Alkoholabhängigkeit ist ebenso eine Erkrankung und hat auch oft zusätzlich noch tiefer liegende Probleme ebenfalls Erkrankung, im Prinzip ist es das selbe.
Woher nimmst du eigentlich diese Gewissheit?![]()
Alkoholabhängigkeit ist eine Suchterkrankung. Warum muss ich daraus jetzt noch ein Modell mit irgendwelchen tiefer liegenden Problemen oder weiteren Erkrankungen basteln?
Und nein, für mich ist das nicht „im Prinzip dasselbe“.
Nicht jeder Alkoholiker hat irgendwelche tiefer liegenden psychischen Probleme, die erst gefunden und aufgearbeitet werden müssen. Man kann auch unter völlig normalen Lebensumständen abhängig werden. Alkoholabhängigkeit braucht keine tragische Hintergrundgeschichte als Eintrittskarte.
Ich habe lange genug gesoffen, mein Verhalten und Denken haben sich immer mehr nach der Sucht ausgerichtet und irgendwann war ich abhängig. Dafür brauche ich heute keine zusätzliche Erklärung, die irgendwo drei Etagen tiefer im Keller meiner Psyche liegt.
Genau deshalb sage ich immer wieder: Man kann Sucht mit Kommunikationsmodellen, psychologischen Erklärungen und Vergleichen wunderbar auseinandernehmen. Nur erklärt mir das noch lange nicht, wie sich Sucht für einen Alkoholiker tatsächlich anfühlt und wie dieses Denken funktioniert.
Ein Nichtsüchtiger kann versuchen, das zu verstehen. Natürlich. Aber erlebt hat er es nicht.
Deswegen sage ich ja, hier ist der Alkoholikerbereich.