Mond71 - Entgiftet - so schön und so schwer ...

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Ich bin seit einigen Wochen alkoholfrei und genieße es! Jedoch möchte ich ehrlich zu geben, dass es mir sehr, sehr schwer fällt. ER (Alk.) hat sich im Laufe der Jahre so in mein Leben "gemogelt" und will nach der Verbannung zurück zu mir. Ich kann außer mit meiner Ärztin, meinem wunderbaren Sohn und einer weiteren Person mit niemandem offen darüber reden. Manchmal bin ich so getriggert, dass ich kurz davor bin mir eine Flasche Wein zu kaufen und "abzutauchen". Während der Arbeit geht es einigermaßen - nur wenn die Gedanken kommen, was ich alles verloren habe, durch dieses Teufelszeug werde ich fast verrückt. Ich denke dann, wenn du eh alles verloren hast, kannst du auch trinken :oops: . Ich weiß wie dämlich dieser Gedanke ist!!! In genau diesen Momenten wünsche ich mir, mit verständnisvollen Menschen Kontakt aufnehmen zu können, um die Situation zu meistern und stark zu bleiben. LG

  • Hallo und willkommen bei uns im Forum, Mond!


    Gut, dass Du zu uns gefunden hast! Hier findest Du fast immer einen Ansprechpartner.


    Hast Du Dich schon ein wenig bei uns im Forum umgeschaut?


    Du siehst das, in meinen Augen, nicht richtig. Es ist doch sehr gut, dass Du nichts mehr trinken "musst".


    Denn der Entzug ist doch bei Dir durch und es dauert eine Weile, bis sich neue Gewohnheiten einstellen.


    Ich lasse Dir mal einen Artikel zum Anklicken da:



    Oben in der blauen Leiste unter Artikel findest Du noch andere, interessante Themen.


    Wenn Du weitere Fragen hast, oder Dich im offenen Bereich austauschen willst,

    kannst Du Dich gerne hier in Deinem Thema melden!

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo und vielen dank für deine Worte! Die Gewohnheit ist halt drin und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich lese sehr gern im Forum und das gibt mir Kraft! <3 Ich wünsche mir den ehrlichen Austausch mit Betroffenen oder ... Hauptsache man findet Kontakt, wenn man es braucht und da glaube ich, diese Form von Austausch zu finden. LG

  • Hallo Mond,


    ja dann bist Du bei uns wirklich richtig! Hier findest Du viel Kontakt und Austausch, der gerade am

    Anfang nötig ist.


    Ich sende Dir gern den Bewerbungslink, einfach ausfüllen und dann verschieben wir Dein Thema in den

    entsprechenden Bereich!


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Mond,


    hier kannst du dich nun austauschen.


    Liebe Grüße

    Aurora

    "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist "gestern", der andere "morgen". Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist."

    (Dalai Lama)

  • Hallo Mond,


    willkommen hier. Ich habe mich hier Anfang des Jahres aus dem gleichen Grund angemeldet. Ich kannte niemanden, der (offiziell) das gleiche Problem hat und nicht mehr trinkt. Hier wurde mir super geholfen.

    Eine der ersten Fragen war "was machst du noch, außer nichts trinken?" Im ersten Moment verstand ich die Frage nicht. Es fängt mit den Bausteinen oben an. Und dann geht es weiter.

    Jemand gab mir den Tipp es bei den AAs zu versuchen.

    mit verständnisvollen Menschen Kontakt aufnehmen zu können, um die Situation zu meistern und stark zu bleiben

    Und den habe ich dort gefunden. Niemand versteht mich/dich besser als ein trockener Alkoholiker. Ich könnte jetzt auf der Stelle mehrere Personen anrufen, bevor ich etwas Dummes mache.


    Für mich ist es dieses Forum und die AAs. Es gibt natürlich auch andere SHG. Ich wünsche Dir einen guten Austausch.


    LG Alex

  • Hallo Mond

    erstmal respekt und ein dickes lob von mir.als ich deine zeilen las kam bei mir die erinnerung zurück,wie es mir

    auch sehr oft so gegangen ist wie dir jetzt.du hast die erste hürde genommen,das ist der körperliche faktor.jeztz kommen die nächsten hürden :? wie du geschrieben hast,hat sich der alkohol nicht nur in dein leben gemogelt,sondern auch in deine gedanken.und von dort lässt er sich nicht so einfach verbannen.geht auch nicht so richtig :( auch heute noch denke ich manchmal an ihn.aber in ganz anderer form.als etwas das hinter mir liegt und nicht im weg herumsteht.mich behindert und stolpern lässt.

    das wirft doch ein ganz anderes licht auf die sache oder?

    damit stärkst du dich und drückst aus,das du die kontrolle hast.

    bleib stark und lenk dich ab,egal durch was ,wenn er dich wieder triggert.er wird so schnell nicht locker lassen,aber du hast bisher bewiesen das du standhalten kannst.

    LG bolle ich drück dir beide daumen :wink:

  • Elly

    Hat den Titel des Themas von „Entgiftet - so schön und so schwer ...“ zu „Mond71 - Entgiftet - so schön und so schwer ...“ geändert.
  • Hallo Mond71,

    irgendwie kann ich deine Gedanken nachvollziehen, in dir schlummern noch die Gedanken des Süchtigen: Trinken und dann wird alles wieder gut.

    Ein Trugschluss, du weißt es besser. Durchs Trinken manövrierte man sich in diese Lage. Bei mir war es auch so, dem Suff erlegen, suchte ich Trost und fand ihn für den Moment, meine Realität hatte nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun, zum Schluss war ich nie mehr richtig nüchtern und traf Entscheidungen, die ich heute nie mehr treffen würde, für die ich mich auch immer schämen werde, auch zerstörte ich mir so ziemlich alles was ich mir in den letzten Jahren aufbaute, incl. meinem sozialen Umfeld, sicheren Arbeitsplatz.

    Der Alkohol tat alles andere als irgendetwas zu verbessern, im Gegenteil, er ließ mich zum unkontrollierten Schwachkopf werden. Außerdem wollte ich mir beweisen, daß ich es schaffe, vom Alk loszukommen.

    Ich fragte mich oft warum, soll ich jetzt was trinken, was verändere ich, wenn ich jetzt etwas trinke? Mir fiel keine Antwort ein! Auch fragte ich mich, warum kokse ich nicht oder werfe mir irgend ein anderes Zeug ein?

    Weil ich es nicht brauche! Jahrelang gewöhnte ich mich an Alkohol und bildete mir ein er helfe, verbessere meine Situation – das Gegenteil war der Fall, es wurde alles schlimmer.

    Es dauert eine Weile, bis man sich diese jahrelang antrainierten Gedanken wieder abgewöhnt. Gib` dir Zeit, diese Gedanken verschwinden mit der Zeit, werden immer weniger, immer schwächer. So war es bei mir.


    MfG

  • Hallo Mond,


    willkommen hier im Forum. Wenn du traurig bist, was du durch den Alkohol verloren hast, dann gib nicht auf. Es ist nämlich nicht egal. Das Vergangene kannst du nicht ändern, aber du kannst es in Zukunft besser machen. Wenn du dann wieder trinkst, verlierst du ja noch mehr "on top". Also bleib dran. Es lohnt sich. Du solltest dir aber überlegen, was du zum Beispiel abends zur Entspannung/Belohnung sonst Gutes tun kannst.


    Viele Grüße

    Seeblick

  • Danke für eure Zeilen. Ich hatte nach Feierabend jeden Tag den gleichen Trott. Schnell nach Hause maximal kurz einkaufen, damit es nicht so auffällig ist, zu den Weinflaschen noch ein paar harmlose Lebensmittel in den Korb. Zu Hause angekommen gerade so die Jacke ausgezogen und dann der erste Schluck zur Belohnung… Die Trennung von meinem Mann und der Auszug von ihm und unserem Kind waren mir letztes Jahr konnte ich gar nicht richtig realisieren. Ich hatte einen tollen Mann aus früheren Zeiten wieder getroffen und schwebte auf Wolken. Innerlich merkte ich nach ein paar Monaten das es sich nicht gut anfühlte, aber der Alkohol machte es immer wieder „schön“. Als mich dieser Mann im März quasi bei Nacht und Nebel vor die Tür setzte gab es keinen Halt mehr. Brauche erst einmal eine Pause. ;( ;(

  • Sorry die falschen Smileys… zu viele Tränen in meinen Augen

    Keinen Halt mehr soll bedeuten ich konnte jetzt den ganzen Tag trinken. Vorher bei ihm, wurde wirklich maßvoll getrunken. Ich jedoch hatte meine heimlichen Reserven gebunkert. Wenn ich das schreibe schäme ich mich fürchterlich. Das ich jetzt so einen Saufdruck verspüre, kann ich gar nicht verstehen. Meine Gedanken drehen sich nur darum nach der Arbeit mir Wein zu kaufen und einen gemütlichen Feierabend mit mir zu feiern. Bitte gebt mir ganz viel Tipps das ich den Supermarkt nicht anfahre. DANKE

  • Hallo Mond,


    einfach heute einen anderen Weg fahren oder gehen. Und demnächst kein Geld mitnehmen.


    Nur noch 1 x die Woche einkaufen gehen. Strikt nach Einkaufsplan und nicht durch die Getränkegänge

    mit Alkohol. Die erstmal weit meiden. Mittlerweile gehe ich wieder durch diese Gänge, aber schnellen

    Schrittes!


    Und Deine Gedanken umlenken. Es tut so gut, sich nicht mehr zu betäuben!


    Dein Haushalt ist Alkoholfrei? Wenn nicht, dann alles in die Mülltonne werfen!

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Ja mein Haushalt ist alkoholfrei. Egal wo ich lang fahre, irgend ein Discounter liegt auf dem Weg. Ärgere mich gerade über mich selber. War so gut unterwegs nach der Klinik. Ich habe beobachtet ,dass seit dem ich wieder arbeiten gehe es wieder schlimmer geworden ist. Ich habe richtig doll Angst vor heute Abend. ;0(

  • Mond, Du solltest Dir einen Plan für den Abend parat legen. Etwas spazierengehen, dann einen schönen Kaffee oder Tee

    genießen.


    Und dann schaust Du bei uns im Forum vorbei!


    Wieso hast Du Angst? Du bist doch diejenige, die Dir das Glas an den Mund setzen würde, oder?


    Und das tust Du nicht. Nicht heute... Morgen ist ein anderer Tag!


    Einen Tag nach dem anderen.


    Ich lasse Dir unseren Notfallkoffer da, etwas zum Stöbern und zur Anregung.


    LG Elly


    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Mond,


    was gibt es an Hobbys die wieder erweckt werden können? Lesen, basteln, spazieren gehen, Spieleabend mit Freunden, puzzeln, Handarbeiten .... oder aber ist es der richtige Moment um eine Selbsthilfegruppe in deiner Stadt aufzusuchen - eine weitere Sicherheit einzubauen?


    Ich wünsche dir von Herzen, dass du auch heute das erste Glas stehen lässt!

  • Ich habe leider sämtliche sozialen Kontakte vernachlässigt. Im Moment lese ich viel zum Thema Alkohol. Grundsätzlich bin ich ein kreativer Mensch und hätte auch Bastelarbeiten zu Hause, aber ich kann mich zu nichts wirklich durchringen. In eine Gruppe vor Ort kann ich erst am 30.06. gehen. Je näher der Feierabend kommt dest unruhiger werde ich. Sauge alle Tipps auf und versuche eine Strategie für HEUTE zu finden. Das habe ich schon einmal verstanden. Morgen sehe ich weiter. LG

  • Hallo Mond,


    suche bitte nach Alternativen, was du machen könntest, beschäftige dich, lenke dich ab. In der ersten Zeit meiner Abstinenz kochte ich mir immer einen großen "Eimer" Tee & trank, was des Zeug hielt. Fernsehen, lesen, spazieren ... Hauptsache du beschäftigt dich, deinen Kopf! :thumbup:

  • Zitat

    Der Alkohol tat alles andere als irgendetwas zu verbessern, im Gegenteil, er ließ mich zum unkontrollierten Schwachkopf werden.


    Genauso ist es - aber ich bin wahrscheinlich wieder gut im Verdrängen geworden. Rufe mir jetzt ziemlich "peinliche" und gefährliche Situationen in meine Gedanken zurück. Es war wirklich schlimm, ich darf mir das nicht klein reden.

    Bin zu Hause angekommen (Feierabend) und zwar ohne irgendwo einkaufen zu gehen.

    Bin ziemlich nervös. Zum Glück habe ich Euch alle hinter mir - tut gut.

    In den letzten 2 Monaten (seit ich abstinent) habe ich wirklich nur positive Äußerungen zu meinem Auftreten und meiner Ausstrahlung bekommen. Irgendwie denken meine Kolleginnen/Kollegen, Nachbarn ... ich würde eine Diät machen. Habe sage und schreibe 8 Kilo abgenommen - alles "versteckte" Kalorien.

    Sorry wenn ich so hippelig bin, aber ich muss mich gerade stark motivieren. Danke für die Ratschläge! Ich trinke jetzt einen Milchkaffee, später gibt es einen "Eimer"Tee und keinen Alkohol.

    LG

  • Liebe Mond,


    einen "Eimer" Tee, meene Jüte :lol: . Bist du schon dabei ihn zu trinken?


    8 Kilo ist schon eine Menge, was du abgenommen hast. Das ist eine der angenehmen Nebenwirkungen. Na klar wirkt das auch nach Außen.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend ohne Nervosität und blöde Gedanken.


    Liebe Grüße

    Aurora

    "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist "gestern", der andere "morgen". Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist."

    (Dalai Lama)

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