Steevie - Hallo, nun konnte ich nicht anders…

  • Das, was dir da rausgerutscht ist, nach dem Motto ‚in einem Jahr trinke ich wieder‘ ist die große Gefahr in dieser Konstellation.

    Das ist bei dir wie in Wellen. Immer mal begreifst du, dass du mit deinem nassen Freund nicht reden kannst, dann tust du es doch wieder und willst Briefe schreiben.

    Das bringt Nix! Kannst du vorübergehend und kurzfristig mal Abstand von der Situation bekommen? Ein Urlaub, eine Freundin besuchen, eine Weile im Gästezimmer von Freunden schlafen?

    Du steckst da echt fest. Einerseits bewundere ich, dass du trotzdem noch abstinent bist, aber andererseits denke ich ‚wie lange geht das gut?‘.

    Dein Freund hat NULL Einsicht- weder bei sich noch bei dir. Seine Aussagen zu ‚mal Ein Sektchen‘ und ‚Ich pass dann schon auf‘ sagen alles. Ich nehm ihm nicht ab, dass er dich in deiner Abstinenz unterstützen will.

    Das schönste für den Säufer ist, wenn, die Partnerin mit säuft.

    Ich hatte immer Partner die auch gesoffen haben. Wäre da einer nüchtern geworden, wäre es das sofortige Ende der Beziehung gewesen und ich hätte mir einen anderen gesucht mit dem ich saufen kann. So schlicht und traurig ist das.

  • Ich sagte, dass es sich ja in einem Jahr vielleicht ändert, und ich dann vielleicht wieder was trinken könnte, aber es jetzt alles noch zu frisch und nah ist.
    Und leider habe ich es nicht nur als Verzögerung gesagt, sondern hatte den Gedanken wirklich !

    Aus Dir sprach die Sucht, sie ist tief in Dir verwurzelt.

    Anfangs hatte ich auch mal geglaubt, nach 1-2 Jahren sei alles wieder auf null gestellt und ich könne moderat was trinken. Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Gedanken aus dem Kopf entfernen konnte.


    Dieser Gedanke als Gruß vom Suchtgedächtnis ist m.E. das Gefährliche. Ich nenne ihn den geheimen Trinkvorbehalt. Er kann jederzeit wieder aufkommen und einen womöglich verführen, doch mal ein Glas mitzutrinken, weil man ja schon so lange clean sei.

    Erst als ich gelernt hatte, rückhaltlos zu meiner Abstinenz zu stehen, wurde es leichter für mich.

    Zum Thema Angst vor Weihnachten. Wieso? Einfach von allen trinkfreudigen Leuten und Ereignissen fern halten, das ist dann schon mal die halbie Miete.

    Mach Deine Abstinenz und Deine Gesundheit zur Prio Nr. 1 im Leben und ordne ihr alles andere als minder bedeutsam unter, dann wird es spürbar leichter.

    Das sind die einzig wirklich brauchbaren Ratschläge die ich geben kann, um den Ausstieg aus der Sucht hinzubekommen.

  • Solche Gedanken können in der Anfangszeit, gerade bei einem nassen Umfeld, auftreten, Steevie.

    Das würde ich nicht verteufeln, sondern als Signal sehen, dass Du noch am Anfang - und durch Dein direktes Umfeld eben auch besonders gefährdet bist.

    Bei mir waren es ein Elternteil und ein enger Nachbar, die nicht begreifen konnten/wollten, dass ich nicht mehr mittrank.

    Mehrfach habe ich mich geduldig erklärt/gerechtfertigt, bis es mir irgendwann zu bunt wurde. Sie müssen es ja nicht verstehen, nur akzeptieren, und mir gefälligst weder Alk noch alkfreies Bier anbieten. Da muss dann irgendwann ein energisches Nein reichen.

    Ich hatte aber auch nicht den Bedarf, meine (weiter weg lebenden) Eltern nun auch noch vom Nichttrinken zu überzeugen (sie tranken und vertrugen lange Zeit auch reichlich "Feierabendalk" , so wie ich früher).

    Vielmehr dachte ich: Mit über 80 muss man es mit dem Gesundheitsbewusstsein nun auch nicht mehr übertreiben, an irgendwas müssen wir alle sterben.

    Mein Suchthirn machte dann irgendwann, dabei hielt ich mich von Anfang an fur zufrieden nüchtern, daraus: "Wenn Du es bis 80 schaffen solltest, kannst du ruhig wieder was trinken, dann ist es auch egal. " Hab ich hier brav aufgeschrieben und entsprechende Reaktionen bekommen.

    Dieser "jetzt nicht, aber vielleicht später" -Gedanke hat sich dann irgendwann wieder gelegt, vielleicht auch dadurch bedingt, dass das "zufriedene Hochbetagtensaufen" beider Eltern durch Pflegebedürftigkeit und Tod des einen Elternteils abrupt (und freiwillig, ohne Zutun von außen) beendet und mir nicht länger bei Besuchen vorgelebt wurde.

    Fazit: Dein direktes Zuhause ist nicht alkoholfrei, das ist und bleibt Dein größtes Risiko und bringt dein Suchthirn auf dumme Gedanken

    Was mir noch nicht klar ist: Was ist an den Feiertagen anders, dass Du sie fürchtest? Trinkt er da mangels Arbeit noch mehr oder gibt es Besuche bei/von Säufern?

  • Steevie, der Drahtseilakt braucht eigentlich keine weitere Bestätigung. An deiner Situation hat sich ja nichts geändert.;)

    Ich mache es deshalb mal kurz.

    Ein saufendes Umfeld bleibt ein saufendes Umfeld. Ob zu Hause, auf Feiern, an Weihnachten oder Silvester. Und wenn eine Situation für meine Abstinenz gefährlich wird, gibt es für mich nur eines: Raus da. Dass in einem solchen Umfeld irgendwann wieder Gedanken ans Trinken auftauchen, wundert mich überhaupt nicht. Da greifen selbst Menschen ohne Alkoholabhängigkeit manchmal zum Glas, obwohl sie es ursprünglich gar nicht vorhatten.

    Und jetzt frage ich mich. Was macht eine solche Umgebung erst mit einem Alkoholiker und seinem Saufhirn? Da muss ich doch nicht noch ausprobieren, wie lange das gut geht.

    Ich weiß durchaus, wie verlockend es sein kann, einem nassen Umfeld doch noch etwas Positives abgewinnen zu wollen. Nur verschwindet das Risiko dadurch nicht. Man kann sich damit arrangieren und die Risiken in Kauf nehmen. Aber man sollte sich dann auch nichts vormachen, was man da eigentlich riskiert.

    Ich habe am Anfang selbst gemeint, vieles besser zu wissen. Nach zwölf Wochen hier im Forum hatte ich einen Rückfall, der mich an einen absoluten Tiefpunkt gebracht und beinahe mein Leben gekostet hätte. Danach kam mir der Gedanke, irgendwann wieder trinken zu können, nicht mehr.

    Und wäre dieser Gedanke heute noch da, würde ich mich selbst fragen, wie sicher meine Abstinenz tatsächlich schon ist.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Leute!
    Zitate über Zitate:

    Es liest sich noch immer so, als würdest du denken, du müsstest dich dafür entschuldigen, dass du dir kein Gift mehr rein ziehst. Denn das ist es.

    Ja das stimmt!
    Daher dass ich und mein Partner ja irgendwie zusammen in die Alkoholsucht geraten sind, habe ich mich lange schuldig gefühlt , warum ich nicht den Anfang mache und meine Trinkerei stoppe…,
    Jetzt , wo ich sie stoppe, fühle ich mich schuldig, dass ich ihn im Stich lasse.
    (Aber durch das Forum habe ich schon kapiert, dass es nicht in meiner Verantwortung liegt!)


    Das ist bei dir wie in Wellen. Immer mal begreifst du, dass du mit deinem nassen Freund nicht reden kannst, dann tust du es doch

    Das mit den Wellen ist ein guter Vergleich! Genauso fühlt es sich an.

    Du steckst da echt fest. Einerseits bewundere ich, dass du trotzdem noch abstinent bist, aber andererseits denke ich ‚wie lange geht das gut?‘.

    Ich bin einerseits stolz auf mich, dass ich es tatsächlich schaffe unter diesen Bedingungen !
    Aber andererseits frage ich mich auch, was ich hier eigentlich mache und ob es nicht wirklich nur eine Frage der Zeit ist.

    Mach Deine Abstinenz und Deine Gesundheit zur Prio Nr. 1 im Leben und ordne ihr alles andere als minder bedeutsam unter, dann wird es spürbar leichter.

    Und genau das ist so verdammt schwierig für mich!
    Wie kann ich meinen Partner, den ich trotz des ganzen Alkoholthemas , so sehr liebe , dem allen unterordnen?!

    Ich verstehe , dass es für viele/die meisten nicht nachzuvollziehen ist, warum ich nicht aus der Situation rausgehe!
    Es ist eigentlich wie eine Sucht zu IHM ,
    es fühlt sich sehr ähnlich der Sucht zum Alkohol für mich an.

    Was mir noch nicht klar ist: Was ist an den Feiertagen anders, dass Du sie fürchtest? Trinkt er da mangels Arbeit noch mehr oder gibt es Besuche bei/von Säufern?

    Da geht es eher nicht um andere, Besuch bekommen wir sowieso nicht und
    er trinkt zu Anlässen sogar weniger!
    Nein, mir macht es Sorgen, weil ich zum Ende vom Jahr immer ‚Gas gegeben‘ habe.
    In den letzten Jahre, in denen ich mit absoluter Trockenheit immer gescheitert bin bzw. dachte ich muss nicht trocken sein um ‚geheilt‘ zu sein , wurde ich zum Ende vom Jahr , zu den Feiertagen immer nachlässig.
    Ich war es von den Jahren davor immer gewohnt mindestens leicht angedüdelt durch diese Zeit zugehen.
    Beim Schreiben fällt mir auf, dass ich eigentlich gar nicht mehr zu den Feiertagen getrunken habe, als unter dem Jahr…Es war nur eine schöne Möglichkeit ganz ungezwungen und offiziell zu saufen…weil es ja ganz ‚normal‘ ist im Advent die ganzen saisonalen alkoholischen Spezialgetränke zutrinken. Hallo Saufhirn…!

    Ich weiß durchaus, wie verlockend es sein kann, einem nassen Umfeld doch noch etwas Positives abgewinnen zu wollen. Nur verschwindet das Risiko dadurch nicht. Man kann sich damit arrangieren und die Risiken in Kauf nehmen. Aber man sollte sich dann auch nichts vormachen, was man da eigentlich riskiert.

    Es ist nicht nur verlockend, …wenn man fast 15 Jahre mit einem Menschen zusammen ist , lebt und sich gegenseitig liebt und sogut wie alles über einander weiß, dann ist es unmöglich, dem nichts Positives abzugewinnen.

    Aber ja, ich habe mir vorgemacht, dass ich einfach nichts mehr trinke und gut ist!
    Mir wird immer mehr bewusst, dass ich damit meine Gesundheit riskiere!

  • Wie kann ich meinen Partner, den ich trotz des ganzen Alkoholthemas , so sehr liebe , dem allen unterordnen?!

    Ganz einfach, weil DU es DIR wert bist.
    Du trägst die Verantwortung für Deine Abstinenz ganz allein und er trägt die Verantwortung für sich ganz allein.

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Ist die Liebe so groß, dass Du Dich mit ihm zusammen totsaufen willst, Steevie? Denn darauf läuft es irgendwann hinaus.

    Es ist eigentlich wie eine Sucht zu IHM ,
    es fühlt sich sehr ähnlich der Sucht zum Alkohol für mich an.

    Das ist wohl Deine eigentliche Baustelle, scheint mir, die Du dringend (und ergebnisoffen) angehen solltest, wenn Du dauerhaft aus der nur abwärts führenden Suchtspirale aussteigen möchtest.

    Eine ambulante Suchttherapie, die beides beleuchtet, wäre da ein guter Anfang, den ich Dir aus eigener Erfahrung sehr ans Herz legen möchte. Schließlich bist Du jetzt dank eigenem Einsatz wieder mobil.

    Nimm doch mal - völlig unverbindlich - Kontakt zur Suchtberatung Deines Landkreises auf und lass Dir in einem Erstgespräch aufzeigen, wie sowas ablaufen kann. Nur Mut!

  • Guten Morgen Steevie,

    Und dann , habe ich was ausgesprochen , worüber ich mich jetzt noch ärger!!!

    Ich sagte, dass es sich ja in einem Jahr vielleicht ändert, und ich dann vielleicht wieder was trinken könnte, aber es jetzt alles noch zu frisch und nah ist.
    Und leider habe ich es nicht nur als Verzögerung gesagt, sondern hatte den Gedanken wirklich !

    Meine Frau hatte mit mir seit ich trocken bin 1 Gespräch über das Thema, sie hat mich mit Entsetzen, wie ich jetzt weiß, und Weißweinglas in der Hand gefragt "du willst nie wieder etwas trinken?" Meine Antwort war fast genau die gleiche wie deine, "das weiß ich nicht jetzt mach ich mal ein Jahr voll und dann schauen "Wir" mal, vielleicht trinke ich dann mal wieder ein Gläschen"

    Das ist die Hintertür, ich war wenn ich mich richtig erinnere auch ca. 6 Monate abstinent also ähnlich wie du jetzt, inzwischen würde ich das nicht mehr sagen 😉

    Die Person trinkt aber alkoholfreies Bier, weil es ja eigentlich nur um den Geschmack ginge… :? (finde ich überhaupt nicht, und jemand der sich ‚entscheiden muss‘ keinen Alkohol trinken zu können, hat bestimmt nicht aus „Geschmack „ getrunken!
    Es wirkt auf mich sehr wie Verzicht!

    Ich bin mir sicher keiner trinkt Alkoholfreies Bier wegen dem Geschmack, das ist aber nur meine persönliche Meinung vielleicht gibt es ja wirklich Leute die das rein aus geschmackstechnischen Gründen trinken 😬

    Gruß 👋

    P.S. mach dir keinen Kopf deswegen das ist einfach nur dein einfallsreiches Suchthirn das verständlicherweise versucht das Ruder in der Hand zu halten, es merkt halt das ihm die Felle davon schwimmen. Es ist ja gut das du das ehrlich schreibst, wenn ich mich richtig erinnere hatte ich es damals hier nicht richtig beschrieben, da hatte mich mein Suchthirn gleich zweimal ausgetrickst.

    Einmal editiert, zuletzt von R/no (25. Oktober 2026 um 09:12)

  • Das ist wohl Deine eigentliche Baustelle, scheint mir, die Du dringend (und ergebnisoffen) angehen solltest,

    Ja das ist richtig! Es ist ein persönliches Thema, dass hier auch nicht wirklich Platz hat!
    Ich werde , was das angeht nun mich zurückhalten! ihr seid ja nicht meine Therapeuten !🙃

    Die Ratschläge sind alle plausibel für die Abstinenz, ohne Frage!

  • Noch eine positive Nachricht:

    Bei einer Routineuntersuchung ist aufgefallen, dass etwas weg ist.
    War nicht gefährlich, aber es hat mich teilweise beeinträchtigt .

    Da bin ich echt froh, und bin überzeugt, dass es mit der Abstinenz zu tun hat!

  • Kein Verlangen nach Alkohol!
    Die Aussage ich sollte mal was trinken, damit ich entspannter zwischendurch bin, habe ich kommentarlos ignoriert.

    Aber die Trinkerei von ihm macht mir wirklich zu schaffen…
    Die letzten Tage hat mich das sehr beschäftigt.
    Mit dem Hausbau-Thema kommen wir zwar grad wieder mehr voran, aber mir kommt es vor, als ob er mehr Pausen macht/seinen Pegel erst erreichen muss, als was wir schaffen.
    Zudem immer mal Wutausbrüche. Klar bin ich nicht fehlerfrei und man kann sich über mich wirklich manchmal aufregen! Aber In der Form aufjeden Fall nicht gerechtfertigt!

    Ich spreche es dann an, dass es zu heftig ist und er vielleicht nicht merkt, wie das wirkt und dass das verletzt.
    Er entschuldigt sich teilweise, und findet aber trotzdem, dass er richtig reagiert hat . Es wirkt so, als ob er seine Aussage und vorallem wie er es sagt, ganz anders wahrnimmt.

    Dazu kommt , dass er immer mal Dinge vergisst, die er vor ein paar Tagen gesagt hat, oder Dinge die ich oder andere gesagt/besprochen haben.
    Er behauptet dann einfach, dass er/andere das nie gesagt hätten.

    Er sagt zwar, dass wenn es etwas ruhiger geworden ist, er das Trinken echt einschränken will, mittlerweile Zweifel ich aber sehr daran.

    Für seine Leiden hat er immer andere Erklärungen, nur der Alkohol kommt im nicht in den Sinn…!X(
    Da fällt es mir auch echt schwer dem Aufmerksamkeit zu schenken,…Ich kann kein Mitleid mehr haben, weil ich würde eh nur sagen können, dass es am Alkohol liegt..
    Wenn jemand mit Absicht seinen Schädel hundertmal gegen eine Wand schlägt und danach jammert, dass es weh tut,
    könnte ich auch kein Mitleid damit haben.

    Fazit : das Zusammenleben ist zurzeit echt anstrengend.
    Ich mache mir keine Hoffnung mehr, dass er irgendwann es schafft , ich frage mich zurzeit, ob ich mir auf ewig so ein Zusammenleben vorstellen kann.

    Leider weiß ich, dass ich eine sehr hohe Schmerztoleranz habe und es sehr lange aushalten kann, bis es nicht mehr geht.
    Und es ist ja eben nur der Alkohol, der die Probleme macht.
    Und natürlich liest es sich alles so, als ob er ein ganz schlechter Mensch wäre, ist er aber nicht! Sonst hätte ich ihn mir ja nicht ausgesucht.
    Es gibt einfach zuviele Gründe, die für die Beziehung sprechen.


    Ich drehe mich schonwieder im Kreis…


  • Ich habe mich gefragt, warum ich keinen richtigen Druck habe zum Trinken.

    Ich glaube, Dadurch dass ich sehe wie mein Partner fast jeden Tag beinander ist.
    Ich habe es direkt vor Augen, warum ich nicht mehr trinken will. Und das sehr oft.

    Vor ein paar Wochen war es noch ziemlich verankert mitzutrinken. Mittlerweile wenn ich über den Geschmack , den Rausch und die Stunden danach nachdenke, schreckt mich das so ab und ich habe garkeine Lust darauf!

    Ich bin froh, dass ich keinen Suchtdruck verspüre!

    Aber ich bin unglücklich, dass ich mich nicht von dem Thema abgrenzen kann und ich nicht meinen Frieden damit habe!

  • Mit dem Hausbau-Thema kommen wir zwar grad wieder mehr voran, aber mir kommt es vor, als ob er mehr Pausen macht/seinen Pegel erst erreichen muss, als was wir schaffen.
    Zudem immer mal Wutausbrüche.

    Mir ging es von Jahr zu Jahr schlechter. Immer weniger Kraft, immer erschöpfter.

    Aggressiver, längere Kater, schlimmere Entzüge

    Er sagt zwar, dass wenn es etwas ruhiger geworden ist, er das Trinken echt einschränken will, mittlerweile Zweifel ich aber sehr daran.

    Ein Alkoholiker kann es nicht einschränken. Das habe ich zig mal versucht. Ohne Erfolg. Durch die Toleranz wird es mehr statt weniger. Es gibt doch bei Alkoholiker nur Saufen oder nicht.

    Da ich selber süchtig bin weiß ich das er ist kein schlechter Mensch ist. Der Alkohol macht einen leider schlecht. Nüchtern bin ich super sagen alle, mit Alkohol scheiße. Solange du noch gute Gründe für die Beziehung hast bleibst du . Hoffe das bleibt so

    Heute trinke ich nicht

  • Guten Morgen Steevie,

    Aber ich bin unglücklich, dass ich mich nicht von dem Thema abgrenzen kann und ich nicht meinen Frieden damit habe!

    Das ist bei Dir auch wirklich schwierig. Aus folgendem Grund:

    Dadurch dass ich sehe wie mein Partner fast jeden Tag beinander ist.
    Ich habe es direkt vor Augen, warum ich nicht mehr trinken will. Und das sehr oft.

    Wie willst Du denn Frieden finden wenn Du Dir das jeden Tag mit ansehen musst. Wünschen würde ich es Dir von Herzen. Du hast Dich wenigstens auf den Weg gemacht, um aus dem Alkoholsumpf raus zu finden. Aber Dein Partner ist noch am versumpfen. Ich wünsche Dir das Dein Partner vom Alkohol weg will. Also er. Dann könntest Du auch bestimmt Deinen Frieden finden.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Trocken seit 11.07.2025

  • Oh Steevie,

    ich fühl so mit dir und kann vieles unterschreiben was du schreibst.

    Bei mir ist die Situation ähnlich, bis auf das er aggressiv ist. Denn als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich: "

    Steevie nimm die Beine in die Hand und trenn dich. Liebe hin der her, die Liebe zu dir muss so viel stärker sein. Das ist verschwendete Zeit, die gibt dir niemand zurück."

    Und weißt du was, irgendwie hab ich das auch zu mir selbst gesagt. Und ich weiß wie schwer die Umsetzung ist.

    Ich wünsche uns, dass wir einfach nur glücklich leben können ohne dauernd Angst um den Partner zu haben oder sich für das ein oder andere zu schämen was er macht.

    LG Lebensmut

  • Da ich selber süchtig bin weiß ich das er ist kein schlechter Mensch ist. Der Alkohol macht einen leider schlecht. Nüchtern bin ich super sagen alle, mit Alkohol scheiße. Solange du noch gute Gründe für die Beziehung hast bleibst du . Hoffe das bleibt so

    Das kann man nicht pauschal sagen, ich war immer erst auf einem bestimmten Level unberechenbar, mal hatte ich Ticks mal nicht, manche Menschen sind ohne Alkohol Ars*hgeigen manche mit...

    Fazit : das Zusammenleben ist zurzeit echt anstrengend.
    Ich mache mir keine Hoffnung mehr, dass er irgendwann es schafft , ich frage mich zurzeit, ob ich mir auf ewig so ein Zusammenleben vorstellen kann.

    Ich würde es ansprechen, ihn direkt damit konfrontieren und erklären was ist wenn das so weiter geht, ja wir wissen das er es nur selbst stoppen kann..., wenn du ihn aber liebst musst/solltest du es versuchen letztendlich bis zu dem Tag an dem du dann die Reißleine ziehst. Meine Frau hat das nie gemacht obwohl ich es oft angesprochen hatte, zwar immer mit einem Lächeln und als Späßchen verpackt "wenn ich so weiter mache werde ich Alkoholiker" etc. im Gegenteil sie hat mir wenn ich mal wieder ein päuschen wegen rumpöpeln gemacht hatte immer wieder Alk gekauft...

    Ich würde ihm klar machen das du früher oder später weg bist, was ja sowieso so kommen wird außer du landest auch wieder an der Flasche. Vielleicht findest du einen guten Moment um ihn eine Ansage zu machen und deine Sicht der Dinge zu erklären und vielleicht kannst du mal ein paar Tage verschwinden das er und Du sich mal Gedanken machen können. Dann siehst du ja wie er reagiert, ich würde es jedenfalls versuchen wenn ich meinen Partner lieben würde, der Tag X kommt so oder so.

    Er muss sich auf jeden Fall Hilfe holen, das du nicht darauf verlassen kannst das er sich bessert oder einschränken wird weißt du ja selbst.

    Also mach ihm eine Ansage was eintreten wird wenn er so weiter macht, Schilder ihm doch dein ganzes Wissen von hier. Mach ihm klar was passieren wird mit dem Hausbau, eventueller Kinderwunsch steht ja vermutlich bei euch auch im Raum, vor allem solltest du ihm klar machen das du das nicht mehr lange aushältst.

    So würde ich es machen und wir gesagt der Tag kommt früher oder später sowieso.

  • Ich hab es damals gehasst. Ich hörte auf mit der Sauferei, er nicht.
    Es ging nicht lange gut. Ständig dieser Gestank, das Rumlallen, Blödsinnigkeiten von sich geben, usw.
    Mir hat es gereicht, boah alleine die Erinnerung, wach zu werden und der Partner stinkt im Bett vor sich hin…..

    Fünf Jahre waren wir danach getrennt, aber ständig in Kontakt, außer er war betrunken. Ich hätte mich dumm und dämlich geredet, wenn ich ihn trocken haben wollte, also hab ich das erst gar nicht.

    Aber er sah, dass ich glücklich wurde, dass sich mein Leben veränderte und tatsächlich, er ist jetzt selbst seit fast einem Jahr trocken und wir sind wieder zusammen. Er trinkt einfach nicht mehr, aber er ist weit entfernt von den Erkenntnissen, die wir hier im Forum teilen usw.
    Meinen Rückfall hat er dann ja live mitbekommen, hat ihn erschreckt, wahrscheinlich mehr wie mich.

    Jedenfalls hätte ich mir eine Zweisamkeit nicht mehr vorstellen können.
    (Boah so stinken, wenn wer säuft….und so viel Müll reden…). Das ist keine Partnerschaft, die ich jemandem wünsche, aber jeder ist seines Glückes Schmied.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!