releaseme - Wie soll es weitergehen?

  • Hallo releaseme,

    zum Weinen wollte ich dich eigentlich nicht bringen, aber ich verstehe was du meinst. Ich hab vor ein paar Tagen meinen eigenen Faden angefangen zu lesen und musste auf Seite 5 aufhören, weil ich so am Schluchzen war.

    Manchmal braucht man nur einen Spiel vorgehalten bekommen.

    Und ich stelle die letzten Wochen mein ganzes bisheriges Leben

    Das mache ich auch seit einigen Monaten. Jede komische Situation wird noch einmal durchdacht und viele Verhaltensweisen hinterfragt. Ich kann nun von außen neutral auf mein Leben blicken, ohne Nebel und rosarote Brille. Und dann hab ich mich angefangen zu fragen, wie ich das soooo lange mitmachen konnte. Natürlich war der Hauptgrund die Kinder, aber auch meine eigene Vergangenheit mit meiner Herkunftsfamilie hat mich wieder eingeholt. Verdrängtes ist plötzlich wieder präsent und schon schließt sich der Kreis.

    Obwohl ich im Leben außerhalb von zu Hause eine sehr selbstbewusste, lebensfreudige junge Frau bin. Ich habe studiert, bin selbstständig berufstätig, ich kann leicht auf eigenen Beinen stehen, habe sooo viele Herzensmenschen die hinter mir stehen und habe trotzdem so Angst vor diesem einen Schritt den ich noch machen muss.

    Ich habe zwar nie studieren dürfen und war nur ein paar Jahre selbstständig, aber ansonsten passt das auch voll auf mich. Nutze das aus! Du musst nicht abhängig sein!

    Aber ja, bei uns hat alles geklappt über so eine lange Zeit, weil ich es war, die sich so verbogen hat, damit es eben klappt. Das war auch lange vor dem Alkohol so - das wird mir jetzt schmerzlich bewusst. Jeder schöne Abend, jede Überraschung, jedes romantische Wochenende - im Nachhinein hab immer ich alles organisiert

    Ja, bei uns das gleiche. Was meinst du wie viel Zeit ich jetzt plötzlich habe? Als wäre ein Kind ausgezogen. Ich fühle mich so befreit, dass klingt gemein, aber es ist leider so.

    Vl kriege ich so eine 2.Chance um noch ein paar Jahrzehnte anders leben zu können, wenn es mir bestimmt ist!

    Nicht „vielleicht“. DAS ist deine 2. Chance. Du musst nur in dein neues Leben starten. Du schaffst das, da bin ich mir sicher.

    LG ☀️

  • Ich habe eine heftige Woche hinter mir - ich hatte endlich einen Termin bei einer psychologischen Beratungstelle und Lebensberatung. Die Frau dort war ein Engel! Sie hat sich über 2 Stunden Zeit genommen für mich. Ich konnte mir sovieles von der Seele reden und sie hat mir auch versichert, dass ich keine Schuld habe, dass ich nichts anders hätte machen können aber auch, dass ich nichts ändern kann, wenn er nicht will.. Und sie meinte wirklich typische narzistische Züge bei ihm zu erkennen und sie hat mich gut aufgeklärt über gewisse Verhaltensweisen und die Kombi mit Alk ist natürlich nicht zu unterschätzen.. Am Ende hat sie mir den Kontakt einer Rechtsanwältin vermittelt, die auf solche Themen (Sucht, etc) spezialisiert ist. Und ich kann es nicht glauben- ich habe sie angerufen.. auch wenn ich leider heute niemanden erreichen konnte.

    Ich habe gezittert und hatte so Angst vorm Wählen. Es ist ein weiterer so großer Schritt und ich kann es nicht glauben , dass ich das wirklich mach. Also dass ich es mir traue.. Man geht Richtung Ende und obwohl man sich alles anders gewünscht hätte die ganze Zeit, geht man trotzdem aktiv weiter.

    Und heute Abend hat es sich bestätigt dass ich richtig liege. Mein Mann hat heute wieder einen riesen Streit begonnen ,wegen nichts. Und es war dann so, dass er wieder so geschrien hat und ich fahre unsere Ehe gehen die Wand, ich ignoriere ihn, gebe ihm keine Nähe mehr, er tut alles für uns und wir sehen es nicht, nur weil er einen "kleinen Fehler" hat und "was trinkt" er nimmt mir auch nicht den Kaffee und ich will ihn trocken legen, aber das will er sowieso nicht...das alles hat er gesagt..und täglich fehlen mindestens 5 gr. Flaschenbier trotz seines Gesundheitszustandes (das sind die die ich sehen weil ich täglich dran vorbeigehen, alles andere weiß ich gar nicht und es ist mir nicht mehr wichtig).. er versteht nichts! Ändern sieht anders aus und Liebe sowieso!

    Ich will unbedingt so weitergehen auch wenn mich diese Vorwürfe immer noch treffen und kurz ins Wanken bringen und ich wieder kurz denke- mache ich vl doch einen Fehler? Aber ich schiebe den Gedanken dann wieder schnell weg.

    Ich hoffe auf baldige Rechtsberatung. Vorher würde ich mir keine Trennung aussprechen trauen. Ich glaube ich hätte Angst vor ihm und ich möchte dann nur noch raus. Ich halte mich zurück so gut es geht aber der Alltag ist ein Höllenritt zur Zeit und dass zur schönsten Zeit des Jahres :(

  • Ich habe gezittert und hatte so Angst vorm Wählen. Es ist ein weiterer so großer Schritt und ich kann es nicht glauben , dass ich das wirklich mach. Also dass ich es mir traue.. Man geht Richtung Ende und obwohl man sich alles anders gewünscht hätte die ganze Zeit, geht man trotzdem aktiv weiter.

    Liebe releaseme , genauso ging es mir auch. Wahnsinn. Auch ich habe gezittert, wenn ich eine Nummer gewählt habe, die mich wieder entscheidend weiter Richtung Ende bringt. Ich kenne dieses Gefühl, diese Mischung aus Angst vor der eigenen Courage, Angst etwas falsch zu machen und unwiderruflich an die Wand zu fahren (was eigentlich schon an der Wand zerschellt ist). Meine Trennung ist ja erst Mitte Oktober passiert, also alle Gefühle auf diesen großen Schritt zu sind noch voll da. Aber Du gehst eisern weiter. Dazu bedarf es Mut und den hast Du!

    Du machst alles richtig. Hast Dir Hilfe gesucht...und gefunden. Nur wer aktiv wird bekommt auch Hilfe. Und deshalb bist Du ja hier gelandet. Es freut mich sehr, dass Du da so eine nette verständige Frau gefunden hast in der psychologischen Beratungsstelle. Manchmal braucht es einen Engel am Wegesrand (so hab ich das immer formuliert und ich hatte schon viele Engel am Wegesrand, die mich weitergebracht haben).

    Ich habe das auch mal vor vielen Jahren versucht mit einer Psychologin/Psychotherapeuthin und hatte leider nicht so ein Glück. Die Psychotherapeuthin, die ich damals besucht habe, hat mir, nachdem ich ihr ALLES erzählt habe mit dem Alkohol und meinem Mann, ein -empty-nest-syndrom- diagnostiziert und mir geraten mit meinem Mann doch mal einen langen Urlaub zu machen. Das war das letzte, was ich wollte. Bin nie wieder hingegangen. Aber es grämt mich im Nachhinein nicht. Wahrscheinlich war mein Leidensdruck noch nicht groß genug damals, so dass ich mich nicht entsprechend ausgedrückt habe.

    By the way: Ich wurde zuletzt gefragt, ob ich nicht bereue erst jetzt diesen Schritt gemacht zu haben und über all die verlorene Zeit mich gräme. Ich habe ihr geantwortet: Nein, bin ich nicht. Ich habe diese Wegstrecke gebraucht, für mich, für meine persönliche Entwicklung, um mir über alles klar zu werden. Alles ist gut und richtig, wie es verlaufen ist. Meine persönliche Überzeugung. Und abgesehen davon, warum soll man sich damit aufhalten sich über etwas zu grämen in der Vergangenheit, was man eh nicht mehr ändern kann

    Ich will unbedingt so weitergehen auch wenn mich diese Vorwürfe immer noch treffen und kurz ins Wanken bringen und ich wieder kurz denke- mache ich vl doch einen Fehler? Aber ich schiebe den Gedanken dann wieder schnell weg.

    Wenn ich an meine Trennung denke, die ja noch recht frisch ist, dann kann ich nur sagen: Ja, mich treffen diese Vorwürfe auch weiterhin und auch ich habe Momente, wo ich auch immer wieder ins Wanken komme über meine Entscheidung. Aber es kommen auch immer mehr Momente/Stunden/ ganze Tage, wo ich plötzlich so ein Gefühlt der Erleichterung, Freiheit und Optimismus in mir aufsteigen fühle, dass es mich schier überwältigt. Ich merke, wie ich wieder anfange zu LEBEN.

    Liebe releaseme , ganz liebe Grüße!

  • Hallo releaseme,

    Du machst alles richtig. Hast Dir Hilfe gesucht...und gefunden. Nur wer aktiv wird bekommt auch Hilfe.

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Deine ganzen Gefühlsanwandlungen kann ich verstehen, es ging mir ganz, ganz ähnlich. Da leben 2 Seelen in einem. Einerseits die, die in ein neues Leben drängt und eine, die sich noch nicht ganz lösen kann.

    Da hilft einfach, das durchzuhalten und weiterzugehen. Denn du weißt im Grunde genommen ja, dass das der einzige Weg ist, wieder ein glückliches und unbeschwerten Leben zu bekommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe releaseme , ich habe dir in einem anderen Verlauf eine Nachricht hinterlassen ohne zu wissen, dass du hier einen eigenen hast.
    Deshalb schreibe ich hier nochmal einen ähnlichen Inhalt.

    Ich bin eine EKA und kann dir nur dazu raten, schnell Nägel mit Köpfen zu machen. Deine Kinder leiden gerade und das ist nur der Anfang. Schütze sie und verlasse IHN besser gestern als morgen. Ich weiß selbst was es mit einem Kind macht, den Papa so zu sehen. Er spielt seine Psychospielchen mit ihnen und er wird es auch weiter tun.
    Obwohl ich weiß, dass es nicht richtig ist, so bin ich doch zunehmend zorniger auf meine Mutter geworden(30 Jahre sind vergangen). Die Schuldzuweisungen, die mein Vater einen Großteil meiner Kindheit gegenüber meiner Mutter getätigt hat, haben sich auch bei mir manifestiert. Ich war wirklich häufig der Ansicht, dass meine Mutter Schuld an allem ist. Ich war ein Kind. Ich wusste es nicht besser.

    Bleibst du bei ihm, wirst du irgendwann vielleicht allein sein, wenn sich deine Kinder VIELLEICHT von dir abwenden, weil sie erkennen, dass du ihnen hättest alles ersparen können, es aber nicht getan hast.

  • Oh Mann, wer kennt es noch?: 1 Schritt nach vorne und eine 3/4 zurück, dann wieder 1 nach vorne und wieder 3/4 zurück.. klar es geht nach vorne.. aber wie! Diese Anstrengung..Und das neben dem Alltag mit kleinen Kindern und Arbeit - ich muss mich Tag für Tag zusammenreißen um nicht aufzugeben .. Und a manchen Tagen Tagen ist der Teufel auf meiner Schulter so laut der schreit "du schaffst es sowieso nicht, du zerstörst deine Familie..." und es kostet mich Kraft diesen Teufel runter zu boxen..

    Mein Rechtsanwalttermin steht ja nun und ich wollte bis dahin die Füße still halten, damit ich weiß woran ich rechtlich bin, auch den Kindern zu liebe. Und ich habe das Gefühl, dass er langsam spürt, dass ich mich immer mehr abkapsle.. er trinkt gerade wieder so viel, extrem.. Und je mehr ich mich löse umso gemeiner wird er habe ich das Gefühl. Er trifft mich jedes Mal wieder so hart, weil er genau weiß, wo er den Stachel hinsetzen muss. Heute hat er sich beschwert, weil ich ihn nicht mehr umarme, nicht küsse und nicht sage, schön dass ich dich hab.. Und das spielt er über so eine miese Masche " Tolle Familie haben wir da, das hast du super gemacht, du zerstört die ganze Familie" usw. Und wieder bin ICH es..Und er weiß dass der geplatzten Traum von Familie mein wundester Punkt ist, neben Gemeinheiten gegeb die Kinder.

    Aber heute hat er mich sowieso wieder fertig gemacht.. war auch wieder meine "Schuld" ich habe leider was gesagt, weil er den Keller wieder massiv mit Bier und Co.vokgefüllt hat.. Da ist auch was für Gäste dabei und auch ein paar andere Getränke, damit er nicht immer das Gleiche trinken muss. So seine Worte.. Es ist wie es ist... Er spielt wirklich extreme Psychospielchen mit mir im Moment.. So habe ich das Gefühl... aber immer schön weitergehen.. direkt aufs Ende zu..Wahnsinnig oder? Man freut sich aufs Ende...manchmal frage ich mich, wie mir das passiern konnte 😞 aber aufstehen und weitergehts...hoffentlich.

  • Liebe releaseme ,

    hab Dich noch gelesen und schick Dir ein paar liebe und aufmunternde Gedanken. Du machst das Richtige. Auch ohne Alkohol würde es so zusammen nicht mehr funktionieren. Wunde Punkte finden, da den Stachel ansetzen, gezielte Gemeinheiten austeilen - das ist kein gutes Zusammenleben mehr, für Dich nicht und erst recht nicht für die Kinder.

    Und er weiß dass der geplatzten Traum von Familie mein wundester Punkt ist, neben Gemeinheiten gegeb die Kinder.

    Schade, dass er so gar nicht seinen Beitrag dazu sieht und ihm selbst die Familie so wenig wert ist. Gut, dass Du Dich beginnst, herauszulösen. Rückschritte gehören dazu - Du wirst das schaffen.

    Schlaf erstmal gut, alles Liebe!

  • Oh Mann, wer kennt es noch?: 1 Schritt nach vorne und eine 3/4 zurück, dann wieder 1 nach vorne und wieder 3/4 zurück.. klar es geht nach vorne.. aber wie! Diese Anstrengung..Und das neben dem Alltag mit kleinen Kindern und Arbeit - ich muss mich Tag für Tag zusammenreißen um nicht aufzugeben .. Und a manchen Tagen Tagen ist der Teufel auf meiner Schulter so laut der schreit "du schaffst es sowieso nicht, du zerstörst deine Familie..." und es kostet mich Kraft diesen Teufel runter zu boxen..

    Mein Rechtsanwalttermin steht ja nun und ich wollte bis dahin die Füße still halten, damit ich weiß woran ich rechtlich bin, auch den Kindern zu liebe. Und ich habe das Gefühl, dass er langsam spürt, dass ich mich immer mehr abkapsle.. er trinkt gerade wieder so viel, extrem.. Und je mehr ich mich löse umso gemeiner wird er habe ich das Gefühl. Er trifft mich jedes Mal wieder so hart, weil er genau weiß, wo er den Stachel hinsetzen muss. Heute hat er sich beschwert, weil ich ihn nicht mehr umarme, nicht küsse und nicht sage, schön dass ich dich hab.. Und das spielt er über so eine miese Masche " Tolle Familie haben wir da, das hast du super gemacht, du zerstört die ganze Familie" usw. Und wieder bin ICH es..Und er weiß dass der geplatzten Traum von Familie mein wundester Punkt ist, neben Gemeinheiten gegeb die Kinder.

    Aber heute hat er mich sowieso wieder fertig gemacht.. war auch wieder meine "Schuld" ich habe leider was gesagt, weil er den Keller wieder massiv mit Bier und Co.vokgefüllt hat.. Da ist auch was für Gäste dabei und auch ein paar andere Getränke, damit er nicht immer das Gleiche trinken muss. So seine Worte.. Es ist wie es ist... Er spielt wirklich extreme Psychospielchen mit mir im Moment.. So habe ich das Gefühl... aber immer schön weitergehen.. direkt aufs Ende zu..Wahnsinnig oder? Man freut sich aufs Ende...manchmal frage ich mich, wie mir das passiern konnte 😞 aber aufstehen und weitergehts...hoffentlich.

    Es klappt heute nicht mit einzelnen Sätzen zu zitieren, Guten Morgen Releaseme,

    Genauso musste ich es erleben als ich anfing mich zu lösen auf mich zu schauen. Damals fiel er dann aber auch in der Öffentlichkeit zunehmend auf ,auch einer meiner Söhne bekam es einmal bei einer geburtstagsfeier mit. Er wollte mich damals nicht mehr nach Hause gehen lassen und wollte dass ich zu ihm ziehe bis ich was eigenes finden würde. Auch eine Freundin und ihr Mann ( er ist naher verwandter und fast wie Bruder meines Mannes ) meinten ich müsse unbedingt da raus und hätte vorrübergehend zu ihnen ziehen können.

    Es war schon heftig am Anfang, als er dann aber immer mehr merkte dass ich nicht einbrach ,wurde es für mich leichter zu ertragen auch ihm Grenzen zu setzen und mein eigenes Leben zu leben.

    Mariexy

  • Lies dich mal bitte zum Thema Schuldumkehr im Netz ein. Das ist exakt das Gleiche, was bei häuslicher Gewalt passiert. Täter geben dem Opfer Schuld für ihr Verhalten. Das ist falsch.
    Die Schuld liegt IMMER beim Täter!

    Lass dir das nicht einreden! ER trinkt! ER entscheidet sich zu trinken, du setzt ihm nicht die Flasche an den Hals. Der Alkohol und sein Verhalten sind die Ursache für deinen Rückzug, nichts anderes und schon gar nicht umgekehrt. Es ist SEINE Verantwortung und nicht deine.

    Solange er aber trinkt, kann und will er das natürlich nicht einsehen. Deswegen ist es unbedingt DEINE Verantwortung, dich und die Kinder zu schützen und euch Hilfe zu holen und was zu ändern.

  • SOS, ihr Lieben...

    Nun sind die Nägel mit Köpfen gemacht. Ich bin gestern Abend noch mit den Kindern zu meinen Eltern.

    Die Ereignisse überschlagen sich gerade... Trotz seinem gesundheitlichen angeschlagenen Zustand säuft er täglich weiter. Diese Woche war es massiv, jeden Tag war er betrunken und das oft neben den Kindern. Wir feierten diese Woche den Kindergeburtstag meines Sohnes und selbst da war er so betrunken, dass ich nur noch damit beschäftigt war, dass ihn die ganzen Kinder so nicht sehen. Als er dann gestern körperlich Nähe suchte und ich diese ablehnte, ist er dann ausgetickt. Er hat mit mir geschrien, ich hab alles zerstört, ich habe es jetzt geschafft dass ich ihn ruiniert hab, er ist immer der Blöde, alle sind gegen ihn usw...doch diesmal bin ich nicht eingeknickt! Und ich stand vor ihm und habe gesagt: du weißt genau, was unser Problem ist! Du bist Alkoholiker und der Alkohol ist eine Person zu viel in unserem Haus! Wirst du was ändern? Und er sagte: ja und ich bin Alkoholiker und ich werde sowieso nie 0,0 trinken. Denn das Problem hast du , weil du nichts trinkst, nicht ich. Und ist es so schlimm? Ich funktioniere und es ist mein Leben und ich trinke keinen Wein und keinen Schnaps mehr." Dann hab ich mich umgedreht und gesagt, okay, dann hast du deine Entscheidung getroffen und ich muss meine Treffen. Dann bin ich mit den Kindner mit meinen Eltern mitgefahren (sie sind gekommen, weil ich ihnen geschrieben habe , dass er durchdrehen und sie konnten mich telefonisch nicht mehr erreichen)...Ja und jetzt bin ich dort... Es war heute Früh als wäre ich in einem Traum. Und ich weiß eigentlich gar nicht wie es jetzt weitergeht... Heute ist zufällig der Termin mit der Anwältin! Ich hoffe sie kann mir gleich gut zur Seite stehen..

    Aber was sage ich den Kindern?

    In mir ist ein Teil soo froh, endlich aus dieser Hölle herausen zu sein , aber natürlich wird mir auch nach und nach das bewusst, dass es jetzt dieses Ende ist, vor dem ich so lange weggelaufen bin. Ich habe Angst was passiert, wenn er vor mir steht und betteln würde, dass wir zurück kommen! Ich habe Angst nicht stark genug zu sein! Aber ich weiß dass das keine Zukunft hat! Er ist nasser Alkoholiker! Ich muss da jetzt durch..

    Und gleichzeitig habe ich so Gedanken : habe ich alles richtig gemacht? Soll ich das jetzt echt durchziehen? Ich kenne die Antwort! Ich muss das jetzt durchhalten.. aber ja....Ich habe nun alles verloren..20 Jahre, meinen Mann, mein Haus, meine Firma im Haus, einfach alles.. aber dieses Leben neben einem nassen Alkoholiker, der mich nur niederdrückt, wo man ständig Angst hat was falsch zu machen und ohne Liebe- das ist keine Zukunft!! Nicht für mich und schon gar nicht für die Kinder..

    Ich bin gerade einfach leer.

  • Aja und er ist gestern raus und dann wieder gekommen und hat gesagt er kann sich ja jetzt gleich abstechen oder umbringen, weil es eh egal is! Und da hatte ich das erste Mal richtig Angst, dass er uns was tun könnte.

    Aber kann ich ihn jetzt wirklich einfach so sich selbst überlassen? Was wenn er sich wirklich was antut? Wenn er noch tiefer fällt? Freunde hat er keine..seine Familie ist so mittelmäßig...

  • Guten Morgen ,

    ich kann all deine Ängste und Sorgen nachvollziehen, da ich ja auch in der gleichen Situation war. Wichtig, du lebst jetzt von Tag zu Tag. Es gibt kein Zurück und das weißt du auch. Das ist richtig doof, und das Herz will einem da etwas anderes sagen, aber das liegt nur daran, dass es gerade alles so furchtbar schwer ist und schier endlos vernebelt. Die nächsten Wochen wird sich vieles aufklären, da bin ich mir ganz sicher.

    Du bist jetzt wie ein kleines Kind, das seine ersten Schritte läuft und die gehst du mit Bedacht.

    Es muss oft erst richtig schlimm werden und kaum auszuhalten, bis es besser wird. Du befindest dich gerade in einem Sturm, aber auch der geht vorüber.

    Wenn er äußert, dass er sich etwas antun will, dann sagst du ihm ganz deutlich, ob er das wirklich ernst meint, denn dann würdest du die entsprechenden Instanzen einschalten. Dann siehst du, was passiert.

    Alles andere regelt sich jetzt nach und nach, auch wenn es nicht so aussieht.

    Bleib bei deinen Eltern, sie können dir die Kinder abnehmen, wenn es dir schlecht geht und du wieder Kraft tanken musst. Es fügt sich alles. Das weiß ich.

  • Hallo releaseme,

    Ich bin gerade einfach leer.

    Und nun kannst du die Leere neu auffüllen, mit Mut und Kraft und der Gewissheit, dass es besser werden wird.

    Auch wenn es gerade nicht so aussieht. Du hast diesen mutigen Schritt jetzt gemacht. Und daraus wird was folgen. Sehr viel Gutes aber natürlich auch Auseinandersetzungen mit dem Mann. Aber du bist nicht alleine. Du hast die Anwältin, du kannst dir Hilfe holen beim Jugendamt usw. Und du hast uns hier, deine Selbsthilfegruppe, eine Co-Fraktion die Gold wert ist.

    Du hast dich und deine Kinder rausgeholt aus diesem System, das alle und alles zerstört. Was Besseres hättest du nicht tun können.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Vor 1 Jahren und 1 Monat habe ich euc hier das erste Mal geschrieben und mich danach nicht gemeldet, weil ich die teilweise sehr harten aber wahren Antworten zu diesem Zeitpunkt nicht hören wollte! Ich war nicht so weit, aber endlich habe ich die Löwin in mir gefunden und nun bin ich ausgebrochen und ich danke euch für alles! Ich werde eure Hilfe und euren Zuspruch brauchen.

    Mein Herz tut momentan eigentlich gar nicht weh wegen ihm, sondern wegen dem Kindern. Was und wie soll ich es ihnen sagen dass Papa nicht mehr bei uns sein wird? Und ja, i han Angst wie es wird, wenn sie merken, dass es kein zurück nach Hause gibt. Ich habe keine Gefühle mehr für ihn. Denn die hat er so schön zerstört dir letzten Monate.

    Und was er mir heute geschrieben hat, keine Reue, nur Vorwürfe, keine Spur von Liebe.

  • Aber kann ich ihn jetzt wirklich einfach so sich selbst überlassen? Was wenn er sich wirklich was antut? Wenn er noch tiefer fällt? Freunde hat er keine..seine Familie ist so mittelmäßig...

    Dann wäre es nicht deine Schuld!!!!!

    Er hat „sein Lenen “ in der Hand!!! Er hat immer eine Wahl.
    Er könnte sich endlich Hilfe holen!

    Er könnte endlich aufwachen.
    Er ist dafür verantwortlich!

    Bleib Stark, er sollte was verändern!

    Liebe Grüße Petra

  • Mein Herz tut momentan eigentlich gar nicht weh wegen ihm, sondern wegen dem Kindern. Was und wie soll ich es ihnen sagen dass Papa nicht mehr bei uns sein wird? Und ja, i han Angst wie es wird, wenn sie merken, dass es kein zurück nach Hause gibt.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft 💚

    Liebe Grüße Petra

  • Ich muss das jetzt durchhalten.. aber ja....Ich habe nun alles verloren..20 Jahre, meinen Mann, mein Haus, meine Firma im Haus, einfach alles.. aber dieses Leben neben einem nassen Alkoholiker, der mich nur niederdrückt, wo man ständig Angst hat was falsch zu machen und ohne Liebe- das ist keine Zukunft!! Nicht für mich und schon gar nicht für die Kinder..

    Liebe Releaseme,

    es fühlt sich jetzt so an, als hättest du alles verloren. Genau, da musst du jetzt durch.
    Mit Abstand wirst bestimmt auch du sehen, dass du mit deinem Schritt mehr gewonnen als verloren hast. Hab Geduld und gehe deine Schritte weiter.

  • Liebe releasme,

    Ich kann es mir vorstellen, wie es dir geht! Aber: dein Mamaherz hat entschieden, dass es so nicht mehr weitergeht. Für dich und für deine Kinder. Und das zählt. Du gibst dir eine Chance der Mensch sein zu dürfen, welcher Bedürfnisse hat und diese äußeren darf. Du gibst deinen Kindern eine Chance dich als eine Führsorgerin zu erleben. Das ist Gold wert. Als ich meinen Weg gegangen bin, habe ich mir immer vor den Augen gehalten welche Schäden Kinder bekommen, wenn sie in einer kranken Ambiente gefangen sind.
    Ich habe viele Fragen seitens meiner Tochter aushalten müssen, und habe geantwortet. Manchmal war ich mir gar nicht sicher, ob meine Antworten „richtig“ sind, manchmal war es mir nach Schreien. Kinder beziehen viel auf sich, wenn sie keine Erklärung haben, was passiert. Ich bin mir sicher, deine Kinder werden es auch verstehen und sich sogar sicherer fühlen, da du eine Orientierung gerade vorgibst.

    Nimm dir Zeit und lass dir helfen.

    Liebe Grüße Ino

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!