JEB - Vorstellung

  • Ich habe ein ähnliches Problem bin selbst sehr gefühlsbetont und romantisch aber mein Partner hat nur mehr sehr starke Gefühle zu seinen Saufkumpels, dass war sehr schwer zu akzeptieren... mir hilft dass ich mir sage, ohne den Alkohol würde er bessere skills wissen mit anderen Meinungen, Gefühlen und Emotionen umzugehen und auszudrücken aber der Alkohol trägt die Hauptschuld, du musst dich sehr distanzieren und irgendwie versuchen dich gut abzulenken und halt eben auch die augen langsam offnen für einen anderen mann und wenns auch nur dafür gut ist dass du dich wertgeschätzt fühlst, ich verstehe das festhalten an der Liebe zu ihm recht gut aber Grenze dich so gut und schnell wie möglich von den Folgen seines Konsums und eventuellen schuldzuweisungen ab, sag ihm dass du nicht für sein trinken verantwortlich bist und dass du weisst das Alkohol eine starke Droge ist, die die Kraft hat alles zu zerstören, nicht unbedingt er ist es ..aber ich meine, die emotionale Schwäche von ihm und keine anderen Problemlösungsstrategien zu kennen und natürlich eine gewisse unreife, den er hat wahrscheinlich jahrelang nicht richtig reflektiert, in den Sinn etwas zurückgeblieben..

  • Ich habe ein ähnliches Problem bin selbst sehr gefühlsbetont und romantisch aber mein Partner hat nur mehr sehr starke Gefühle zu seinen Saufkumpels, dass war sehr schwer zu akzeptieren... mir hilft dass ich mir sage, ohne den Alkohol würde er bessere skills wissen mit anderen Meinungen, Gefühlen und Emotionen umzugehen und auszudrücken aber der Alkohol trägt die Hauptschuld, du musst dich sehr distanzieren und irgendwie versuchen dich gut abzulenken und halt eben auch die augen langsam offnen für einen anderen mann und wenns auch nur dafür gut ist dass du dich wertgeschätzt fühlst, ich verstehe das festhalten an der Liebe zu ihm recht gut aber Grenze dich so gut und schnell wie möglich von den Folgen seines Konsums und eventuellen schuldzuweisungen ab, sag ihm dass du nicht für sein trinken verantwortlich bist und dass du weisst das Alkohol eine starke Droge ist, die die Kraft hat alles zu zerstören, nicht unbedingt er ist es ..aber ich meine, die emotionale Schwäche von ihm und keine anderen Problemlösungsstrategien zu kennen und natürlich eine gewisse unreife, den er hat wahrscheinlich jahrelang nicht richtig reflektiert, in den Sinn etwas zurückgeblieben..

    Lieb von dir, aber ich bin die Trockene Alkoholikerin. Er hat eher andere Süchte, z.B. Essen.

    Er kann total liebevoll und zugewandt sein zu Kind und Hund und mir, aber nur, wenn wir ihm das permanent spiegeln. Ansonsten ist er nur auf der rein logischen Ebene unterwegs und beurteilt jedes Gefühl als unnötig. Hatte aber trotzdem vor ein paar Jahren ein Arbeitsbedingtes Burnout. Ich würde ihn als Workaholic bezeichnen, der gerne Gefühle hätte, aber sie sich selbst nicht erlaubt. Und allen anderen dann auch nicht.

    Augen offen für einen anderen Mann... Da müsste man sich schon zufällig begegnen. Und meine Interessen sind sehr Nerdig.... Ich müsste erstmal herausfinden, wie ich ohne ihn weiter machen kann.

  • So ist es. Wenn ich mich selbst nicht wertschätze, warum sollten es andere tun? Wenn ich es nicht mit mir allein aushalten kann, warum sollten andere es mit mir aushalten?

    Nennt mich altmodisch, aber die Devise "festhalten und weitersuchen" finde ich ziemlich unromantisch, um nicht zu sagen unmoralisch.

  • Irgendwie kommt es mir so vor, als würde sich mein Partner gerade jetzt, wo ich langsam klarer werde, mehr zurückziehen.

    Ich unterschätze mit Sicherheit, was er gerade durchmacht. Die Strukturen bis jetzt waren nicht gut, aber bekannt. Jetzt muss ich mein Leben umstrukturieren und weiß noch nicht, ob er diese Bewegung mitmachen kann/ will.

    Wäre halt schade drum, jetzt, wo es langsam aufwärts geht

  • Heute waren meine Eltern zu Besuch und haben anscheinend doch noch nicht verstanden, was "trocken" bedeutet...

    Du musst es ihnen immer wieder erklären bis sie es alle verstanden haben. Mein Vater hat neben mir immer so lustig übers trinken rumgealbert. Ich musste bestimmt 7 male sagen ,das stört mich, triggert mich, macht mich unruhig. usw. Die nichtsüchtigen verstehen es kaum.

    Aber bald hat meine Oma Geburtstag und da würden sie ja so gerne ins Brauhaus gehen.

    Was bei mir gut geklappt hat: Meine Selbsthilfegruppe sagt ich darf dort nicht hin^^ Da ich es diesmal schaffen will geht es nicht!! Oder Therapeut etc.

    Und mein Mann!!! "darf" entscheiden, ob ich mir nicht doch zu besonderen Anlässen mal eine Ausnahme machen darf. Weil er ja nicht der Alkoholiker ist von uns beiden.

    Immer wieder erklären bis sie es alle verstehen. Wenn dich das mit der Familie alles so nervt, kann ich voll verstehen mit triggern, nicht hingehen und trigger vermieden. Meine Familie trifft sich immer im Restaurant mit uns. Wäre das triggernd wäre ich zu 100 Prozent nicht dabei

    Wie geht ihr mit starken Gefühlen auf gesunde Weise um? (Bei gleichzeitig empathiefreiem Partner)

    Rauslassen, zeigen, auch mal weinen, zur Not alleine^^

    Heute trinke ich nicht

  • Ich denke, dass Männer allgemein ein Problem haben, Gefühle zu zeigen oder zu äußern. Der Grundstein wurde ja auch oft in der Kindheit gelegt: „ Ein Indianerjunge kennt keinen Schmerz“, „ sei stark wie ein Mann“, „ nicht weinen“ … Das sind Verhaltensmuster, die prägen.

    Es sollte ja nicht Deine Aufgabe sein, Deinen Mann zu ändern, sondern entscheidend ist, wie Du mit Deinen Gefühlen umgehst.
    Wie er mit seinen Gefühlen umgeht, ist Seins.
    In dem Moment, wo Du Dich veränderst, merkt es auch Dein Umfeld.
    Ich hab da immer so ein Mobile im Kopf. Wenn ein Teil anfängt sich zu bewegen, verändern auch die anderen ihre Positionen.

    Ich habe meine Gefühle auch immer mit Alk weggedrückt und es war dann ähnlich wie bei Rennschnecke , als ich alkfrei wurde, haben mich die Gefühle übermannt, konnte aber nicht mehr weinen und hätte es gern getan, wusste auch nicht mit der Wut wohin. Habe heute noch Probleme damit und mache vieles mit mir selbst aus.

    Je höher meine Erwartungshaltung an jemand anderen ist ( in dem Fall der Partner), umso mehr werde ich enttäuscht.
    Jeder Mensch ist unterschiedlich und ich kann den anderen nur so akzeptieren wie er ist oder ich lasse es.

    Du wärest nicht die Erste, bei denen sich in der Partnerschaft etwas ändert, wenn man langfristig abstinent lebt. Der Fokus und das eigene Selbstwertgefühl verändert sich und dein Gegenüber spürt diese Veränderung. Wie beide damit langfristig umgehen, bleibt abzuwarten.
    Vielleicht hilft es Dir, ein Stück von Deiner Erwartungshaltung gegenüber Deinem Mann zurückzunehmen und ihn so anzunehmen wie er ist ?

    Und Du bist Du, wenn Du ein Gefühlsmensch bist, dann ist es doch auch ok. Du darfst so sein.

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Offenbar bist du in einem Umfeld groß geworden in dem Männer sehr mittelpünktig gesehen werden.
    So was prägt mehr als einem lieb ist und du denkst sogar, dass du einen ‚Berechtigungsschein‘ deines Mannes für starke Gefühle brauchst. Nö!

    Deine Gefühle gehören dir und wenn du sie äußern möchtest, tust du es. Er muss schauen wie er damit klar kommt.

    Du änderst gerade dein Leben radikal und das ist auch für deinen Partner nicht leicht. Geh deinen Weg und schau wie sich das dann ‚zurecht ruckelt‘, aber mach nicht den Fehler ihm zu liebe die Handbremse anzuziehen.

    Wenn es dann nicht mehr passt, kann man sich immer noch trennen.

    Warm halten und gleichzeitig umschauen ist niemandem gegenüber fair.

  • Offenbar bist du in einem Umfeld groß geworden in dem Männer sehr mittelpünktig gesehen werden.
    So was prägt mehr als einem lieb ist und du denkst sogar, dass du einen ‚Berechtigungsschein‘ deines Mannes für starke Gefühle brauchst. Nö!

    Deine Gefühle gehören dir und wenn du sie äußern möchtest, tust du es. Er muss schauen wie er damit klar kommt.

    Du änderst gerade dein Leben radikal und das ist auch für deinen Partner nicht leicht. Geh deinen Weg und schau wie sich das dann ‚zurecht ruckelt‘, aber mach nicht den Fehler ihm zu liebe die Handbremse anzuziehen.

    Wenn es dann nicht mehr passt, kann man sich immer noch trennen.

    Warm halten und gleichzeitig umschauen ist niemandem gegenüber fair.

    Damit hast du Recht, nur, dass ich die männliche Dominanz (durch den Vater) jetzt als Erwachsene erst reflektieren kann. Ich glaube, mein Mann will mir meine Gefühle auch gar nicht verbieten, sondern nach einer sehr unsteten Zeit ist er einfach erschöpft. Meine Gefühle sind ihm gerade wirklich "zu viel", obwohl ich sehr viel stabiler bin.

    Ich muss wirklich zuerst mit mir ins Reine kommen, das ist noch ein langer Weg

  • Ich denke, dass Männer allgemein ein Problem haben, Gefühle zu zeigen oder zu äußern

    Männer können keine Gefühle zeigen? Das wäre bei einer Sucht vielleicht sogar gar nicht so schlecht, auch wenn ich bezweifle, dass es wirklich so ist. Ich zeige meine Gefühle nur nicht immer so, wie andere es sich vorstellen. :whistling:

    Aber mal ernsthaft: Hilft mir das auf meinem Weg beim Trockenwerden? Interessiert es meine Sucht, wie mein Umfeld auf meine Gefühle reagiert? Hilft es mir, ständig nach außen zu schauen und mich zu fragen, was der jetzt denkt, wie die darauf reagiert oder ob mich überhaupt jemand versteht? Nee. Ab in die Tonne damit. ;)

    Für mich gibt es beim Trockenwerden eine ganz einfache Wahrheit: Die Welt um mich herum wird nicht trockener, nur weil ich aufgehört habe zu saufen. Nicht für mich. Nicht für irgendwen.

    Familie bleibt, wie sie ist. Partner bleiben, wie sie sind. Freunde bleiben, wie sie sind. Und Alkohol bleibt sowieso überall. Der hat sich von meiner Abstinenz erstaunlich wenig beeindrucken lassen.

    Natürlich habe ich mir damals auch gewünscht, dass andere verstehen, was Abstinenz für mich bedeutet. Für mich wurde genau diese Hoffnung irgendwann zur Falle. Ich bin oft genug hineingelaufen, bis ich begriffen habe: Meine Abstinenz ist meine Baustelle. Nicht die meiner Familie, meines Partners oder meiner Freunde.

    Also habe ich irgendwann aufgehört, meine Energie dafür zu verwenden, andere zu überzeugen. Die Energie brauchte ich selbst, um mein Risiko so klein wie möglich zu halten. Wenn mich etwas triggert, gehe ich nicht hin. Wenn mir eine Situation nicht guttut, meide ich sie. Nicht, weil die anderen etwas falsch machen, sondern weil ich trocken bleiben will.

    Und dabei ist mir irgendwann egal geworden, wer auf der anderen Seite steht. Oma, Opa, Kinder, Familie, Freunde oder enge Partnerschaft. Die eigentliche Kunst war für mich, genau dort den nötigen Egoismus zu entwickeln.

    Ich muss trocken bleiben. Denn damit steht und fällt alles andere.

    Der andere muss das nicht verstehen, nicht gut finden und auch nicht beklatschen. Das ist seins. Meine Abstinenz ist meins. Das ist nicht immer schön, nicht immer fair und schon gar nicht immer harmonisch. Aber Harmonie hält mich nicht trocken.;)

    Nach fast zwanzig Jahren kann ich sagen. Genau diese Haltung hat mir Freiheit gegeben. Meine Abstinenz hing irgendwann nicht mehr davon ab, ob andere sich ändern, sondern davon, welche Entscheidungen ich selbst treffe.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Das mit dem "notwendigen Egoismus" ist ein guter Punkt. Musste ich aufgrund einer chronischen Erkrankung schon in anderen Lebensbereichen entwickeln. Auch da konnte ich irgendwann keine falsche Rücksicht auf Andere nehmen, einfach weil es um meine Unversehrtheit ging. Mittlerweile ist das Gewohnheit.

    Ich hoffe, das wird sich mit dem Trockensein genauso entwickeln

  • Du musst es ihnen immer wieder erklären bis sie es alle verstanden haben.

    Einen Sch... muss sie. :) Hartmut hat meine Antwort schon vorweggenommen.

    Also habe ich irgendwann aufgehört, meine Energie dafür zu verwenden, andere zu überzeugen.

    Das ist ja wie bei dem Vorschlag einen Alkoholiker-Test vor jemandem zu machen.

    Ggfs. einmal mit mehr "nachdruck" sagen. Aber ich bin ja nicht der Lehrer von der Baumschule.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Hi JEB ,

    hier mal meine Erfahrungen wie ich meine Abstinenz gestartet habe und inzwischen fast 20 Monate stabil abstinent bin. Ich habe, nachdem ich mich hier angemeldet habe zunächst die Grundbausteine umgesetzt.

    Und danach habe ich konsequente Risikominimierung betrieben und betreibe sie noch heute. Also ich gehe auf keine Feste, Feiern, Orte und Veranstaltungen, auf denen vor allem von meinem Umfeld in meinem Beisein hauptsächlich Alkohol konsumiert wird. Ich schreibe explizit mein Umfeld, weil dies nochmal ein größerer Trigger für mich ist.

    Mein privates und berufliches Umfeld weiß, dass ich jetzt abstinenter Alkoholiker bin. Und die Vereinbarung ist das, wenn ich mit Ihnen verabredet bin oder mit Ihnen Zeit verbringe das in meinem Beisein kein Alkohol getrunken wird. Wenn ich auf den oben genannten Dingen eingeladen war, habe ich bisher abgesagt und mich bei Bedarf extra und alkoholfrei getroffen. All das gab bisher überhaupt nicht das geringste Problem. Hätte es ein Problem gegeben, hätte ich die Konsequenzen gezogen.

    Das alles hat dazu geführt das ich innerhalb von gut sechs Monaten ziemlich stabil abstinent war. Saufdruck hatte ich in dieser Zeit selten. Und wenn habe ich diesen ignoriert und mich auf etwas anderes konzentriert. Davon gibt es ja genug.;)

    Auch ich habe noch andere zum Teil chronische psychische Erkrankungen. Beispielsweise chronische Depressionen. Aber diese Erkrankungen haben absolut nichts mit meiner Sucht zu tun. Und das trenne ich in meinem Kopf strikt und kappe dazu jede Verbindung, damit diese sich nicht gegenseitig begünstigen können.

    Das gute ist das ich bei allen diesen Erkrankungen schon vor Jahrzehnten im Rahmen von zwei abgeschlossenen Therapien gelernt habe mir selbst zu helfen. Beide Therapien waren Verhaltenstherapeutisch orientiert.

    In den letzten Jahren meiner Sauferei befand ich mich durchgehend in einer schweren Depression. Denn ich konnte mir saufend nicht mehr selbst helfen. Das ist unmöglich.

    Nachdem ich abstinent wurde, waren die Depressionen für ungefähr sechs Monate kein "größeres Problem" und dann konnte ich mir auch gut helfen. Hätten meine Depressionen früher ein Problem gemacht dann hätte ich mich trotzdem zunächst darauf konzentriert stabil abstinent zu werden.;)

    Warum schreibe ich Dir das alles? Du bist jetzt erneut abstinent und hast ein kleines Kind, für das es wichtig, ist das, die Mama clean ist und bleibt. Und mein Eindruck ist wie als Du Dich ursprünglich hier angemeldet hast das Du einige Baustellen aufmachst die aber meiner Meinung nach überhaupt noch nicht anstehen. Wie zum Beispiel das Verhältnis zu Deinem Partner oder Deiner Familie.

    Ohne eine stabile Abstinenz ist alles andere Nichts. Und aus diesem Grund würde ich mich wäre ich an Deiner Stelle, die nächsten Monate zunächst nur auf eine stabile Abstinenz konzentrieren. Heißt die Grundbausteine umsetzen und konsequente Risikominimierung betreiben. Damit stellst Du sicher das Du Dich nicht gefühlsmäßig, geistig aber vor allem körperlich nicht auf Armlänge Alkohol näherst. Jedenfalls nicht, wenn Du nicht musst z. B. beim Einkaufen. Und kaum Risiko bedeutet, dass Du safe bist.;)

    Vielleicht ist dieses Vorgehen ja eine gute Idee für Dich?

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Wenn Du wirklich ernsthaft vorhaben solltest, ohne Alkohol zu lebengilt:

    "Meine Abstinenz und somit meine Gesundheit sind Top 1 und nicht verhandelbar. Ihr ist alles andere als minder bedeutsam unterzuordnen."

    Und dazu zählt, nicht anderen Leuten gefallen zu wollen und/oder an Orten zu verweilen, die für einen Neuling brandgefährlich sind. Und dazu zählt eindeutig ein Brauhaus.

    Wir waren mal an einem heißen Soomernachmittag nach dem Dienst in einem Biergarten vor einem Brauhaus. Wegen der Hitze haben viele am Tisch kein Bier und so wie ich Apfelschorle und Wasser getrunken. Irgendwann musste ich mal "für kleine Jungs" und hinein in die Höhle des Löwen. An den dekorativen Braukesseln vorbei zum WC. Obwohl ich damals schon mehr als 3 Jahre clean war, machten mich der Anblick der an sich hübschen Kessel leicht kirre.

    Da die Küche dort nebst Ambiente und Service dort gut sind , wollen besagte Kollegen immer im Dezember zum Weihnachtsessen dort hin. Das dürfen sie gerne tun, aber ich gehe nicht mit. Das besagt eigentlich alles.


    Warum geht Ihr nicht in ein elegantes Speiserestaurant, wo das Saufen nicht das ganze Geschehen dominiert? Selbst das ist für einen Neuling noch eine Herausforderung, aber auf deutlich niedrigerem Niveau.

  • Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung! Die hätte ich mal früher lesen sollen... Musste vorhin tatsächlich Windeln kaufen und bin, ohne den Laden zu kennen, auf dem Weg zur Kasse am Alk vorbeigegangen. Das sitzt wohl tief im Unterbewusstsein. Hab nix mitgenommen, aber hatte einen Moment lang ordentlich Puls. Nochmal Glück gehabt, bzw. standhaft geblieben. In Zukunft werde ich aufmerksamer sein.

    Alles andere der Abstinenz unterzuordnen ist natürlich richtig. Vielleicht wird dann die ein oder andere Baustelle weniger brisant...

  • Mir würde es im Brauhaus bestimmt genau so gehen. War ja auch im Biergarten der Fall. Warum meine Eltern gerade ins Brauhaus wollen? Früher hätte ich gesagt, es ist das Ambiente, oder dass sie halt nix "Edles" kennen. Mittlerweile fürchte ich, dass sie einfach gerne dort sein wollen. Weil sie definitiv problematisches Trinkverhalten haben. Das sehen sie nur selbst nicht so.

    Ich bleibe dabei, ich kann mich ja mit der Oma gesondert treffen, schön Kaffee und Kuchen z.B.

  • Heute war logistisch echt ein schwerer Tag, erst der Beinahe-Zwischenfall im Supermarkt, später musste ich auch noch tanken und in der unmittelbaren Nachbarschaft ist ein Bierfest...

    Bin jedes Mal standhaft und wachsam und so weit weg wie möglich geblieben. Da mein innerer Kritiker unerbittlich ist bei kleinsten Fehlern erlaube ich mir heute mal nen Tacken Stolz. Im Wissen, wie schnell das alles wieder kippen kann

  • Im Wissen, wie schnell das alles wieder kippen kann

    Wieso denkst Du so, JEB?

    Ich habe mich am Anfang daran festgehalten, dass ich abstinent leben will.

    Denn ich war froh, dass ich den Alkohol nicht mehr brauchte.

    Zum Schluss konnte ich nicht mehr, weder körperlich noch seelisch.

    Der Alkohol macht so viel kaputt und schädigt einen komplett.

    Bist Du denn nicht erleichtert, dass Du dieses Nervengift nicht mehr brauchst?

    Und wieso hast Du im Hintergedanken, dass Du rückfällig werden könntest?

    Halte Dir nicht eine Hintertür auf, sondern sei zuversichtlich, dass Du es, genauso wie ich auch, schaffst.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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