Fragen an einen Alkoholiker

  • …na also Hartmut, den Gegenwind wirste doch abkönnen

    Einfach aufhören, willkürlich zu interpretieren und irgendetwas in den Raum zu werfen, das gar nicht Sache ist.

    Es geht hier um die Einordnung in dieses Thema, nicht um Persönliches. Falls ihr etwas Persönliches miteinander habt, klärt das bitte unter euch , das ist nicht mein Anliegen.

    Und wie ich schon mehrfach gesagt habe. Diskussionen darüber gehören in den eigenen Thread. Sonst wird dieser hier verwässert und für diejenigen, die später nachlesen, nicht mehr nachvollziehbar.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich habe nicht alles Vorangegangene gelesen, aber zu den Entzugserscheinungen wollte ich noch sagen, dass ich Panikattacken und Schweißausbrüche hatte und superschlecht geschlafen habe.

  • Um mal wieder was zum Thema beizutragen. Die Aussage ‚ich bin Alkoholiker‘ habe ich hier im Forum das erste Mal gemacht und auch damals noch Zweifel gehabt, dass das wirklich wahr ist.

    Ich hatte nie körperliche Entzugssymptome, konnte auch mal wochenlang Nix trinken- alles damals Indizien für mich, dass es doch ‚noch ok ist‘. Nix war ok. Ich hatte meine Trinkmenge nicht im Griff, Alkoholkonsum beherrschte meine Freizeitgestaltung und ich lag oft mit Kater in der Ecke, statt für meine Kinder präsent zu sein.
    Ich war ein anderer Mensch. Unausgeglichen, empfindlich und unreflektiert.

    Aber all das sehe ich erst seit ich eine Weile nüchtern bin (fast genau 2 Jahre). Ich schäme mich zutiefst für mein Verhalten damals.

    Obwohl mein Umfeld litt und ich sogar mit professioneller Unterstützung darauf hingewiesen wurde, trank ich weiter. Ich dachte ernsthaft, meine Trinkerei ginge niemanden was an. Dabei litten vor allem meine Kinder.

    Ich konnte einfach nicht sehen, wie sehr ich vom Alkohol geprägt war und Kritik daran prallte an mir ab.

  • Ich war Jahrzehnte lang funktionierender Alkoholiker und hatte keine Ahnung, das ich einer bin. Selbst als ich tagsüber Entzugserscheinungen bekam, habe ich mir das als "Alkoholproblem" schöngeredet.

    Nachdem ein Arzt mir das vollkommen verständlich erklärt hat, daß ich ein Alkoholiker bin, habe ich das dann auch verstanden. Ab dem Punkt habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt und jede Hilfe angenommen, ohne Bedingungen zu stellen, um vom Alkohol weg zu kommen.

    Ich habe es nicht akzeptiert, Alkoholiker zu sein. Ich habe eine Entscheidung getroffen, das ich keinen Alkohol mehr konsumieren will. Das ist nun über 3 Jahre her. Heute bin ich glücklich und zufrieden trocken. Ich werde nicht müde, alles zu tun, damit das so bleibt.

  • nicht akzeptiert?

    Nein, ich habe es nicht akzeptiert.

    Für mich war die Diagnose des Arzt, der mir unter Anderem erklärt hat, daß ich an dieser Erkrankung sterben werde aber es vorher richtig lange sehr schlim werden wird, wenn ich nichts mache, ein riesengrosser Schock.

    Ich wollte weg vom Alkohol, so schnell es geht. Mir haben alle, nachdem ich trocken wurde erklärt, das ich mal 3 Gänge runter schalten soll. Trocken werden ist kein Sprint sondern ein Marathon.

    Sterben wegen dieser legalen harten Droge war für mich keine Option. Ich werde irgendwann sterben aber nicht wegen Alkohol und nicht durch verrecken. Wer das will, kann ja gerne weiter zur Flasche greifen, ich will das nicht. Deshalb bin ich hier.

  • Du wolltest nicht sterben an oder wegen Alkohol, das verstehe ich.
    Du siehst Dich aber nicht als Alkoholiker, weil Du jetzt clean bist?

    Ich frage nur, vielleicht stehe ich ja irgendwie auf dem Schlauch…

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Du siehst Dich aber nicht als Alkoholiker, weil Du jetzt clean bist?

    Wo steht das?

    Natürlich bin ich ein Alkoholiker, das bin ich für den Rest meines Lebens.

    Ich trinke aber nicht mehr. Ich kann wieder mein normales leben leben, so wie es zum Schluss, als ich noch trinken musste, nicht mehr möglich war.

  • Hallo Stromer,

    ich habe tatsächlich auch kurz gebraucht... Du meinst wahrscheinlich, "nicht akzeptiert" im Sinne von "ist jetzt halt so, dann verrecke ich halt dran"? Dass Du Alkoholiker bist, hast Du ja akzeptiert, sonst wärst Du ja nicht hier im Forum.

  • Hallo Ihr,

    bitte führt eure Dialoge in euren Fädchen weiter. Das soll hier ja nur für eventuelle Fragen der Cos sein.

    Danke und liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!