Guten Morgen, ich hatte viele Entzugserscheinungen. Aufzuhören war die Beste Entscheidung meines Lebens. Mir geht es 1000x besser, in ALLEN Lebensbereichen. Es lohnt sich!
summsumm - Heute ist mein erster Tag
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Was hattest du für Entzugserscheinungen?
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Am Wochenende haben wir ein Familientreffen, da wird wieder ordentlich Wein getrunken....ist es zu früh mich damit zu konfrontrieren? Hab die Möglichkeit mich zurück zu ziehen da wir mit dem Womo da sind. Möchte den Termin nicht absagen er kann nicht so oft im Jahr stattfinden. Der Beginn abstinenz zu werden kam ungünstig...aber es gibt wohl nie den richtigen Moment. Montag war er nun mal da und ich fühle mich gut damit.
Habt Ihr Tips fürs Wochenende für mich ?
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Wie meinst Du das, „zu früh mich damit zu konfrontieren“? Ist die Frage ernst gemeint 🤔
Wenn ich das richtig verstehe, trinkst Du seit 2 Tagen nicht mehr? Du befindest Dich also mitten im Entzug.
Jetzt auf ein Treffen zu gehen, an dem „ordentlich Wein getrunken“ wird, wäre ziemlich das Ungünstigste, was Du tun kannst.
Hast Du Dir mal die Grundbausteine durchgelesen, die Dir verlinkt wurden?Wir empfehlen (aus eigenen Erfahrungen!) solche Treffen/Veranstaltungen, bei denen Alkohol keine unerhebliche Rolle spielt, im ersten Jahr der Abstinenz konsequent zu meiden.
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ich habe das gelesen, aber dieses Familientreffen kann ich nicht ausfallen lassen! Es ist nur 1 x im Jahr und mir sehr wichtig
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Wichtiger als deine Abstinenz?
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Was hattest du für Entzugserscheinungen?
Hallo summsumm,
dieses Familientreffen solltest Du dieses Jahr einfach ausfallen lassen. Du stehst noch ganz am Anfang. Diese Familienfeier kann bei Dir bösen Suchtdruck auslösen. Möchtest Du das? Wenn Du dem Druck nicht standhältst bist Du schneller wieder am Saufen als Dir lieb ist.
Ich hätte mir solch eine Feier nicht zugemutet. Ich bin jetzt etwas über 8 Monate nüchtern und nähere mich immer noch nicht Feierlichkeiten wo Alkohol fließt. Bitte lies Dir noch mal die Grundbausteine gründlich durch.
LG
Bibi
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ich habe das gelesen, aber dieses Familientreffen kann ich nicht ausfallen lassen! Es ist nur 1 x im Jahr und mir sehr wichtig
So denken tatsächlich sehr viele am Anfang der Abstinenz. Vermutlich, weil ihnen das „Wesen“ der Sucht nicht klar ist. Ein wichtiger Satz ist „nur nicht trinken, reicht nicht“ - die Grundbausteine beinhalten alles, was Du zum Trockenwerden brauchst. Wenn Du es umsetzt..
Was passiert denn, wenn Du nicht zu diesem Treffen gehst? Und ist das, was passiert, schlimmer als wieder zu trinken?
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ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber wenn es ganz blöd läuft könnte dies dann dein letztes familientreffen sein weil du dich bis zum nächsten jahr in die kiste befördert hast. ist eine durchaus plausieble möglichkeit.
selbst wenn du dieses treffen abstinent durchhalten würdest ist es so gut wie sicher das du in den nächsten tagen mit massivem saufdruck zu kämpfen haben wirst. und weil es bei diesen kämpfen 10500000........ zu 2 für den alk steht ist es auch sehr wahrscheinlich das du zur flasche greifen wirst.
wir alle hier haben im ersten jahr irgend welche dinge verpasst. bewußt verzichtet weil wir uns für ein leben in freiheit ohne zwänge entschieden haben. es ist kein verzicht für die ewigkeit, es ist ein selbstschutz um den entzug und die stabiliesierungsphase frei von unnötigen kämpfen zu halten. die erste zeit ist auch ohne zusätzliche reize schwer genug daher ist es wichtig wirklich alles zu meiden was einen triggern könnte. du wirst merken das es jeden tag ein stück einfacher wird. aber du siehst den alk noch überall wo er aufblitzt. so nach rund einem jahr ist diese schlimmste phase durch, wenn du hier an dir arbeitest. und plötzlich siehst du das zeug mit anderen augen, dann wird es leichter und es geht auch wieder mal ne feier.
sei es dir und deinem leben wert nein zu sagen. jetzt wo es darauf ankommt. feste und treffen gibt es immer wieder. so wie geburtstag, ostern und weihnachten, jedes jahr immer wieder.
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aber dieses Familientreffen kann ich nicht ausfallen lassen! Es ist nur 1 x im Jahr und mir sehr wichtig
Wichtiger als deine Abstinenz?
Alkoholismus ist eine schwere Erkrankung und die kann ich nicht wie einen Schnupfen behandeln, indem ich zum Arzt gehe, der mir Medikamente verschreibt und ich mich eine Woche ins Bett lege, damit ich am Wochenende wieder das machen kann, was ich unbedingt machen möchte.
Habt Ihr Tips fürs Wochenende für mich ?
da wird wieder ordentlich Wein getrunken
Ja, halte dich von Veranstaltungen mit Alkohol fern.
Ich hatte da nichts zu suchen und auch heute überlege ich mir 2x wohin ich gehe.Es ist deine Entscheidung und deine Gesundheit.
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Familie ist mir sehr wichtig....da ich nicht mehr viel habe! Ich kann mir nicht vorstellen das man nicht beides kombinieren kann? Das ich weiterhin Abstinenz bleiben möchte ist für mich zu 100 % sicher!! Aber ich brauch doch auch meine Familie dazu! Ich kann denen ja nicht mit einem mal vorschreiben " ihr dürft nix trinken wenn ich komme!" Ich könnte mir vorstellen wenn sie es erfahren das ich abstinent, bin das sie versuchen werden Rücksicht auf mich zu nehmen...aber ehrlich kann man das immer erwarten? Sie sollen mich ganz normal behandeln, es ist mein Problem nicht ihres!
Vielleicht rede ich mir auch ein es ist so einfach.... aber meine Familie ist mir wichtiger als mein Leben!! Es muss und wird einen Weg geben!
Schade hier so gar keine Hilfe und Tipps zu erhalten! Weiß gerade nicht ob ich hier richtig bin!!
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Du bekommst hier Hilfe, schau mal, wer Dir alles schon geschrieben hat.
Es scheint Dir nur nicht zu gefallen, was Du liest.
Unterschätze die Sucht nicht, lies doch mal bei denen rein, die Dir geschrieben haben. Trockenwerden ist ein langer Prozess - "nur" nicht trinken reicht nicht!
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Du stehst aktuell ganz, ganz am Anfang - im Entzug, Tag 2. Hast aktuell Entzugserscheinungen und fragtest aktuell nach Erfahrungen.
Das rein körperliche ist nach 5-7-10 Tagen durch. Es kann aber durchaus noch Nachhall geben (hatte ich nach einem Monat mal kurz).
Aber der Kopf … das Gehirn braucht ein paar Monate, um sich halbwegs neu zu kalibrieren und zu gesunden. Selbst nach über einem Jahr bemerkte ich nochmal kleine Veränderungen.
ich bin ja wahrlich ein Freund auch eigener Wege (meiner hat geklappt und mich in die zufriedene stabile Abstinenz gebracht) … aber ehrlich: diese Idee, in der ersten Woche, im Entzug, eine alkohol-lastige Veranstaltung besuchen zu wollen, die finde ich einfach absurd und bar jeder Logik.
Es ist DEINE Entscheidung und hat mit mir/uns hier nichts zu tun. DU willst für dich trocken werden.
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wenn du ihnen wichtig bist werde sie es mal ohne saufen aushalten, wenn du ihnen scheiß egal bist und ihnen das saufen wichtiger ist als du, was willst du dann da?
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ich habe das gelesen, aber dieses Familientreffen kann ich nicht ausfallen lassen! Es ist nur 1 x im Jahr und mir sehr wichtig
Doch du kannst.
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Der Beginn abstinenz zu werden kam ungünstig...aber es gibt wohl nie den richtigen Moment.
Doch den gibt es. Der ist immer JETZT.
Also, jeder Alkoholker hier sagt dir "mach es nicht". Ich übrigens auch. Die Antworten zusammen aus geballter jahrelanger Erfahrung.
Mach was draus.
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Schade hier so gar keine Hilfe und Tipps zu erhalten! Weiß gerade nicht ob ich hier richtig bin!!
Nun ja, irgendwie habe ich im Moment nicht das Gefühl, dass es dir wirklich ernst ist mit deiner Abstinenz oder dass dir bewusst ist, was Alkoholismus bedeutet und welche Mechanismen im Kopf ablaufen, um trocken zu bleiben. Sonst würdest du nicht so trotzig reagieren, wenn dir jemand die Realität sagt.
Du bewegst dich in einem Umfeld, in dem viel getrunken wird. Das ist eine massive Rückfallgefahr. Das wurde dir hier mehrfach erklärt. Wenn du das nicht sehen willst, ändert das nichts an der Tatsache.
Der Thread ist voll mit Antworten, die dir nicht gefallen. Das ist nicht schlimm. Aber es liegt nicht an uns, dir Tipps zu geben, die du hören willst. Es liegt an dir, deine Krankheit so anzusehen, wie sie ist. Ungestoppter Alkoholkonsum endet tödlich, das ist die Realität.
Ob du wieder säufst oder trocken bleibst, liegt allein bei dir. Deine Familie kann dich mögen und unterstützen, aber sie muss keine Rücksicht auf deine Abstinenz nehmen. Das musst du für dich selbst übernehmen. Sie kann dir die Verantwortung nicht abnehmen. Hier bekommst du auch keine Absolution. Du bist für dich verantwortlich
Ich wünsche dir ein wenig mehr Weitsicht in deinem Handeln.
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Was hattest du für Entzugserscheinungen?
Zittern, Unruhe, starkes Schwitzen in der Nacht, schlechte Laune
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Schade hier so gar keine Hilfe und Tipps zu erhalten! Weiß gerade nicht ob ich hier richtig bin!!
Du hast Hilfe und Tipps bekommen. Dir wurde mehrmals gesagt nicht hingehen und Grundbausteine lesen. Du möchtest es aber nicht annehmen sondern hingehen.
Ich würde dort nicht hingehen nichtmal nach 2 Jahren. Hatte schon genug Rückfälle weil ich zu nah am Alkohol war, auch 1 Tag danach als es nachgewirkt hat. Aus einem Rückfall wurden Wochen, Monate um wieder trocken zu werden.
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Du kannst es kombinieren, wenn du stabil bist. Und du wirst hier keine Tipps bekommen, wie du das dort am besten meisterst.
Auch nicht von mir. Und zwar nicht, weil mir meine Familie nicht wichtig war, sondern weil ich noch lange für sie da sein wollte. Deshalb bin ich nirgends hin, wo ich mich einer Gefahr ausgesetzt fühlte. Und ich mach das bis heute so.
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