wieweiter - Was tun?

  • Ich bin ein ein schlechter Ratgeber, was du tun musst, denn ich bin nicht betroffen. Aber wenn nichts getan wird, dann hat sich seit deiner Anmeldung hier nichts verändert. Nur Denken, eine andere Einstellung befreit nicht von der CO-Abhängigkeit.

    Ich denke es hat sich seit meiner Anmeldung sehr viel getan. Ich lebe mein Leben in einer eigenen Wohnung.

    Das Auflösen der gemieteten Wohnung braucht Zeit. Er ist bereit in eine kleine Wohnung zu ziehen, über die Feiertage kriegt man leider keine Antwort von den Wohnungsgenossenschaften. Einen privaten Vermieter kann man vergessen. In seinem Zustand kriegt er keine Wohnung und die Mieten sind horrend.

    Soll so dein Leben weiter gehen? Willst du ihn nicht lieber Stück für Stück in professionelle Hände geben, ihn aus deinen Lebensbereichen gehen und ihn selbst entscheiden lassen

    Ich würde ihn liebend gerne in professionelle Hände geben. Das ist jedesmal gescheitert

    Orginalantwort sozialer Dienst der Klinik,da sind wir nicht zuständig.

    Wenn seine Suchtberaterin aus dem Urlaub zurück ist wird er einen Antrag für eine Entzugsklinik stellen.

    Falls er das noch erlebt. Ja ich rechne damit ihn irgendwann tot zu finden.

    Eine weitere Entgiftung macht nur Sinn wenn er danach direkt in eine Anschlussbehandlung kommt. Solange muss er leider weitertrinken um keinen kalten Entzug zu haben.

    Ja es ist schon lange keine Partnerschaft mehr und ich will auch keine mehr.

    Ich möchte genau das, ihn in professionelle Hände geben. Daran arbeite ich.

    Schritt für Schritt in die richtige Richtung.

    Danke für Eure Unterstützung

  • liebe wieweiter.

    Ich würde ihn liebend gerne in professionelle Hände geben. Das ist jedesmal gescheitert

    ich habe es so erlebt, das geprüft wird, ob der patient wirklich aufhören/entgiften möchte, da es ja auch nur dann aussicht auf erfolg hat. wenn es also nur eine begrenzte anzahl an betten gibt, werden die bevorzugt, denen es wirklich ernst ist. mir hat es auch immer wieder im kopf herumgehämmert, daß ich alleine dafür verantwortlich bin, wie es mit ihm weitergeht. das ist co abhängigkeit! er war unentwegt betrunken. und ich habe ihm seine entscheidungsfähigkeit abgesprochen. die hat er aber. wenn er weitertrinken will, werden auch die profis ihn NICHT im krankenhaus behalten. und in dem fall wird auch jegliche entgiftung scheitern.

  • So Weihnachten und Neujahr sind um und nix ist mit Termin für eine Entgiftung machen. Er schafft es kaum auf Toilette und erbricht sich dauernd obwohl er fast nichts mehr isst und trinkt. Der Hausarzt meinte ich soll den Rettungswagen rufen, aber xy will es nicht und sagt er werde nicht ins Krankenhaus gehen.

    Mache ich mich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig, wenn ich ihn alleine lasse? Es ist so schrecklich.

    Ich bin jetzt wieder in meiner Wohnung und weiß nicht was ich tun soll.

  • Hallo wieweiter,

    du hast ihm Hilfe angeboten, und zwar auch richtige und fachliche Hilfe für ihn zu holen. Aber er will es nicht.

    Du kannst nichts tun. Du bist nicht verpflichtet dich neben ihn zu setzen und zuzusehen, wie er sich fertigmacht, Versuche, auf andere Gedanken zu kommen. Etwas für dich zu tun was dich ablenkt. Das ist mit Sicherheit sehr schwierig aber bitte versuche es.

    Für ihn hast du getan was du konntest. Er will das nicht. Punkt.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • aber xy will es nicht und sagt er werde nicht ins Krankenhaus gehen.

    Wenn das sein Wille ist, ist es keine unterlassene Hilfeleistung. Wenn er sich weigert dürfen sie ihn auch nur mit richterlichem Beschluss mitnehmen- und den zu kriegen ist nicht leicht. Weiß ich leider aus Erfahrung.

  • Liebe wieweiter ,

    Ich würde den RTW rufen, grade unter dem Aspekt, dass der Hausarzt es dir empfohlen hat. Dann musst du dich nicht hinterher mit Schuldgefühlen plagen, falls er jetzt im schlimmsten Fall stirbt. Und externe (in diesem Fall die Besatzung des RTW) haben ja manchmal doch einen anderen Einfluss auf unkooperative Patienten.

    Wenn du einen RTW rufst, gibst du die (gefühlte) Verantwortung für seinen Zustand ab, dass ist immer hilfreich.

    Liebe Grüße

    123

  • Ggfs. können sie auch einen Krankentransport schicken.

    Das dauert länger, weil dieser nicht dieselbe Priorität hat.

    Wenn er dann nicht mit will, darf er etwas unterschreiben. Auf der Rückseite des Patientenbogens. Habe ich auch schon machen lassen, bei Sanitätsdiensten.

    Dann sind alle aus eventueller Haftung raus.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich habe mich jetzt dazu entschlossen nichts zu machen. Es ist seine Entscheidung. Ich kann und mag gar nicht erzählen was ich seit Weihnachten erlebt habe. Es reicht. Ich kann das alles nicht mehr ertragen

    Einmal editiert, zuletzt von wieweiter (9. Januar 2025 um 19:26)

  • Ich hab seit langem das Gefühl, ich laufe gegen Wände. Überall tolle Flyer und Broschüren wo und wie es für alles Hilfe gibt. 24 Std. geöffnet. Du rufst an, tut uns leid es ist Samstag, versuchen Sie es Montag wieder. Sozialer Dienst im Krankenhaus, wir sind nicht zuständig. Und und und. Entlassbriefe mit Inhalt was alles gemacht wurde. Nichts davon ist wahr. Es ist eine riesige Menagerie die sehr viel Geld kostet aber kaum effektiv ist. Hut ab vor den Notärzten und Sanitätern des Rettungsdienstes. Sie tun alles um den Patienten bestmöglich und schnellstmöglich zu helfen, auch wenn es ein unbelehrbarer Alkoholiker ist. Ich habe bisher im Rettungsdienst nur bestes erlebt. Meine Hochachtung. Aber dann fehlt die Nachsorge. Und alles beginnt wieder von vorne. Was für eine Verschwendung von Ressourcen.

  • Danke für die Erklärungen zum Thema RTW rufen. Ich dachte, wenn sein Zustand lebensbedrohlich ist, würden sie ihn auch gegen seinen Willen mitnehmen.


    wieweiter: Um in so einen Konflikt gar nicht mehr zu geraten wäre es wichtig dafür zu sorgen, dass Du ihn gar nicht mehr siehst. Wo wir wieder beim Hauptthema wären: Die Wohnsituation (er in Deiner Wohnung).
    Wenn es so bleibt wirst Du wohl noch eine Weile am Leid beteiligt sein :-|

  • Hi wieweiter,

    Er will keine Hilfe , richtig ? Ich kenne das aus einem ähnlichen Fall aus meinem Umfeld . „ Jeder hat das Recht auf seine eigene Verwahrlosung „

    Du kannst nichts machen außer vielleicht dem Fall dem Betreuungsgericht zu melden . Die schicken dann einen Gutachter und einen Richter , aber das wird Wochen dauern .
    Es ist hart , aber gegen seinen Willen wird /kann und darf niemand helfen.
    LG

    Zabou

  • Ich würde morgen den sozialpsychiatrischen Dienst informieren. (Nummer gibts über die Stadtverwaltung oder die Polizei). Dann gibst Du die Verantwortung ab. Denn so, wie es sich anhört, kann er die Verantwortung nicht mehr für sich übernehmen. Und ich vermute, Du würdest lange Zeit brauchen, um evtl Schuldgefühle zu bearbeiten, die Du haben würdest, würde er es jetzt nicht überleben. Also auch an Dich denken, wir es Dir am besten gehen würde.

    Das würde ich machen.

  • Ich hab seit langem das Gefühl, ich laufe gegen Wände. Überall tolle Flyer und Broschüren wo und wie es für alles Hilfe gibt. 24 Std. geöffnet. Du rufst an, tut uns leid es ist Samstag, versuchen Sie es Montag wieder. Sozialer Dienst im Krankenhaus, wir sind nicht zuständig. Und und und. Entlassbriefe mit Inhalt was alles gemacht wurde. Nichts davon ist wahr. Es ist eine riesige Menagerie die sehr viel Geld kostet aber kaum effektiv ist. Hut ab vor den Notärzten und Sanitätern des Rettungsdienstes. Sie tun alles um den Patienten bestmöglich und schnellstmöglich zu helfen, auch wenn es ein unbelehrbarer Alkoholiker ist. Ich habe bisher im Rettungsdienst nur bestes erlebt. Meine Hochachtung. Aber dann fehlt die Nachsorge. Und alles beginnt wieder von vorne. Was für eine Verschwendung von Ressourcen.

    Hallo wieweiter,unser Geuundheitssystem hat seine Belastungsgrenze erreicht. Die psychischen Krankheiten nehmen dramatisch zu!

    Burnout, Süchte u.s.w.Mich wundert das nicht.Eine Gesellschaft, in der es nur um Profit geht, kennt keine Gnade! Deshalb ist es wichtig, das wir

    mit unserem Handicap richtig umgehen,(es geht um Selbstfürsorge ), Das gilt für dich als Nichtalkoholikerin natürlich umsomehr Mein Termin bei der Suchtberatung, auf den ich 5 Wochen gewartet

    habe, wurde gestern auf unbestimmte Zeit verschoben ! OK,ich bin ja zur Zeit recht stabil.Allerdings möchte ich gerne eine Psychotherapie machen .

    Ich kann mir vorstellen, wie lange das dauert! Waren nur so ein paar Gedanken. Ich bin froh, das ich das Forum gefunden habe. Ich verfolge deinen Weg

    ganz interessiert.Ich wünsche dir,das du diese schwere Zeit gut überstehst.LG Bono

  • Irgendwie wirst Du das Gefühl nicht los das Du für alles verantwortlich bist? Wenn Du Dir Sorgen machst und sein Zustand für Dich nicht einzuschätzen ist, dann ruf die 112 an. Wenn Du den Fall schilderst, entscheiden die ob und wen sie schicken. Die treffen ihre Entscheidungen selber. Wenn ein Notarzt mitkommt wird er eingewiesen.

    Mach es Dir doch nicht so schwer.

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Liebe wieweiter,

    Du kannst tatsächlich nichts für ihn tun, wenn er jegliche Hilfe verweigert.

    Wenn es ihm wirklich so richtig schlecht geht, dann weiß er, dass er einen Notarzt rufen kann.

    Ich wünsche Dir, dass Du zur Ruhe finden und schlafen kannst.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!