Abstinenzler - Für mich gibt es nur einen Weg- Die Abstinenz

  • die Sucht ist für immer in mir drin, sie geht nie mehr weg. Damit habe ich mich abgefunden und meinen Frieden mit ihr gemacht.

    Schöne Worte

    Du bist Du, der Fokus sollte auf Dich gerichtet sein, wie Du ohne Alk über den Tag kommst.

    Das ist sowieso das wichtigste für mich. Danke für die ganzen Tipps und Ratschläge Karl Friedrich. Wie stolz bist du eigentlich nach 10 Jahren Trockenheit?hehe

    Heute trinke ich nicht

  • Mit dieser sprichwörtlichen Faust in der Tasche weil du es anderen beweisen willst das du es kannst wird es nicht klappen. Die Einsicht hattest du ja, der Wille zum handeln ist da, nun musst du deine Krankheit ganz akzeptieren dann wird das auch was.

    Ich will niemandem was beweisen. Ich mache das für MICH!!! Die Krankheit akzeptieren- ja ich bin süchtig und das bleibe ich für immer

    Also nicht kämpfen sondern tun. Lass dich auch nicht von der Euphorie blenden das sind temporäre Momente, die begleiten uns eine Weile.

    Danke. Kann ich es denn so sehen ich kämpfe nicht- ich arbeite dran?

    Heute trinke ich nicht

  • Zitat von Rene72

    Gewinnen kannst Du gegen diese Krankheit/Sucht nicht

    Doch wenn ich trocken in den Sarg gehe...

    Danke. Kann ich es denn so sehen ich kämpfe nicht- ich arbeite dran?

    Ich dachte nur da wäre noch etwas kämpferischen, bei mir war das auch so ich hab es in der Tat als Kampf angesehen bis man mir hier die Augen geöffnet hat. Ich will dir nichts unterstellen es war wirklich nur so ein Gefühl...

    Gruß R/no

    P.S. könnte bitte ein Moderator das zu mir oder Abstinenzler verschieben?

  • Wie stolz bist du eigentlich nach 10 Jahren Trockenheit?hehe

    Abstinenz ist mir zur Gewohnheit geworden. Ich bin sehr zufrieden, dass es mir gut geht, weil ich nicht mehr trinke und mich auch sonst möglich gesund ernähre und verhalte.

    Stolz empfinde ich nach der ganzen Zeit nicht mehr, Zufriedenheit trifft es dagegen genau.


    Da, wo ich herkomme, will ich nie wieder hin. Und das gilt es zu bewahren. Ich bleibe am Ball.

  • Moin!! Gestern war ich in der Innenstadt für ca. 10 Minuten. Sehr viele Drogen- und Alkoholleute gesehen, die teilweise auch getrunken haben. Das hat mich richtig unruhig und nervös gemacht. Bin dann extra andere Wege gegangen um das nicht zu sehen. Komisch ist das ich immer wieder hinglotze wie sie trinken, obwohl ich damit nichts zu tun haben will. Warum ist das so? Einerseits Alkoholsituationen meiden aber doch immer wieder hinglotzen, was mich dann selber triggert und stresst.

    Bin dann schnell wieder ins Dorf, habe mich abgelenkt und dann ging es mir auch wieder besser

    Heute trinke ich nicht

  • Bin dann schnell wieder ins Dorf, habe mich abgelenkt und dann ging es mir auch wieder besser

    Ja, das ist richtig. Es ist wichtig sich vom Alkohol und "nassen" Orten fernzuhalten. Ganz besonders am Anfang.

    Komisch ist das ich immer wieder hinglotze wie sie trinken, obwohl ich damit nichts zu tun haben will. Warum ist das so?

    Das ist das Suchthirn. Es ist ein Teil von Dir und auch von mir. Es sieht das Trinken und will es auch. Dementsprechend manipuliert es dann die Gedanken und Gefühlswelt.

    Anfangs ist es noch sehr aktiv und auch die Gewohnheiten haben sich noch nicht richtig geändert.

    Du hast aber instinktiv richtig gehandelt und Dich aus dieser Situation gelöst. Du hast es jetzt selbst erlebt. Halt Dich die nächste Zeit (damit ist mindestens das erste Jahr gemeint) so weit wie möglich weg von solchen Situationen.

    Meine Suchstimme wurde immer leiser und meine Gewohnheiten haben sich geändert. Jetzt ist sie still. Das ist sehr entspannend. Zu heftige Trigger lassen sie aber dennoch wieder kurz aufblitzen. Und wenn ich es "übertreiben" würde, könnte das auch später noch zum Rückfall führen. Aus dem Grund sind die Veränderungen so wichtig, von denen immer gesprochen wird.

    Es gibt z. B. keinen Grund mehr für mich, mich bei alkoholisierten Menschen aufzuhalten.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Abstinenzler,

    ich glaube, bei dir läuft beim Zitieren was schief. Du hast offenbar auf zitieren geklickt und dann aber deinen eigenen Text in das Zitatfeld geschrieben.
    Denn das oben hat ja zum Beispiel nicht Alex_aufdemweg geschrieben, sondern du, oder?

    Du kannst deinen Text einfach in das Feld unten reinschreiben, ohne zu zitieren.

    Sonst wird das auch missverständlich, wer jetzt was geschrieben hat.


    Viele Grüße und weiterhin einen guten Austausch hier.

    Thalia

  • Du bist erst ein paar Wochen dabei. Der Körper ist zwar schnell entgiftet, aber mit der Denke dauert das wesentlich länger. Wer wie ich, jahrelang gesoffen hatte, bei dem dauert es schon einige Zeit, bis sich auch das Hirn neu orientierte.


    Bin ich in den ersten Monaten mal in ein Straßencafe gegeenagen, sondierte mein Blick als erstes, wer Alk auf dem Tisch hatte. So war es nämlich früher bei mir. Sah ich Trinker, hatte ich auch keine Hemmungen, mir gleich mal ein Weißbier zu bestellen. Das war sozusagen der Startschuss.

    Mir erklärte mal jemand in meiner Therapie: "Immer, wenn ich in den Getränkemarkt komme, um Wasser und Cola zu kaufen, fällt mein Blick als erstes auf den Kühlschrank, ob und wieviel da gekühlt vorrätig liegt"


    Das Denken des frisch Abstinenten ist halt noch sehr alkoholfixiert. Diese verknüpfung zwischen Cafebetreib/Getränkemarkt und dem Alk löste sich bei mit der Zeit.

    Wie heißt es so schön: "Rom wurde nicht an einem Tag gebaut." Ein zufriedenes abstinentes Leben auch nicht.


    Solche Gedankenblitze vom Suchtgedächtnis kamen gerade in der Anfangszeit sehr oft vor, das bessert sich mit der Zeit. Die Abstände werden immer größer. Selbst jetzt nach über 10 Jahren kommen ganz selten mal solche kurzen Ruckler bei mir vor. Ich komme damit klar, denn sie erinnern mich daran, das dort etwas ist, was zu mir gehört und wohl auch nie mehr weg sein wird.

  • Selbst jetzt nach über 10 Jahren kommen ganz selten mal solche kurzen Ruckler bei mir vor. Ich komme damit klar, denn sie erinnern mich daran, das dort etwas ist, was zu mir gehört und wohl auch nie mehr weg sein wird.

    Vielen Dank Karl Friedrich. Meistens wenn es mir dann nach ein paar Wochen Abstinenz besser ging, ging es mir so gut das ich vergaß wie schlecht es mir ging und ich dann wieder trank. Bis es mir wieder schlecht ging, ich deswegen aufhörte und es wieder von vorne begann. Damit soll jetzt schluss sein.

    Ist schon echt heftig, dass das Suchtgedächtnis sich nach so langer Zeit immer noch meldet. Davor habe ich etwas Angst. Wenn es mir nicht so gut geht kommt oft: Trink doch was- ich sage mir dann lieber nicht, dann ist wieder alles im Arsch. Ein Scheiß.

    Heute trinke ich nicht

  • Nochmals Danke an alle die mir hier schreiben!!

    Vorgestern und gestern noch schlimmer kam mir in den Kopf, Saufen, saufen irgendwie möchte ich saufen. Ich dachte scheiße, dir geht es doch dann so schlecht aber trotzdem wollte ich saufen. Ich fragte mich: WILLST DU SAUFEN? NEIN!! Ich so: Hä?? Die Gedanken sagen Saufen, Saufen ich will Saufen. Wie geht das? Ich fragte nochmals WILLST DU SAUFEN?? NEIN. N-E-I-N Das ist ja krass mein Kopf sagt saufen aber ich sagte nein. Das muss dieses Suchthirn, Suchtgedächnis sein, wovon hier im Forum berichtet wird. Das war krass. Ich habe mich für NEIN entschieden- sonst FAST IMMER direkt losgefahren Saufen.

    Das war ein krasses Erlebnis, es war in der Sauna wo andere Parallel gesoffen haben und Ich habe NEIN gesagt- so geil!!! War stolz wie Sau, habe mich sehr gefreut. Kein Kater, kein Entzug, 6.00 Uhr Topfit sitze ich hier. Mega, das war knapp. Drecks Sucht, scheiß Kampf- habe Angst vor der nächsten Situation.

    Heute trinke ich nicht

  • Hallo Abstinenzler,

    es war in der Sauna wo andere Parallel gesoffen haben

    Drecks Sucht, scheiß Kampf- habe Angst vor der nächsten Situation.

    Du hast es ja in der Hand, ob die nächste Situation, in der du neben saufenden Menschen sitzt, überhaupt eintritt.

    Hast du selbst den Eindruck, dass du die Grundbausteine ausreichend beherzigt hast bisher?

    Wie dir ja auch schon mehrfach geschrieben wurde, so lange du es als Kampf siehst, kannst du nur verlieren. Das Suchtgedächtnis geht nämlich nie mehr weg, du hast nur die Wahl, ob du es weiter fütterst.


    Viele Grüße

    Thalia

  • Vorgestern und gestern noch schlimmer kam mir in den Kopf, Saufen, saufen irgendwie möchte ich saufen. Ich dachte scheiße, dir geht es doch dann so schlecht aber trotzdem wollte ich saufen. Ich fragte mich: WILLST DU SAUFEN? NEIN!! Ich so: Hä?? Die Gedanken sagen Saufen, Saufen ich will Saufen. Wie geht das? Ich fragte nochmals WILLST DU SAUFEN?? NEIN. N-E-I-N Das ist ja krass mein Kopf sagt saufen aber ich sagte nein. Das muss dieses Suchthirn, Suchtgedächnis sein, wovon hier im Forum berichtet wird. Das war krass. Ich habe mich für NEIN entschieden- sonst FAST IMMER direkt losgefahren Saufen.


    Mit dem Suchthirn zu diskutieren, kann man versuchen. Manche setzen sich hin, führen innerlich Gespräche mit sich selbst und kommen am Ende zu dem Entschluss: „Nein, ich trinke nicht.“ Doch ist das wirklich effektiv?

    Hat das in der Vergangenheit bei all den Rückfällen geholfen? Das Suchthirn akzeptiert kein Nein, es wurde jahrelang darauf trainiert, dass seine Lösung, das Saufen, nicht nur vorgeschlagen, sondern auch umgesetzt wird. Etwas anderes kennt es nicht.

    Ich habe es anders gemacht. Ich ließ solche Suchtdruck- und Saufgedanken zu, dachte sie aber nicht zu Ende. Ich ging nicht darauf ein, sondern warte ab. Ich weiß, Suchtdruck vergeht. Es ist nur vorübergehend.

    Saufgedanken sind Nebenwirkungen der Krankheit, der Sucht. Ähnlich wie bei Medikamenten: Wenn ich Nebenwirkungen davon habe, diskutiere ich ja auch nicht mit der Tablette. Ich nehme sie zur Kenntnis und lasse es dabei.

    Ich kenne keinen Saufdruck und keine Suchtgedanken mehr in diesem Sinne. In den letzten 18 Jahren kamen höchstens leichte Anflüge, aber ich habe sie weiterziehen lassen, denn sie gehören nicht mehr zu mir.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Das war ein krasses Erlebnis, es war in der Sauna wo andere Parallel gesoffen haben und Ich habe NEIN gesagt- so geil!!! War stolz wie Sau, habe mich sehr gefreut.

    Hatte ich überlesen.

    Was machst du in einer Sauna, wenn dort gesoffen wird? in der der Sauna? Und wieso bist du stolz? Weil du nichts getrunken hast? Das machen Millionen andere Menschen auch nicht. Tipp: Hör auf zu kämpfen. Such dir ein trockenes Umfeld, und wenn dort gesoffen wird, verlasse es. Versuch es mal ein Jahr lang, um stabiler zu werden.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Was machst du in einer Sauna, wenn dort gesoffen wird?

    Falsche Uhrzeit da gewesen. Morgens ist keine Sauferei dort.

    Und wieso bist du stolz? Weil du nichts getrunken hast? Das machen Millionen andere Menschen auch nicht.

    Also nur ein kleiner Teil der Suchtkranken schafft eine dauerhafte Abstinenz, viele schaffen es nicht. Viele sind gestorben oder trinken noch. Ich sehe sie doch überall. Laut meiner Selbsthilfegruppe kann ich zurecht stolz sein nichts getrunken zu haben. Das verwirrt mich jetzt

    Heute trinke ich nicht

  • Falsche Uhrzeit da gewesen. Morgens ist keine Sauferei dort.

    Also nur ein kleiner Teil der Suchtkranken schafft eine dauerhafte Abstinenz, viele schaffen es nicht. Viele sind gestorben oder trinken noch. Ich sehe sie doch überall. Laut meiner Selbsthilfegruppe kann ich zurecht stolz sein nichts getrunken zu haben. Das verwirrt mich jetzt

    Moin

    Warum verwirrt?das erste jahr ist das wichtigste und dazu gehört sich von solchen situationen fernzuhalten. Es hätte dir freigestanden zu gehn. Du setzt dich aber dem gezielt aus. Wenn du mal in dich gehst wirst du selbst merken, dass es nicht gerade clever war. Für schulterklopfen ist es wohl zu früh...

    Gruss eternal

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