Hi Zusammen,
Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben hier in meinem Faden. Heute schreibe ich, weil es mir im Moment gesundheitlich nicht so gut geht. Nichts was man nicht in den Griff bekommt, aber dennoch anstrengend und wahrscheinlich auch etwas langwierig. Und dann kommen so Gedanken hoch, wie oft ich mich für einen anderen Menschen aufgeopfert habe, um liebenswert zu sein, um geliebt zu werden. Immer so als ich hätte ich sonst sowieso keine Liebe erhalten. Nicht nur bei meinem suchtkranken Ex, sondern auch bei Freunden. Es gab ein Problem, es wurde Hilfe benötigt, klar ich war sofort zur Stelle, ohne wenn und aber. Das habe ich geändert. Aber der Freundeskreis ist nun natürlich sehr klein und irgendwie fühle ich mich gerade alleine gelassen. Mir würde Hilfe jetzt auch ganz gut tun. Auf der anderen Seite weiß und kennt das ja niemand von mir. Ich habe ja immer Alles irgendwie selbst gemacht. Vom Kind bis zu irgendwelchen Reparaturen. Und ich schaue gerade mit Neid auf Freundinnnen, welche immer Hilfe und Unterstützung erfahren. Ich denke, dass ist mein großer Co-Anteil -alles alleine machen, für Andere die eigene Seele verkaufen, da ich mich sonst nicht wertvoll genug gefühlt habe. Und soll ich Euch was sagen, dass wurde mir anerzogen. Mein Ex war nur sie Spitze vom Eisberg. Eine Frau mit gesundem Selbstbewusstsein hätte sich wahrscheinlich relativ schnell wieder verabschiedet. Ja eine Suchterkrankung ist schlimm, aber die Frage ist doch warum ich mich überhaupt auf diesen Menschen eingelassen hatte. Das ist mir zwar mittlerweile klar, aber wieviel Jahre und wieviel Freude habe ich dadurch einfach verloren. Im Nachhinein ist es nicht mehr zu ändern. Beschäftigt mich aber heute. Sorry für mein Gejammer. Es musste jetzt einfach mal raus.
LG Eure Momo die heute mal in einem tiefen Loch sitzt. Morgen sieht es bestimmt schon wieder besser aus