Roser - Ich brauche Rat von anderen

  • Zitat

    Was mir aufgefallen ist. Oft geht es darum nach "leckeren" Getränken, ohne Alkohol zu forschen. Dies oder das zu probieren. Gibt sogar einen Thread dazu.

    Das habe ich auch gemacht. Vor allem als ich noch nüchtern und nicht trocken war.

    Ich sehe das inzwischen so. Indem ich versuche einen Ersatz für ein alkoholisches Getränk zu suchen, räume ich Alkohol immer noch den Stellenwert ein, dass es was "besonderes" war. Das das Trinken einen hohen Stellenwert hat. Nur jetzt halt ohne Alkohol.

    Das kommt mir bei meiner Partner bekannt vor und ich selbst habe mir da auch schon so ähnliche Gedanken gemacht…

    Unter der Woche trinkt er jetzt (mal sehen wie lange) alkoholfreies Bier und am Wochenende, so auch gestern holt er mit Alkohol alles nach, was er davor mit Alkoholfreiem gespart hat.

    Für mich macht das irgendwie keinen Sinn, das ich mir ein alkoholfreies Bier hole, wenn andere Alkohol trinken. Das klingt schon so wie: „ich brauche trotzdem mein Bier, weil ich es in der Situation immer hatte. Da ich das nicht mehr mache, Kauf ich alkoholfrei und gaukel meinem Kopf vor, noch ein Bier zu haben“


    ich finde es ist eine Art Selbsttäuschung.



    Gestern wollten wir als Familie etwas zusammen unternehmen. Es war mir wieder so peinlich mit ihm in der Öffentlichkeit und seinem Bier in der Hand und aus den versprochenen 3 Bier wurden natürlich wieder mehr.

  • Hmmh, nicht böse sein, Roser , aber ich glaube, Dein Beitrag passt besser in Deinen eigenen Faden, auch zum Weiterdenken.

    Kann das vielleicht ein Moderator verschieben und auch noch mal das Zitieren erläutern? Danke!

    PS: über die von Dir genannte "Selbsttäuschung" denke ich aber noch nach, auch in Zusammenhang mit den Beiträgen davor - danke dafür!

  • Hallo Roser,

    wenn du jemanden zitierst, schreibe bitte unterhalb des Zitatfensters deinen eigenen Beitrag.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Wir hatten gestern die Situation, das er wieder getrunken hat, weil ja „Wochenende“ ist.

    Jetzt steht er auf und sagt wieder: „Ja, das hätte gestern nicht sein müssen und die nächsten Wochen kein Alkohol.“



    Ich habe den Artikel über die Erwachsenen Kinder Alkohlkranker Eltern gelesen.
    Bei mir war es ein Stiefvater, mitlerweile an Leberzirrhose verstorben, und habe mich in viele punkten wieder erkannt.


    Ich bin erschrocken, das dieser wohl doch so viel Einfluss in mein leben hatte. Wir hatten keine engen Verbindung und doch scheint es mich heute noch zu prägend

  • Hallo Roser, ich zitiere mal, was Du bei mir vorhin zitiert und dann dazu geschrieben hast, dann kannst Du Dich mit anderen besser dazu austauschen, und ich bei mir zu meinem.

    Denn der große Unterschied ist: Dein Mann ist nicht abstinent und will es wohl auch gar nicht sein, sondern versucht wohl gerade, mit "alkoholfreiem" Bier seinen Konsum zu "kontrollieren", um Dich zu beschwichtigen.

    (Inwiefern es da Parallelen geben könnte, darüber denke ich gern nach, in meinem Faden, aber ohne beide Themen zu vermischen, danke.)

    Alex hatte bei mir u. a. geschrieben:

    Was mir aufgefallen ist. Oft geht es darum nach "leckeren" Getränken, ohne Alkohol zu forschen. Dies oder das zu probieren. Gibt sogar einen Thread dazu.

    Das habe ich auch gemacht. Vor allem als ich noch nüchtern und nicht trocken war.

    Ich sehe das inzwischen so. Indem ich versuche einen Ersatz für ein alkoholisches Getränk zu suchen, räume ich Alkohol immer noch den Stellenwert ein, dass es was "besonderes" war. Das das Trinken einen hohen Stellenwert hat. Nur jetzt halt ohne Alkohol.


    Das kommt mir bei meiner Partner bekannt vor und ich selbst habe mir da auch schon so ähnliche Gedanken gemacht…

    Unter der Woche trinkt er jetzt (mal sehen wie lange) alkoholfreies Bier und am Wochenende, so auch gestern holt er mit Alkohol alles nach, was er davor mit Alkoholfreiem gespart hat.

    Für mich macht das irgendwie keinen Sinn, das ich mir ein alkoholfreies Bier hole, wenn andere Alkohol trinken. Das klingt schon so wie: „ich brauche trotzdem mein Bier, weil ich es in der Situation immer hatte. Da ich das nicht mehr mache, Kauf ich alkoholfrei und gaukel meinem Kopf vor, noch ein Bier zu haben“


    ich finde es ist eine Art Selbsttäuschung.



    Gestern wollten wir als Familie etwas zusammen unternehmen. Es war mir wieder so peinlich mit ihm in der Öffentlichkeit und seinem Bier in der Hand und aus den versprochenen 3 Bier wurden natürlich wieder mehr.

  • Wir hatten gestern die Situation, das er wieder getrunken hat, weil ja „Wochenende“ ist.

    Jetzt steht er auf und sagt wieder: „Ja, das hätte gestern nicht sein müssen und die nächsten Wochen kein Alkohol.“



    Ich habe den Artikel über die Erwachsenen Kinder Alkohlkranker Eltern gelesen.
    Bei mir war es ein Stiefvater, mitlerweile an Leberzirrhose verstorben, und habe mich in viele punkten wieder erkannt.


    Ich bin erschrocken, das dieser wohl doch so viel Einfluss in mein leben hatte. Wir hatten keine engen Verbindung und doch scheint es mich heute noch zu prägend

    Dann denk mal drüber nach, was das für deine Tochter bedeutet.

  • Ist vielleicht für manchen etwas zu persönlich aber ich würde mich über antworten freuen. 😊


    Ab wann kam der Punkt, an dem ihr euch erschlossen habt, dem Alkohol „tschüss“ zu sagen? Sind es immer einschneidende Erlebnisse?

  • Also wie meistens: wenn es wirklich nicht mehr geht

    Hallo Roser, darüber nachgedacht hatte ich schon oft, bei mir oft während dem Zähneputzen putzen abends vorm Spiegel. Aber es kam immer etwas dazwischen, der Alkohol hatte mich ganz gut im Griff und hat mir immer einen Ausweg oder besser gesagt Aufschub gegeben, nach dem Geburtstag, nach Weihnachten/Neujahr etc.

  • Hallo Roser , herzlich willkommen hier im Forum. Du bist ja recht neu hier und kennst Dich offensichtlich noch nicht so gut aus.

    So etwas gehört von Dir eigentlich hier nicht hin, dies ist der Faden von Rennschnecke. Vielleicht verschiebt das ein Moderator zu Dir in Deinen Faden, da werde ich Dir dann gerne auf Deine Frage ausführlich antworten. Hier bei Rennschnecke ist aber der falsche Platz dafür.

  • Die Frage mit den bezugnehmenden Antworten habe ich hier zu Roser in den Thread verschoben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Roser , herzlich willkommen hier im Forum. Du bist ja recht neu hier und kennst Dich offensichtlich noch nicht so gut aus.

    So etwas gehört von Dir eigentlich hier nicht hin, dies ist der Faden von Rennschnecke. Vielleicht verschiebt das ein Moderator zu Dir in Deinen Faden, da werde ich Dir dann gerne auf Deine Frage ausführlich antworten. Hier bei Rennschnecke ist aber der falsche Platz dafür.



    Dankeschön 😊

  • Hallo Roser, darüber nachgedacht hatte ich schon oft, bei mir oft während dem Zähneputzen putzen abends vorm Spiegel. Aber es kam immer etwas dazwischen, der Alkohol hatte mich ganz gut im Griff und hat mir immer einen Ausweg oder besser gesagt Aufschub gegeben, nach dem Geburtstag, nach Weihnachten/Neujahr etc.


    Aber du hast es zum Schluss geschafft und das zählt.
    Warscheinlich ist die Schwierigkeit auch, weil es eben auch so vergesellschaftet ist…. Das Bier zum Feierabend oder der Sekt zu Silvester…

    Wie reagiert das Umfeld, wenn ich nein sage und auch dabei bleibe.

    Stell ich mir am Anfang nicht so einfach vor

  • Hallo Roser,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen.

    Was hindert dich dran zu gehen wenn es dich stört und er nix ändern will?

    Das Kind und das ich finanziell abhängig bin und Wohnung


    Manchmal wünsche ich mich wo anders hin. Soll das alles gewesen sein? Will ich den Rest meines Lebens mich mit Versprechungen, die er nicht halten kann und will, hinhalten lassen?

    Deine Antworten auf diese Frage erschüttern mich.
    Unabhängig davon, ob der Partner trinkt oder sonstwas eine Partnerschaft so negativ beeinflusst, dass sich (zumindest) einer nicht mehr wohl fühlt und das Kind, die finanzielle Abhängigkeit und die Wohnung die Gründe sind, um an dieser Partnerschaft festzuhalten, empfinde ich das ‚Projekt Familie‘ als gescheitert.

    Du hast 2 wichtige Fragen hier gelassen. Respekt dafür.
    Du kannst sie dir beantworten und dann für dich und dein Kind einen Weg finden, einen Weg in dieses ‚woanders hin‘.

    Niemand ist abhängig von einem anderen Menschen. Es sei denn, man macht sich abhängig. Vielleicht, weil das kein eigenes Handeln erfordert, es trotz allem bequem ist oder auch, weil tief festgesetzte Muster das als normal empfinden.


    Es gibt so viele Hilfen, so viel Unterstützung. Du kannst sie nutzen, als Überganghilfe, als Starthilfe in ein neues freies Leben.
    Hilfe nutzen ist kein Ausnutzen.

    Ab wann kam der Punkt, an dem ihr euch erschlossen habt, dem Alkohol „tschüss“ zu sagen? Sind es immer einschneidende Erlebnisse?

    Ich bin Alkoholiker, seit über 4 Jahren nüchtern.
    Ich konnte erst ‚tschüss Alkohol‘ sagen, als ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass ich das auch für den Rest meines Lebens bleiben werde. Weil die Alkoholsucht eine Krankheit ist, die nicht zu heilen geht. Sie geht zu stoppen, mit absoluter Abstinenz, aber auch nur solange, wie ich diese absolute Abstinenz auch wirklich lebe.

    Mir war es viele Jahre nicht möglich, mit dem Trinken aufzuhören. Weil der Alkohol mein Denken und Handeln und letztendlich mein gesamtes Leben bestimmt hat. Und obwohl ich für andere alles gegeben habe, konnte ich für anderen nicht nüchtern werden, so sehr ich mir das auch gewünscht habe.
    Ich kann nur für mich nüchtern sein. Dazu musste ich meine Sucht akzeptieren und lernen, mich wichtig zu nehmen.

    Niemand kann einen Alkoholiker ‚trocken legen‘, das kann nur er selbst ….wenn er seine Sucht akzeptiert und für sich selbst ein nüchternes Leben will.

    Du kannst darauf warten, dass dieser Moment auch bei deinem Partner kommt und bis dahin in dieser Warteschleife verharren.
    Du kannst aber auch dein Leben selbst in die Hand nehmen ….denn da gehört es hin.

    Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

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