnet sich alles dem Trinken unter.


    Viele Grüße

    Thalia

  • Liebe Anna,

    auch von mir die besten Heilungswünsche. Mir hilft in Ausnahmesituationen mir zu verdeutlichen, dass meine Gefühlslage nur eine Momentanaufnahme ist und sich auch wieder ändern wird.

    Werd ganz schnell wieder gesund

    Liebe Grüße Martina

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