JEB - Vorstellung

  • Hallo Julia!

    Sehr gut, dass Du ernst gemacht und Deine Abstinenz gestartet hast!

    Nimm den Termin am Montag wahr, damit Du Klarheit hast. Vielleicht wird erstmal nur geschaut und besprochen, wie es weitergehen wird. Zögere es nicht heraus, sonst wird es nur noch schlimmer.

    Ich wünsche Dir viel Mut für diesen Tag und drücke Dir die Daumen, Du schaffst das!

    Und gut, dass Du nicht mehr trinkst!

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Bei mir hat die Betäubung immer nicht, oder viel zu spät gewirkt. Schon alleine deswegen hatte ich immer mächtig Angst.

    Dann habe ich hier erfahren, dass das bei Alkoholikern oft der Fall ist.

    Aus dem Grund ist es wichtig, dass der Arzt davon weiß. Dann kann er ggfs. nachjustieren. Außerdem sprüht er dir dann nicht etwas mit Alkohol in den Mund oder so.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Julia.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo zusammen! Vielen Dank für eure Unterstützung und euren Zuspruch. Ich habe das mit dem Zahnarzt wirklich durchgezogen und es war gar nicht so schlimm. Hatte auch nicht das Bedürfnis, meine Angst mit Alkohol zu betäuben...

    Ich weiß nicht, wie es weiter geht, aber momentan bin ich sehr froh 😊

  • Willkommen Julia

    Es geht weiter Tag für Tag vorerst. Daraus werden Wochen usw.

    Lies dich hier ein,vorallem die Grundbausteine und den Notfallkoffer helfen dir abstinent zu bleiben.

    Dran bleiben, es lohnt sich sehr.

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Hallo Leute!

    Es ist ein Auf und Ab, besonders bei dieser Hitze in Süddeutschland. Vorhin hatte ich einen total sinnbefreiten Streit mit meinem Partner (wer räumt die Spülmaschine aus). Sonst wär das gar nicht der Rede wert... Aber jetzt bin ich total mies drauf und auf einmal ist der Suchtdruck wieder da 😵‍💫 Damit würde ich mich natürlich nur selbst bestrafen, also warum um alles in der Welt habe ich diesen Impuls?

  • Versuche Dich zu beschäftigen, den Kopf woanders hin zu lenken. Der Suchtdruck dürfte normalerweise nicht lange anhalten.

    Vielleicht ist so ein Streit eine Situation, in der Du sonst zur Flasche greifen würdest. Nun will die Sucht vielleicht gerade wieder diesen "bewährten" Weg gehen.

  • Ist es denn richtiger Druck? Dann den Notfallkoffer nutzen, wenn es gar nicht mehr geht, Auch den SOS-Chat hier und die Finger wundschreiben.

    Stell Dir das Suchthirn wie einen hartnäckigen Staubsaugervertreter vor: Ist sein Job, bei jeder sich bietenden Gelegenheit bei Dir zu klingeln und seine Ware anzupreisen, egal, ob Du die gebrauchen kannst oder nicht.

  • Versuche Dich zu beschäftigen, den Kopf woanders hin zu lenken. Der Suchtdruck dürfte normalerweise nicht lange anhalten.

    Vielleicht ist so ein Streit eine Situation, in der Du sonst zur Flasche greifen würdest. Nun will die Sucht vielleicht gerade wieder diesen "bewährten" Weg gehen.

    Da kannst du Recht haben. Als erwachsenes Kind abhängiger Eltern war Alkohol immer verfügbar, um sich zu beruhigen, zu distanzieren und sich dann später wieder zu vertragen... Streits sind generell sehr schlimm für mich, weil ich keinen wirklich gesunden Umgang damit gelernt hab

  • Streits sind generell sehr schlimm für mich, weil ich keinen wirklich gesunden Umgang damit gelernt hab

    Das ist ja aber schon mal schön reflektiert. Hast du schon Therapie gemacht?

    Mir sind die Trinkimpulse anfangs auch sehr aufgefallen. Davor habe ich ihnen einfach nachgegeben. Die Suchtstimme musste nicht groß reden, ich habe einfach getrunken.

    Also war der erste Schritt sie kennen zu lernen. Lernen damit umzugehen. Und dann wurde sie mit der Zeit immer weniger. Auch weil das Leben ohne Alkohol zur Normalität wird.

    Es ist also gut, dass du diesen Impuls erstmal wahrnimmst.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Aber jetzt bin ich total mies drauf und auf einmal ist der Suchtdruck wieder da

    Hast du genug Wasser getrunken? Und auch was gegessen? Also die HALT Regel beachtet?

    Ablenkung ist wichtig und hilfreich.

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    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Wie geht es euch denn mit eurem Partner/ engen Umfeld beim trocken bleiben? Mein Partner ist sehr skeptisch, obwohl ich bis März ein Jahr lang trocken war. Meine Eltern (Problembeschreibung siehe oben) verharmlosen alles und reden wie der von Rennschnecke beschriebene Staubsaugervertreter. Wenn sie anerkennen würden, dass ich ein Problem hab, müssten sie sich auch mit ihrem Konsum auseinandersetzen. Also hab ich im ganz engen Umfeld niemanden, der mich wirklich unterstützt.

  • Hallo JEB

    Die Person, die am allermeisten durch meinen Alkoholismus traumatisiert sein dürfte, ist meine Frau. Nach zwei Jahren meiner Trockenheit ist es für sie gerade mal okay, dass ich nicht mehr trinke🙁. Eigentlich hätte ich mir von ihr mehr Anerkennung erhofft, aber es ist für mich okay das es ihr fast egal ist😄

    Aber ich bin für mich selbst trocken geworden – das ist das Allerwichtigste für mich. Ich weiß, warum ich hier in diesem Forum bin, und was andere Leute davon denken und halten, interessiert mich gar nicht. Du kannst in die Ecken koxxen, und trotzdem wird es Leute geben, die sagen: „So schlimm war es doch gar nicht bei dir. Ich verstehe gar nicht, weshalb du mit dem Trinken aufgehört hast.”

    Du weißt, weshalb du hier in diesem Forum bist – genauso wie ich weiß, weshalb ich hier bin. Das ist es, worauf es ankommt. es gab mal so eine Werbung im Fernsehen. Ich glaube, Bonduelle….

    Da wird im Zeichentrick, ungeeignetes Gemüse auf eine witzige Art und Weise herausgefiltert….So in der Art filtert mein Kopf seit meiner Trockenheit. Alles raus, was meine Abstinenz gefährden könnte.

    Alles Gute🙋🏻‍♂️

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Also hab ich im ganz engen Umfeld niemanden, der mich wirklich unterstützt.

    Da hab ich ein rundum Sorglos Paket. Alle freuen sich, dass ich keinen Alk mehr trinke. Niemand trinkt vor meinen Augen Alk, völlig selbstverständlich und von sich aus. Habe nie ein Wort gesagt, dass in meiner Anwesenheit kein Alk getrunken werden soll.

    Zuhause bei mir ist klipp und klar alkoholfrei, auch ganz egal ob ne Festlichkeit ansteht oder nicht. Das gilt auch für alle Gäste und wird sich nicht mehr ändern. Und das Tolle ist, niemandem macht das irgendetwas aus.

    Mit meinen Kollegen habe ich genauso viel Glück. Bei allen Anlässen sind Kaffee und Wasser die Hauptgetränke.

    Ich bin also sozusagen nie mit Alk konfrontiert.

    In deinem Fall würde ich mit der Familie und dem Partner Klartext reden und deutlich mitteilen wie wichtig die Abstinenz für dich ist und dass es um Leben oder Tod geht. Das Wort „Alkoholiker“ würde ich notfalls auch detailliert erklären, damit alle verstehen um was es geht.

    Wenn keine Rücksicht auf dich genommen wird, dann würde ich mich zurück ziehen und selten hin fahren. Selbst Partner müssen meiner Meinung nach nicht zwingend zusammen wohnen. Ich bin jemand, die getrennte Wohnungen befürwortet und mit Fernbeziehungen gut klar komme.

    Bei mir steht jedenfalls meine Abstinenz an aller erster Stelle und kommt vor allem anderen.

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    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Wie geht es euch denn mit eurem Partner/ engen Umfeld beim trocken bleiben? Mein Partner ist sehr skeptisch, obwohl ich bis März ein Jahr lang trocken war.

    Ja eben, du warst lange trocken und hast dann wieder angefangen, da ist Skepsis doch natürlich? Was war der Auslöser?

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Mein Partner ist schon auf meiner Seite, aber eben sehr skeptisch... Ich gebe euch Recht, für Angehörige ist es ja furchtbar schwer, ich wäre an seiner Stelle bestimmt auch skeptisch.

    Grund für den Rückfall war ein akuter Kontrollverlust, eine Sache, mit der ich überhaupt nicht umgehen kann. Es kommt Einiges zusammen: Mein Vater ist schwer erkrankt, der Schwiegervater, der mehr Papa für mich ist, als mein echter Vater, hat Krebs im Endstadium und ich konnte meine kleine Tochter nur 3 Monate lang stillen. Ich war leider zu untergewichtig nach der Geburt, sodass nix mehr kam. Es ist tatsächlich keine Essstörung, ich war schon immer sehr dünn. Und nach dem Abstillen hab ich den Fehler gemacht, zur Feier mal ein Bier zu trinken. Ich fühle mich sowas von schuldig.

  • Danke für deine Offenheit! Dann warst du also trocken, weil du schwanger warst und gestillt hast oder? Das ist dann natürlich wichtig und notwendig. Aber wie möchtest du dann mit der nächsten schwierigen Situation umgehen? Ein Streit wegen einer Spülmaschine ist ja doch eher eine Kleinigkeit.

    Zu den Menschen um dich herum: : Ich bin da etwas anderer Meinung als Kadett. Dein Umfeld muss dich nicht unterstützen, also dich nicht antreiben, loben oder dir dein Leben alkoholfrei gestalten (außer der eigene Haushalt natürlich), im Prinzip hast du alles selbst in der Hand. Wenn sie wissen, dass du Alkoholikerin bist, kannst du klar kommunizieren, dass du nicht möchtest, dass sie neben dir trinken, aber ob sie das tun, steht auf einem anderen Blatt.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Hera

    Danke für deine Antwort! Ich war vor der Schwangerschaft schon trocken, weil wir nach 3 Fehlgeburten (auch eine Ursache für erhöhten Konsum) in Kinderwunschbehandlung waren. Da hab ich ganz bewusst nicht getrunken.

    Du sprichst genau mein Problem an... Wie mit Problemen umgehen, die schwieriger sind... Ich denke, ich muss lernen, meine Emotionen zuzulassen. Letztens hab ich einfach mal geheult und es hat echt gut getan. Aber ich komme mir dann immer vor wie ein Weichei... Bin Jahrgang 1990, also noch so erzogen, dass weinen, Depressionen etc. nicht sein dürfen. Immer schön funktionieren, das war die Hauptsache.

    Ich weiß aber, dass ich das nicht an meine Tochter weitergeben werde.

    Und ich habe mir eine Selbsthilfegruppe gesucht, zu der ich am Montag erstmals gehe. Hab zwar Hemmungen, aber den Zahnarzttermin (siehe oben) hab ich ja auch geschafft...

  • Da sitzen Leute mit dem gleichen Problem. Ich hatte auch Angst vor dem ersten Besuch meiner SHG und es war überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil. Inzwischen bin ich nur noch hier, aber in meiner Anfangszeit war das für mich und meine Stabilität wichtig.

    Schuld ist kein guter Begleiter auf deinem Weg in die dauerhafte Trockenheit, dafür die Grundbausteine und der Notfallkoffer, das sind gute Werkzeuge.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

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