JEB - Vorstellung

  • Hallo zusammen. Ich hätte 2 Fragen/ Anliegen:

    An die Damen in der Runde: Habt ihr bei PMS mehr Saufdruck als sonst? Mit geht's leider gerade so. Gemäß der HALT Regel treffen Angry und tired momentan auf mich zu 🫩 Wie geht ihr damit um?

    Zweiter Punkt: Die Großeltern freuen sich schon drauf, wenn meine kleine Tochter mal alkoholfreies Bier trinken kann. Ich will aber gar nicht, dass sie an Alkohol herangeführt wird. So hat es bei mir ja auch angefangen. Bierschaum abtrinken mit 2 Jahren 😢

    Und ja, ich kann ihnen das sagen. Aber wenn sie die Kleine sitten, hab ich ja keine Kontrolle... Habt ihr mit so etwas Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße!

  • Ich habe auch schon solche Erfahrungen gemacht und dass ist echt mies wenn dir Grosseltern die Erziehung so stark beeinflussen, man muss sich konsequent durchsetzen aber wenn es die eigenen Eltern sind die dann übergriffig werden aufs Enkelkind, machen sie wohl selber Vorwürfe etwas falsch gemacht zu haben und das paradoxe,sie denken wenn sie es noch einmal machen, dann machen sie etwas besser oder übersehen diesmal den Fehler nicht... Was ein Irrtum ist und meine Meinung auch eine Form von Co Abhängigkeit nur noch nicht bewusst..

  • Hallo JEB,

    du bist ja gerade noch relativ am Anfang. Da hatte ich auch zwischendurch mal Suchtdruck. Bei mir hatte das nichts mit PMS zu tun. Horche doch einfach mal in dich hinein, ob es vielleicht auch andere Auslöser gegeben haben könnte. Vielleicht irgendein Gefühl, dass du nicht aushalten magst?

    Zum zweiten, da darfst du den Großeltern ganz klare Grenzen setzen. Wenn du das nicht möchtest, dann haben sie das auch nicht über deinen Kopf hinweg zu machen. Sollten sie diese Grenze überschreiten, würde ich persönlich mein Kind dort auch nicht mehr hinbringen.

  • Hallo JEB

    Ich bin wegen meiner Erkrankung durch Medikamente seit über 6 Jahren im Wechsel. Suchtdruck hatte ich deswegen nicht, aber meine Emotionen waren/sind deswegen oft sehr stark, natürlich auch körperliche Symptome. Sehr müde, sehr wütend, sehr traurig usw. das hat sich aber nach einem Jahr eingependelt.
    Vielleicht solltest du dass für dich überprüfen?

    Vielleicht führt das eine zum anderen?

  • Hallo JEB

    Ich bin wegen meiner Erkrankung durch Medikamente seit über 6 Jahren im Wechsel. Suchtdruck hatte ich deswegen nicht, aber meine Emotionen waren/sind deswegen oft sehr stark, natürlich auch körperliche Symptome. Sehr müde, sehr wütend, sehr traurig usw. das hat sich aber nach einem Jahr eingependelt.
    Vielleicht solltest du dass für dich überprüfen?

    Vielleicht führt das eine zum anderen?

    Hallo Nika, das kann schon stimmen. Bei mir liegt akut keine "Erkrankung" vor, aber meine Tochter ist erst 4 Monate alt und ich bin oft überwältigt von Hormonen, Emotionen und Schmerzen an der Kaiserschnittnarbe. Momentan fällt es mir echt schwer, trocken zu bleiben.

    Habt ihr Tipps, wie man mit hormonbedingten Stimmungsschwankungen umgehen kann? Hab echt Angst vor einem Rückfall

  • Hallo JEB,

    hast Du schon darüber nachgedacht mit Deinem Frauenarzt über Deine Hormone zu sprechen?

    Vielleicht kann er oder sie Dich medikamentös unterstützen?

    Ein Kaiserschnitt ist ein grosser Eingriff und dann noch all die Veränderungen, das Baby, etc.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly!

    Meine Frauenärztin rät zum Abwarten, weil das alles soooo normal ist.

    Da bin ich anderer Meinung. Aber ich hab mir nen Immunologen gesucht, der kann auch den Hormonstatus bestimmen.

    Man kann halt recht wenig tun... Zusätzliche Hormongaben wären bestimmt auch nicht gut :(

    Bin ziemlich verzweifelt

  • Und ich habe mir eine Selbsthilfegruppe gesucht, zu der ich am Montag erstmals gehe.

    Warst Du dort? Hat es Dir etwas geholfen?

    Und ja, ich kann ihnen das sagen. Aber wenn sie die Kleine sitten, hab ich ja keine Kontrolle... Habt ihr mit so etwas Erfahrungen gemacht?

    Ist es jetzt überhaupt nötig darüber nachzudenken? Vielleicht findest Du in Zukunft andere Wege.

    Konzentriere Dich jetzt erstmal auf das Baby und Dich. Alles andere lass links liegen.

    Und ich würde den Kontakt zu den Eltern erstmal herunterschrauben, damit Ruhe einkehren kann.

    Ich wünsche Dir viel Kraft.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Bei der SHG war ich leider noch nicht. Es war immer was und manchmal war es einfach nur irrationale Angst...

    Z.B. was ist, wenn ich dort jemanden kenne? Oder jemand da sitzt, der weiß, wo ich arbeite? 😞

  • Vergiss nicht, Julia, dass der Alkohol die gesamte "Kopfchemie" und auch die Wirkungsweise Deiner Medikamente durcheinander gebracht hat. Und jetzt muss sich alles neu einpendeln ohne das Gift. Auch das dauert.

    Bevor Du weitere Medikamente nimmst, lieber erst mal die Einstellung der schon verabreichten überprüfen lassen.

    Es tut mir leid, fass Du in Deinen jungen Jahren offenbar schon viel Schlimmes erlebt hat. Da kommt er Staubsaugervertreter mit seiner "Lösung" schon gewohnheitsmäßig um die Ecke.

    Aber: Du bist ja hier, weil der Alk sich zwar als Lösung angeboten, aber nicht bewährt hat. Mit klarem Kopf ist alles besser zu bewältigen, auch wenn die ungefilterten Gefühle vielleicht erst mal gewöhnungsbedürftig sind.

    Hast Du denn für Dich schon neue Lieblingsgetränke und -rituale gefunden, due Di bei innerer Unruhe und Suchtgedanken anwenden kannst?

  • Ja, das hab ich heut beim Einkaufen gemerkt. Bin an den Spirituosen vorbei und hab mir einfach vorgestellt, dass da überall "Gift" draufsteht. Diesmal ging es.

    Aber wenn die Hormone zuschlagen, ist es so schwer... Dann bin ich immer durch, auch schon in meiner Zeit vor der Sucht.

    Als Getränke hab ich nur Kaffee und Wasser. Vielleicht habt ihr ja Tipps? Ich will auch nix mit zu viel Zucker

  • Hallo Julia,

    du kannst dich in der Apotheke oder in einem Reformhaus informieren. Es gibt auch pflanzliche Alternativen bei Hormonschwankungen. Ich möchte hier bloß nichts posten, besser ist es, sich direkt mal beraten zu lassen.

    Wichtig ist bloß darauf zu achten, dass viele pflanzliche Präparate in Alkohol gelöst werden. Das ist klar, dass das nicht geht, da hilft es offen zu kommunizieren, dass du Alkoholikerin bist. Es gibt aber Alternativen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Aber wenn die Hormone zuschlagen, ist es so schwer.

    Hallo Jeb,
    Wissen deine Ärzte Bescheid, bzgl. deines Alkoholismus? In deinem Fall scheint es mir sehr wichtig dem Gynäkologen und den Immunologen darüber zu berichten. Es wäre wichtig, wenn ein Arzt sich da beides anschaut.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hier müsste es irgendwo eine Faden zum Thema Getränkealternativen geben, vielleicht kann den jemand verlinken?. Und den Zucker kannst Du bei akutem Suchtdruck getrost ignorieren - Hauptsache, keinen Alk und keine alkähnlichen Getrânke!

    Das Spirituosenregal meide ich, halte mch dafür umso länger beim Teeregal auf. Und Schorlen mit wenig Saft und etwas (alkfreien und leberfreundlichen) Bitterstoffen mische ich mir gern. Bei dem Wetter trinke ich auch gern Fruchtbuttermilch.

    Da gibt es so viel zu entdecken - viel Spaß!

    Was Deinen Post betr. Selbsthilfegruppe angeht: Wenn Du da wirklich Bekannte treffen solltest, seid Ihr doch beide im gleichen Boot und habt beide ein Interesse daran, das für Euch zu behalten.

    Das ist aber auch kein Muss - hier hast Du ja schon eine SHG für Dich gefunden. Schritt für Schritt - und bei Bedarf einfach in die Tasten hauen!

  • Alex07
    26. Oktober 2022 um 20:09
  • Rennschnecke Leider hasse ich Tee. Bin momentan bei Apfel- oder Holunderschorle mit viel Eis, das geht.

    Aurora : Das hab ich auf dem Schirm, hab auch meine Mundspülung entsorgt und Mittel gegen Magenprobleme gibt's zum Glück auch alkoholfrei. Aber es ist erschreckend, wo überall Alk drin ist

  • Hallo jeb

    Ablenkung ist wirklich das a und o. ich war 38 als ich aufgehört habe und hatte einen saufenden Mann und 4 Kinder. Also Stress und Streit waren vorprogrammiert. Ich war ein paar Tage im KH zur Entgiftung und habe mich danach mehr oder weniger eingeigelt um den Kontakt zu Alk und trinkenden Menschen so gering wie möglich zu halten. Warum der Druck mal mehr mal weniger ist ist wohl so verschieden wie wir Menschen es sind. Ich finde es wichtig dass man für sich rausfindet was einen triggert um es in Zukunft zu vermeiden. Allerdings wird es trotzdem immer mal solche Situationen geben. Mir ist es vor einiger Zeit auch passiert das eine familiäre Problematik bei mir saufdruck ausgelöst hat, nach fast 25 Jahren hätte ich das nicht für möglich gehalten und doch ist es passiert.

    Bei mir hat sich das sofort abgeschwächt als ich es als saufdruck identifizieren konnte, der innere Druck war da, aber nicht mehr die Verbindung zum Alk, was mich dann Tage lang verrückt gemacht hat bis ich dann klar gesehen habe was es ist.

    Ich male, gehe Kräuter sammeln, gehe in Garten, alles mögliche Hauptsache der Alk ist außer Reichweite und der Kopf ist mit was anderem beschäftigt. Evtl auch noch zusätzlich ein Hörbuch mit einem für dich spannend Thema.

    Und deinen Eltern solltest du klipp und klar sagen wenn sie deine Anordnung im Bezug auf deine Tochter ignorieren wirst du sie ihnen nicht mehr anvertrauen können denn sie zerstören das Vertrauen. Meine haben mir und meinem Bruder auch schon im Kleinkindalter Alk gegben Bierschaum und mal ein Schluck Wein. Mein Bruder ist vom Alk zu Drogen und nur 34 geworden. Ich habe die Kurve gerade so bekommen. Für meine Kinder.

    Guck wie du es am besten hin bekommst deine Gedanken an etwas anderes zu binden, vielleicht ist es ja ein Spiel auf dem Handy, oder ein Spaziergang im Park mit der Kleinen. Enten füttern. Irgend etwas banales, völlig wurscht. Probier alles aus was dir Spaß macht, und schau ganz bewusst drauf was das mit dem Druck macht.

    Mir hat auch geholfen mir Ziele zu setzen. Dazu habe ich mir ein oktafheft gekauft und es in 2 Abschnitte geteilt. Vorne was ich in Zukunft will und hinten was ich nicht mehr will. Hinten würde es schnell voll, vorne stand kaum was. Aber es dauerte gar nicht so lange bis es vorm immer mehr wurde. Das sortiert auch die wirren Gedanken und baut Druck ab der auch durch die Veränderung und evtl Zukunftsangst ausgelöst wird.

    Und das aller wichtigste, täglich die Gedanken hier lassen. Wir lesen dich und du siehst mit der Zeit deine Fortschritte.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Dorothea! Danke für deine Sichtweise! Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht auf die Idee gekommen, meinen Saufdruck nicht gewaltsam wegzudrücken, sondern ihn durch schöne Dinge zu ersetzen. Dann fühlt es sich nicht zu sehr nach "Verzicht" oder "Durchhalten" an, sondern ich könnte ja Neues entdecken.

    Eine Liste wie du hab ich auch schon gemacht, nur steht leider bei mir viel zu viel, was ich tun/ können/ lernen will. Damit setze ich mich selbst wieder unter Druck. Ist aber auch etwas, was ich bei mir oft beobachte. Ich bin sehr neugierig und begeisterungsfähig, mir fallen Dinge (auf Anfängerlevel) recht leicht. Dann kickt leider der Perfektionismus und ich fühle mich schlecht, weil ich z.B. nach einem halben Jahr noch kein Japanisch kann...

    Hast du oder habt ihr vielleicht Tipps, wie man Hobbys priorisieren und entspannt angehen kann, damit nicht wieder eine Anspannung entsteht?

    Was meine Tochter angeht: Ich hatte letztens Geburtstag und mein Vater hätte ihr fast Bierschaum angeboten. Ich werde sie mit ihm einfach nicht mehr alleine lassen. Es geht nicht anders.

    Ganz liebe Grüße!

  • Moin

    Hm, da muss ich jetzt etwas grinsen, das mit dem Perfektionismus kommt mir seeeeehr bekannt vor. Ich weiß genau was du meinst. Dann solltest du das als Punkt 1 auf deine Liste setzen, Gelassenheit lernen. Dingen ihre Zeit lassen. Denn dieses immer perfekt sein wollen ist ein übler Trigger. ( An dem ich seit 25 Jahren rumkau.) Aber es wird besser wenn du es dir bewusst machst das du dich gerade selbst jagst und es einfach sein lässt wie es ist. Klappt bei mir auch nicht immer aber ich verrenn mich nicht mehr.

    Wenn dir Hobby mäßig nichts gescheites einfällt dann schau doch einfach mal was die Volkshochschule, die Familienbildungsstätten der Kirchen oder Verbände so an Kursen anbieten. Da lernt man nebenbei auch gleich neue Leute kennen die zumindest dieses Interesse teilen. Wenn das nichts für dich ist und du lieber für dich erst einmal alleine wurschteln willst gucken mal bei Pinterest was es so alles gibt. Du wirst sicher was finden was dein Interesse weckt und mit deinen Lebensumständen kompatibel ist.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

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