Egghard. Hallo hier bin ich

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Leute.


    ich möchte mich hier kurz Vorstellen. Mein Name ist André, bin 37 Jahre alt und wohne im Osten.


    Naja leider bin ich Alkoholiker. Ich trinke zwar nicht jeden Tag aber meistens am Wochenende oder wenn ich Urlaub habe. Es ist dann extrem schwer mich unter Kontrolle zu halten und ich trinke bis es nicht mehr geht. In den Phasen sperre ich mich regelrecht zuhause ein und will mit niemanden Kontakt.

    Den nächsten Tag geht es mir dann immer schlecht und ich trinke weiter damit ich das ekelhafte Gefühl loswerde. Total bescheuert :(


    Ab und zu schaffe ich längere Zeit ohne zu trinken aber ich halte einfach nicht durch.


    Nun will ich das ändern und ich denke es hilft auch wenn man sich hier im Forum auch mit Gleichgesinnten austauschen kann.



    Grüße André

  • Willkommen bei uns im Forum, André!


    Es ist gut, dass Du den Weg zu uns gefunden hast.


    Das, was Du schilderst, kommt mir sehr bekannt vor. Der Kontrollverlust ist ein eindeutiges Zeichen.


    Und der Konsum steigt im Laufe der Zeit. Irgendwann bist Du dann dabei, jeden Tag zu trinken.


    Wir raten jedem, der zu uns ins Forum kommt, mit seinem Arzt Rücksprache zu halten. Denn egal

    wie oft oder wie viel Du trinkst, es ist jedes Mal ein kalter Entzug, den Du durchlebst., wenn Du

    nichts mehr trinkst.



    Hast Du Dich schon ein wenig im Forum umgeschaut?


    Oben im blauen Reiter findest Du unter Artikel noch einige interessante Informationen.

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Elly,


    danke für die schnelle Antwort.


    Das mit dem kalten Entzug war mir bisher nicht so bewusst weil dachte das ist nur ein Kater und nach 1 oder 2 Tagen geht's mir wieder gut. Zumindest war es immer so.


    Leider hat mein Arzt diese Woche Urlaub aber ich gehe nächste Woche hin und lege die Karten auf den Tisch und lasse mich durchchecken. Ich wollte ihn schon öfter mal darauf ansprechen aber ich schäme mich so :(


    Das schlimme ist, dass ich nach dem Wochende wieder bereue was ich getan habe. Ich habe dann auch die ganze Woche oder auch mal länger absolut keinen Bedarf nach dem Mist. Nur sobald ich mal Frei habe und mir langweilig ist, dann schaltet sich in meinem Kopf was um und es geht los.


    Ich habe mir schon viele Beiträge von den anderen durchgelesen. Schon heftig wie oft man sich da selbst sieht.

    Heute Abend lese ich mir die Artikel mal durch.


    Lg André

  • Die Scham ist bei vielen vorhanden, André.


    Aber Du bist nicht der Einzige, der so empfindet.


    Und Du wirst auch nicht der Erste sein, der das Deinem Arzt erzählt.


    Sollte er sich nicht auskennen mit Süchten, was ja auch vorkommen kann, dann soll er Dir ja einen anderen Arzt empfehlen.


    Bleib auf jeden Fall an dem Thema dran, es wird nur noch schlimmer im Laufe der Zeit! Da spreche ich aus Erfahrung.


    Wenn Du Fragen hast, kannst Du die gern hier in Deinem Thema stellen!

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Huhu André,

    herzlich Willkommen hier bei uns in der Gruppe!


    Schön, daß du dich angemeldet hast.


    Zitat

    Schon heftig wie oft man sich da selbst sieht.

    Du bist wirklich nicht alleine damit.


    Bleib dran, rede mit deinem Hausarzt. Wir unterstützen uns hier gegenseitig.


    Lieb, daß du dich gleich engagierst und die nächste neue Userin direkt nach dir begrüßt hast. :) Trotzdem bitte erstmal nur hier bei dir schreiben, bis du "offiziell" freigeschaltet bist. Das ist nach erfolgter Entgiftung. Also wie gesagt, bleib dran, lese dir die Threads und Artikel durch und wenn dich etwas beschäftigt, schreibe hier. Es ist ja so gut wie immer jemand online.


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich bleibe da jetzt auch dran, ich möchte auf keinen Fall das es schlimmer wird. Ich kann nur froh sein das ich einen Job habe sonst wäre ich jetzt bestimmt schon woanders angelangt.


    Ist schon komisch... hätte niemals Gedacht das ich jemals mit Alkohol ein Problem haben werde. Aber die letzten Wochen haben mir gezeigt das es so ist und ich was tun muss

  • Guten Morgen,


    wollte nur ein kurzes Update geben.

    Heute ist ein quasi mein erster nüchterner Sonntag seit langem. :S

    Normalerweise wäre ich jetzt heftig verkatert und mir würde es die nächsten Tage ebenfalls schlecht gehen. Aber heute geht's mir richtig gut und ich habe auch richtig gut geschlafen.

    Ich freue mich schon richtig auf den Wochenstart ohne ekelhaftes Gefühl und ohne Gewissensbisse.


    Theoretisch habe ich schon eine Woche nichts getrunken aber für mich zählt erst der heutige Tag als erster Alkoholfreier :thumbup:.


    Nächste Woche Dienstag gehe ich Nachmittag zum Arzt und erzähle ihm was los ist. Davor habe ich schon richtig Angst. Ich hoffe ich schaffe das ?( .


    Ich wünsche euch alles noch einen schönen Sonntag.


    Grüße Egghard

  • Hallo Egghard,


    ich bin auch Alkoholikerin und seit ein paar Jahren trocken und hier im Forum unterwegs. Ich gratulier dir zunächst mal zu den ersten alkoholfreien Tagen und vor allem zu deinem Entschluss, offen mit deinem Arzt zu sprechen.


    Als ich mit Trinken aufgehört habe, habe ich erstens echt Angst gehabt vor den Entzugserscheinungen (und dass ich es generell ohne Alkohol nicht schaffen würde) und zweitens (so wie du ja auch schreibst) vor dem Gespräch mit meiner Ärztin.

    Das verlief dann unerwartet gut und hilfreich, denn auch sie gratulierte mir zu meiner Entscheidung und behandelte mich mit Achtung und auf Augenhöhe. Das tat so gut, weil ich mich ja auch so klein und wertlos fühlte und mich schämte.


    Ich glaube mittlerweile, dass Ärzte im allgemeinen einen ganz anderen Blick auf unsere Krankheit haben, als wir denken. Die denken (Ausnahmen gibts bestimmt auch) bzw. wissen, dass es eine Krankheit ist und keine Charakterschwäche.


    Insofern wünsche ich dir Mut für deinen Arzttermin und alles Gute für die nächste Zeit.


    Viele Grüße

    Thalia

  • Hallo Egghard,


    das liest sich doch gut bei dir, vor allem da du ja selbst merkst, wie deine Lebensgeister zurück kommen.


    Hier ist mal der Link zu unserem Artikel über den Arztbesuch. Da stehen auch paar Sachen drinnen und du merkst, dass du da mit deiner Angst nicht alleine bist.



    Lieber Gruß

    Aurora

    "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist "gestern", der andere "morgen". Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist."

    (Dalai Lama)

  • Hallo,


    danke für die Glückwünsche :S .


    Es war wirklich ein schönes und gefühlt langes Wochenende.


    Nach dem Arztbesuch wird meine nächste große Herausforderung mein Urlaub in 2 Wochen sein. Da ich nicht wegfahre werde ich mir Beschäftigungen suchen müssen und viel mit Freunden unternehmen damit ich nicht auf blöde Gedanken komme.


    Mir hilft das Lesen in diesem Forum wirklich sehr.


    Ich melde mich nach dem Besuch beim Doc nochmal.



    Grüße Egghard

  • Hallo,


    ich war tatsächlich beim Arzt.

    Ganz ehrlich ich war kurz davor dort nicht hinzugehen aber dann ging es mir durch den Kopf wie schlecht es mir in letzter Zeit durch den Alkohol ging.


    Als ich dann aufgerufen wurde gab es dann kein Zurück mehr.


    Anfangs habe ich ganz schön rumgedruckst und als er fragte was den nun los sei, kam es einfach aus mir raus. Ich war kurz vorm heulen :(

    Ich wäre am liebsten im Boden versunken vor Scham.


    Er war aber ganz ruhig und hat mich Anfangs ganz "steril" nach allem gefragt(Trinkmenge, wie lange, wann das letzte mal... etc).


    Als er fertig mit tippen war drehte er sich zu mir und sagte "Gut das sie deswegen zu mir gekommen sind und gemeinsam lösen wir ihr Problem". Da viel mir ein riesen Stein vom Herzen.


    Danach hat er Ultraschall gemacht und mir wurde Blut abgenommen. Beim Ultraschall hat er mir viel dabei erklärt und auch eine vergrößerte Leber festgestellt. Der drecks Alkohol hat also doch schon Schäden verursacht.


    Da ich schon seit dem vorletzten Wochenende nichts mehr getrunken habe wäre ich aber quasi schon entgiftet. Er hat mich auch auf die Gefährlichkeit des kalten Entzugs hingewiesen und was dabei passieren kann. Auch was alles passieren kann wenn ich doch weiter trinke.


    Ich habe eine Liste mit Therapeuten und Anlaufstellen bekommen wo ich mich melden kann und einen Termin für nächste Woche zur Auswertung :thumbup:.


    Irgendwie war ich danach noch ganz schön neben der Spur weil alles auf einmal auf mich einprasselte.


    Ich werde heute Abend die Liste mal durchschauen und überlegen wie es jetzt weitergeht.



    Tschja.... also ist es doch passiert und ich bin froh und erleichtert es getan zu haben :thumbup:



    Grüße Egghard

  • Hallo Egghard,


    auch von mir ein herzliches Willkommen. Du gehst absolut den richtigen Weg, und ich kann Dir wirklich ans Herz legen, diesen beizubehalten. Ich habe genauso wie Du Kontrollverluste gehabt, und angefangen, dann direkt nach dem Aufstehen am nächsten Tag weiter zu trinken.

    Jahrelang habe ich geglaubt, ich kann es "lernen", das "Ding" unter Kontrolle zu kriegen.

    Aber es kontrolliert nur Dich, und je länger Du trinkst umso heftiger werden die Exzesse.

    Es ist dabei völlig egal, ob Du Verantwortung für ein Kind, oder im Beruf oder als Führer von Kraftfahrzeugen trägst. Der Alkohol wird immer stärker sein, egal wie sehr Du Dich bemühst.

    Der einzig richtige Weg ist eine vollständige Abstinenz.


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft auf Deinem Weg.

  • Wow, Egghard,


    das ist ja super :) . Toll, dass du das gemacht hast und nun ja auch siehst, dass es weitergeht und die Erde sich noch dreht und dein Kopp noch dranne ist. Du kannst stolz auf dich sein, diesen schweren Schritt gemacht zu haben!


    Dein Arzt hat gut reagiert und anscheinend auch Ahnung von Sucht, da hast du Glück.


    Wenn du dich nun hier gerne mit anderen Alkoholikern austauschen möchtest, klicke diesen Link an:


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de


    Beschreibe einfach noch kurz, dass du entgiftet bist und beim Arzt warst und dich nun austauschen möchtest.

    Nach der Freischaltung wird dein Thema in den Bereich


    Erste Schritte für Alkoholiker


    verschoben.


    Liebe Grüße

    Aurora

    "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist "gestern", der andere "morgen". Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist."

    (Dalai Lama)

  • Hallo Egghart,

    Das hast Du super gemacht. :thumbup:

    Weiter so!


    Bezüglich der vergrößerten Leber, und vielleicht auch erhöhter Werte...

    Aus eigener Betroffenheit kann ich Dir sagen, das die Leber eine große Fähigkeit hat, sich zu erholen.

    Aber sie benötigt Zeit dafür und man darf sie wirklich nicht weiter schädigen.

    Mir wurde damals geraten, möglichst viel gesundes Biogemüse/Bio-Obst zu essen und alles zu vermeiden, was Schadstoffe enthält.

    So kann man auch selbst durch gesunde Ernährung seiner Leber helfen.

    Bei mir hat es lange Zeit gedauert, bis ich wieder Normalwerte hatte, also sei nicht zu ungeduldig, behalte Deinen eingeschlagenen Weg bei und Deine Leber hat beste Voraussetzungen, sich noch vollständig zu erholen.


    LG Sunshine

  • Hi Egghart,


    Ich, 42, jahrelange Hardcore-Alkoholikerin, trinke seit dem 10. Mai nicht mehr und

    meine Leberwerte haben sich nach 4 Wochen deutlich verbessert. Heute war ich wieder bei der Blutabnahme (inzwischen hab ich gar keine Angst mehr, was bei rauskommt).


    Zusätzlich hab ich ne Leberaufbaukur gemacht, pflanzliches Präparat, diverse Entgiftungs-Tees usw..


    Dann war ich noch bei der Diakonie zur Suchtberatung und Donnerstag hab ich einen Termin bei einer Psychologin in einer Tagesklinik. Vor ein paar Woche hätte ich nie gedacht, daß ich dazu mal bereit wäre, eher, daß ich das nicht brauche und hab mir sogar eingeredet, daß ich das gar nicht will, weil mir mein Suff-Leben so wie es ist gefällt.


    Ich war soo blind.

    Drück dir die Daumen,


    <3liche Grüße,

    Hera

  • Wow... vielen Dank euch allen und ja ein bisschen stolz bin ich schon :)


    Er hat mir ebenfalls geraten meine Ernährung etwas gesünder zu gestalten und etwas Sport zum ablenken zu machen. Ich werde mich auch noch etwas belesen welche Sachen gut zur Heilung der Leber beitragen.


    Ich hatte früher auch viele Hobbys und einen schönen Garten. Nur die letzten 2 oder 3 Jahre habe ich Freitag nur mal schnell die Wiese gemäht damit ich so schnell wie möglich heim komme um mich zu betrinken.


    Das will ich absolut nicht mehr :cursing:


    Ich werde morgen bei der Diakonie anrufen und mir dort einen Termin zur Suchtberatung machen :thumbup:


    Aurora die Bewerbung werde ich gleich ausfüllen.


    Grüße Egghard

  • Hartmut

    Hat den Titel des Themas von „Hallo hier bin ich“ zu „Egghard. Hallo hier bin ich“ geändert.

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