Danke, dass Du das teilst. Geduld ist nicht meine Stärke, aber wenn ich Deinen Beitrag lese und die von den anderen Mitgliedern, dann merke ich schon, dass das Teil meiner neuen Aufgaben ist: Geduld kultivieren.
Ich hatte eben gehofft, dass sich in mir alles zum Guten wendet, sobald ich aufhöre zu trinken... dass das nicht so ist, merke ich jetzt deutlich und damit muss und werde ich umgehen... und auch versuchen, der Zeit zu vertrauen
Oh ja, Geduld… Das war so gar nicht mein Ding, also wirklich überhaupt nicht. Und auch heute fällt es mir manchmal immer noch schwer, ist aber viel besser als früher.
Das ist tatsächlich etwas, was ich meiner Abstinenz zu verdanken habe. Es verändert sich unweigerlich so viel, bei mir waren es quasi alle Lebensbereiche, manche davon auch ziemlich radikal 😅 Und das geht nicht von heute auf morgen (und unter uns gesagt, auch nicht von heute bis in 2 Monaten… 😉)
Es gibt hier im Forum einen Spruch, den Du vermutlich auch immer mal wieder finden wirst: nur nicht trinken reicht nicht. Aber alles Schritt für Schritt.
Und was ist schon „alles zum Guten wendet“? Vielleicht sind auf Deinem abstinenten Weg Dinge vorgesehen, die Du noch nicht einmal erahnst. Und dann sind die vermeintlich „schlechten Dinge“ vielleicht einfach eine Chance an sich und der Gestaltung des eigenen Lebens zu arbeiten? Es ist nicht alles eitler Sonnenschein, nur weil der Alk weg ist. Wieso auch? Es ist das Leben und da gibt es alle Facetten.
Mit der Zeit habe ich gelernt, wie ich damit umgehen kann, auch wenn nicht alles super läuft. Und eines weiß ich sicher: mit Alkohol wäre es definitiv nicht zu schaffen…