Steevie - Hallo, nun konnte ich nicht anders…

  • Offen und ehrlich reden gehört leider nicht zu meinen Stärken.

    Alles gut das geht nicht nur dir so 😅 es ist auch schwer darüber zu reden, ich habe lange rumgeeiert, und bin froh das ich trocken bin.

    Über seine Gesundheit, unsere Beziehung und was die Zukunft überhaupt bringen wird…

    Denk an Dich kann ich dir da nur raten, versuch wie gesagt mit ihm zu reden und mach dir dann Gedanken was wichtiger ist, frag ihn ob er sich ein abstinentes Leben vorstellen kann und mach du dir Gedanken ob du das mit einem trinkenden Partner kannst.

    Als ich in den letzten zwei Sommerurlauben mit meiner Familie war haben sich die Probleme da schon abgezeichnet, mir ging es soweit gut beim Essen, auch das getrunken wurde hat mir nicht allzuviel ausgemacht aber meiner Frau war es unangenehm und sogar langweilig, sie hat Wein getrunken und wie ich jetzt weiß ist ihr da klar geworden das es so nicht weiter geht.

    Mir ging es früher ja genauso ich hätte mich ganz bestimmt mit dem Abstinenzler von nebenan im Café getroffen, ich kann mich glaube ich auch an so eine Situation erinnern, irgendwann saß mal so jemand beim Lagerfeuer oder einer Party, ich hab mich mit ihm unterhalten aber halt nicht lange das war unvorstellbar und so hab ich das glaube ich auch kommuniziert, das kann ich nicht, niemals, Spaß....

  • ehrlich reden

    Bevor Du da anfängst ist es wichtig, dass du erst voll hinter deinen Worten stehst. Es innerlich bei Dir angekommen ist. Sonst wird das nichts.

    Noch bin ich nicht genervt.

    Das kenne ich sehr gut. Ich war in einer ähnlichen Situation vor über vier Jahren.

    Ich meinte: "Es stört mich schon ein bisschen." Und es wurde mir gesagt: "Das wird dich bald noch viel mehr stören."

    Es kam so. Und nicht nur das war es dann. Da kam noch einiges dazu, das ich vorher nicht sehen wollte.

    Es arbeitet in Dir und was Dir jetzt klar wird, kann Dir schon keiner mehr nehmen. Bei mir war sehr bald der Moment erreicht, wo es einfach nicht mehr ging. Dazu musste mir hier gar nicht mehr viel geschrieben werden. Tatsächlich ging es sogar eine Weile um andere Themen.

    Und dann war ich "reif". Ab dem Moment änderte sich mein ganzes Leben erst richtig. Heute ist es ein Anderes. Ein sehr viel besseres Leben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Heute bin ich von einem Alptraum aufgewacht.

    Gestern Nacht geträumt ich war auf einer tollen Party, habe Drogen genommen und gesoffen. Zum Schluß gekotzt und einen Zaun eingerissen- aufgewacht und gedacht: Alter, so einen Traum hattest du lange nicht mehr. Gut das das nur ein Traum war^^

    In der letzten Woche kam auch schonmal ein Gefühl von Unruhe und jede Kleinigkeit hat mich gestresst. Habe es aber immer rechtzeitig bemerkt und mich beruhigen können.

    Durchs Forum und selbst weiß ich es wird immer leichter, von Woche zu Woche

    Du machst gerade nichts Besonderes.

    Ich finde es besonders^^

    Die Hoffnung ist einfach bei mir noch da, er würde erkennen, dass die Sauferei scheisse ist und in unserem Leben keinen Platz mehr hat!

    Welche negativen Folgen hat er zurzeit vom Saufen? Vieleicht geht es ihm noch zu gut? Als es mir mit dem Saufen noch relativ gut ging, Magenprobleme z.b. hatte ich schon aber nicht schlimm genug, ging es mir noch nicht schlecht genug um aufzuhören.

    Ich will mich / und auf Dauer KANN ich mich dem täglichen Risiko NICHT aussetzten!

    Schön wäre wenn ihr gemeinsam aufhört. Aber leicht gesagt, in der Praxis bestimmt sehr kompliziert.

    Heute trinke ich nicht

  • Habe die letzten Tage immer noch Albträume gehabt von Alkohol zu trinken. Ich spüre die Flüssigkeit deutlich in meinem Mund, habe schon ein schlechtes Gewissen dabei, spucke es aus und weiß dass es ein Rückfall war!
    Wenn ich aufwache, bin ich mir im ersten Moment garnicht sicher, ob es ein Traum war oder nicht…! Schrecklich !

    Es sind jetzt 31 Tage nüchtern! Ich glaube so lange war ich das noch NIE durchgehend , seitdem ich 15Jahre(?) alt war…

    Saufdruck habe ich nicht wirklich. In Situationen, wo ich ablehnen musste , habe ich mich bis jetzt noch nicht befunden..

    Ich lese zurzeit viel im Forum hier…dabei lese ich Beiträge, bei denen manche nach 8 Monaten, manche nach 2 Jahren und manche sogar nach 5 Jahren Abstinenz wieder rückfällig geworden sind :huh:. Es ist bewundernswert dass sie es trotzdem nochmal geschafft haben trocken zu werden…
    Aber es macht mir irgendwie echt Angst, dass es einfach so wieder passieren kann!

    Ich selbst habe ja schon öfter gedacht, nach Trinkpausen , jetzt kann ich wieder mal was trinken…Das kann ich kontrollieren…ich brauch ja nicht mehr täglich Alkohol, andere trinken ja auch einmal die Woche am Wochenende usw…
    Ja..und das hat mich 2-3Jahre rumeieren lassen… Und jedes Mal war es so verdammt schwer wieder davon „loszukommen“(richtig trocken wurde ich ja nicht) , aber die ersten Tage/1-2 Wochen war es immer so verdammt schwer!
    Ich glaube, wenn ich rückfällig werden würde, würde ich das ohne ärztliche Hilfe nicht nochmal schaffen.

    Ich habe die letzten Tage auch immer wieder so ängstliche Gedanken, was wenn ich doch einen Schluck trinke und das alles wieder zur normalen Gewohnheit wird?!
    Das ist eigentlich völlig absurd!! (Aber wahrscheinlich einfach sehr präsent durch die Albträume und weil 1 Monat einfach noch zu kurz ist…)
    Gerade dieses Mal nehme ich meine Alkoholsucht wirklich ernst! Ich will nicht nur eine Trinkpause machen! Ich mache mir auch nicht mehr vor, ich könne irgendwann wieder!


    Auch durch das Forum verstehe ich erst, dass es eine Krankheit ist, die nur durch Abstinenz eingedämmt werden kann.
    Ich verstehe auch, dass jeder Alkoholiker andere Schmerz-Grenzen zum Weitertrinken hat und andere Motivationen zum Trocken bleiben hat.

    (In Bezug auf meinen Partner , verstehe ich, dass auch wenn wir beide Alkoholiker sind , er weitertrinkt, obwohl ich eben aufgehört habe. Meine Erwartungen senke ich mittlerweile, wenn es um seinen Konsum geht.
    Und weil die Liebe einfach zu stark ist, habe ich für mich entschieden, die Beziehung nicht zu beenden aufgrund des Alkohols.)

    Soweit, Sogut…

  • Hallo Rennschnecke

    Er trinkt nunmal von morgens bis abends (bzw. Nach 8-10h Trinkzeit, Bis zur ersten echten Mahlzeit).
    Wenn der Alk von meiner Nase weg muss, müssten wir uns wirklich (räumlich) trennen, wie ja auch schon öfter geraten wurde.

    Dass er ein Problem hat, weiß er und gibt es auch hin und wieder sogar zu.
    Wir haben seit meinem offiziellen ‚outing‘ , immer wieder mal darüber gesprochen.. eigentlich spricht er es immer wieder selbst an, dass er davon wegkommen möchte. (Ich nehme seinen Wunsch auch ernst, aber das Vorhaben nehme ich erst ernst, wenn er es auch umsetzt!)

    Aber ich habe mich auch schon gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, wo ich sein Trinken nicht unmittelbar mitbekomme, ohne das er sich ‚eingeschränkt’ fühlt.
    .. und ja ich sollte mir wieder nicht so viele Gedanken über ihn machen, sondern für mich schauen! ☺️
    Vielleicht schlage ich vor, dass der Bierkasten immer in der Garage stehen bleibt, wo ich nicht immer vorbei laufe.

  • Ich habe die letzten Tage auch immer wieder so ängstliche Gedanken, was wenn ich doch einen Schluck trinke und das alles wieder zur normalen Gewohnheit wird?!

    Du bist da schon in einer schweren Situation. Bin kein Experte, aber ich versuche mir vorzustellen, wie ich wäre, wenn ich wieder trinken würde. Ich wäre enttäuscht, müde, vielleicht am nächsten Tag verkatert, würde Nachts nicht gut schlafen. Wenn man zuviel Alkohol trinkt, hat man einfach zuviele Nachteile. Ohne Alkohol geht es mir soviel besser. Sei froh, wenn du nicht mehr zu trinken brauchst und genieße dein Leben nüchtern.

  • Hallo Steevie

    Du schreibst selbst, das du auf dich schauen möchtest.

    Deine Träume und die Angst kommen nicht von ungefähr, sondern von der täglich Konfrontation mit Alkohol. Von dem täglichen zusehen, erleben wie sich jemand in deinem Beisein zuschüttet.

    Erwartungen das sich was ändert sind umsonst.

    Ausser du änderst etwas für dich,für deinen eigenen Schutz.

    Was das ist,steht in den Grundbausteinen.

    Wenn du länger abstinent bleiben willst, wirst du Entscheidungen treffen müssen. Mit oder ohne deinen Partner.

    Alles Gute

    Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Hallo Bolle

    Ja, ich gebe dir recht, dass ich ständig davon träume und Angst habe, kommt wohl bestimmt von der täglichen Konfrontation.

    Ich möchte auch keine Erwartungen an meinen Partner mehr haben, weil er sie NICHT erfüllen KANN.

    Aber ich habe auch nochmal nachgelesen und Solche Träume und Ängste/Sorgen wegen Alkohol könnten ein Warnsignal sein.
    Ich befürchte nicht rückfällig zu werden, aber ich muss darauf sehr aufpassen!
    (natürlich auch vor allem weil meine Situation so ist wie sie ist…🫤)

  • Bin kein Experte, aber ich versuche mir vorzustellen, wie ich wäre, wenn ich wieder trinken würde

    Bei Sucht sind Erfahrungen entscheidend, nicht irgendwelche Denkmodelle. Jeder Alkoholiker kennt die Nachteile von Alkohol. Und trotzdem wurde wieder gesoffen.

    Nicht, weil man plötzlich dachte, Alkohol sei doch eine gute Idee, sondern weil Sucht nicht nach Vernunft funktioniert. Wäre es so einfach, gäbe es kaum Rückfälle. Deshalb sollte man gerade am Anfang weniger darüber nachdenken, wie viele Nachteile das Trinken hat, sondern das Rückfallrisiko so klein wie möglich halten.

    Und genau deshalb sollte man mit solchen Tipps vorsichtig sein. Gute Absichten ersetzen keine Erfahrung. Und Sucht lässt sich weder von Vorstellungen noch von Wunschdenken beeindrucken.


    Steevie

    Du lebst in einem nassen Haushalt. Alkohol ist sichtbar, riechbar und jederzeit greifbar. In so einer Umgebung entscheidet nicht der Kopf. Die Sucht wartet auf Gelegenheiten: Stress, Überforderung, Streit, Müdigkeit oder einfach die tägliche Konfrontation.

    Du schreibst selbst, dass Alkohol in deinen Träumen und Gedanken auftaucht. Auch ohne akuten Saufdruck zeigt das, dass das Thema noch arbeitet. Genau so haben viele Rückfälle begonnen. In einem nassen Umfeld ist das Rückfallrisiko am Anfang der Abstinenz sher hoch. Und wenn es zum Rückfall kommt, trägt der Alkoholiker die Folgen.

    Der Partner trinkt ja so oder so weiter.

    Ich kann trotzdem verstehen, warum eine Trennung schwerfällt. Da sind Gefühle, Hoffnung und der Wunsch, dass es vielleicht doch funktionieren könnte. Genau solche Geschichten liest man im Co-Bereich häufig. Der Unterschied ist nur: Der Co-Abhängige ist nicht alkoholkrank.

    Der Alkoholiker schon. Am Ende bleibt deshalb nur eine Frage:

    Was schützt die Abstinenz am besten?

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • ch lese zurzeit viel im Forum hier…dabei lese ich Beiträge, bei denen manche nach 8 Monaten, manche nach 2 Jahren und manche sogar nach 5 Jahren Abstinenz wieder rückfällig geworden sind :huh: . Es ist bewundernswert dass sie es trotzdem nochmal geschafft haben trocken zu werden…
    Aber es macht mir irgendwie echt Angst, dass es einfach so wieder passieren kann!

    Tag für Tag weitermachen, dann kommt es einem nicht so schlimm vor

    Ich habe die letzten Tage auch immer wieder so ängstliche Gedanken, was wenn ich doch einen Schluck trinke und das alles wieder zur normalen Gewohnheit wird?!

    Hier im Forum heißt es immer wieder so schön: Das erste Glas stehen lassen!! Alle Probleme gelöst

    Vielleicht schlage ich vor, dass der Bierkasten immer in der Garage stehen bleibt, wo ich nicht immer vorbei laufe.

    Das wäre für mich als hardcore Süchtigen zu heftig. Achso, ich habe geträumt mein Vater und ich sind besoffen und schlagen uns, das war eklig

    Heute trinke ich nicht

  • Die Träume von Alkohol haben sich nun verändert! Ich habe entweder garkeine mehr und wenn, dann lasse ich das Getränk stehen und bin glücklich und ausgeglichen im Traum.
    Somit geht es mir auch unter Tags besser und die Träume hängen mir nicht mehr so nach.

    Beim Einkaufen schaue ich nicht mehr automatisch auf die Alkoholregale, vorallem meide ich es an die Kasse zu gehen, die am nächsten dort ist. Das senkt bei mir beim Warten auch den Stressfaktor!

    Was mir gerade Schwierigkeiten macht: regelmäßige Mahlzeiten
    Nach dem jahrelangem Saufen checkt mein Körper und Hirn anscheinend nicht mehr, wann es Zeit ist was zu essen…

    In meiner Trinkzeit habe ich automatisch weniger gegessen, weil ich über den Alkohol ja schon soviel Kalorien zu mir genommen habe. Da war es Standard: den ganzen Tag
    (d.h. Von in der Früh ca. 6:00-ca.15:00) zu saufen und dann erst was Essen.
    Also eine Mahlzeit am Tag, die aber natürlich sehr üppig ausfiel!

    Frühstücken fällt mir jetzt total schwer. Mittlerweile bekomme ich es manchmal hin, bis mittags eine Kleinigkeit zu essen. Aber meistens ist es doch so, dass ich nur einmal am Tag was esse…
    das Hungergefühl kommt einfach nicht richtig oder viel zu spät, ich merke höchstens, wie ich immer schwächer/müder werde bei der Arbeit etc.
    Ich werde einfach meinem Körper noch mehr Zeit geben müssen…
    Es war schließlich eine jahrelange Ess-Gewohnheit , die ich wohl auch erst einmal wieder umtrainieren muss.

  • Die erste Zeit habe ich auch abgenommen. Das hat sich mit der Zeit normalisiert.

    Morgens habe ich auch heute noch oft keinen Hunger. Dann esse ich aber gegen halb zwölf zu Mittag.

    Wenn Du aber schon etwas merkst, solltest Du wenigstens schon was snacken. Ich hatte anfangs auch ab und zu ein bisschen Unterzuckerung.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Das kenne ich zu gut! Durch Schichtdienste und unregelmäßige Zeiten verlernt der Körper einfach einen festen Rhythmus. Vor allem morgens oder nach der Nachtschicht ging bei mir gar kein festes Essen runter. Ich hatte da weder Hunger noch die Ruhe oder Nerven, mich stressfrei hinzusetzen und irgendwas zu kauen. Da habe ich schlicht keine Notwendigkeit drin gesehen ,was bei mir persönlich allerdings blöd ist, weil ich sowieso schon immer hart an der Grenze zum Untergewicht struggle.

    Deswegen mache ich es mittlerweile einfach so, dass ich auf flüssig umsteige. Was man einfach austrinken kann, geht bei mir morgens tausendmal leichter rein.

    Ich mache mir da ganz fix einen Shake im Mixer: Bisschen Quark, Beeren, Nussmus und wenn ich richtig Energie brauche, kippe ich noch eine Handvoll Haferflocken mit rein. Oder ich stelle mir einfach ein Schälchen mit Nüssen und Trauben hin und snacke das so im Vorbeigehen weg. Fertig.

    Ich saufe da jetzt natürlich auch nicht den ganzen Tag nur irgendwelche Shakes. Aber das macht bei mir am Vormittag einfach den Magen auf. Früher ist mir mittags oft schwindelig geworden und der Blutzucker ist komplett abgesackt, obwohl ich gar keinen Hunger gespürt habe. Seit ich morgens zumindest flüssig was drin habe, springt der Stoffwechsel an, die Energie bleibt stabil und mittags kommt dann ganz von alleine der Appetit auf was Richtiges.

    Bei mir war dieser kleine Kniff jedenfalls die perfekte Lösung, um viel besser und mit mehr Power durch den Tag zu kommen.

  • Hallo Leute!

    Dann ist das wohl normal, wenn es einpaar hier auch so geht!

    Danke Hannah für den Tip!
    Ehrlich gesagt für mich echt Goldwert, weil gerade feste Nahrung in der früh mir auch schwer fällt. Nüsse habe ich mir nun auch zugelegt. Da brauch ich nicht so viel und hab dennoch genug Energie um die Stunden zu überbrücken, bis dann doch Hunger kommt.
    Ich denke das wird ganz gut klappen.

  • Frühstücken fällt mir jetzt total schwer. Mittlerweile bekomme ich es manchmal hin, bis mittags eine Kleinigkeit zu essen. Aber meistens ist es doch so, dass ich nur einmal am Tag was esse…

    Und wie ist dein Gewicht. Müsstest ja sehr schlank sein

    Ich mache mir da ganz fix einen Shake im Mixer: Bisschen Quark, Beeren, Nussmus und wenn ich richtig Energie brauche, kippe ich noch eine Handvoll Haferflocken mit rein. Oder ich stelle mir einfach ein Schälchen mit Nüssen und Trauben hin und snacke das so im Vorbeigehen weg. Fertig.

    Probier mal Hanfproteinpulver, sonnenblumenkerne, sojaflocken, leinsamen, lupinenmehl. krasse nährwerte. man kann sich so geile shakes machen. zimt, salz, obst. eiweißpulver mit geschmack. schmeckt geil und ruck zuck aufgegessen^^

    Heute trinke ich nicht

  • Wow, ihr habt ja richtig heftige Rezepte! ^^
    Ich habe mir Trinkjoghurt gekauft, zum Einstieg sollte es reichen.

    Hallo Abstinenzler
    Ja bin schon recht schlank. Viele haben mir auch nach meinem Abnehmen von vor 3 Jahren ( wegen meiner ersten Trinkpause habe ich ungefähr 10 Kilo abgenommen, die durch die sauferei zu viel drauf waren) immermal gesagt, ich wäre zu dünn etc.
    Nervt schon auch, weil ich eigentlich immer noch gesund aussehe und nicht zu mager! Mache eben auch regelmäßig Fitness seitdem.


    Heute war ich ziemlich gereizt. So ziemlich alles hat bei mir einen Überreiz ausgelöst.
    Habe schon fast eine richtige Aggressivität gespürt.
    Solche Gefühle kenne ich schon, die waren häufig in meiner Trinkzeit vorhanden. Um das Gefühl zu minimieren, habe ich dann ‚natürlich‘ zur Flasche gegriffen . Aber die Gefühle wurden meistens nicht unterdrückt, sondern wurden unkontrollierbar!
    Und ich will ehrlich sein: der Flachmann den sich mein Freund gestern gekauft hat und der geschlossen in der Küche steht, hat da auch nicht positiv beigetragen!

    Ich habe mich dafür entschieden mich dem ganzen Nassen auszusetzen, durch meinen Partner . Ja.
    Aber heute war ich schon auch innerlich wütend auf ihn, weil er einfach keine Rücksicht auf meine Abstinenz nimmt. Okay.. er hat statt eine ganze Flasche „nur“ einen Flachmann für sich selbst gekauft, weil er weiß, dass ich nichts trinke… Aber hat mich getriggert heute, auch der Alkoholgestank war extrem und widerlich heute!
    Und nicht dass ich einen Suchtler darauf gehabt habe, sondern dass ich das Ganze nicht sehen will , nicht riechen will und eigentlich in meinem nahen Umfeld Nichts damit zu tun haben will! Hat mich einfach echt angenervt!

    Dann kauft die Mutter für ihn wieder die Kästen Bier( obwohl sie es eigentlich nicht mehr machen wollte und es auch 2-3 Wochen reduziert hatte - ist wohl ein typisches Co-Verhalten…), er ist nach einer kurzen Dauer von ca. 4 Bier -schwups di wups- wieder bei regelmäßigen 8 Halben am Tag.

    Ich habe mich für Das entschieden, auch wenn es meinen Weg schwerer macht, als er sein müsste.
    Aber noch mehr habe ich mich für meine Abstinenz entschieden! Und da kann keiner mehr dran rütteln!!!


    „Heute war ich ziemlich gereizt. So ziemlich alles hat bei mir einen Überreiz ausgelöst.
    Habe schon fast eine richtige Aggressivität gespürt. „
    :arrow: Ohne Alkohol kann ich auf jeden Fall viel besser auf solche starken Gefühle reagieren und kann sievauch besser einordnen!
    Ich habe mich dann öfters mal kurz zurückgezogen, dann ist mir noch eingefallen, dass ich meinem Freund mal so Anti-Stress-Bälle gekauft habe. Da habe ich mir einen geschnappt und gleich in meinem Notfallkoffer mit aufgenommen!

    (45 Tage trocken)

  • Wow! Ich möchte dir an dieser Stelle einfach mal meinen Respekt ausdrücken, wie du unter diesen ganz miesen Voraussetzungen standhaft bleibst!

    Ich bin als ganz frisch Trockene natürlich nicht in der Position, dir Ratschläge zu geben. Aber ich habe deinen Strang bis hierher durchgelesen und wollte dich nur wissen lassen, dass ich an deiner Stelle sehr stolz auf mich wäre.

    LG die Gudi

  • Hallo,

    ich schreib nur äußerst selten bei euch Alkoholikern aber hier möchte ich mal was dazu schreiben. Ich komme aus der Co-Abteilung.

    Ich habe mich dafür entschieden mich dem ganzen Nassen auszusetzen, durch meinen Partner . Ja.

    Wow! Ich möchte dir an dieser Stelle einfach mal meinen Respekt ausdrücken, wie du unter diesen ganz miesen Voraussetzungen standhaft bleibst!

    Dafür Respekt?

    Ich bin mit einem Alkoholiker verheiratet der letze Woche sein 20tes Trockenjahr hatte. Bedingung für unser Zusammenleben damals, da war er 2 Jahre trocken, war, dass unser Haushalt alkoholfrei ist und bleibt. Anders wäre aus uns nix geworden. Und dafür hat er meinen Respekt bekommen, er hat gut für sich gesorgt, für seine Suchterkrankung und für ein zufrieden trockenes Leben.

    Ich hab gerne mal was getrunken aber ein Zusammenleben war mir wichtiger, ich war auch nicht süchtig.

    Ich hab seither auch keinen Alkohol mehr getrunken. Warum auch, ich toleriere seine Suchterkrankung, warum sollte ich ihm ständig den Suff unter die Nase halten. Und so führen wir eine trockene Ehe, sind glücklich zusammen. Meistern und haben Probleme gemeistert.

    Ich respektiere meinen Mann weil er achtsam mit seiner Trockenheit ist, er ist kompromisslos, was das angeht. Er nimmt seine Suchterkrankung ernst. Das verdient in meinen Augen Respekt. Nicht andersrum.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

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