Mond71 - Entgiftet - so schön und so schwer ...

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Mond,

    Herzlich willkommen und herzlichen Glückwunsch zu 2 nüchternen Monaten.

    Ich hatte nach Feierabend jeden Tag den gleichen Trott. Schnell nach Hause maximal kurz einkaufen, damit es nicht so auffällig ist, zu den Weinflaschen noch ein paar harmlose Lebensmittel in den Korb. Zu Hause angekommen gerade so die Jacke ausgezogen und dann der erste Schluck zur Belohnung…

    Genau so war es bei mir auch.

    Nur nicht ‚zur Belohnung‘. Oft hatte ich die Jacke noch nicht mal ausgezogen als ich die erste Flasche Wein noch im Flur halb leer hatte. Aber das war nicht zur Belohnung. Vielleicht war es noch nicht mal Gewohnheit. Das war, um die Sucht zu bedienen…um ganz schnell diese innere Unruhe loszuwerden …. um den Puls zu normalisieren….


    Bitte gebt mir ganz viel Tipps das ich den Supermarkt nicht anfahre.

    Ich war selten einkaufen, den Einkaufszettel habe ich so geschrieben wie der Supermarkt eingerichtet ist. So konnte ich stur durch die Regalreihen rennen, nicht nach links und nicht nach rechts gucken, den Einkaufswagen vollkrachen, obendrauf ne Packung Eis und ein bunter Blumenstrauß. Und dann habe ich die ersten Male jemanden mitgenommen zum Einkaufen.


    In den letzten 2 Monaten (seit ich abstinent) habe ich wirklich nur positive Äußerungen zu meinem Auftreten und meiner Ausstrahlung bekommen.

    Lies das noch mal 😀 Ist das nicht phantastisch?


    Ich denke dann, wenn du eh alles verloren hast, kannst du auch trinken


    Egal, was dir dein Suchthirn einreden will: Du hast nicht alles verloren.

    Du hast schon 2 Monate die Freiheit kennenlernen dürfen, die du so lange nicht hattest. Zu lange warst du gefangen in der Suchtspirale. Und jetzt hast du den Ausgang gefunden. Nüchtern hast du die Freiheit entscheiden zu können, was du trinkst und was du nicht trinkst. Nach einem Glas Alkohol kannst du das nicht mehr. Setzte diese Freiheit nicht auf‘s Spiel.


    Mir hilft auch der Gedanke, dass ich gegen den Alkohol nicht gewinnen kann. Er ist stärker. Immer.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️


    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Stern,


    danke für deine "Analyse". Ich kämpfe weiter schlürfe meinen Pfefferminztee und bin froh heute nicht einkaufen gegangen zu sein. Ich fühle mich tatsächlich befreit ohne Alkohol. Am Morgen noch wissen wie der Abend verlaufen ist und nicht fieberhaft zu überlegen, wo ich die leeren Flaschen versteckt habe. Mit alles verloren meine ich, dass mein Sohn und mein Mann mit meinen beiden Katern ausgezogen sind und ich es da irgendwie immer noch nicht richtig realisiert hatte - warum. War halt frisch verliebt - ich war so ein Dummchen. Nun sitze ich hier alleine in der riesigen Wohnung und ignoriere das nervige Triggern von meinem Exfreund Alkohol!


    Habe die letzten Tage das Buch "Die Bestie schläft" von Andrea Noack gelesen. Kann ich nur empfehlen. Habt ihr noch Büchertipps? Die Suchtfibel ist nicht so meins. Ich mag lieber Erfahrungsberichte.

    LG

  • Hallo Mond,


    schau mal hier, vielleicht ist da auch etwas für Dich dabei:


    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Mond,


    für heute Abend kannst du dich ablenken. Vielleicht den Kleiderschrank aufräumen. Oder du kannst für dich alles Positive aufschreiben, was dir einfällt. Das Schreiben lenkt ab, die Zeit vergeht und du hast gleichzeitig eine Liste mit tollen Dingen. Das kann postiv bezüglich deiner Abstinenz sein oder einfach eine schöne Erinnerung oder ein Plan was du gern mal machen würdest.


    Viele Grüße

    Seeblick

  • Das war stark von dir Mond!


    Insgeheim wussten wir zur nassen Zeit genau, daß wir uns morgen psychisch und physisch scheiße fühlen und auch so aussehen werden.

    Und zwar den ganzen Tag und dann tranken wir deswegen weiter...ich halt mir das immer wieder vor Augen.


    Weiterhin viel Durchhaltevermögen,

    Hera*

  • Hallo ihr lieben ich habe wieder einen Tag alkoholfrei geschafft. Dank euch! :thumbup: Es war zwischendrin heute echt wild in meinem Suchthirn!

    Ja und das mit dem ,,,


    Zitat

    Insgeheim wussten wir zur nassen Zeit genau, daß wir uns morgen psychisch und physisch scheiße fühlen und auch so aussehen werden. Und zwar den ganzen Tag und dann tranken wir deswegen weiter...ich halt mir das immer wieder vor Augen.

    ... ganz genau Teufelskreis. Freue mich auf morgen und euch,

    LG

  • Hallo Mond,


    Schön,dass du auch aussteigen willst und dich für das echte Leben entschieden hast.


    Seit 4 1/2 Monaten trinke ich nicht mehr. Ich zähle meine abstinenten Tage und Wochen und will mir diese nicht versauen.


    Mit dem Einkaufen im Supermarkt wird es immer leichter,aber abends (wo sonst meine Sektzeit begann), gehe ich nicht einkaufen, höchstens zum Bäcker.


    Gruß Sonne

  • Ein anstrengender Arbeitstag ist vorbei. Musste gerade einkaufen. Ich bin nachher bei einer Bekannten eingeladen, die ich zufällig vorhin beim Einkaufen getroffen habe. Da ich mit dem Auto hinfahren werde, bin ich relativ entspannt. Hoffentlich halte ich durch, falls sie mir mit Weinschorle oder so etwas kommen. Trinke jedenfalls vorher noch reichlich Wasser. Oder soll ich lieber gar nicht erst hin fahren? Mist, man sie hat so einen schönen Garten und einen großen Hund, da würde ich echt mal auf andere Gedanken kommen. ;O(

  • Hallo Mond!


    Wie ist das denn, wird bei Deiner Bekannten viel Alkohol getrunken? Oder weißt Du das nicht?


    Am Anfang sollte man Treffen oder Veranstaltungen meiden, bei denen Alkohol konsumiert wird.

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Mond


    wenn ich deine Geschichte lese und sehe wie dich dich auf noch sehr wackligen Füßen bewegst, kann ich dir nur dringendst aus Erfahrungswerte raten. Lass es sein sonst bewegst du dich in die falsche Richtung. Suche dir für diese Zeit eine andere sinnvolle Beschäftigung, sonst ist die Gefahr eines weiteren Saufdrucks oder eines Rückfalls sehr hoch

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Hartmut

    Zitat

    ... noch sehr wackeligen Füße ...

    Du hast so recht, aber ich habe null soziale Kontakte außer der Arbeit und guten Tag mit den Nachbarn. Ich verblöde langsam!


    Elly

    Ich war dort noch nicht sooft in der Vergangenheit gewesen, aber es wurde zum Essen ein Glas Wein oder Weinschorle getrunken, wobei ich denke, dass um diese Uhrzeit 19 Uhr eher noch nichts derartiges angeboten wird.


    Ich könnte verrückt werden. Vielleicht fahre ich hin und wenn ich merke es triggert mich zu sehr lege ich die Karten auf den Tisch? Aber ich möchte nicht mit meiner Abstinenz hausieren gehen, da ich nicht will, dass durch einen Zufall mein Arbeitgeber davon erfährt. Das mache ich aus Selbstschutz.

  • Du hast so recht, aber ich habe null soziale Kontakte außer der Arbeit und guten Tag mit den Nachbarn. Ich verblöde langsam!

    Kann ich nachvollziehen. Wie lange trinkst du schon nicht mehr? (genau)


    Was hast du in der "trockene Zeit" getan um deine " nasse" soziale Kontakte in "trockene" Kontakte aufzufrischen? Im Moment versteckst du dich ja auch noch hinter deiner Krankheit. Oder ? Wer weiß eigentlich davon? Wenn du das mit dir im stillen Kämmerlein allein ausmachst dann kann man ja eigentlich nur in ein tiefes Loch fallen.


    Es gibt ja nicht nur Menschen die Saufen. Es gibt reale SHG , es gibt verschiedene Sportveranstaltungen oder andere Hobbys.

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Das ich ab 30.06 erst in eine SHG gehen kann, hatte ich oben geschrieben. Mit Sport sieht es auch momentan blöd aus, ich heile gerade noch einen Kreuzbandriss aus. Fühle mich gerade wie auf der Anklagebank Hartmut - und danke für das ins tiefe Loch fallen, genau deshalb möchte ich ja raus unter nette Menschen.

  • Fühle mich gerade wie auf der Anklagebank Hartmut - und danke für das ins tiefe Loch fallen, genau deshalb möchte ich ja raus unter nette Menschen.

    wie kommst du da drauf? Hast was in den falschen Hals bekommen? Es ist Austausch du berichtest etwas, ich frage und du fühlst dich auf der Anklagebank? Erschließt sich mir nicht. Was du machst oder aus dem Austausch für dich verwenden kannst ist deine Sache.


    Jedoch gehöre ich nicht zu den trockenen Alkoholiker die alles was geschrieben wird mit Schulterklopfen begleitet. Ich bin mal wieder hier weg,

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Hallo Mond,


    da Du so große Zweifel hast, müsstest Du wegbleiben. Wenn Du aber unbedingt hin möchtest, sehe ich keine andere Möglichkeit als das vorher zu klären.

    Vielleicht etwas abgeschwächt: "Trinkt ihr da was? Weil, ich trinke nicht mehr, weil es mir nicht guttut und ich habe Bedenken, dass ich schwach werden könnte. Es ist mir aber sehr wichtig." Oder so ähnlich. Dann kannst Du nach der Reaktion immer noch entscheiden.


    Grüße

    Alex

  • Hallo, ich war dort. Es war richtig und gut. Wenn die Junikäfer nicht so frech gewesen wären, würden wir jetzt noch plaudern. Bin frisch geduscht und vollgestopft mit frischen Erdbeeren. ;O) Danke an alle die mir die Daumen gedrückt haben. GLG

  • Hallo Mond,


    Deine Abstinenz steht auf total wackeligen Beinen, wie man hier deutlich herauslesen kann in Deinem Thread.

    Trotzdem und gegen den Rat eines LZT begibst Du Dich in eine Situation, in der Du nicht wusstest, ob in Deiner Gegenwart Alk konsumiert wird.

    Dieses mal ist es gut gegangen, da kann man nächstes mal auch noch mehr wagen...und irgendwann liest man dann hier nix mehr, weil wieder gesoffen wird.


    Mir war klar, das Du entgegen des Rates da hin gehen wirst, von daher habe ich erst gar nix geschrieben, weil eh für die Katz.

    Manch einer ist halt einfach beratungsresistent und weiß es besser, da kann man dann auch nicht helfen und unterstützen.


    Hallo, ich war dort. Es war richtig und gut.

    Nö, davon war nix gut aufgrund der unvorhersehbaren Situation und Deiner Heimlichtuerei bezüglich Deiner Suchterkrankung.



    Danke an alle die mir die Daumen gedrückt haben.

    Wie kommst Du darauf, das Dir hier jemand bei derart risikohaften Verhalten die Daumen drückt? =O


    Du hast so recht, aber ich habe null soziale Kontakte außer der Arbeit und guten Tag mit den Nachbarn. Ich verblöde langsam

    Dagegen lässt sich was tun. Wir sind menschliche Wesen und brauchen soziale Kontakte, keine Frage.

    Es gibt auch Menschen, die nix mit Alk zu tun haben und an die sollte man sich besser halten als sich in unsicheres Umfeld zu begeben.

    Sein trockenes Umfeld muss man sich selbst nach und nach gestalten, nur nicht mehr trinken wird nicht reichen!


    LG Sunshine

  • Hallo Sunshine,

    Danke für Deine Ehrlichkeit. Ich hatte kurz bevor ich losgefahren bin nochmals mit meiner Bekannten telefoniert und erfahren, dass wir mit ihren Mädels alleine sind. Außerdem hatte sie Rufbereitschaft (Ärztin) so das klar war, kein Alkohol. Ich bin nicht beratungsresistent, im Gegenteil ich nehme mir alle eure Ratschläge an! Mir ist es sehr wichtig trocken zu bleiben! Ich habe in der geschlossenen Psychiatrischen Klinik meinen Entzug gemacht. Das war eine sehr schlimme Zeit und ich ich bin dem Team der Station unendlich dankbar für die erfahrene Betreuung und Menschlichkeit. Ich komme vielleicht gerade nicht so rüber. Ich will und werde nicht mehr saufen. LG

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