Neu hier und total verzweifelt

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Es heißt immer ich schätze nicht was er macht….. weil er das ganze Wochenende arbeitet…..nein wenn er immer angetrunken hoch kommt was soll ich schätzen?

    Ich glaube es ist die Gewohnheit an die ich mich klammere…. Denn ich hab mich mal in jemanden verliebt, der gut aussieht, mir Komplimente gemacht hat, Zeit mit mir verbracht hat… seit dem Haus hier ist für nichts anderes mehr Zeit und es gibt nur noch dieses eine Thema… das Haus und die Kinder, die meistens alles falsch machen…


    Heute bin trotzdem einfach nur traurig …

  • Hallo Fabienne!


    Ja, auch wenn man gute Gründe hat, wenn ein Lebensplan schief läuft ist es schlimm.

    Ich war mir 100% sicher dass nur eine Trennung noch Sinn macht, aber es auszusprechen war so schwer. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht.

    Danach war er am Boden zerstört, und ich wahnsinnig erleichtert. Ich habe mich dafür so geschämt.

    Auch wenn man derjenige ist der die Trennung ausspricht, es ist schwer. Und es tut weh. Man hat diesen Menschen mal sehr geliebt, wollte sein Leben mit ihm teilen......und dann kam der Alkohol mit all seinen Tücken.


    Aber du und deine Kinder, ihr habt jetzt die Chance auf ein Leben voller Selbstachtung. Niemand macht euch mehr klein und niemand ist da, und doch kein Partner.

    Es wird nicht leicht, aber dann wird es gut.

    Das Forum wird dir helfen. Und deine Freunde im echten Leben.

    Nimm Hilfe an, das ist ein Zeichen von Stärke, zu wissen wann man Hilfe braucht von anderen Menschen.

    Liebe Grüße Clärchen

  • Es fällt mir unglaublich schwer zu akzeptieren, dass ich anscheinend nie gut genug war...obwohl ich immer alles gegeben habe.. das tut mir wahnsinnig weh - und heute schießt es mir ständig die tränen in die Augen, wenn ich daran denke, dass jahrelanges kämpfen total umsonst war..

    ich fühl mich total klein, total schwach und vor einem scherbenhaufen...

  • Liebe Fabienne,


    du hast genug umsonst gekämpft. Willst du noch 5, 10, oder 20 Jahre umsonst weiterkämpfen?


    Es gibt so ein psychologisches Phänomen: Wenn man sich eine Konzertkarte kauft, dann aber kränkelt (kein Corona ;)), dann würden sich die meisten Menschen trotzdem zum Konzert schleppen. Denn sie haben ja schon in die Karte investiert. Die wenigsten würden wohl zu Hause bleiben, obwohl das Geld ja eh schon ausgegeben ist.

    Viele Leute, die Aktien besitzen, trauen sich auch nicht, diese irgendwann abzustoßen ... auch wenn der Kurs fällt und fällt. Der Kurs könnte ja auch wieder steigen und man hat ja investiert.


    Das ist so ein ganz menschlicher Zug: irgendwie möchten wir das wieder raus haben, was wir reingesteckt haben - auch emotional - und vorher das Feld nicht verlassen. Denn alles andere fühlt sich wie versagen an. Zu früh aufgeben.


    Aber manchmal ist gerade "das Feld verlassen", der gewinnbringende Zug. Was man mitnimmt, sind eine Menge Erfahrungen und man hat über sich selbst gelernt, hoffentlich.

  • dass ich anscheinend nie gut genug war...obwohl ich immer alles gegeben habe..

    ... genau das reden einen "die Alkoholiker" immer ein. Immer (!) sind die Anderen schuld, immer, nur der nie, der ja "nur sein Bier" trinkt. Probleme machen immer die Anderen. Komisch... nüchtern fast verständnisvoll, mit zunehmenden Alkoholkonsum immer uneinsichtiger und schuldzuweisender.

    Dieser Argumentation folgte ich auch (als ich noch trank), ich verharmloste alles ... die Anderen sollen sich nicht so haben, das bisschen Alk ... ich verharmlose alles, "musste" ich doch mein eigenes Suchtverhalten schützen. Viele wendeten sich von mir ab. Heute weiß ich, zurecht. Ich war ein Ar...loch, anders kann ich es nicht sagen und unfähig dagegen etwas zu tun, ich erlag immer wieder der Sucht, mein Umfeld hatte keine Chance.

    Fabienne, Du bist nicht Schuld an dem Verhalten deines Partners. Er ist es, der sich immer wieder "verzaubert" und dadurch zu einem unangenehmen Zeitgenossen mutiert.

  • Er war grade das erste mal seit Sonntag am Telefon , wollte der Tochter gute Nacht sagen..

    Ich heule seitdem nur…. Warum kann ich nicht genau sagen… ich hab ein Riesen Kloß im Hals…

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 () aus folgendem Grund: Bitte keine realen Namen der Kinder nennen.

  • Fabienne,

    es hört sich so an, als wärest du kurz davor einzuknicken.


    Bitte schau nur auf das, was du die letzten Wochen, Monate, Jahre ertragen hast, auf das was du vermisst hast. Nicht auf sentimentale Momente, die es bestimmt mal gab, aber das negative überwiegt das ganze doch um Längen.

    Mir fällt grad was ein, was meine Ärztin mich mal gefragt hat, um zu schauen, was bringt mir die Partnerschaft überhaupt bzw. wie viel Paar sind wir denn eigentlich.


    Frag dich mal folgendes:


    In Prozent, wie viel Prozent ist dein Mann dir ein Partner, also ein richtiger Partner, so wie du es dir vorstellst? Ein Mensch, auf den du dich verlassen kannst, der für dich da ist, der für dich sorgt, der mit dir Dinge unternimmt, der mit dir redet, der sich deine Sorgen und Probleme anhört, der mit dir kuschelt, der mit dir schläft etc


    Wie viel Prozent würdest du sagen ist er dir ein Partner? Ob nun auf den Monat gesehen oder auf das Jahr oder welche Bezugsgröße du nehmen möchtest, spielt eigentlich keine Rolle...


    Mir hat das sehr geholfen, mir grundsätzlich über unsere Partnerschaft klar zu werden, wo stehe ich "Liebestechnisch". Wenn da ein Wert von z.B. 20 % raus kommt, dann hätte für mich eine Beziehung überhaupt keinen Sinn. Und das finde ich ist sogar unabhängig, ob da nun Alkohol mit im Spiel ist, oder der Partner aus anderen Gründen kein Partner ist.

    Lieben Gruß,

    Blume


    ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

    You can´t connect the dots looking forward. You can only connect them looking backwards.

    Steve Jobs

  • Liebe Fabienne,

    wenn du jetzt doch bleibst, was glaubst du würde sich ändern?


    Würde er sich mehr schätzen, sehen........

    Oder würde er weitermachen wie bisher und dich noch weniger ernst nehmen, denn du bist ja nicht gegangen.


    Er kann sich nicht ändern solange er trinkt. Er wird sich vielleicht kurz etwas zusammenreißen, aber es wird nichts sein was standhält.


    Du und deine Kinder, ihr verdient mehr als das.


    Sei es dir wert.


    LG Clärchen

  • Liebe Fabienne, ich denke das Herz kann sowas niemals verstehen und auch dem Kopf fällt es schwer, denn es ist nicht logisch sondern eine Krankheit, die ganz tragische Folgen mit sich bringt.


    Bei euch kommt noch das verdrehte Familiengefüge mit den Eltern dazu. Niemand von außen kann das verstehen und niemand kann dort glücklich werden.


    Aus der Perspektive in diesem kranken Clan warst du vielleicht nie gut genug, aber in den Augen von jedem neutralen Beobachter warst du immer viel zu gut um dich so behandeln zu lassen. Also lass dich von diesen Gedanken nicht runter ziehen.


    Mit dieser Veränderung wirst du umgehen können, denn sie wird dich und auch deine Kinder glücklich machen 😘

  • Och Mensch, Fabienne, ich fühle mit Dir und drück Dich auch mal kurz als Mann, wenn ich darf. Aber Du tust das Richtige. In diesem Haus, mit diesen Menschen, erwartet Dich kein Glück. Was soll sich denn da ändern, wenn nirgendwo die Bereitschaft zur Selbstkritik vorhanden ist? Willst Du da nie nächsten Jahre versauern und vielleicht noch zugucken, wie sich der Alkoholkonsum noch weiter verschlimmert?


    Ich kann Dir das natürlich nicht versprechen, aber wenn er es wirklich unter der Woche schafft, klar zu bleiben und seiner Arbeit nachzugehen, dann bekommt er es vielleicht auch hin, Euch am Wochenende mal mit frischem Kopf zu besuchen. Ohne daß die Eltern ständig um Euch herumschwirren. Das ist der einzige Ausweg, den ich im Moment sehe.


    Und vielleicht kommen auch bald wieder Tage mit guter Laune, wenn Du die neue Wohnung einrichtest und Deine Kinder unbeschwert aufleben können und nicht mehr die ganze Zeit nur vollgemeckert werden, weil sie schon wieder irgendwas falsch gemacht haben. Auch wenn wir nicht viel tun können aus der Ferne, sind wir hier im Forum für Dich da. Orientiere Dich an Menschen, die Dir helfen können und für Dich da sind, ein paar scheinst Du ja zu haben.


    Grüße,

    H.

  • Liebe Fabienne,


    oh doch, du bist gut genug, zu gut für diese Leute. Du bist eine so wertvolle Person!


    Und das wissen die ganz genau. Sie können das nicht aushalten, haben mit Sicherheit wenig gesunden Selbstwert. Und was machen solche Menschen? Sie ziehen andere so runter und machen sie so klein, damit sie sich selbst besser fühlen. Das ist krank, das ist kein Verhalten auf Augenhöhe und mit Respekt.


    Sie haben erkannt, dass du gutmütig bist und patent. Du bist anständig, hast einen Job, versorgst die Kinder, Haushalt und bist für ihren Sohn und für sie ein äußerst praktisches Helferlein. Und das wollen die nicht hergeben. Es ist doch zu bequem für sie und außerdem ist es für sie ein tolles Gefühl, dass sie dich rumkommandieren können, du verschreckt bist, deine Kinder ebenso funktionieren. Sie versuchen auf diese Art, dich festzuhalten. Wow, sowas Krankes, das hast du nicht nötig!


    Traurig sein ist okay und Veränderungen tun immer weh, auch wenn das Alte grottenschlecht ist. Aber es wird nicht lange dauern und du spürst, wie Leben sich anfühlt.


    Sei wie Aschenputtel. Dein Ziel ist das, was dich zerstört, dich abwertet und deine Würde nimmt, loszulassen. Du willst in einem Schloss wohnen, mit Menschen zusammen sein, die dich achten, wertschätzen und lieben. Weil du liebenswert bist. Und das ist dein gutes Recht!


    Also schnapp dir die goldene Kutsche, raus aus diesem Tränenpalast und rein in's Leben.


    Diese drei Leute haben sowas Gutes wie dich nicht verdient. Sie wissen es nicht zu schätzen. Sie denken sie sind schlau, weil sie dich so behandeln können. Aber sie sind dumm. Denn du lässt das nicht mehr zu. Hab Mut, trotz der Traurigkeit.


    Liebe Grüße

    Aurora

  • Guten Morgen Lea, ich wünsche dir von ganzen Herzen dass du stark bleibst. DU DARFST traurig sein, DU DARFST dich unsicher fühlen, aber DU DARFST auch für deine Grenzen und die deiner Kinder einstehen, DU UND DEINE Kinder habt ein Recht auf ein Leben in dem ihr als wertvoll behandelt werdet und niemand kann euch dass Gefühl geben so gut wie du es kannst. Ihr habt das Recht auf ein Leben welches nicht durch das Alkoholproblem und dem bösen Verhalten der Schwiegereltern gesteuert wird. Ihr habt ein Recht auf ein leichtes und unbelastetes Leben. Lea du wirst das schaffen. Und du wirst nach ein paar Tagen oder wenigen Wochen in eurer Wohnung, die innere Ruhe genießen die du so lange ihm zu Liebe aufgegeben hast.


    Überleg mal wieviel Platz in deinem Herzen, Kopf und Leben sein wird, wenn du dich nicht mehr für sein Verhalten, sein Saufen verantwortlich fühlst.

    Bleib dran und geh deinen Weg. Vertrau darauf dass alles gut wird <3

  • Huhu Harley_quinn, ich denke du wolltest eigentlich Fabienne schreiben, heute Vormittag hat sich da bei uns allen der Fehlerteufel eingeschlichen und es sind noch einige Nachrichten an Fabienne fälschlicherweise in Fees Geschichte gelandet.

  • Aber nochmal zurück zu dir liebe Fabienne,


    ich denke du steckst gerade furchterregend tief in der Liebeskummer und Selbstzweifel Falle und ich wünsche mir für Dich und deine Kinder so sehr, dass du dich daraus befreien kannst!


    Ich halte ständig an den guten zeiten fest, muss ständig denken wieviel wir miteinander lachen konnten, ich mochte sein lachen, auch äußerlich war er schon immer mein traumtyp..

    8 Jahre kämpfen und ich bin nicht gut genug? Ich bin gerade ziemlich am Ende..

    Auch wenn er für dich zur Zeit noch ein schöner Mann ist, guck dir mal Bilder von Alkoholikern an die in die Jahre gekommen sind. Vielleicht reicht schon ein Blick auf seinen Vater, falls zufällig nicht, gibt es genügend andere Negativbeispiele :roll:


    Wieviel ist denn übrig von eurem gemeinsam Lachen, schwelgst du da nich eher in einer idealisierten Phantasie die in Wirklichkeit ewig zurück liegt?


    So gerne würde ich dir irgendwie durch diese Zeit helfen, aber es ist schwer und es wird noch eine Weile schwer bleiben, aber dann… dann kommt irgendwann Licht und Leichtigkeit und ganz viel Liebe!


    Ich denk an dich, Lea

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