Servus Soapstar finde ich gut, das Du dein manches Ende vom Rausch geschildert hast - mir LEIDER !! nie passiert, denn wenn, hätte ich wohl 30 Jahre früher schon gestoppt.... für mich persönlich der ultimative Gau, ein nasses Bett oder Krankenhaus vom Saufen.....selbst gekotzt habe ich maximal alle paar Jahre, und da dachte ich schon an Rückzug quasi....btw gestern hat mich meine Schwiegermutter mal wieder mit ihrer Thailogik zum Wahnsinn getrieben, habe aber das 1te Glas stehen gelassen ....😉 und Genmai Tee getrunken
Paul_ - und jetzt bin ich mal dran
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Hallo 45,
das Alkoholikergehirn (zumindest meins) ist halt leider in der Lage, wahnsinnig viel zu verdrängen oder in ein anderes Licht zu rücken.
Natürlich habe ich nach jedem dieser beschriebenen Tage im KH oder sonstwo gedacht "so geht es nicht weiter, jetzt ist Schluss mit der Sauferei". Gehalten haben diese Vorsätze ein paar Tage (meistens ging es mir bis Dienstag richtig schlecht, Mittwoch neutral, ab Donnerstag kam jedesmal wieder die Vorfreude aufs Wochenende und den nächsten Rausch) und der Trott ging wieder von vorn los.
Ausnüchterungszelle und KH sind jetzt schon die "Highlights", aber auch die kamen alle paar Jahre mal vor. Doch selbst die dauernd verlorenen Geldbeutel, Schlüssel, Handys, Jacken etc. hätten mir ständig eine Mahnung sein können, dass alles schon längst aus dem Ruder gelaufen ist. War es aber auch immer nur sehr kurzfristig.
Von daher: Sei froh, dass Du diese Erfahrungen nicht machen musstest, vielleicht wären sie auch Dir nicht genug Warnung gewesen. Wer weiß das schon. Mein persönlicher Tiefpunkt zur endgültigen Kapitulation vor dem Alkohol waren sie jedenfalls nie

VG Soapstar
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Auch von meiner Seite Herzlichen Glückwunsch! Auch ein bisschen an mich selbst, da es heute genau ein halbes Jahr für mich ist. Das Forum und die Mitglieder spielen bei diesem Erfolg eine zentrale Rolle. Danke dass es euch gibt!
Dann will ich mich dazugesellen,
Herzlichen Glückwunsch zum ersten halben Jahr deiner Abstinenz.
Viele Grüße
Nayouk
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Nur, was ist das Bitte für ein Leben? Tag für Tag ohne Aussicht dass sich was ändert. So geil wie früher hat der Alk auch nicht mehr geknallt und gesundheitlich merkte man es auch langsam. Ich wusste dass es so nicht weiter gehen kann. Ich wollte ein Leben ohne Alk, aber am besten mit dem Besoffensein.
Hallo Paul, diese Aussage traf auch auf mich, vor meiner Abstinenz, zu. Bis auf die Tatsache, dass man es gesundheitlich nicht nur langsam sondern deutlich merkte. Es freut mich sehr, dass du (wir) es geschafft haben aus dieser Abwärtsspirale zu entkommen. In diesem Sinne, Frohe Weihnachten.
LG Lebensmut
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Hallo Paul,
häusliche Gewalt ist übelst. Trotzdem bitte hier im Forum keine Schimpfworte.
Wie geht es dir eigentlich? Wie war dein Jahreswechsel?
Viele Grüße, Linde -
Hallo Paul_,
Ich kann deine Emotion verstehen, deine verbalen Ausbrüche allerdings nicht.
Ich glaube nicht, dass solche Beiträge den Betroffenen helfen. Sie hätte selbst schon längst diese Sichtweise einnehmen können, hat sie aber nicht.
Aber bleiben wir bei dir, wie hast du den Jahreswechsel erlebt?
Viele Grüße
Nayouk -
Hi,
das ist lieb dass Ihr fragt, wollte schon bei mir schreiben, bin aber nicht dazu gekommen. Jahreswechsel ging komplett unspektakulär vonstatten, vorm fernseher mit meiner Frau. Gedanken an Alk habe ich selten, obwohl ich an Neujahr gedacht habe "wieviele Leute haben jetzt nen Mordskater.. und ich fühl mich fit".
Habe mir mittlerweile Hobbys gesucht und erledige einfach Dinge im Haushalt oder auf Arbeit die ich sonst immer aufgeschoben hab.
Kurz gesagt, ich bin glücklich. Weiterhin abstinent bin ich natürlich auch.
Zu dem Post: dass das ein Schimpfwort sein soll ist schon bisschen sehr streng. Da werden hier in anderen Posts härtere Wörter verwendet. Desweiteren verstehe ich nicht wie man sich an meiner audsrucksweise stören kann wenn der geschilderte Sachverhalt so heftig ist. Was ist der Typ denn bitte dann? Ein liebenswerter Mensch der nur gewalttätig wird wenn er gesoffen hat? Für jemanden der sich in einer toxischen Beziehung mit einen gewalttätigen Partner befindet und nicht weiss ob sie nicht vlt mitschuld trägt an seinenäm Verhalten, ist so eine Zensierung meiner Beiträge nur Öl ins Feuer. Man soll ihn also nicht so bezeichnen wie ich ihn bezeichnet habe weil? Weil er es nicht ist?
Wie dem auch sei, ich teile eure Meinung nicht, für mich ist er mehr als das was ich geschrieben habe und genauso wie ich mich selbst als edit (wir wollen ja keinen edit) bezeichnen kann als ich noch gesoffen habe, finde ich dass man das Kind auch ruhig mal beim Namen nennen kann.
Falls ich gegen Forenregeln verstoßen habe, werde ich es mir für die Zukunft merken und weicher schreiben.
LG,
Paul
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Du willst kein Edit, hast trotzdem eines bekommen. Bitte nicht ausreizen...
Desweiteren verstehe ich nicht wie man sich an meiner audsrucksweise stören kann wenn der geschilderte Sachverhalt so heftig ist.
Es ist nicht deine Sache, einen dir völlig unbekannten Dritten mit Schimpfwörtern zu belegen.
Was anderes ist es, wenn die Betroffenen selbst sich "mal" Luft machen. Aber auch da wird editiert, wenn es vulgär wird.
Denn es bringt nichts, sich über den Schläger aufzuregen und im Internet abzulästern. Er ist wie er ist. Warum wieso weshalb ist uninteressant. Es bringt auch nichts, durch Worte Distanz herzustellen. Es ist viel wichtiger im realen Leben Distanz herzustellen.
Und das ist nicht dein Job, sondern der Job der geprügelten Frauen.
"Man" kann sich jahrelang damit aufhalten, schlecht über den nassen Partner zu reden, statt selbst aktiv zu werden und Abstand zu schaffen. Nur Worte reichen nicht. Es geht darum sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen.
Wie gesagt, reize es nicht aus, sonst kommt das nächste Edit.
Viele Grüße, Linde
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Ich zieh mir den Schuh auch an, Paul_ , weil ich Deinen Gefühlsausbruch spontan geliked hatte und das auch gar nicht zurücknehmen möchte.
(Ich besuche gerade fast täglich ein Gewaltopfer im Krankenhaus und bin deshalb bei dem Thema noch dünnhautiger als sonst).
Aber im Nachhinein gebe ich Linde66 und Nayouk24 recht und bin dankbar furs Editieren des Schimpfworts: So eine Reaktion ist menschlich verständlich, aber nicht im Sinne der Diskussionskultur dieses Forums. Es wurde ja auch sofort von Cos als Alkoholikerbeschimpfung missverstanden.
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Statt schlecht zu reden lieber etwas Gutes tun.
Ich denke mir manchmal auch meinen Teil, aber es bringt doch nichts sich mit negativen Gedanken aufzuhalten. Lieber bei sich im realen Leben aktiv werden. Da ist die Energie viel besser aufgehoben.
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Abend,
Dass Du auch noch das gerade editiert hast, was auf mich bezogen war und eher von einem 8 Jährigen verwendet würde, hätte ich wirklich nicht erwartet. Meiner Meinung nach reagierst Du jetzt wirklich kindisch, trotzig. Nun gut, belassen wir es dabei und zurück zum Thema: ein trockenes Leben.
LG,
Paul
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Nee, nicht kindisch oder trotzig, sondern konseqent.
Zurück zum Forenthema finde ich gut.
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Es wurde ja auch sofort von Cos als Alkoholikerbeschimpfung missverstanden.
Nun, es bezog sich auf die Gewalt, nicht auf den Alkoholiker. Aber falls es missverstanden wurde, mein Fehler. In dem Fall danke fürs editieren. Generell ist es nie meine Absicht einen Alkoholiker zu beleidigen nur weil er Alkoholiker ist. Das Verhalten eines Alkoholikers aber entsprechend zu benennen "verhält sich besoffen wie xx" habe ich jetzt nicht als Beleidigung der Person gemeint. Zudem gibt es auch genügen Nicht-Alkoholiker die sich benehmen wie xx. Finde ich genauso schlimm.
Soviel Wind wollte ich jetzt in die ganze Geschichte nicht blasen. Eher nur deutlich machen dass eine gewalttätige Beziehung mit nichts zu rechtfertigen ist.
LG,
Paul
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Soviel Wind wollte ich jetzt in die ganze Geschichte nicht blasen. Eher nur deutlich machen dass eine gewalttätige Beziehung mit nichts zu rechtfertigen ist.
Da hast du recht, aber mit Vulgarität hilft es auch nicht, es besser zu machen.
Ich habe zunächst gedacht, du könntest wieder saufen, weil es nicht unüblich ist, erst einmal einen Rundumschlag zu starten. Das sieht man öfter. Aber es scheint bei dir noch im trockenen Tüchern zu sein.
Es werden in einem Forum wie diesem auch Spiegel vorgehalten. Und dazu gehört leider auch, dass Alkohol und Gewalt häufiger zusammen auftreten, als viele wahrhaben wollen. Die Realität bei Sucht ist auch nichts, was man schönreden sollte.
Ich habe zwar keine Gewalt gegen Frauen ausgeübt, war aber in gewalttätige Straßenschlägereien und all das verwickelt, was nicht nur die Sucht aus einem Menschen macht, sondern einem auch schon mal nach einen riesigen Rausch bescherte.
War bei dir immer alles ohne irgendwelche "nassen" Ausbrüche? Eine rhetorische Frage muss ja nicht beantwortet werden.
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Abend,
Was Gewalt angeht, nein. Ich hab noch nie besoffen irgendwen geschlagen. Auch nüchtern ist das wohl bisher nur 3 mal in meinem Leben passiert. Verbal, das kam tatsächlich häufiger vor. Besonders besoffen. Vielleicht ist das Paradoxe dass ich besoffen nicht gut diskutieren konnte, mir die Argumente ausgingen und ich emotional wurde. Nun bin ich, auch durch den neuen Beruf, in einer Position in der ich mich mit verbalen Argumenten durchsetzen muss, und das klappt nüchtern sehr gut.
Ich bin beim Thema Gewalt gegen Frauen sensibler als bei anderen Themen, da das für mich einfach DAS No-Go ist, egal ob voll oder nüchtern. Deshalb der für meine Art unübliche Rundumschlag. Wenn ich solche Geschichten lese, werde ich traurig und wütend. Wenn dann mein Text editiert wird, ok, sehe es ein. Dann aber nochmal wegen nun wirklich nichts wildem, ok, Regeln sind Regeln. Aber zu guter letzt noch der Kommentar, der meine Absicht kein Schimpfwort zu verwenden mit "Du willst kein Edit, hast trotzdem eines bekommen. Bitte nicht ausreizen..." quitiert, hat mich jetzt echt vor den Kopf gestoßen.
LG,
Paul
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Hallo an alle,
Kleines Update, die Gedanken an Alk sind wirklich selten geworden, gab auch schon Tage an denen ich garnicht an Alkohol gedacht habe. Träume sind auch trocken, dafür auf andere Weise z.T. skurril.
Wenn ich bei der Arbeit gut gefordert bin schaffe ich alles, wäre zur nassen Zeit sicher nicht möglich gewesen. Den Unterschied sehe ich.
Manchmal überlege ich, wie es wäre, jetzt, wo alles so gut läuft, einen zu saufen. Ich ziehe es nicht in Erwägung, stelle mir nur die Situation vor. Bin mir dann sicher, dass alles was ich mir aufgebaut habe spätestens in einem Monat zunichte wäre. So ist es.
Das sind die kurzen Gedanken die immer seltener kommen. Ich bin glücklich, suche mir Herausforderungen die ich meistern kann, habe Erfolgserlebnisse, mache weiter.
Im Forum bin ich nicht mehr so aktiv, nehme hier das für mich mit was ich brauche um nüchtern zu bleiben. Denke wohl auch deswegen weniger an Alk weil mich dieses Forum nunmal zwangsweise daran erinnert.
Also nochmal Danke an alle und weiter gehts.
LG,
Paul
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Manchmal überlege ich, wie es wäre, jetzt, wo alles so gut läuft, einen zu saufen. Ich ziehe es nicht in Erwägung, stelle mir nur die Situation vor. Bin mir dann sicher, dass alles was ich mir aufgebaut habe spätestens in einem Monat zunichte wäre. So ist es.
Was für komische Gedanken Du hast. An so was habe ich in all den Jahren nicht gedacht. Solche Gedanken wären (Konj.) für mich gefährlich, weil ich meinem Suchtgedächtnis eine Steilvorlage lieferte. Ich werde schlafende Hunde bestimmt nicht wecken.
Aber wir sind nun mal alle unterschiedlich und das ist gut so.
Weiterhin alles Gute
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Danke, dir auch.
Die Gedanken suche ich mir nicht aus, sie kommen. Ich sehe nur zu dass es bei den Gedanken bleibt. Ich bin da realistisch. Ich habe jahrelang heftig gesoffen, wär ja nur zu schön wenn ich nach nicht mal einem Jahr abstinenz so weit wäre dass ich mir keine Gedanken machen würde a la was wäre wenn..
Ich sehe aber auch immer mehr, dass ich abstinent nichts verpasse. Es ist wirklich das Gegenteil. Früher Wunschdenken, jetzt kommt es immer mehr bei mir an.
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Solche Gedanken wären (Konj.) für mich gefährlich, weil ich meinem Suchtgedächtnis eine Steilvorlage lieferte.
Ich meine, soche Gedanken sind das Suchtgedächntis. Das ist die Suchtstimme, die da spricht.
Bin mir dann sicher, dass alles was ich mir aufgebaut habe spätestens in einem Monat zunichte wäre.
Das ist so. Es ist aber auch mit der Suchtstimme argumentiert.
Das muss nicht sein. Du weißt es ja schon. Ich möchte Dir raten, wenn die Stimme spricht, denn das sind diese Gedanken, direkt drüber bügeln. Ich habe sie nicht ausreden lassen. Du brauchst Dich nicht selbst überzeugen. Sie hat in Deinem Kopf nichts mehr verloren.
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Hallo Paul
Die Gedanken suche ich mir nicht aus, sie kommen.
Stimmt, aber du merkst doch schon am Beginn was da hochkommt oder hochkommen will.
Gleich abbrechen und nicht weiter zulassen, so wie Alex und auch ich das praktizieren.
Auch mit drastischen Worten (gedachte Worte)nicht das noch jemand aus der näheren Umgebung dich schräg anguckt

Je öfter du das machst, desto weniger kommt in Zukunft.
LG Bolle
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