Savia. Ein schüchternes Hallo....

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Savia,


    herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung. Ich bin seit ca. 5 Wochen Alkoholfrei und habe hier im Forum viele wichtige Informationen und Tipps erhalten. Die Erkenntnis mit seinem Problem nicht allein zu sein, das Gefühl verstanden zu werden und kein Mensch zweiter Klasse zu sein hilft mir immer besser zu verstehen was mit mir los ist und wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten muss um dem Alkohol die Stirn zu bieten. Das nüchtern sein hat soviel Vorteile. Durchs saufen vergisst man das einfach und erkennt nicht wie einem der Alkohol schadet und dich deiner kostbaren Lebenszeit beraubt.


    Drücke dir die Daumen 👍

  • Hallo Savia,

    du kannst einfach hier in deinem Thema weiter schreiben.


    Ganz unten in das Antworten-Feld schreiben und dann auf ANTWORTEN klicken.


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Guten Morgen in die Runde!


    Gleich vorneweg: in 9 Minuten muss ich los (Arzt) und schreiben ist eh nicht meine Stärke.


    Also mich überkommen grade ganz viele Emotionen, Schamgefühle und ich möchte mich hinsetzten und heulen. Kein Saufdruck, im Gegenteil.

    Wie geht ihr mit solchen Situationen um, in Momenten wo man das überhaupt nicht brauchen kann. Ganz viel passiert in dieser Woche, mehr dazu später.


    Für mich wäre es auch noch sehr wichtig zu wissen ob dieser Teil des Forums für Jene von "außerhalb" zu lesen ist.


    Vielen Dank und bis später...


    Savia

  • Hallo Savia,


    wie war dein Arztbesuch?


    Der Umgang mit den Emotionen muss man erst wieder lernen, da man sie gern mit Alkohol ruhig gestellt hat. Bei mir kommt es dann auf die Gefühlslage an, also welche Emotion gerade im Vordergrund ist. Ganz allgemein hilft: Reden. Die Dinge auszusprechen und Feedback zu bekommen bringt oft eine andere Perspektive und lässt das Gefühl schwächer oder beherrschbarer werden. Wenn du gerade keinen zum Reden hast, dann kannst du deine Gedanken auch verschriftlichen. Hier im Forum oder einfach für dich selbst. Auch das bringt oft Ruhe in das Chaos.


    Viele Grüße

    Seeblick

  • Hallo Savia,


    nun bist du schon los zum Arzt. Dafür dennoch gute Wünsche noch hinterhergeschickt von mir.


    Wenn mich solche Gefühle überkommen, (der Arztbesuch hätte bei mir ein Auslöser sein können, z.B.), dann versuche ich heute, mich über meine Atmung zu beruhigen. Wenn die Situation es gestattet, lasse ich es auch raus (Schluchzen oder Worte, die meine Gefühle ausdrücken). Habe die Erfahrung gemacht, dass dadurch der innere Druck oft etwas abnimmt. Manchmal spreche ich mir tröstend zu. Ich sage sowas wie „ Ok, es ist ok. Eins nach dem anderen. Keine Angst“ oder sowas, wie wenn ich einem kleinen Kind gut zurede.


    Wenn irgend möglich, spreche ich gegenüber anderen (z.B. durchaus auch mit dem Arzt) viel offener darüber als früher, wenn es mir nicht gut geht. Das hilft gerade bei Schamgefühlen ungemein.


    Über die Sichtbarkeit dieses Forumsbereichs für nicht Registrierte schreibt dir bestimmt noch jemand, der sich besser damit auskennt.


    Viele herzliche Grüße und schreib dann doch mal, wenn du magst, was die Woche so passiert ist.


    Bis später,

    Thalia

  • Das war schon der vierte Arztbesuch diese Woche, und ein Termin bei meiner Therapeutin. Heute war sehr wichtig, weil ich mit Meinem HA und meiner Diabetologin zusammen den medizinischen Bereich besprechen konnte. Mein Zucker spielt momentan Achterbahn.


    Und meine Gefühle ebenso. Seit heute früh habe ich seeehr nah am Wasser gebaut. Direkt nach dem Arzt hab ich mich mal 2 Stunden mit Sport ausgetobt. Jetzt geht es einigermaßen.

    Habe aber jetzt wieder sowas wie eine Schreibblockade, wollte euch aber wissen lassen, das es mir gut geht.

  • Hallo Savia,

    gut, dass du ärztlich so gut betreut wirst!


    Soweit mir das bekannt ist, verändert sich im Laufe der Abstinenz wieder etwas in der Biochemie des Gehirns, was sich durch vermehrten Alkoholkonsum verändert hatte. Gefühlsschwankungen lassen sich für mich damit recht gut erklären.


    Mir selbst hat dieses Wissen geholfen.


    Hilfreich kann auch sein, die einzelnen Gefühle mit ihren passenden Namen zu benennen und die Stellen im Körper zu lokalisieren, an denen diese Gefühle zu spüren sind.


    Diesen einzelnen Gefühlen kannst du dich auch stellen, in dem du dich fragst, was dir jetzt gerade gut tun würde. Ich zum Beispiel schnappe mir zu bestimmten Gelegenheiten ein warmes Körnerkissen oder kuschle mich unter meine Bettdecke oder ich kuschle mit meinen Hunden. Manchmal gucke ich mir eine ganz bestimmte Serie im Fernsehen an.


    Dass Tränen fließen ist ja grundsätzlich erstmal nichts Schlechtes, wenn dir nach weinen ist, darfst du doch weinen. Und du darfst dir selbst natürlich auch tröstende Worte sagen.


    Alkohol wird im Körper zu Zucker umgewandelt. Da du jetzt keinen Alkohol mehr zu dir nimmst, kann es durchaus sein, dass dein Zuckerhaushalt gerade etwas durcheinander ist.


    Liebe Grüße

    AufderSuche

  • Guten Morgen Savia,


    wie schön, daß du das alles angehst - ich gratuliere dir!

    Ich mache übrigens auch beides - das Forum und AA. Für mich ergänzt sich das prima, weil diese Gruppen sich stark unterscheiden. Mal bekommt mir das eine gut, mal das andere - aber meist beide gleich gut.
    Das Ziel ist immer das Gleiche: dauerhaft trocken & nüchtern leben. Ist es nicht schön, daß man so viel Auswahl hat? :)

    Viel Erfolg und alles Gute auf deinem weiteren Weg.


    Peter

  • Ich mache übrigens auch beides - das Forum und AA. Für mich ergänzt sich das prima, weil diese Gruppen sich stark unterscheiden. Mal bekommt mir das eine gut, mal das andere - aber meist beide gleich gut.
    Das Ziel ist immer das Gleiche: dauerhaft trocken & nüchtern leben. Ist es nicht schön, daß man so viel Auswahl hat? :)

    Danke für die motivierende Rückmeldung! :)


    Ich war so positiv überrascht, und bin echt froh dass ich hingegangen bin. In meiner Vorstellung waren bei diesen Meetings hauptsächlich gottesfürchtige, miesepetrige und besserwisserische Moralapostel anwesend. Asche über mein Haupt.


    Es waren so interessante, humorvolle Menschen da und ich fühlte mich von der ersten Sekunde an angenommen und angekommen. Zudem schätze ich mich außerordentlich glücklich, da ich nur 3 Minuten Fußweg zum Treffpunkt habe.

    Mein größtes Problem oder auch Chance bei diesen Treffen wird sein, dass ich meine Klappe halten muss/darf bis jeder mit Sprechen fertig ist.

    Im Nachhinein betrachtet lehrt mich dieses Thema mich selber nicht so wichtig zu nehmen, und ich lerne wirklich zuzuhören.

    Mehrmals wollte ich jemanden unterbrechen, war dadurch abgelenkt, bekam nicht alles mit und brauchte einige Zeit um den Erzählungen weiter folgen zu können. Nachdem mir das bewusst wurde fiel es mir schon leichter bei den Geschichten der Anderen zu bleiben.

    Und ich konnte ja sowieso in jedem Erlebnisbericht einen Teil von mir sehen. Wie ein ganzer Raum voll mit Spiegeln.


    Savia

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!