JochenA - Bin ich Alkoholiker?

  • Herzlich willkommen, Jochen,

    ist das eigentlich dein richtiger Name?

    Du liest Dich sehr entschlossen, fas ist schon mal gut.

    Zu Deiner Frage

    Es ist eigentlich nicht mein Ziel, Arbeitsstelle, Freund und Familie auszutauschen. Muss so etwas sein? Bei jeder Familienfeier wird getrunken. Soll ich hier fern bleiben?

    Nur so viel: Auch bei größter Entschlossenheit ist die Abstinenz kein Selbstläufer. Ich muss etwas dafür tun: das Stichwort heißt Risikominimierung. Und gerade im ersten Jahr sollten Risiken möglichst gemieden werden.

    Dazu gibt es hier hilfreiche Grundlagen-artikel im Forum, die Dir vielleicht jemand verlinken kann, ich kann es leider nicht.

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Jochen!

    Hier sind sie, unsere Grundbausteine. Du kannst sie anklicken und solltest sie lesen:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Guten Morgen zusammen,

    ich möchte mich kurz vorstellen: Jochen ist mein richtiger Name.

    Ich habe für mich festgestellt, dass ich eigentlich keinen direkten Druck verspüre, trinken zu müssen. Es war bei mir auch lange so, dass ich problemlos nur ein Bier trinken konnte – oder eben auch gar keines. In diesem Sinne hatte ich das Gefühl, meinen Konsum grundsätzlich im Griff zu haben.

    Was ich allerdings nicht unter Kontrolle hatte, waren bestimmte Situationen. Vor allem bei Feiern oder in stressigen Phasen fiel es mir schwer, nichts zu trinken oder rechtzeitig aufzuhören. Genau da lag für mich das Problem.

    Aus diesem Grund habe ich für mich die Entscheidung getroffen, komplett auf Alkohol zu verzichten. Nicht, weil ich immer trinken musste – sondern weil ich in bestimmten Momenten nicht zuverlässig „nein“ sagen oder stoppen konnte. Für mich ist „gar nichts trinken“ einfacher und klarer als der Versuch, es situativ zu kontrollieren.

    Jetzt stehe ich allerdings vor einer neuen Herausforderung: Wie kann ich in solchen Situationen stark bleiben? Bei uns im Betrieb wird regelmäßig ein Feierabendbier getrunken. Ich kann ja jetzt nicht einfach den Betrieb wechseln.

    Viele Grüße

    Jochen

  • Brauchst du auch nicht

    Hey Leute, ich trinke ab jetzt keinen Alkohol mehr, machts gut,ich gehe heim.ohne Erklärung oder Rechtfertigung.

    Und tschüss bis morgen

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Hallo Jochen,
    Dass kommt bei mir auf der Arbeit auch öfter vor. Ich setze mich da nicht mehr dazu hin, ich verabschiede mich dann immer freundlich und gehe nach Hause.

    Mittlerweile fragt mich auch keiner mehr.

    LG Bingo

  • Aus diesem Grund habe ich für mich die Entscheidung getroffen, komplett auf Alkohol zu verzichten. Nicht, weil ich immer trinken musste – sondern weil ich in bestimmten Momenten nicht zuverlässig „nein“ sagen oder stoppen konnte. Für mich ist „gar nichts trinken“ einfacher und klarer als der Versuch, es situativ zu kontrollieren.

    Wenn du jederzeit aufhören kannst, keinen Druck verspürst und nur wegen anderer weitergetrunken hast, warum nennst du dich dann überhaupt Alkoholiker?

    Bei uns im Betrieb wird regelmäßig ein Feierabendbier getrunken. Ich kann ja jetzt nicht einfach den Betrieb wechseln.

    Wenn mein Leben davon abhängt – und das tut es, wenn Alkoholismus nicht gestoppt wird – dann wechsle ich auch den Betrieb. Fertig. Und wenn du jahrelang beim Feierabendbier dabei warst und plötzlich nicht mehr mittrinkst, wird sowieso geredet. Und es wird gefragt. Immer. Das hat nichts mit Interesse zu tun, sondern damit, dass du aus dem Ritual aussteigst.

    Sagst du „Ich trinke heute nichts“, kommen die Nachfragen. Sagst du „Ich bin Alkoholiker“, ist das Thema offiziell und die meisten halten den Mund. Ein paar versuchen trotzdem, dich wieder ins Boot zu ziehen. Die kommen dann mit „War doch nicht so schlimm“ oder „Du bist doch kein Alkoholiker“. Das sagen sie nicht, um dir zu helfen. Das sagen sie, weil sie selbst ein Problem haben und dein Nein ihnen den Spiegel vorhält

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich konnte nicht kontrolliert trinken. Das bedeutet wenn ich mit Freunden unterwegs war, hörte ich einfach nicht mehr auf. Ich kann jetzt nicht sagen das ich einen Druck oder Zwang verspürt habe. Allerding habe ich täglich mein Feierabendbier getrunken. In Stress Situationen habe ich auch zu einem Bier gegriffen. Ist das kein Alkoholiker?

    Ich habe im Betrieb gesagt das ich momentan kein Alkohol trinke. Es wurde akzeptiert. Selbstverständlich kommt irgend einer mal und sagt komm jetzt trinken wir eins. Hier werde ich aber standhaft bleiben. Ich möchte nicht zurück und in Situationen wieder dem Alkohol verfallen.

  • Guten Morgen JochenA und Willkommen im Forum,

    ob Du Alkoholiker bist kannst nur Du einschätzen. Bei mir hat es sehr lange gedauert bis zu dieser Erkenntnis, aber ich bin Alkoholikerin und werde es immer bleiben. Auch wenn ich nun seit über 8 Monate trocken bin, bleibt das Suchtgedächtnis. Deshalb halte ich großen Abstand zu Alkohol und denen die ihn konsumieren.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Hier werde ich aber standhaft bleiben.

    Woher willst du das wissen? Gute Vorsätze oder den Willen hatte ich in der nassen Zeit genug, und die haben mich kein einziges Mal davon abgehalten, wieder zu saufen. Vorsätze sind nett, aber sie halten genau bis zum ersten Trigger.

    Trockenwerden ist keine reine Kopfsache. Der Kopf hilft, ja, aber ohne Risikominimierung wird es schwer – und das ist die Stelle, an der die meisten wieder einknicken.

    Mal die Basics. Die Grundbausteinen die erst Stabilität schaffen können. Elly hat dazu schon einen Link geschickt.

    In Kurzform: Im ersten Jahr keine Veranstaltungen, keine Feiern, keine Geburtstage, keine sonstigen Festivitäten, bei denen gesoffen wird oder Alkohol im Mittelpunkt steht. Ein alkoholfreies Umfeld aufbauen. Sauffreunde aussortieren. Die Wohnung alkoholfrei machen. Das ist erstmal reiner Selbstschutz.

    Und in dieser Zeit neue Beschäftigungen, neue Hobbys, irgendetwas, das die alten „Trinkzeiten“ ersetzt. Wenn man die alten Zeitfenster nicht neu besetzt, füllt sie der Alkohol wieder.

    Hast du dir da schon was umgesetzt oder Gedanken gemacht?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich kann jetzt nicht sagen das ich einen Druck oder Zwang verspürt habe.

    Solange ich getrunken habe, habe ich auch keinen Zwang verspürt. Wieso auch? Ich habe ja getrunken. Den Zwang spürte ich erst, als ich versucht habe zu stoppen.

    Genauso die Suchstimme. Die brauchte es nicht. Ich habe ja gleich getrunken.

    Die habe ich erst mit meiner Nüchternheit kennen lernen dürfen. Und je trockener ich wurde, desto stiller wurde sie wieder.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Macht es einen unterschied ob ich sage, ich trinke keinen Alkohol oder sage ich bin trockener Alkoholiker?

    Für mich persönlich macht das keinen Unterschied.
    Nach außen erklärst du mit ‚Ich bin trockener Alkoholiker‘ natürlich deutlich, warum du ‚keinen Alkohol trinkst‘.
    Ich habe für mich entschieden, nichts zu erklären. Mir ist es wichtig, mich nur bei mir zu erklären.

    Es ist eigentlich nicht mein Ziel, Arbeitsstelle, Freund und Familie auszutauschen. Muss so etwas sein? Bei jeder Familienfeier wird getrunken. Soll ich hier fern bleiben?

    Niemand muss Arbeitsstelle, Freunde und Familie austauschen. Vieles reguliert sich doch sowieso von ganz alleine.

    Fernbleiben ist kein Austauschen. Und ‚fernbleiben’ wird hier schon so empfohlen.
    Einfach, weil es wichtig ist, erstmal die eigene Abstinenz abzusichern. Die Alkoholsucht ist eine Sucht. Alleine mit dem Willen geht bei einer Sucht nichts zu steuern. Für Niemanden.
    Die Abstinenz muss tief ins Innere gelangen, und das geht nun mal einfacher, je weniger Kontakt zu alkohollastigen Situationen ist.

    Ich habe eingesehen und akzeptiert, dass meine Alkoholsucht nur gestoppt werden kann, nicht geheilt. Und das auch nur solange, wie ich keinen Alkohol trinke.
    Mein alkoholfreies Zuhause ist meine ‚sichere Burg‘ geworden.

    Und ganz ehrlich, was genau reizt dich daran, dich nüchtern mit saufenden Leuten an einen Tisch zu setzen?

    Eigentlich würde ich gerne kontrolliert trinken, weil ich Bier gern mag, aber im Moment merke ich, dass das nicht funktioniert. Deshalb überlege ich, ganz auf Alkohol zu verzichten, um mir selbst und meiner Familie nicht zu schaden.

    Eigentlich würdest du gern kontrolliert trinken? Weil du Bier magst?
    Du hast doch selbst gemerkt, dass es einem Alkoholiker unmöglich ist, kontrolliert zu trinken. Kontrollverlust ist schlechthin das Merkmal für die Alkoholsucht.
    Es gibt keinen Alkohol mehr. Weil es eben nicht mehr möglich ist, da irgendwas kontrollieren zu können.
    Auch alkoholfreies Bier enthält Alkohol ….und der Schritt zum ‚richtigen Bier‘ ist nur winzig klein.

    Jetzt stehe ich allerdings vor einer neuen Herausforderung: Wie kann ich in solchen Situationen stark bleiben?

    Würde ich stark bleiben müssen, wäre mein nüchterner Weg sehr sehr schwer und auch holprig.
    Stark sein im Zusammenhang mit der Sucht ist ein kämpfen gegen die Sucht. Stark sein würde bedeuten, dass ich schwach bin, wenn ich trinke.
    Sucht hat aber nichts mit Schwäche zu tun und nüchtern bleiben nichts mit Stärke.

    Jahrelange habe ich gegen die Sucht gekämpft, mich so schwach gefühlt, weil ich es nicht geschafft habe, nichts mehr zu trinken. Ich wollte stark sein und die Sucht besiegen. Viele Jahre habe ich damit verbracht. Dabei habe ich mich immer weiter verloren….weil ich mich so schwach fühlte….nicht stark genug war.


    Erst, als ich erkannt habe, dass weder die Sucht noch das Nüchternbleiben was mit stark oder schwach sein zu tun haben, und erst, als ich akzeptiert habe, dass die absolute Abstinenz eine Notwendigkeit für mein nüchternes Leben ist, und erst als ich mich und meine Abstinenz an erste Stelle setzte, konnte ich zufrieden nüchtern werden.
    Ich muss nicht stark sein. Weil ich auch nicht schwach war, als ich Alkohol getrunken habe und nicht damit aufhören konnte.

    Ich bin ein Alkoholiker, der nun sein Leben alkoholfrei verbringen möchte, weil es mit Alkohol kein Leben mehr war und weil es mit Alkohol auch nie wieder ein Leben werden kann.
    Und weil die Alkoholsucht eine lebenslange Erkrankung ist, die lediglich zum Stillstand gebracht werden kann, werde ich alles dafür tun, was mir möglich ist, damit ich diesen Stillstand nicht gefährde.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Manchmal verstehe ich es einfach nicht. Vielleicht fehlen mir da ein paar Synapsen oder Neurotransmitter, muss ich mal nachschauen. :mrgreen:

    Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich sage: „Ich bin trockener Alkoholiker“ oder ob ich sage: „Ich trinke keinen Alkohol“. Wenn ich nur auf mögliche Konsequenzen schaue – Stigma, berufliche Nachteile, anders behandelt werden, aus Gruppen rausfallen – kann ich nachvollziehen, warum viele davor zurückschrecken.

    Aber der Sucht ist das doch völlig egal. Die interessiert sich nicht für Image, Job oder Gefühle. Nichts, nada, niente.

    Ich muss es niemandem aufdrängen. Aber es klar auszusprechen, macht einen deutlichen Unterschied. „Ich trinke keinen Alkohol“ ist für mich eine leere Aussage. „Ich bin Alkoholiker“ dagegen ist eindeutig. Und das ist auch Selbstschutz.

    Wenn ich früher beim Feierabendbier immer mitgesoffen habe, verschwindet das nicht einfach aus dem Kopf. Das sitzt im Suchthirn. Und gerade am Anfang ist dieses Suchthirn lauter als vorher. Man sieht andere trinken – und sofort springt der alte Mechanismus an: „Wo bleibt mein Stoff?“

    Ich kann natürlich auch still daneben sitzen, nichts sagen, mich zurückhalten, Faust in der Tasche. Geht alles. Aber das ändert nichts am inneren Druck.

    Und genau da macht es eben einen Unterschied, wie klar ich für mich bin. Ich kann mich aber auch in alter Manier selbst belügen, mir etwas vormachen und Rechtfertigungen suchen, warum ich nichts mehr saufe.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • ich trinke nicht weil ich alkoholikerin bin. ich häng mir kein schild um den hals wo es drauf steht. ich sag es auch nicht unbedingt jedem. aber die menschen mit denen ich viel zu tun habe, mit denen ich auch freizeit verbringe, wissen das. da gibt es eben keinen eierlikörkuchen oder schwarzwälder kirsch wenn ich dabei bin. bzw ich kriege ne extrawurst.

    am anfang ist es wichtig um alles was mit alk zu tun hat einen bogen zu machen. ich möchte es mal so erklären. unsere verhaltensweisen graben sich mit der zeit ein, so wie die spurrinnen der wagen auf alten burgen. wenn man da mal drauf schaut, manche sind richtig tiefe gräben. einen wagen aus solchen rinnen heraus zu bekommen ist schwer und wenn man es geschafft hat muß man sehr acht geben um da nicht sofort wieder rein zu rutschen. das kann man auch auf unser verhalten ummünzen.

    es macht daher sehr viel sinn erst mal viel abstand zu den alten rinnen zu halten bis sich neue rinnen gegraben haben die uns halten können und davor bewahren schnell wieder abzurutschen.

    ich gehe nach fast 25 jahre durchaus zu feiern, aber ich behalte mir immernoch den schnellen rückzug vor. wenn die anderen anfangen zu saufen und stuß reden bin ich weg. das brauche ich nicht. ich sage auch mal ganz ab wenns mir nicht so gut geht. meine freunde wissen warum. und ich habe auch meine saufkumpane gegen richtige freunde getauscht. es sind nur wenige, aber dafür echte. bekannte hab ich ne ganze menge. die schaffen es alle in meiner gegenwart nicht zu saufen. meistens jedenfalls. es hat sich vieles verändert aber durchweg zum besseren.

    diesen abstand zum alk sollte man mindestens mal für das erste jahr so groß wie nur möglich halten, bis die neuen spurrinnen einigermaßen halt bieten. das ist in der regel nach einem jahr so. und dann beurteilt man vieles eh schon anders. das suchthirn plärrt nicht mehr so laut oder hält schon ganz die klappe, meistens jedenfalls, aber vorsicht, das tut nur so als ob es pennt.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Helmut macht es einen Unterschied ob ich Alkoholiker war und nichts mehr trinke oder ob ich einfach nichts mehr trinke?

    Das Feierabend Bier vermisse ich gerade nicht. Ich kann entweder dazu stehen und eine Cola trinken oder einfach nach Hause gehen. Ich habe jetzt auch keine Kumpels mit denen ich mich zum Saufen verabredet habe. Ich verabrede mich nun bewusst mit Menschen die meine Entscheidung respektieren oder selber nichts trinken.

  • Helmut macht es einen Unterschied ob ich Alkoholiker war und nichts mehr trinke oder ob ich einfach nichts mehr trinke?

    Du kannst auch Hartmut zu mir sagen.:whistling::mrgreen:

    Es gibt kein „Ich war Alkoholiker“, nur „Ich bin Alkoholiker“. Das bleibt. Der Zustand hat sich verändert – von nass zu trocken. Aber das Suchthirn bleibt.

    Der Spruch „macht mir nichts aus“ ist nett, aber wertlos. Das ist eine Momentaufnahme, mehr nicht. Sobald das Hirn merkt, dass andere saufen und man selbst keinen Stoff bekommt, meldet sich der alte Mechanismus. Das ist normal. Das ist Sucht.

    Und genau deshalb halte ich nichts davon, mich bewusst in Sauf-Situationen zu stellen. Erstmal absichern. Alkoholfreies Umfeld schaffen. Neue Welt, neue Regeln. Alles andere ist Konfrontation, bei der der Ausgang am Anfang gar nicht einzuschätzen ist.

    Wie sich das entwickelt, merkst du mit der Zeit selbst immer klarer. Angst brauchst du nicht haben – aber Respekt solltest du nicht verlieren. Nicht umsonst ist die Rückfallquote bei Alkoholismus so hoch.

    Mein Tipp: Mach weiter so wie jetzt. Hau deine Gedanken und Fragen hier raus.

    So bekommst du Rückmeldungen von Leuten, die das kennen – und genau das hilft.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Gestern hatte ich meinen Arzttermin zur Besprechung meiner Blutwerte. Insgesamt ist alles in Ordnung – die Werte liegen im Normbereich. Einzige Ausnahme ist mein Vitamin-D-Spiegel, der zu niedrig ist, was laut Arzt vermutlich an zu wenig Sonnenlicht liegt. Hier soll ich künftig mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen.

    Die Leberwerte sind ebenfalls unauffällig. Memo Alkoholkonsum hat sich also nicht negativ ausgewirkt – wobei ich dazu sagen muss, dass es sich wirklich nur um ein Feierabendbier oder mal zwei gehandelt hat, also nichts Übermäßiges. Aber Alkohol bleibt Alkohol.

    Insgesamt also ein gutes Ergebnis, bis auf das Vitamin D, das ich jetzt angehen werde.

  • – wobei ich dazu sagen muss, dass es sich wirklich nur um ein Feierabendbier oder mal zwei gehandelt hat, also nichts Übermäßiges

    Guten Morgen JochenA,

    ich glaube, dass es sich hierbei um Verharmlosung handelt. Du hast doch Eingangs geschrieben das Du Mühe hattest Deinen Bierkonsum einzuschränken. Dein Kopf hätte nach dem Bier verlangt. Rede es Dir bitte nicht schön. Das ist nämlich auch so eine Sache des Suchthirns.

    Aber schön das Deine Blutwerte bis auf das fehlende Vitamin D i. O. sind.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

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