sunnypug - Vorstellung

  • Was mich immer wieder beschäftigt:

    Es heißt ja, dass es meist einen Tiefpunkt gab, der einen dazu gebracht hat, die Sucht einzugestehen und den ersten Schritt Richtung Abstinenz zu schaffen. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass es den bei mir gar nicht so gab. Klick gemacht hat es, als ich zum wiederholten Mal beim heimlichen Saufen erwischt wurde. Scham, Wut, Schock - das waren wohl die vorrangigen Gefühle, die ich dabei hatte. (Auch wenn ich im Nachhhinein betrachtet zu der Zeit gar nicht sooo viel gefühlt hab...) Dann das Nachdenken darüber, dass es so nicht weitergehen kann. Und damit einhergehend das Ziel, nie wieder zu trinken. Klar, war es ein wichtiger Moment, aber ich weiß nicht, ob man das als Tiefpunkt betrachten kann. Oder sind die Tiefpunkte einfach so individuell?

    Wie war das bei euch?

  • Ich hatte unzählige Tiefpunkte, durch die ich immer wieder gehofft hatte, aus dieser Spirale auszusteigen zu können. Durch meine Tiefpunkte konnte ich nur Trinkpausen erreichen – immer wieder habe ich dann irgendwann gedacht: „Ach, ein Bier kannst du ja jetzt wieder trinken.” Und das war wieder der Anfang vom Ende. In kürzester Zeit war ich erneut soweit, dass es mir schlicht egal war, wie viel ich trinke. Ich habe mich nur noch darauf konzentriert, meinen Führerschein und dergleichen nicht zu riskieren.

    Lg🙋🏻‍♂️

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Hi sunnypug!

    Schätze, dass der individuell ist.

    Ich hatte meinen Tiefpunkt schon lange erreicht und hab trotzdem weitergetrunken, also so gesehen, hat mein Tiefpunkt lange gedauert. Auch wenn das jetzt ekelig klingt, ich hab zum Beispiel erbrochen, weil ich viel zu viel intus hatte und hab eine halbe Stunde später wieder getrunken. Das kam nicht nur einmal vor.

    Ich hatte nicht DIESES Erlebnis und mir war schon lange klar, dass ich was ändern muss.

    Liebe Grüße,

    Hera

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Ich hab irgendwie das Gefühl, dass es den bei mir gar nicht so gab. Klick gemacht hat es,

    Hallo sunnypug,

    Ich habe lange gebraucht um meinen persönlichen Tiefpunkt zu erreichen. An dem Punkt konnte ich nicht mehr anders, ich war physisch und psychisch am Ende und ab da ging es aufwärts.

    Das Entscheidende ist doch, dass es bei dir Klick gemacht hat und du dich für ein abstinentes Leben entschieden hast.
    Ein Tiefpunkt zeichnet sich dadurch aus, dass es noch nie so tief war und was "tief" ist und ob es noch tiefer geht, das bestimmst du ganz alleine.

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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