Ich wünsche mir jemanden, der mir zur Seite steht und mir dabei hilft, da raus zu kommen. Aus irgendeinem Grund schaffe ich das nicht. Ich habe es nach 19 Jahren Beziehung geschafft, mich von meinem Ex-Mann zu trennen, aber das schaffe ich nicht. Und bin in dieser Endlosschleife.
Ratlos24 - Ich trete auf der Stelle
-
-
Dann musst Du wohl in dieser Endlosschleife verharren, denn Du schreibst ja über Dich selbst, „Ich schaffe das nicht“.
Damit begibst Du Dich in die Opferrolle, eine Handlung ist nicht möglich.
Ich wünsche Dir, dass Du bald an einen Punkt kommst, wo Du Dir selbst sagst: „Ich will es schaffen. Ich werde es schaffen“.
Denn dann (und erst dann!!) wird es funktionieren.
LG Cadda -
Hallo Ratlos,
Ich wünsche mir jemanden, der mir zur Seite steht und mir dabei hilft, da raus zu kommen
Hier hast du ganz viele Menschen, die sich untereinander und mit dir austauschen und du mit ihnen dich austauschen kannst. Hilfe zur Selbsthilfe ist das. Gut, dass du hier bist, du bist nicht alleine.
Liebe Grüße Aurora
-
Ich wünsche mir jemanden, der mir zur Seite steht und mir dabei hilft, da raus zu kommen.
Wie könnte diese Hilfe denn aussehen? Hast Du eine Vorstellung davon?
lG WW
-
Ich brauche jemanden, der dieses Problem auch sieht und mir immer wieder sagt, dass ich davon weg muss. Ich habe das Gefühl, dass jeder sein Trinken unterstützt und das als normal sieht. Ich bin die Doofe, weil ich etwas dazu sage. Ich brauche Unterstützung, dass ich wieder das Gefühl habe, mehr wert zu sein. Eigentlich brauche ich wen, der mich da raus holt. Ich bin nicht mehr stark genug.
-
Hmmh, Ritter in der silbernen Rüstung sind heutzutage selten geworden - und wer weiß, was sich unter der Rüstung verbirgt?
Darum kommen wir wohl besser selbst in die Pötte und sorgen selbst für uns. Den ersten Schritt - mit der Anmeldung hier - hast Du getan.
Ich brauche jemanden, der dieses Problem auch sieht und mir immer wieder sagt, dass ich davon weg muss.
Das kannst Du hier bekommen, wenn Du Dich darauf einlässt.
Ich brauche Unterstützung, dass ich wieder das Gefühl habe, mehr wert zu sein.
Hast Du mal über zusätzliche professionelle Unterstützung durch eine Psychologin nachgedacht?
Ich bin nicht mehr stark genug.
Wenn Du dir das oft genug sagst, ist das auch so. Und es kommt immer noch kein Ritter. Also ...?!
-
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du doch auch super Vorraussetzungen.
Du wohnst alleine, bist du unabhängig und triffst dich eh nur kurz mit ihm.
Wie sieht es denn mit Freunden, Familie, Hobbies unabhängig von ihm aus?
-
hallo Ratlos,
Eigentlich brauche ich wen, der mich da raus holt.
ich kann deinen Wunsch sehr, sehr gut verstehen. Ich habe mir anfangs auch diesen "Jemand" erhofft, gewünscht, herbeigesehnt. Das Problem war nur, es kam niemand. Ich hatte hier große Unterstützung. Ich wurde an die Hand genommen, aber gehen mußte ich. Es waren meine Schritte die ich ging, und die mir kein anderer abnehmen konnte.
Den, den du brauchst, dass bist du selbst. Nur du kannst für dich ermessen, was du gerade in diesem Moment bereit bist zu tun. Es ist deine Verantwortung, die dir niemand abnehmen kann. Wir können dir auf diesem Wege unsere Erfahrungen mitgeben und du kannst dich entscheiden, welche dir hilfreich sind, und welche du dir ( noch ) nicht vorstellen kannst. Es kommt niemand, der dich befreit.
Natürlich fühlst du dich momentan nicht stark genug, an der Seite eines nassen Alkoholikers kannst du dies auch nicht wahrnehmen, denn wir als Angehörige fühlen uns oft niedergemacht und nicht ernst genommen. Diesen Kreislauf kann aber nur einer durchbrechen und dass bist DU.
lg Morgenrot
-
Er hat sich noch nie entschuldigt oder wenigstens beteuert, dass er mit dem Trinken aufhört. Im Gegenteil, er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird. Er merkt gar nicht, dass er ungerecht mit mir wird. Für ihn ist alles in Ordnung, ganz normal, ich spinne.
-
Für ihn ist alles in Ordnung, ganz normal, ich spinne.
auch das kenne ich sehr gut. Wieso sollte er mit dem Trinken aufhören? Für ihn läuft es doch, weil du mitspielst. Das meinte ich, mit aus dem Kreislauf ausbrechen.
er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird. Er merkt gar nicht, dass er ungerecht mit mir wird.
also will und wird er weitertrinken, eine klare Ansage und ein klares Indiz auf die Suchterkrankung. Dann kann er nämlich "nicht einfach so" mal aufhören. Da braucht es eine Krankheitseinsicht, die er scheinbar überhaupt nicht hat. Du wirst diese nicht erzwingen können, und du kannst ihn nicht trocken lieben.
Du kannst nur etwas für dich tun, damit es dir besser geht.
lg Morgenrot
-
Er hat sich noch nie entschuldigt oder wenigstens beteuert, dass er mit dem Trinken aufhört. Im Gegenteil, er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird. Er merkt gar nicht, dass er ungerecht mit mir wird.
Lass das nicht zu. Schütz Dich. Ihn kannst Du nicht ändern. Aber Dich!
-
Nein, Du spinnst nicht.
Wenn ich mich getrennt habe, hat er genauso weiter gemacht und getrunken mit den Besuchern und geschraubt.
Ein nasser Alkoholiker tickt einfach völlig anders als ein Nicht-Süchtiger. Das ist für Dich nicht nachvollziehbar, egal wie oft und intensiv Du das versuchst. Er hat völlig andere Wertevorstellungen und ist zu einer engen Beziehung nicht fähig. Das macht die Sucht.
die Hoffnung, dass ich ihm so viel bedeute, dass die Beziehung doch noch ausfüllend wird, dass er ohne den Alkohol sieht, dass wir es wert sind.
Dafür müsste er trocken werden und bleiben. Dieser Vorgang alleine beansprucht schon mindestens ein halbes Jahr bei erfolgreicher Entgiftung. Dann erkennst Du erst den wahren Menschen dahinter, wenn Du ihn überhaupt schon kanntest. Die kurzen Trinkpausen welche er da evtl. mal einlegt reichen dafür absolut nicht aus.
Wir reden hier von einem aggressiven Nervengift, welches unter anderem auch die Persönlichkeit verändert. Das ist nichts was im Vorbeigehen mal eben wieder weggeht.
Du klammerst Dich also an Etwas, was auch in naher Zukunft für Dich unerreichbar ist.
Selbst wenn Du im nahen Umfeld jemanden finden würdest, der Deine Ansicht teilt und das genauso sieht wie Du, bekommst Du Ihn dadurch nicht trocken. Es würde also eigentlich nichts ändern.
Versuche einen Weg für Dich zu finden das Ganze zu beenden, kümmere Dich möglichst um Dich. Das mag am Anfang unmöglich schwer erscheinen, ist aber auf die Dauer der beste Weg für Dich. Du kannst Deine Waffen niederlegen und kapitulieren. Du kannst nicht gewinnen.
lG WW
-
Ich will es versuchen.
-
Ich will es versuchen.
Egal, was ich in meinem Leben versuchte, war von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Ein Versuch ist immer nur ein Versuch. Ein Versuch führt zu keinem Ergebnis.Seit ich aufhörte zu versuchen und einfach mache, gelingen meine Vorhaben auch.
-
Er hat sich noch nie entschuldigt oder wenigstens beteuert, dass er mit dem Trinken aufhört. Im Gegenteil, er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird.
Das ist eine so klare Ansage, dass ich mich frage, wie Du auf die Idee kommst, dass es einmal anders sein würde.
Und ich finde das ehrlich gesagt sogar sehr fair von ihm, das so klar zu sagen! Im Gegensatz zu vielen anderen Alkoholikern macht er Dir nichts vor, Dich bei der Stange zu halten.
Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber es gibt durchaus Alkoholiker, denen bewusst ist, dass sie Alkoholiker sind und trotzdem wollen sie nicht aufhören. Ich kenne welche, denen ich das auch komplett abnehme! Einer von ihnen sagte mal zu mir „Ich weiß, dass es ne Sucht ist, aber ich trink gerne und gehe feiern. Andere rauchen, ich saufe halt“.Ja und so ist es eben. Seine Entscheidung. Genau wie bei Deinem Freund.
Er hat mich offenen Karten gespielt. Nun liegt die Entscheidung bei Dir, ob Du zu den Bedingungen mit spielst.
Ich wünsche Dir, dass Du aussteigst. Versuchen reicht da nicht. Du musst es wirklich wollen. Hier gibt es genügend Menschen zum austauschen.
Und Du bist es wert, glücklich zu sein! Das solltest Du Dir verinnerlichen!
LG Cadda -
Aber dann ist ihm ja auch bewusst, dass er mich betrunken nicht gut behandelt und tut es trotzdem. Das will ich gar nicht glauben.
-
Das will ich gar nicht glauben.
Vielleicht ist das Dein Problem?
-
Und ich finde das ehrlich gesagt sogar sehr fair von ihm, das so klar zu sagen! Im Gegensatz zu vielen anderen Alkoholikern macht er Dir nichts vor, Dich bei der Stange zu halten.
Das finde ich auch. Seit mein Mann zu mir ehrlich war, konnte ich endlich aufhören zu hoffen. Seitdem fühle ich mich ernst genommen und weiß, dass ich mich entscheiden muss.
-
dass er mich betrunken nicht gut behandelt und tut es trotzdem.
Er behandelt Dich eigentlich garnicht. Wenn Du über sein Trinken meckerst , bist Du eigentlich nur lästig.
Ein nasser Alkoholiker tickt einfach völlig anders als ein Nicht-Süchtiger. Das ist für Dich nicht nachvollziehbar, egal wie oft und intensiv Du das versuchst. Er hat völlig andere Wertevorstellungen und ist zu einer engen Beziehung nicht fähig. Das macht die Sucht.
Du legst Deine Wertmaßstäbe an. So wie Du handeln und denken würdest. Das ist ein Fehler.
-
Hallo
Du weißt bereits, dass diese Beziehung dir nicht guttut und keine Zukunft hat. Wichtig ist jetzt, dich selbst an erste Stelle zu setzen.Akzeptiere, dass du ihn nicht ändern kannst. Sein Verhalten liegt weder in deiner Verantwortung noch in deinen Möglichkeiten
Trennung dich von ihm. Nimm räumlich und vor allem emotional Abstand von ihm - der Schlüssel, um wirklich wieder frei denken und fühlen zu können. Verschwende nicht länger deine Zeit an ihm.
Fokussiere auf dich. Baue ein Leben auf, das dich glücklich macht und dir Energie gibt.
Du hast das Recht auf ein Leben, in dem du respektiert und unterstützt wirst. Sei mutig – der erste Schritt ist der wichtigste!
Nutze deinen Verstand und es wird dir gelingen. Mache dich auf den Weg, solange du noch kannst …
-
Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!