Lebensmut74 - Leben ich bin wieder da

  • Wer kein Problem mit Alk hat, hat auch keins ohne, wie nicht oft genug wiederholt werden kann.

    Und wenn Leute schon genervt sind, "erst" ab 18 h Alk serviert zu bekommen, tun sie mir einfach nur leid.

    Außerdem bekommen sie dadurch die Chance, sich an die eigene Nase zu fassen.

    Wenn sie die nicht nutzen, sondern lieber dem trocken werdenden Alki übelnehmen, dass er ihnen "den Spaß verdirbt": Dann ist das wirklich ihr Problem.

  • Rennschnecke Ich gebe Dir in Deinen Überlegungen gern Recht. Nur, ist dies die Realität? Wegen mir hat sich noch niemand an die eigene Nase gefasst. Ich sehe mich noch nicht einmal in einer Vorbildwirkung. Unter nassen Brüdern bin ich ein Außenseiter. Was habe ich über Abstinenzler gelacht, genau wie jetzt über Besoffene kritsch denke.

    Vielleicht ist es auch absolute Zeitverschwendung darüber nachzudenken. Bringt es mir selbst etwas? Eher nicht.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Rene72 Es ging mir mit meinem Beitrag darum, dass ich als Alkoholiker kein schlechtes Gewissen haben muss, weil ich (begrenzt) "Umstände mache".

    Und dann zu gucken, ob ich mir solche Treffen an solchen Tagen uberhaupt noch geben möchte, wenn sie sich auch ohne Alkohol alkohollastig anfühlen.

  • Rene72 Doch! Also mir bringen solche Betrachtungen sehr viel! Denn genau dieses Gefühl, ein Außenseiter zu sein, kann mich in solche massiven inneren Untiefen ziehen, dass mir "alles egal" wird und ich extrem gefährdet bin, wieder selbst zu trinken.

    Das sind echt heftige Zustände von Isolation zeitweise. Dagegen muss ich mich gedanklich wappnen.

  • Also mein Fazit aus der Geschichte ist jetzt: es war lieb gemeint von meinen Eltern damit ich an der Feier teilnehmen kann aber ich werde künftig darauf verzichten und erst wieder zu Festen gehen wenn ich das möchte und bereit bin. Im übrigen macht es mir nur etwas bei den Leuten aus, mit denen ich früher getrunken habe. (Familie,Freunde)

  • genau dieses Gefühl, ein Außenseiter zu sein, kann mich in solche massiven inneren Untiefen ziehen,

    Das berührt mich gefühlsmäßig überhaupt nicht. Der nasse Mensch ist unter Trockenen auch der Außenseiter. Ich trinke nicht. Punkt. Qualifiziert, klug wird ein Säufer darüber niemals urteilen. Warum soll mich das runterziehen?

    Isolation? Ich fühle mich nicht isoliert. Ich isoliere mich freiwillig von Konsumierenden und integriere mich dort wo es passt. Ich bin doch der Handelnde, nicht mein Gegenüber.

    Wenn ich mich isoliert und ausgegrenzt fühlen würde, dann "Holla die Waldfee". Nicht ungefährlich für meine Abstinenz.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Ja, aber wenn es sich um Nahestehende oder Familie handelt, ist das mit der "freiwilligen" Isolierung nicht so ganz einfach. (Ich weiß, hat auch nie jemand behauptet...).

    Und der nasse Außenseiter im trockenen Umfeld ist doch eher die Ausnahme.

    Jeder Mensch hat doch das Bedürfnis, irgendwie "dazuzugehören" irgendwie.

  • Ich hab ja von dir gelernt mit 30km laufen klappt es auch.

    die hab ich aber in meiner nassen Zeit runter gerissen, der Titel meines Fadens ist aber mein Ziel und daß ist in greifbarer Nähe. Die Runde um den See am 1.1. war schon mal 5 km lang und die hab ich ohne Probleme geschafft. Wenn ich in einem Jahr, also 27 oder 28, zum Stadtlauf antreten kann bin ich glücklich. Wenn ich den noch mit einer durchschnittlichen Zeit schaffe flip ich aus. Aber ich würde gerne überdurchschnittlich abschneiden, ich will dass schaffen, das wäre für mich der Gipfel des Erfolgs.

  • Juhu, heute sind es genau 6 Monate. Am Anfang hatte ich kaum Gedanken an Alkohol. Ich war so in meiner Euphorie und durch die Gewichtsabnahme im 7ten Himmel.

    Das Forum hier hat mich aber geerdet und mir in Momenten wo der Gedanke an Alkohol da war sehr geholfen. Fazit: Aufhören und wieder leben war die beste Entscheidung meines Lebens. I

  • Meinen Glückwunsch zum ersten halben Jahr Abstinenz, Lebensmut! 🌻

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Herzlichen Glückwunsch :thumbup:

    Ich denke gerne in Bildern, das machts für mich einfacher und verständlicher.

    Sehe das lesen und schreiben hier als "Auffrischungsimpfung";)

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

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