Reike - Mein Mann trinkt

  • Hallo Reike,

    wie geht es Dir denn?

    Wie läuft die Wohnungssuche?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo,

    Vielen Dank für die Nachfrage, auch wenn ich leider zur Zeit hier nicht drin war..


    Wohnungs suche hat sich leider noch nichts getan, ist ziemlich schwierig bei uns in der Gegend..

    Zur Zeit kommt vieles auf einmal.

    Mir geht es aktuell besser, auch wenn ich tur Zeit viel arbeite..

    Mein geht in die Selbsthilfe Gruppe, ich denke nur daher, da er Druck bekommt von der Arbeit..Habe aber das Gefühl das es bei ihn rattert im Kopf, habe aber so ein hin her gefühl. Er macht was kann ich ohn da alleine lassen und solche Gedanken..

    Bei bekannten könnte ich zur Not jederzeit unterkommen was mir ein gutes Gefühl gibt...

    Bis zum Neujahr wede ich die Tage bis dahin niederschreiben was gut war, was gar nicht geht, ob es gute oder schlechte Tage sind und mit meinen Mann darüber sprechen..

  • Er macht was kann ich ohn da alleine lassen und solche Gedanken..

    Alles was er macht ist im Prinzip nichts wert, solange er trinkt (unabhängig von der Menge).

    Aber letztendlich ist es natürlich Deine Entscheidung, wenn Du bleiben möchtest.
    Da spielt der Wohnungsmarkt dann ja aber eh keine Rolle.

    Es tut mir leid, dass Du das Gefühl hast, ihn nicht allein lassen zu können.

    LG Cadda

  • Es ist so, daß ich wirklich das Gefühl habe er denkt um, er hat jetzt im Januar, leider war eher kein Termin frei, ein Beratung Gespräch. Es arbeitet in ihn..immerhin schon etwas und einen Schritt weiter wie bisher...

  • Guten Morgen,

    glaub mir, es benötigt keinen Beratungstermin, um mit dem Trinken aufzuhören. Ein Arztbesuch täte es auch.

    Du meinst, es arbeitet in ihm. Ja. In meinem Ex-Partner arbeitet es auch schon seit etlichen Jahren. Saufen tut er immer noch und da kenne ich noch zahlreiche andere Beispiele....

    Ich weiß, dass ich mich jetzt zu hart anhöre, aber ich finde es immer so wahnsinnig schade, dass Angehörige warten und warten und warten, während der Alkoholiker ihnen vermittelt, es würde sich etwas tun.

    Dabei arbeitet nichts in ihnen, was damit zu tun hat, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Meistens wollen sie nur daraufhin arbeiten, weniger zu trinken, was auf Dauer eh nicht funktioniert. Oft merken Alkoholiker aber, dass es in den Angehörigen arbeitet und um diese nicht zu verlieren, arbeiten sie selbst gegenan, indem sie sich ja plötzlich zugänglicher zeigen (Selbsthilfegruppe, Beratungstermin.... ach was gibt es nicht alles, um den Eindruck zu vermitteln, man würde etwas ändern wollen...).

    Ich kann Dir nur sagen, dass Du das Beobachten, was Du jetzt machst, weil Du das Gefühl hast, es "arbeitet in ihm" auch nach einer Trennung machen könntest. Dann hätte er wenigstens nicht mehr die Chance, Dich hinzuhalten und Du würdest ganz schnell sehen, ob es WIRKLICH in ihm arbeitet oder er Dich nur "bei der Stange halten" wollte, weil er merkt, dass sich in Dir was tut und Du langsam die Hoffnung verlierst.

    Das Karrussel dreht sich und dreht sich und keiner steigt aus. So laufen dann die Jahre weiter....

    LG Cadda

  • Dabei arbeitet nichts in ihnen, was damit zu tun hat, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Meistens wollen sie nur daraufhin arbeiten, weniger zu trinken, was auf Dauer eh nicht funktioniert. Oft merken Alkoholiker aber, dass es in den Angehörigen arbeitet und um diese nicht zu verlieren, arbeiten sie selbst gegenan, indem sie sich ja plötzlich zugänglicher zeigen (Selbsthilfegruppe, Beratungstermin.... ach was gibt es nicht alles, um den Eindruck zu vermitteln, man würde etwas ändern wollen...).

    Genau das ist bei mir auch gerade seit einem Jahr ungefähr der Fall, sogar schon etwas länger.. und ich möchte so gerne aus diesem Karussell aussteigen, habe nur irgendwie das Gefühl, dass ich es nicht hinbekommen kann.. ich weiß irgendwie leider nicht, was ich dafür brauche um meinen Schritt zu gehen! Ich überlege aber weiter und gebe nicht auf.

  • ich weiß irgendwie leider nicht, was ich dafür brauche um meinen Schritt zu gehen!

    Ich bin damals ins Handeln gekommen, als ich die Threads anderer Angehörigen gelesen habe.

    Dadurch erhielt ich die Erkenntnis, dass der Alkohol mich zur Co-abhängigen gemacht hat. Das war ein Schock und mein persönlicher Tiefpunkt.

    Vielleicht kannst auch du deine Situation besser erkennen und zur Entscheidung kommen, wenn du dich in den Geschichten anderer Betroffenen wieder erkennst.

  • Liebe Reike,

    ich kann da auch nur zustimmen. Im Kopf kann noch so viel passieren, es kommt auf das Handeln an.

    Ich weiß, dass ich mich jetzt zu hart anhöre, aber ich finde es immer so wahnsinnig schade, dass Angehörige warten und warten und warten, während der Alkoholiker ihnen vermittelt, es würde sich etwas tun.

    Es hört sich hart an, wenn man in der Situation ist und überlegt, was man tun soll. Aber es ist nicht hart, sondern es ist einfach die Wahrheit. Ich weiß noch, dass ich es hier ganz am Anfang auch manchmal als hart empfunden habe, was ihr geschrieben habt. Aber ihr habt mir den letzten Schubs gegeben, dass ich mich getrennt habe. Das war wichtig! An der Seite eines nassen Alkoholikers kann man nicht glücklich sein. Helfen kann ich nur mir selbst (und Kindern), alle anderen Erwachsenen tragen für sich selbst die Verantwortung. Wenn eine Person trinken will, dann trinkt sie. Ich kann aber entscheiden, ob ich mein Leben an der Seite dieser Person verbringen möchte. Auch wenn zunächst ein Lebenstraum zerplatzt, hält das Leben aber auch noch andere Dinge bereit.


    Liebe Grüße

    Matilda

  • Guten Abend zusammen.

    Mein Beitrag ist eine weile her, es ist alles viel gewesen in letzter Zeit..

    Ich hatte einige Angehörigen Gespräche, was mir sehr gut getan hat. Mein Sohn hatte auch schon ein Gespräch, was ihn auch gut getan hat mal alles los zu werden.

    Mein Mann ist mit Alkohol abgehalten worden, was mir gar nicht leid tut.

    Bei mir hat sich eine Wohnung ergeben die ich für 2 Monate voll bezugsfertig nutzen kann, leider ist diese auf Dauer zu klein, um Abstand zu haben berfekt. Genau was ich gesucht habe.

    Auch ist er dazu bereit einen Entzug zu machen.

    Leider habe ich trotz allem das Gefühl zu spät gehandelt zu haben und es alles auf mich einstürzt.


    Beste Grüße

  • Liebe Reike

    zu Deinem letzten Satz:

    Leider habe ich trotz allem das Gefühl zu spät gehandelt zu haben und es alles auf mich einstürzt.

    Hilft Dir vielleicht folgende Aussage: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

    Das habe ich mir in mein Büro an die Wand gehangen. Im Endeffekt kann man nur aus der Vergangenheit lernen und es für die Zukunft anders machen.

    LG Momo

  • Hallo,

    Guter Spruch, muss ich mir merken..

    Habe heute den Mietvertrag unterschrieben..Mein Kind freut sich sehr auf die Wohnung..War heute mit dabei zum anschauen..

    Mein Mann hat nicht so viel dazu gesagt..

    Wir freuen uns mega..

    Meine Nachbarin hilft mir, das Wohngeld zu beantragen..

    Sie meint das geht auch für kurze Zeit..

    Beste Grüße

  • Mein Beileid zu Deinem Verlust, auch wenn Ihr getrennt wart, ist es doch ein Schlag.

    Für die kommende Zeit wünsche ich Dir viel Kraft!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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