Lieben Dank dorothea und Hartmut für eure Worte.
Ich denke noch darüber nach.
und genau hier mußt du ansetzen? nimmst du unsere krankheit nicht ernst genug? hast du noch nicht wirklich verinnerlicht das es für uns kein zurück gibt, egal wie lange der letzte suff her ist? gibt es was das du vermisst an weinseeliger gesellschaft?
Ich nehme die Krankheit sehr ernst.
Vor ein paar Wochen schrieb ich noch, ich hätte keine Angst vor einem erneutem Rückfall. So war es auch, weil ich aus jedem ja wieder rausgekommen bin. Jedes mal "zerknitterter", wie ich nun feststelle. Schrieb: Aus jedem hätte ich was gelernt. Ja was denn? Das einzige was passierte war, dass mir mein Saufhirn attestierte: Siehste, geht doch.
Und ich bin da wieder drauf reingefallen.
Ich möchte kein Zurück dorothea , ganz bestimmt nicht. Der tägliche Konsum noch vor 3 Jahren und das Jahr mit Pausen waren mir zuwider, das Leben Stillstand, ein einziges Jammertal. Und jeder Rückfall hat dieses wieder angefeuert. Gottseidank bemerkte ich dieses immer schnell und ich konnte die Kurve schnell wieder kriegen.
Aber nochmal möchte ich das nicht. Deshalb bin ich ja nun so übervorsichtig.
Aber ein Leben mit angezogener Handbremse, nein, dass ist es auch nicht.
Denn nicht die gute Laune ist das Problem, sondern die Gedanken, mit denen das Saufhirn daraus wieder einen Grund zum Trinken konstruiert.
Das habe ich nun kapiert.
Die Maus beisst sich da selbst in den Schwanz.
Nun verstehe ich das auch mit den Emotionen und der Sucht. Die Sucht will einfach nur bedient werden, sie greift egal wann an und will mir im Nachhinein suggerieren, dass ich aus der oder der Emotion heraus trank. Ich tüftelt mir für eine solche Situation was aus, dass ich da beim nächstem Ma gewappnet bin und das Saufhirn kichert sich schon wieder einen und überfällt mich hinterlistig und spontan wieder aus einem ganz anderem Rückhalt.
So in etwa ?
Lieben Dank jedenfalls. Ich locker die Hanbremse ein wenig nun. Ganz traue ich mich noch nicht.