Amun - Es wird Zeit …

  • Glückwunsch zum ersten abstinenten Monat.
    Nach einem Monat war ich noch ziemlich unsicher. Vieles war im Umbruch, aber ich konnte erahnen, was da Gutes auf mich zukommt.

    LG Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Lieber Amun,

    allein 1 Monat ohne Alk ist doch schon ganz viel Positives! Herzlichen Glückwunsch dazu.

    Genieße einfach deinen heutigen persönlichen Feiertag und lenke deine Gedanken nur auf positive Dinge.

    LG Kyra

  • Guten Morgen TutanchAmun, Glückwunsch zum ersten Monat sendet dir Baumeister Imhotep

    Guten Morgen und Danke Baumeister Imhotep 😅

    Ich habe früher sehr viel über die alten Pharaonen gelesen, und war sehr begeistert über diese Kultur, und die Bauwerke die sie hervorgebracht haben.
    Aber in meinem Fall soll der Nick eigentlich nur das sonnige und positive verkörpern.

    In dem Sinne werde ich dann jetzt mal rausgehen und die Sonne begrüßen … 🌞

  • Bin auch ein bisschen an Geschichte interessiert, aber kein Fachmann. Das Internet sagt aber das Amun der verborge ist, erst mit der Verschmelzung mit Re steigt er zum sichtbaren Sonnengott.

    Also musst du dich bei Re ordentlich ins Zeug legen 😅

    Bissle Klugscheixerei am Morgen

    Gruß R/no

  • Ein Monat sind schon mal ein guter Anfang. Weiter so.

    Jetzt gilt es, Routine hineinzubringen, dass sich die alkoholfreie Lebensweise festigt. Was ich so bislang von anderen mitbekommen habe und auch an mir feststellen konnte, ist das erste Jahr das schwerste.


    Mein erstes großes Tief hatte ich nach ca. 3 Monaten, nachdem die Anfangseuphorie verflogen war. Damals hatte es mich heftig durchgeschüttelt wie es nur noch ein weiteres Mal erleben musste.

    Ich möchte Dich nicht erschrecken, das liegt mir fern: mach einfach weiter, aber sei Dir nicht zu sicher, dass Du schon über den Berg bist. Weitere Herauforderungen dürften noch warten, sie lassen sich jedoch mit dem, was Du bis dahin gelernt hast und hier im Forum gepostet wird, bewältigen. Falls es mal etwas wackelig werden sollte, findest Du hier jederzeit einen Ansprechpartner. Sich den Frust von der Seele reden/schreiben entlastet ungemein. Die meisten hier können viele Drucksituationen nachempfinden, weil wir sie auch duchleben durften. Also teil Dich mit.


    Alles Gute

  • Ich möchte Dich nicht erschrecken, das liegt mir fern

    Danke Carl Friedrich,

    ich bin mir sicher dass ich noch lange nicht „über den Berg“ bin. Sowohl beim Thema Alkohol, wie auch bei den anderen Problemen erwarte ich noch das eine oder andere. Angst hast Du mir absolut keine gemacht. Du beschreibst letztendlich nur die Realität, die vor mir schon sehr viele andere auch erlebt haben. Da heißt es einfach: durchhalten, fokussiert bleiben und nach vorne schauen …

  • Und leider gab es auch heute wieder einen ordentlichen Tiefschlag. Manchmal frage ich mich ob es nicht langsam reicht. Irgendwann muss es doch mal nachlassen. Es muss doch auch mal wirklich gute Tage geben.

    Der Sohn meiner Frau blockt jetzt jeglichen Kontakt zu meiner Frau ab. Sie hat offenbar sogar eine neue Telefonnummer. Ich habe eine Frage wegen der Steuer, und möchte das nun wirklich nicht mit dem Sohn als Durchlauferhitzer klären. Ausserdem wollte ich ihr anbieten das wir zusammen in eine Paartherapie gehen können. Doch echt kein Thema für den Sohn. Auch die anderen Familienmitglieder haben mich derweilen still und heimlich geblockt, oder reagieren in kleinster Weise … ducken sich einfach weg. Unter diesen Bedingungen ist es noch um ein vielfaches schwerer mit der Abstinenz klarzukommen. Die ersten Lügen wurden auch schon verbreitet.

    Ja, ich müsste loslassen, ich weiß. Aber leider schaffe ich es noch nicht. Ich gehe innerlich kaputt. Und niemand da mit dem ich das Bereden kann. Ich habe keinen Plan was ich tun muss oder sollte. Nur das ich weiter Abstinent bleibe, das ist klar. Heute morgen war ich noch so optimistisch, und jetzt scheint es ein reiner Trümmerhaufen zu sein. Seine eigene Frau nicht erreichen zu können … nicht mal zu wissen wo sie jetzt wohnt, dass ist einfach grausam. Mir war schon klar, dass wenn die Familie sie beeinflusst das brutale Spalten beginnen wird. Und da bin ich jetzt einfach nur Hilflos. Ich weiß, dass haben sicherlich einige von euch auch durch gemacht. Aber nicht zu wissen in welche Richtung man gehen soll, welche Zukunft machbar wäre, zerschneidet mir gerade einfach die Sinne.

  • In der Form habe ich so etwas nicht erlebt. Meine Trennung verlief anders (vor vielen Jahren, meinerseits). Trotzdem kann ich den Schmerz und die halbe Ohnmacht nachvollziehen, ebenso die möglichen Zukunftsbilder. In vollem Maß die Fragen der Perspektive in unserem Alter.

    Detaillierte Gründe der Trennung und Tiefe des Zerwürfnisses sind von außen bisher unklar. Und hier auch nicht richtig objektiv klärbar.

    Jetzt kam die Nachricht das sie vorerst keinen Kontakt mehr möchte, und eine Auszeit braucht.

    Respektiere/akzeptiere es vorerst in vollem Umfang.

    Ob und welche Heilungschancen die Beziehung hat, ist von außen ebenso völlig unklar. Und wahrscheinlich auch im Innenverhältnis. Vielleicht heilt die Zeit plus sicht- und spürbare stabile Veränderungen bei dir. Trotzdem: tue es nur für dich, ohne jede Erwartung.

    Du tickst nach meinem Gefühl ziemlich rational. Das ist/wäre hilfreich. Dann nimm die "Problemfelder" jeweils als gesonderte Schicht auseinander und betrachte sie separat. Zusammenfügen später. Zeithorizont 1 Jahr.

    >> Vorn ist das Licht!

    (Die Puhdys, 1973 - ein Lied meiner frühen Jugend)

  • Und leider gab es auch heute wieder einen ordentlichen Tiefschlag

    Servus Amun, bei mir kam das nach 1 Jahr, über mich wurden auch Dinge erzählt die nicht stimmen. Ich bin aber durch damit mich zu rechtfertigen, ich hab mich verhalten wie ein Alki wenn ich in dem Modus war, war beleidigend auch aggressiv wie ich aufgetreten bin. Zu all dem steh ich auch und hab das einer befreundeten Familie auch erzählt zu denen der Kontakt inzwischen auch eingeschlafen ist, also man gibt sich mit mir nicht mehr so gerne ab, die Kinder kommen kaum noch zum Spielen wenn ich zu Hause bin und X nicht etc.

    Das ist halt so, in der nassen Zeit war das kein Problem, man dachte halt er trinkt gerne einen, wenn wir uns gezofft haben, haben die das ja nicht mitbekommen. Meinen Freunden hab ich jedenfalls die Wahrheit gesagt, da war bei mir halt auch das meine X dich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, aber ich hab halt erzählt was gesagt wurde und wie mein auftreten war. Aber das ist jetzt vorbei, ich möchte meine Ruhe haben und nicht den Rest meines Lebens im Büßergewand durch die Gegend latschen. Wenn sie nicht mehr will dann ist das so. Bei mir hat der ganze Mist sich ewig hingezogen aber jetzt bin froh wie es ist, ich fühl mich wirklich wohl und möchte Sie auch nicht mehr zurück, heute ist sie sogar bei ihren Freunden in einer anderen Stadt große Party mit Übernachtung aber mich juckt das nicht mehr ich hab abgeschlossen, mit ihr und mit meiner Vergangenheit.

    Du musst dir schon mehr Zeit geben, dein Leben wird sich jetzt nicht in ein paar Wochen zum Paradies verwandeln nur weil du 4 Wochen nichts mehr getrunken hast. Kümmere dich um Dich selbst, schick ihr ab und zu ne E-Mail mit Vorschlägen wie Paartherapie usw. aber wenn sie nicht antwortet dann lass es, das wird dir nicht gut tun.

    Ich weiß ja nicht was bei euch los war aber ich glaube viele Trennungen laufen so ab. Meine Frau stellt sich ihr Leben jetzt anderst vor, sie war schon immer mehr die gerne in Clubs ist oder auf Partys, bei mir war das schon lange nicht mehr so und auch früher, also 20 Jahre her, war ich nie der Partytyp oder hab mir live Bands angeschaut, das war mir immer zu Stressig und zu laut.

    Vielleicht ist deine Frau ja auch unzufrieden mit ihrem Leben und hat eine andere Vorstellung als Du vom "Leben" , keine Ahnung, vielleicht kommt sie auch nicht damit klar das ihr Mann nie wieder Alkohol trinken kann, nie wieder Wein zusammen im Restaurant, im Urlaub, das war bei meiner Frau so, wir hatten 1 Gespräch darüber und das wars dann, dabei hab ich sogar noch rumgeeiert das ich vielleicht mal wieder irgendwann etwas trinken könnte. Ich kann mir nicht mehr vorstellen mit einer Frau zusammen zu sein die regelmäßig trinkt, auch wenn es nur alle 2-3 Tage ein "Gläschen" wär, im Moment kann ich mir das nicht vorstellen.

    Kopf hoch es kann besser werden und wenn du Dir Treu bleibst wird es auch besser.

    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen

    Gruß R/no

  • Hallo Oskar & R/no

    ich glaube ich muss erstmal noch etwas frische Luft schnappen. Schon mal besten Dank für eure tollen, und wirklich hilfreichen Nachrichten (das waren schon einige von euch). Ich werde nachher darauf eingehen. Aber im Moment muss ich die Hirnzellen lüften, um etwas klarer denken zu können ...

  • Draußen liegt gerade ein Gewitter in der Luft … der Regen hat schon begonnen.

    Detaillierte Gründe der Trennung und Tiefe des Zerwürfnisses sind von außen bisher unklar. Und hier auch nicht richtig objektiv klärbar.

    Nein, natürlich kann man das von außen nicht mal ebenso nachvollziehen oder verstehen. Ich glaube das würde auch die Möglichkeiten dieses Forums sprengen. Und außerdem würde man dann ja auch eh nur meine Sicht der Dinge lesen. Und wirklich objektiv wäre das wahrscheinlich auch nicht 😅

    Ich werde mich natürlich intensiv mit allen „Problemfeldern“ auseinandersetzen. Ob die Beziehung noch zu retten ist, kann ich aktuell wirklich nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich auch eine Trennung in meine Überlegungen mit einbeziehen muss. Loslassen ist leider so garnicht meine Stärke … da tue ich mich wirklich schwer. Aber ich erkenne das viele Zeichen genau in diese Richtung weisen. Das jetzt auch noch Lügen und Unterstellungen aufkommen, baut bei mir kein wirkliches Vertrauen auf. Ja, ich weiß, der Alkohol und ich haben sehr viel Schuld an dem was gerade passiert. Für mich ein Ansporn mich weiterhin, und immer wieder, um die Abstinenz zu bemühen. So etwas soll mir nicht noch einmal passieren. Diese Schmerzen sind einfach unerträglich … sicherlich für meine Frau, aber auch für mich.

    ... also man gibt sich mit mir nicht mehr so gerne ab

    Den Eindruck habe ich auch gerade. Sie beteuern dass niemand abgestempelt wird, aber dann spürt man doch ganz deutlich das sie eben doch nur den Alkoholiker in mir sehen, und der ist natürlich an allem Schuld. Und das ohne Ausnahme. Es bedeutet zwangsläufig, dass ich mich von einigen Menschen in meinem weiteren Leben auf irgendeine Weise trennen, aber mindestens distanzieren werde. Sei’s drum … gehört auch zum Leben dazu. Menschen kommen, Menschen gehen.

    Vielleicht ist deine Frau ja auch unzufrieden mit ihrem Leben und hat eine andere Vorstellung als Du vom "Leben"

    Ich habe versucht herauszufinden was außer dem Alkohol schief gelaufen ist. Aber wenn man mich abweist, isoliert und ausschließt wird sich das nicht klären lassen. Ich habe und hatte ernsthaftes Interesse das zusammen mit meiner Frau herauszufinden. Wenn man redet kann man auch sicherlich Dinge verändern. Leider verwehrt man mir gerade diese Möglichkeit 🤷‍♂️

    Und schon wieder sind wir dann beim loslassen. Vielleicht hat meine Frau schon losgelassen (irgendwie bin ich mir sicher), nur ich bin noch nicht so weit. Und neben der Abstinenz, die umverhandelbar ist, werde ich mich mit dem Loslassen beschäftigen (müssen). Die letzten Wochen haben mich so extrem unglücklich gemacht, und auch für dieses Gefühl habe ich, was mich betrifft, die alleinige Verantwortung. Die Erkenntnis ist schon da … es hapert nur noch mit der Umsetzung. Das Jahr 2026 wird auf jeden Fall noch viele Veränderungen bringen. Ich hoffe dass ich am Ende auch wachsen werde …

  • Du musst dir schon mehr Zeit geben, dein Leben wird sich jetzt nicht in ein paar Wochen zum Paradies verwandeln nur weil du 4 Wochen nichts mehr getrunken hast. Kümmere dich um Dich selbst, schick ihr ab und zu ne E-Mail mit Vorschlägen wie Paartherapie usw. aber wenn sie nicht antwortet dann lass es, das wird dir nicht gut tun.

    Nein, ich erwarte garantiert nach 4 Wochen Abstinenz keine Wunder, und schon gar keine paradiesischen Zustände 😅 Aber ich würde es gerne sehen, wenn man mir eine Chance geben würde, damit ich unter fairen Bedingungen beweisen kann, dass ich mich verändern kann. Isolation, Lügen, Unterstellungen und Abweisen sind da nicht förderlich. Und nein, ich werde mich nicht ein Jahr bemühen, und das Büßergewand tragen. Das soll nicht arrogant oder gar anmassend klingen. Aber sind wir doch einfach realistisch … nach einem Jahr hat man sich verloren unter solchen Umständen.

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