Dini - Mein Freund ist Alkoholiker

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Zusammen,


    ich bin jetzt seit 5,5 Jahren (seit 2017) mit meinem Freund zusammen. Am Anfang lief alles gut aber dann ging es immer mehr bergab. 2020 hab ich dann rausgefunden, dass er Alkoholiker ist, da meinte er, dass es seit 2016 so wäre, als seine Ex mit dem Kind weg ist. Das ist eine Chinesin die nur nach Deutschland wollte und die genau wußte was sie tat.


    Er hatte versprochen, dass er aufhören würde, tja hab ich mal geglaubt. Ein Jahr ging es mit 3 bis 4 grossen Bier abends ja gut und er war klar im Kopf. Dann hat er vor ca 2 Monaten erfahren, dass er wohl, wenn es so weitergeht eine neue Lunge braucht (er ist Lungenkrank und raucht wie ein Schlot) da habe ich dann mal gedacht, hey Gesundheit geht vor er macht mal was. Er meinte jetzt er würde aufhören, war vor 4 Wochen das erste mal bei den anonymen Alkoholikern, tja und danach hat er sich wieder die Birne zu gekippt. Er hat von der Nachbarin eine Liste von Therapeuten bekommen, die sie ihm angeboten hat, diese liegt hier seit 2 Wochen und was soll ich sagen, es ist kein einziger angerufen worden.


    Der Clou kam dann jetzt, dass ich doch bitte ausziehen solle, da es ja besser für mich wäre und er ja nicht wisse wielange er braucht um auf zu hören aber im gleichen Atemzug kam noch, dass er nicht schluss machen würde.


    Er trinkt jeden Tag ab Mittag zwischen 6 und 10 grosse Bier, meint er wäre der Beste und ich müsste alles akzeptieren was er macht, mache ich das selbe ist es falsch.


    Ich bin finanziell unabhängig und kann natürlich weg, nur dauert es, weil ich den Hund mit nehme und fast überall keine Tiere erlaubt sind. Er treibt in der Zwischenzeit seine Psycho Spielchen und lässt sein Handy laut und schreibt mit einer mir fremden Frau und das jeden Tag.


    Wieso fällt es mir so schwer zu gehen, selbst wenn ich jetzt morgen eine Wohnung hätte.


    Wieso denke ich mir , dass ich doch bleiben solle damit er nicht alleine da steht. Ich weiss das er nur alleine aufhören kann, aber das alleine hinkriegen heisst ja nicht alleine sein.


    Bin ich einfach nur blöd oder tatsächlich schon Co Abhängig? Ich bin durch ihn auch seit längerem quasi isoliert, bei der einen Hälfte war es peinlich wenn die den so sehen, die andere Hälfte mochte er nicht. Fragt mich nicht wie es dazu kommen konnte, dass ich Freunde und Familie quasi hab sitzen lassen, aber dieser Mann hat mich damals selber aus nem Loch geholt und ich wollte ihn bisher einfach nicht sitzen lassen.


    Aber liebe, sex und Zärtlichkeit gibt es schon lange nicht mehr. Gemeinsame Unternehmungen Fehlanzeige, es sei denn es ist mittelaltermarkt und er kann sich mit Met die Kante nehmen.


    Brauche ich vlt einen Therapeuten um zu schnallen, dass ich ohne ihn besser dran bin? Auch finanziell, er hat nämlich pfändungen auf seinem Konto.


    Ich denke echt schon, dass ich nicht ganz dicht bin, noch immer zu denken das er es schafft und alles besser wird, obwohl ich ja ausziehen soll.


    LG Dini (47 Jahre, mit Obi dem Hund 9 Jahre)

  • Guten Morgen Dini und herzlich willkommen hier bei uns! Schön das du her gefunden hast, das ist ein guter und richtiger erster Schritt.


    Bestimmt meldet sich bald ein Moderator bei dir.


    Liebe Grüße, Lea

  • Hallo Dini,


    herzlich willkommen in unserem Forum.


    Du hast es ja schon richtig erkannt, dass du nicht helfen kannst. Das ist schon mal ein großer Schritt.

    Wieso fällt es mir so schwer zu gehen, selbst wenn ich jetzt morgen eine Wohnung hätte.

    Vielleicht die Hoffnung, das es irgendwie besser wird, blöd bist du mit Sicherheit nicht.

    Ich habe auch immer gehofft und gedacht, er muß doch zur Einsicht kommen.

    Das ist er auch, aber hatte nichts mit mir und meinen Anstrengungen zu tun.

    Suchtberatungsstellen gibt es auch für Angehörige, ich war damals dort



    Möchtest du dich hier gerne im offenen Bereich austauschen, lasse ich dir schon mal den Bewerbungslink da.

    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de



    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Oh vlt kann mir hier jmd helfen, ich hatte mich und mein Problem zwar vorgestellt, bekomme aber leider keinerlei Antwort. Habe ich was falsch gemacht? Wenn ja möchte ich mich entschuldigen, da ich gestern so fertig war und mir nur noch alles von der Seele geschrieben habe.

  • hallo Dini,


    du hast nichts falsch gemacht, aber bei Nachtanmeldungen kann es schon mal etwas dauern. ;)

    Ich habe gesehen, das du schon bei anderen geschrieben hast, bitte bleib bis zu deiner Freischaltung in deinem Thema.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Guten Morgen Dini,

    du hast alles richtig gemacht.

    Aber nachts um 2 Uhr sind nicht so viele Leute online.

    Du bekommst im Laufe des Tages sicher noch mehr Antworten.


    Wenn du den Bewerbungslink kurz ausgefüllt hast, wirst du freigeschaltet und dann kannst du dich im Forum richtig austauschen.


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Morgerot,

    danke für deine Antwort, dass mache ich. Bin völlig neu auf diesem Gebiet und hoffe das ich bei euch Antworten finde.

    LG





    Guten Morgen Dini und herzlich willkommen hier bei uns! Schön das du her gefunden hast, das ist ein guter und richtiger erster Schritt.


    Bestimmt meldet sich bald ein Moderator bei dir.


    Liebe Grüße, Lea


    Guten Morgen Dini und herzlich willkommen hier bei uns! Schön das du her gefunden hast, das ist ein guter und richtiger erster Schritt.


    Bestimmt meldet sich bald ein Moderator bei dir.


    Liebe Grüße, Lea

  • Hallo Dini!


    Herzlich willkommen hier im Forum, ich bin auch eine Angehörige und die Thematik ist mir gut bekannt.

    Er hat von der Nachbarin eine Liste von Therapeuten bekommen, die sie ihm angeboten hat, diese liegt hier seit 2 Wochen und was soll ich sagen, es ist kein einziger angerufen worden.

    Sein Desinteresse zeigt sehr deutlich daß er momentan überhaupt nicht bereit ist sein Alkoholproblem anzugehen. Normalerweise müsste er von sich aus den Schritt tun und den Arzt aufsuchen oder zumindest einen Termin machen.

    Der Clou kam dann jetzt, dass ich doch bitte ausziehen solle, da es ja besser für mich wäre und er ja nicht wisse wielange er braucht um auf zu hören aber im gleichen Atemzug kam noch, dass er nicht schluss machen würde.

    Liebe Dini lasse dich nicht auf solche Spielchen ein die er mit dir spielen will. Ich kenne so etwas zur Genüge bis ich den Spieß umgedreht habe und ihm eine Frist gesetzt habe. Er hat sich an nichts gehalten und nahm mich nicht ernst aber ich bin bei meinem Entschluß geblieben und habe mich getrennt.


    Dann hat er vor ca 2 Monaten erfahren, dass er wohl, wenn es so weitergeht eine neue Lunge braucht (er ist Lungenkrank und raucht wie ein Schlot) da habe ich dann mal gedacht, hey Gesundheit geht vor er macht mal was.

    Wer so nachlässig mit seiner Gesundheit umgeht dem ist nicht zu helfen, ich würde an deiner Stelle nicht bei ihm bleiben um ihm bei seinem selbstverursachten Problemen zuzuschauen oder gar mitzuerleben daß er an seinen Krankheiten langsam aber sicher verstirbt.

    Er treibt in der Zwischenzeit seine Psycho Spielchen und lässt sein Handy laut und schreibt mit einer mir fremden Frau und das jeden Tag.


    Aber liebe, sex und Zärtlichkeit gibt es schon lange nicht mehr. Gemeinsame Unternehmungen Fehlanzeige, es sei denn es ist mittelaltermarkt und er kann sich mit Met die Kante nehmen.

    Bitte ganz schnell die Flucht ergreifen und sobald als möglich diese Beziehung? beenden so etwas braucht kein Mensch und sollte auch kein Mensch mit sich machen lassen.


    Ich weiß daß es schwer ist sich zu trennen aber wenn man sich getrennt hat geht es einem nach einer gewissen Zeit seelisch viel viel besser und es macht sich Erleichterung breit.


    Du hast dir etwas Besseres verdient als so eine kranke bizarre Beziehung.


    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich bin auch dabei eine Wohnung zu suchen. Leider wollen alle keinen Hund, somit zieht sich das etwas in die Länge. Aber das wird schon werden, ich freu mich jedenfalls mich hier austauschen zu können. LG

  • Linde66

    Hat den Titel des Themas von „Mein Freund ist Alkoholiker“ zu „Dini - Mein Freund ist Alkoholiker“ geändert.
  • Hi Dini,


    meine Schwester hat sich auch von ihrem Mann getrennt und musste sich um alles kümmern. Er meinte, du willst mich verlassen, also kümmere dich um ne Wohnung usw..

    Prinzipiell hatte er auch recht.

    (Alkohol war übrigens nicht der Trennungsgrund, den lassen wir mal weg). Wie dem auch sei, war alles nicht einfach, meine Schwester war jetzt 2 Wochen krankgeschrieben, Burnout, ging auch ihr nahe. Sie haben einen 8-jährigen Sohn und ne gute Lösung gefunden, aber der Clou war, daß er nach 3 Monaten schon heimlich ne Neue hatte, sich aber von allen (auch unserer Familie) ordentlich hat bemitleiden und trösten lassen, sie beschimpft und ganz schlimm über sie gesprochen hat, etc....

    Ich hab mich aus Allem rausgehalten, war auch gut so.


    Jetzt zum eigentlichen Thema, sorry, hab etwas zu sehr ausgeholt.

    So. Bei mir und meinem Mann, bin ich die Alkoholikerin.

    Als es/ich dann nicht mehr ertragbar war,

    hab ICH angeboten, auszuziehen, damit es allen 3en besser geht, wir haben 2 Kinder.

    Das war in meinen Augen, selbst besoffen, das einzig Richtige und Faire.

    Ich verstehe so ein doppelgemeines Verhalten null.

    Ich drück dir die Daumen, daß du schnell etwas findest,


    LG, Hera*

  • Ich denke echt schon, dass ich nicht ganz dicht bin, noch immer zu denken das er es schafft und alles besser wird, obwohl ich ja ausziehen soll.

    Hallo Dini,

    das erinnert mich an einen geprügelten Hund, der nicht verstehen kann, warum sein Herrchen ihn so schlecht behandelt und immer wieder zurückkehrt.

    Dein Lebensabschnittsbegleiter tut nun alles erdenkliche, um sich nicht gerade beliebt zu machen.

    Was brauchst du noch?

    Wenn er nicht will, wird sich nie etwas ändern, im Gegenteil es wird immer schlimmer werden.

    Glaube deinen Wahrnehmungen, deinen Gefühl, hänge dich nicht an Wünschen oder Träumen auf.

    Natürlich tut es erst mal weh zu gehen, doch wird es dadurch angenehmer, zu bleiben?

  • Nein, natürlich nicht! Die Wohnung wird weiterhin gesucht.

    Das er alles dafür tut, dass ich besser gehe ist mir schon klar, nur die Hoffnung, dass er es halt durch zieht, erlischt eben nicht so schnell. Denn eigentlich habe ich ihn als starken Mann kennen gelernt und ich finde es einfach nur erschreckend, was Alkohol aus einem Menschen machen kann. Wie bereits erwähnt bin ich damit bisher nie persönlich in Berührung gekommen.

  • Der Hund existiert in der Tat, da ich den mit Sicherheit nicht bei ihm lasse, zieht sich die Wohnungssuche etwas hin. Am Besten keine Tiere und keine Kinder.


    Es tut jedenfalls gut, sich mal mit jemanden aus zu tauschen, die wissen wovon sie sprechen

  • Hallo Dini,


    für Deine eigene Wohnung und den richtigen Abstand zu Deinem "Nochpartner" drücke ich Dir fest die Daumen.


    Dieser Mann ist schwerkrank. Körperlich und auch seelisch. Und leider ist mein Eindruck, dass er keineswegs

    beabsichtigt, mit dem Trinken aufzuhören.


    Er wird sich zugrunde richten und deswegen ist es für Dich wichtig, dass Du dort so schnell wie möglich

    rauskommst. Du kannst ihm nicht helfen, aber Dir!


    Kannst Du eventuell bei einer Freundin oder Familie erstmal unterkommen?


    Pass auf Dich auf!

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*


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