Stephie - Hallo, nun konnte ich nicht anders…

  • Das alles sind nicht gerade gute Voraussetzungen für eine dauerhafte Abstinenz, Stephie.

    Wenn Ihr zusammen trinkt, streitet ihr, und wenn er allein in deiner Gegenwart trinken darf, auch? Dazu noch Dein Schlafmangel durch seine Rücksichtslosigkeit. Muss er denn gar nicht arbeiten gehen? Und seine Versuche, Dich wieder zum Trinken zu animieren ...

    Das widerspricht ziemlich stark den Erfahrungswerten dieses Forums für eine gelingende Abstinenz, die in den Grundbausteinen festgehalten sind.

    Vielleicht kann jemand von den Mods Dir den Artikel verlinken? Danke!

  • So habe ich das ehrlich gesagt noch nie formuliert.
    Er weiß, dass der Konsum..auch von ihm kritisch ist (bei ihm vorallem körperlich), aber wenn ich das Thema ‚Alkoholproblem/Alkoholsucht/Alkoholiker‘ anspreche, tut er es eher ab, für ihn ist der Gedanke unausstehlich und lächerlich, dass ich oder er als Alkoholiker gelten. (Ich glaube er versteht die allgemeine Definition davon nicht) Ich würde gern viel mehr mit Ihm sprechen darüber, aber z.B. wenn ich nur sage, dass er weniger trinken könnte (weil er schlecht schläft oder Muskelschmerzen hat), ist das gleich ein Streitpunkt.
    Sorry, ich schreibe hier mehr über meinen Partner, als über mich… Aber das beschäftigt mich gerade sehr…

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Stephie!

    Es ist für Dich derzeit eine schwierige Situation damit umzugehen, dass Dein Partner weiterhin Alkohol trinkt und darauf auch nicht verzichten will.

    Und es wird so sein, dass das Zusammenleben so auf Dauer nicht funktionieren kann.

    Ein trockener Alkoholiker braucht ein zuhause, das alkoholfrei ist, damit er geschützt ist.

    Ich lasse Dir unsere Grundbausteine hier, die Du anklicken und lesen solltest:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Stephie,

    zunächst auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Er sagt dazu weiter nichts, außer manchmal dass mich ein bisschen ja nicht gleich ‚umbringt‘.

    Mein Mann dachte auch anfangs, dass ich keine Alkoholikerin sei da ich ja noch funktionierte, nicht schon morgens trank etc.
    Er trinkt auch und sagte mir ausdrücklich, nicht auf Alkohol verzichten zu wollen.

    Ich habe ihm dann in einem längeren Gespräch von meinem ersten Besuch bei der Suchtberatungsstelle und ihrem Test erzählt. Ich erklärte ihm den Test (wenn ich mindestens 3 von 6 Fragen mit ja beantworte, bin ich Alkoholikerin) und das Ergebnis der einzelnen Fragen mit Beispielen.
    So beschrieb ich ihm meinen Kontrollverlust, dass ich nicht aufhören konnte, wenn ich erstmal angefangen hatte, dass ich schon oft versucht hatte, nur eine bestimmte Menge, nur an bestimmten Tagen Bier zu trinken, dass das aber nicht funktioniert hat.
    Ich erklärte ihm, dass ich von gesellschaftlichen Verpflichtungen ohne Alkoholangebot möglichst schnell nach Hause wollte, um endlich Bier trinken zu können, dass ich zu solchen Veranstaltungen erst gar nicht hingehen wollte, Ausreden erfand, um wegbleiben zu können.
    Ich erklärte ihm, dass ich mittlerweile wesentlich mehr trank als früher, dass ich mehr vertrug, bis ich als angeheitert bezeichnet werden konnte.
    Und ich blieb bei all diesen Beispielen bei mir, obwohl ich auch hier und da „uns“ hätte sagen können.

    Ich machte ihm im Laufe der ersten Zeit klar, dass ich keinen Alkohol mehr trinken dürfe, da ich ansonsten sofort wieder im alten Alkoholkonsum sei, dass es Situationen geben könne, in denen ich alles versuchen werde, was trinken zu können, dass deshalb unser Haus alkoholfrei sein müsse.

    Nun, er trinkt seitdem nur noch samstags Abend. Er fragte mich zwar vorher, ob es ok sei, ich nahm Rücksicht auf ihn und er trank in meiner Anwesenheit, bis ich am 3. Samstag den Raum verlassen wollte, da ich gefühlsmäßig mit seinem Trinken direkt neben mir nicht klar kam.

    Fazit mittlerweile:
    Mein Mann verabschiedet sich jetzt samstags irgendwann am Abend ins Bett (wie auch an allen anderen Wochentagen) und trinkt in einem anderen Zimmer sein Bier. Wir haben kein Bier mehr im Haus, Er holt sich seine „Portion“ samstags morgens und lässt auch nirgendwo volle oder leere Flaschen rumstehen. Es riecht auch nirgends im Haus nach frischem oder abgestandenem Bier. Im Urlaub, wenn wir wegfahren, wird er ebenfalls kein Bier trinken.


    Das wird für dich so allein aufgrund eurer räumlichen Situation nicht umsetzbar sein, aber vielleicht kannst du ihn zumindest für deine Alkoholsucht sensibilisieren, dass er wenigstens seine Fragen unterlässt.
    Ob ein Zusammenleben mit zuverlässiger Abstinenz unter den von dir geschilderten Umständen möglich ist, möchte und kann ich nicht beurteilen. Aber diese deine Worte

    Am meisten habe ich Angst, dass ich nur aus Streitvermeidung wieder was trinke!

    sind schon bezeichnend und klingen nicht gerade nach Risikominimierung.

    Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, der deine Abstinenz nicht gefährdet.

    Liebe Grüße Kyra

  • Sorry, ich schreibe hier mehr über meinen Partner, als über mich… Aber das beschäftigt mich gerade sehr…

    Ich find das schon wichtig, weil das ja deine Abstinenz gefährdet. Zuerst würde ich das mal klar kommunizieren. Sein Abtun oder die Verharmlosung eurer Sucht kommt vielleicht daher, weil er es nicht hören will. Ich sag jetzt mal knallhart, dass das sonst auch keine Basis für dich ist, dir ein trockenes Leben aufzubauen.

  • Wenn er selbst Alkoholiker ist, dann verteidigt er einfach sein Revier, in dem er in Ruhe weiter saufen kann – und das tut er dann auch auf deine Kosten. Und dass er dir sagt, du seist kein Alkoholiker? Woher hat er bitte die Qualifikation?

    Das ist nichts anderes als Abmildern, Wegreden, Kleinmachen , damit er selbst nicht in den Spiegel schauen muss, den du ihm hinhältst.;) Warum reagiert er sonst gereizt? Ein Mensch ohne Alkoholproblem wird nicht wütend, wenn man ihm den Alkohol wegnimmt. Wer kein Bedürfnis hat, muss nichts verteidigen. Sind zumindest von außen betrachtet eben Abhängigkeitssignale.

    Die andere Seite ist genauso simpel. Wenn er keiner ist dann bist du ihm egal. Ich weiß, meine Worte sind nicht immer fein geschliffen, aber es ist eben wie es ist.

    Ja, es gibt auhc Partner, die zu Hause weiter trinken , aber nur, wenn der trockene Alkoholiker das Risiko bewusst trägt und toleriert. Warum auch immer. Das ist deren Entscheidung.

    Für mich bleibt. Ein alkoholfreies Umfeld ist dein Schutz. Und genau deshalb gehört es zu den Grundbausteinen. Ich kann das nur empfehlen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Und es wird so sein, dass das Zusammenleben so auf Dauer nicht funktionieren kann.

    Das kann man so nicht pauschal sagen aber es gibt grundlegende Spielregeln. Ich bin seit fast 9 Monaten trocken und mein Mann ist Alkoholiker. Bei uns ist es aber so, dass mein Mann stolz auf meine Abstinenz ist und mich niemals an meinem eingeschlagenen Weg hindern würde. Ich denke er weiß ganz genau, dass mir mein neu gewonnenes Leben das Wichtigste auf der Welt ist und er den kürzeren ziehen wird.

    Für mich bleibt. Ein alkoholfreies Umfeld ist dein Schutz. Und genau deshalb gehört es zu den Grundbausteinen. Ich kann das nur empfehlen.

    Dem stimme ich voll und ganz zu.

  • Hallo liebe Leute!
    Vielen Dank erstmal für die Feedbacks und das Interesse!

    Das stimmt natürlich, dass die Vorraussetzungen für mich mehr als schlecht sind für eine Abstinenz.
    Jedoch würde ich meinen Partner nie wegen seiner Trinkerei verlassen. Er ist für mich ja nicht nur ‚der Alkoholiker‘.
    Und weil ich das Gefühl selber ja auch kenne würde ich ihn nie im Stich lassen. Ich will da sein wenn er meine Unterstützung braucht und möchte.

    Wenn ich nichts trinke streiten wir selten, und wenn sind es Kleinigkeiten (wahrscheinlich wie in jeder anderen Beziehung ;)
    Höchstens wenn ich ihn immer wieder auf den Konsum anspreche oder Andeutungen zum Thema mache usw…

    Nach dem lesen, auch von anderen Beiträgen,
    denke ich, ist es am Besten, wenn ich mich wirklich auf mich konzentriere. Ich möchte nichtmehr ihn kontrollieren oder versuchen zu überreden, denn das klappt nicht.
    Wenn ich mit ihm über das Thema spreche, werde ich in Zukunft nur noch von MIR sprechen.
    Es sollte normalerweise ja auch kein Streitthema sein, wenn ich nichts trinke…

    ….

    Ich machte ihm im Laufe der ersten Zeit klar, dass ich keinen Alkohol mehr trinken dürfe, da ich ansonsten sofort wieder im alten Alkoholkonsum sei,

    ….. aber vielleicht kannst du ihn zumindest für deine Alkoholsucht sensibilisieren, dass er wenigstens seine Fragen unterlässt.


    Ich denke, dass ist ein guter Ansatz, den ich (diesmal) ernsthaft ansprechen werde! Danke Kyra !

    Das kann man so nicht pauschal sagen aber es gibt grundlegende Spielregeln. Ich bin seit fast 9 Monaten trocken und mein Mann ist Alkoholiker. Bei uns ist es aber so, dass mein Mann stolz auf meine Abstinenz ist und mich niemals an meinem eingeschlagenen Weg hindern würde.


    Das macht mir Mut 😉 ! Das nehme ich jetzt mal als Vorbild.


    Ich werde weiter auf mich acht geben!
    Es tut aufjeden Fall gut hier im Forum zu schreiben! So kann ich meine Situation viel besser reflektieren, gerade weil ich sonst keinen hab, mit dem ich darüber sprechen kann.
    Kennen einige bestimmt.

  • Und auf die Frage von Rennschnecke

    Muss er denn gar nicht arbeiten gehen? Und seine Versuche, Dich wieder zum Trinken zu animieren ...

    Wir arbeiten beide von Zuhause aus und sind in der Zeiteinteilung ziemlich flexibel…wahrscheinlich auch einer der Gründe warum das soweit ging mit der Sauferei…

    Also er zwingt mich ja nicht oder so zum Trinken, ich denke ich habe wirklich noch nicht richtig mein Problem/oder meinen Plan kommuniziert…(wie Hera schrieb)

  • Hi Stephie ,

    ich bin jetzt seit 16 Monaten stabil abstinent. Ohne größere Probleme. Ich habe einfach die Grundbausteine praktisch umgesetzt und im Kopf verinnerlicht. Und ansonsten betreibe ich konsequente Risikominimierung/Vermeidung. Allerdings lebe ich alleine. Heißt, ich treffe nicht auf Menschen aus meinem Umfeld die in meiner Gegenwart Alkohol trinken (schon gar nicht in meiner Wohnung). Denn meine Regel ist das, wenn ich mich Menschen aus meinem Umfeld treffe, egal wo, das diese in meiner Gegenwart keinen Alk trinken.

    Heißt, ich bin niemals in Deiner Situation. Wäre ich in Deiner Situation, würde ich mir ganz schnell etwas überlegen und dann auch durchziehen, weil mir das ein viel zu großes Risiko wäre. In einem ersten Schritt würde ich mir eine eigene Unterkunft suchen. Dort wäre ich dann jedenfalls erstmal sicher und könnte mit Abstand überlegen wie und ob es mit der Beziehung weiter gehen kann. Das mag sich für Dich vielleicht etwas hart anhören. Aber ich habe von Anfang an meine Abstinenz an die erste Stelle gestellt. Und deshalb steht für mich Selbstschutz auch an erster Stelle. Keine Kompromisse, die meine Abstinenz gefährden.:)

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Kazik ,

    Ja , das werden wahrscheinlich sehr viele sehen wie du. Und ich verstehe es auch, das dass für meine Abstinenz das richtige wäre und auch wichtig wäre .

    Das könnte ich tun, wenn ich vorher schon ein Selbstständiges Leben geführt hätte.
    Es ist jedoch nicht so einfach.
    Um es kurz zu erklären: ich bin mit 16 Jahren mit meinem Freund zusammengekommen ; das sind nun 13 Jahre. Meine Eltern haben mich rausgeworfen, weil ihnen (vorallem meiner Mutter) das nicht gepasst hat.(Die ersten Jahre waren überhaupt keine Drogen oder Alkohol im Spiel) Also habe ich bei meinem Freund und seinen Eltern gewohnt.
    Nachdem ich meine Ausbildung gemacht habe , habe ich auch den Führerschein gemacht. Danach hat sich das mit dem Alkohol aber immer mehr eingeschlichen. Somit bin ich bis jetzt insgesamt gerademal 3x circa im Auto gesessen, ganz kurze Strecken gefahren , und das auch mehr schlecht als recht.
    Naja, das ist auch ein Thema , was ich noch nachholen muss.(wahrscheinlich nochmal Fahrstunden nehmen) aber das ist ein anderes Thema. Aber soviel zur Selbstständigkeit… 😣

    Wahrscheinlich würden viele denken, dass ich total abhängig bin von dieser Beziehung. Was vielleicht auch so ist, aber selbst wenn das nicht da wäre, würde ich mich wahrscheinlich nicht trennen, selbst wenn es ‚nur‘ räumlich ist…

    In dem Haus in dem wir wohnen/welches wir ausbauen, wohnen wir mit seinen Eltern zusammen, aber in getrennten Wohnungen.
    Seine Mutter besorgt ihm immer die Kästen Bier. Das macht mich echt wütend! (…)Ich habe sie auch schonmal gebeten kein Bier mehr zu kaufen, weil ich finde das muss er schon selber, wenn er es braucht, dann würde er vielleicht auch merken wieviel er trinkt.
    Aber sie kauft fleißig weiter sein Bier. Wie soll ich damit umgehen?!

    Mir ist durch das Schreiben hier aufgefallen, dass ich ganz dringend mit meinem Partner nochmal sprechen muss. Ich muss ganz klar sagen, dass ich nichts mehr trinken will! Dafür werde ich ihn auch nicht mehr kontrollieren.
    Ich glaube aus falscher Vorstellung und Angst vor seiner Reaktion habe ich es immer vermieden Klartext zusprechen und aus Vermeidung, eher ihn dazu bringen zu wollen aufzuhören.

  • Hi Stephie ,

    dies ist jetzt Deine und unsere SHG und Du kannst Dir sicher sein ich denke nichts über Dich, vor allem nichts Schlechtes. Und Du kannst Dir auch sehr sicher sein das ich Dich nicht verurteile. Aber vor allem solltest Du auch nicht das Gefühl haben Du müsstest Dich rechtfertigen oder erklären. Du bist so wie Du bist okay.;)

    Wenn ich Dir meine Erfahrungen schreibe oder wie ich etwas machen würde dann ist das ein Angebot. Ein Angebot von dem Du Dir etwas für Deine Selbsthilfe mitnehmen kannst. Denn dazu sind wir hier. Und wie geschrieben ich bin überhaupt nicht in Deiner Situation.

    Und zum Schluss noch zwei Gedanken von mir. Du bist noch relativ jung, das ist in sich selbst schon etwas Gutes.;) Aber woraus ich hinaus will ist, das Du jetzt schon erkannt, hast das, Du Alkoholikerin bist. Und nicht erst nach 40 Jahren abhängigen Trinkens. Und zweitens bist Du in einem Alter in dem viele Menschen lernen Selbstständig zu werden. Es braucht nur ein bisschen Mut. Und ich kann Dir verraten es ist gar nicht so schwer. Und Du könntest Dir, falls benötigt auch Hilfe dafür holen.;)

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • (wahrscheinlich nochmal Fahrstunden nehmen)

    Huhu, brauchst du so dringend ein Auto? Du arbeitest doch sogar von Zuhause.

    Ich habe meines vor einem dreiviertel Jahr verkauft. Spart ne Menge Geld. Meine Bahnanbindung ist aber recht gut. Und mit dem Fahrrad ist es nicht weit zum Einkaufen.

    Es ist halt so, dass es auf lange Sicht um dein Leben geht. Da ist das mit dem Auto im Vergleich nicht so wichtig. Der Weg führt mit Alkohol immer weiter nach unten. Momentan siehts für die Abstinenz in Zukunft nicht gut aus. Aber du bist ja jetzt auch gerade erst hier angekommen. Es wird Änderungen geben. Ich war selbst sehr überrascht bei mir. Dachte, ich trinke einfach nichts.

    Ich habe auch ein bisschen gebraucht. Bei dir wäre es vielleicht später gar nicht so schlecht, wenn du auch einen Blick bei den COs rein wirfst.

    Übrigens hat es sich im Nachhinein sehr gelohnt. Ich bin gesund und glücklich. Mein Leben hat sich automatisch gewandelt. Es ging nicht anders. "Wegsaufen" ging ja auch nicht mehr. Also mussten Lösungen her.

    Jetzt erst mal Willkommen hier.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich habe nun über das Wochenende in Ruhe mit meinem Freund sprechen können. Es hat sich in einem Gespräch sehr gut ergeben und garnicht schlimm, wie in meiner Vorstellung!

    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinken mag und ihn auch gebeten mir nichts anzubieten und ihm auch erklärt, dass ich mit Alkohol einfach nicht umgehen kann! Er hat dem sogar zugestimmt! Er selbst sagte, dass es für ihn jeden Tag ein Kampf ist…

    Es ist vorerst klargelegt und wenn nötig werde ich es auch wiederholen zu sagen!

    Wir haben uns geeinigt: wenn er es respektiert, dass ich keinen Alkohol trinke werde ich zu seiner Trinkerei auch nichts mehr sagen.
    Das hat die Situation sehr entspannt.
    Mal sehen, wie es weiter geht.

  • Huhu, brauchst du so dringend ein Auto? Du arbeitest doch sogar von Zuhause.

    Ich habe meines vor einem dreiviertel Jahr verkauft. Spart ne Menge Geld. Meine Bahnanbindung ist aber recht gut. Und mit dem Fahrrad ist es nicht weit zum Einkaufen.

    Die regelmäßige Notwendigkeit besteht tatsächlich nicht, aber es ist so, dass ich in Situationen , wo es doch nötig wird dann auch fahren kann…( Notfall.., oder wirklich mal zum einkaufen, oder für mich selber mal wohin fahren) Wir wohnen ländlich und da gibt es keine Öffis. Ich glaube das Autofahren würde mich einfach an sich stärken.

    Aber du hast recht Alex_aufdemweg ! Das ist erstmal nicht so wichtig wie meine dauerhafte Abstinenz! ☺️

  • Ich habe nun über das Wochenende in Ruhe mit meinem Freund sprechen können

    Das ist der wichtigste Schritt überhaupt. Anhand seiner Reaktion hast du ja gesehen, dass er selbst ja auch mit seinem Konsum kämpft. Jetzt ist es ganz wichtig, dass du nur bei dir bleibst und deine Abstinenz an die erste Stelle stellst. Schnell wird er merken wie du dich veränderst und da wird sich zeigen ob das, so hart es klingt, bei euch noch passt.

  • Wir haben uns geeinigt: wenn er es respektiert, dass ich keinen Alkohol trinke werde ich zu seiner Trinkerei auch nichts mehr sagen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich das bei Dir richtig verstanden habe: Du und Dein Partner lebt zusammen? Dann wäre also auch Alkohol bei Euch zu Hause (wenn Dein Partner zu Hause trinkt)?

    Das ist, so die Erfahrung, eine gänzlich ungünstige Voraussetzung um trocken zu werden.
    Kennst Du unsere Grundbausteine schon? (Sonst kann sie einer der Moderatoren sicher verlinken). Ein alkoholfreies Zuhause ist eine der Grundvoraussetzungen um sich ein abstinentes Leben aufzubauen.

    Sonst hast Du ja den Alkohol ständig vor der Nase? Wie stellst Du Dir das auf lange Sicht vor?

    Wenn, wie Du schreibst, Du Dich und Deine Gesundheit als oberste Priorität siehst, kannst Du da vielleicht nochmal nachjustieren.

    Viele Grüße Sue

    You will bloom if you take the time to water yourself 🌷

  • Hier sind unsere Grundbausteine zum Anklicken und Lesen:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich muss ganz klar sagen, dass ich nichts mehr trinken will! Dafür werde ich ihn auch nicht mehr kontrollieren.

    Mit dem ‚Wollen‘ ist das so eine Sache bei der Alkoholsucht. Da geht es nicht mehr um ‚wollen‘.
    ‘Gewollt‘ habe ich so viele Jahre…. Erst, als ich akzeptiert habe, dass ich als Alkoholiker keinen Alkohol mehr trinken kann, konnte ich endlich aufhören mit dem Alkohol.
    Es ist auch völlig Wurscht, ob du ihn kontrollierst. Wenn er Alkoholiker ist, wird er weiter trinken, egal, ob du irgendwas kontrollierst, kommentierst oder doof findest….

    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinken mag und ihn auch gebeten mir nichts anzubieten und ihm auch erklärt, dass ich mit Alkohol einfach nicht umgehen kann! Er hat dem sogar zugestimmt! Er selbst sagte, dass es für ihn jeden Tag ein Kampf ist…

    Ich bin auch Alkoholiker. Ich kann nicht nur nicht mit Alkohol umgeben, ich habe komplett die Kontrolle über den Alkohol verloren.

    Was ist denn deine Konsequenz, sollte er dir doch noch mal Alkohol anbieten? Hast du da eine klare Vorstellung?

    Wir haben uns geeinigt: wenn er es respektiert, dass ich keinen Alkohol trinke werde ich zu seiner Trinkerei auch nichts mehr sagen.
    Das hat die Situation sehr entspannt.

    Merkwürdige Einigung. Aber okay, du musst damit klarkommst.

    Glaubst du wirklich, dass sich damit irgendwas für dich entspannt? Für dich ….nicht für ihn.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

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